Marburg: Dresden Mobi

Peter Neuner 08.02.2010 15:50 Themen: Antifa
Marburg. Die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch in Dresden ist auf ihrem Höhepunkt angekommen. Am Samstag demonstrierten spontan 40 Leute durch die Oberstadt und am Sonntag fand eine letzte gut besuchte Infoveranstaltung statt.
Nach dem die Mobilisierung mit einer Veranstaltung mit dem Vorbereitungskreis aus Dresden, einem Vortrag von Gerd Wiegel über neue deutsche Geschichtspolitik, einer Lesung von Gunnar Schubert zum Mythos Dresden, sowie eine no-parasan Infoveranstaltung von gut zwei Wochen, schon frühzeitig angefangen hatte, fand sie an diesem Wochen ihren vorläufigen Höhepunkt.

Zuerst zogen am Samstag Nachmittag ca. 40 Demonstrierende durch die Marburger Oberstadt. Mit Sprechchören, Transparenten und ein paar Böllern wurde das Interesse der einkaufenden Passant_innen geweckt, um schließlich mit Flyern und Redebeiträgen auf den Naziaufmarsch in Dresden aufmerksam zu machen. Das zentrale Anliegen der Demonstrierenden war es deutlich zu machen, dass der Geschichtsrevisionismus und die ca. 7000 Nazis kein Dresdener, sondern ein bundesweites Problem sind und der Protest deshalb auch lokal auf die Straße getragen werden muss. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auch Nazis mit Marburgbezug an dem Aufmarsch teilnehmen und ihn teils sogar organisieren, wie ein alter Herr der Burschenschaft Rheinfranken.

Am darauf folgenden Sonntag, fand eine letzte Infoveranstaltung im Havanna8 statt. Weiderum ca. 40-50 Leute fanden sich ein, um noch einmal über die Hintergründe und aktuellen Entwicklungen des Gedenktraras in Dresden informiert zu werden.

Schon jetzt kann der Moblisierung Erfolg bescheinigt werden, neben den üblichen Kleingruppen, werden auch 3 Busse aus Marburg nach Dresden fahren.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Hoch die Internationale Solidarität!

(KAD) 08.02.2010 - 16:39
Dresden mahnt:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
13. Februar 1945-13. Februar 2010


Erklärung des Koordinierungsrates des Kommunistischen Aktionsbündnis Dresden (KAD):


An die Kommunisten und Sympathisierende in der BRD und den Ländern Europas!

Unter der Losung „Die Würde der Opfer schützen“ mobilisieren Alt- und Neofaschisten Europas zum „Trauermarsch für die Opfer des alliierten Bombenholocaust“ am 13. Februar nach Dresden.

Offizielle ideologische Hilfe erhalten sie von antikommunistisch geprägten Geschichtsfälschern aus Historiker- und Regierungskreisen mit der Diffamierung der antifaschistischen Staatsdoktrin der DDR und der aktuellen Fälschung der Toten- und Opferstatistik durch die eingesetzte „Historikerkommission“.

Vielgestaltig und aus vielschichtigen persönlichen Motiven werden Dresdner und Gäste an die Opfer der Kriegsereignisse vom Februar 1945 erinnern und mahnen, dass sich Krieg und faschistischer Terror niemals wiederholen dürfen! Wir betonen : Wünsche allein verhindern jedoch die von Revanchismus und sozialer Demagogie geprägten Naziaufmärsche nicht! Da-her bekennen wir uns zum Aufruf „nazifrei – Dresden stellt sich quer“ ohne wenn und aber: den Naziaufmarsch verhindern! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!. Die staatliche Macht ist aufgefordert, nach Artikel 139 GG und Potsdamer Abkommen faschistische Nachfolgeorganisationen zu verbieten und ihre Aktivitäten zu unterbinden. Sie tut es nicht. Ziviler Ungehorsam ist nach Grundgesetz und Völkerrecht unser Recht! Von unserem Bündnis wird keine Eskalation ausgehen! Reiht Euch in die regionale Mobilisierung der Antifaschisten ein und beachtet die Empfehlungen und Organisationshinweise des Aktionsausschusses (www.dresden-nazifrei.com).

Ob Ihr an den Protesten gegen die Naziaufmärsche in Dresden teilnehmen könnt oder nicht, erhebt Eure Stimme: Dresden darf nicht zum europäischern Aufmarschplatz der Nazis werden

Unsere aktive Teilnahme an der Verhinderung des revanchistischen Naziaufmarsches verbinden wir damit, allen Versuchen und Praktiken entgegenzutreten, die den Anteil des antifaschistischen Kampfes und der hohen Opfer von Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern für eine neue Welt des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit unterschlagen und besudeln. Das ist auch unsere Forderung zum 65. Jahrestag der Zerschlagung des faschistischen deutschen Staates.

Initiiert vom Koordinierungsrat des KAD orientieren wir in Ergänzung der bekannten Gedenkveranstaltungen auf

11.00 Uhr Gedenken ohne Nazis (!) im Ehrenhain der Opfer des Faschismus (Heidefriedhof)

14.00 Uhr Gedenken mit Blumen für die Opfer des Faschismus in der ehemaligen Haftanstalt „Mathilde“, FIR – Obelisk, Pillnitzer Straße

Die Organisationen des KAD werden am 12./13. Februar an Gedenkorten in der Stadt für die Toten des Luftangriffs im Februar 1945 Blumen des Gedenkens mit dem Bekenntnis niederlegen: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Antifaschisten, auf den Straßen, mit den Bahnen nach Dresden! Den Faschisten kein Bewegungsraum. No pasaran!

Regionalorganisationen von DKP, KPD, KPF, KPD (B), FDJ, RotFuchs, VVN-BdA, RFB / 0351-2882128






zu unserem Selbstverständnis:
In Dresden müssen wir alle, egal ob bürgerlich oder links, traditionell oder antidogmatisch, zusammenstehen, einmal inhaltliche Differenzen zurückstellen.
Trotzdem gilt weiterhin, in Dresden wie überall:
Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.
Die Kommunisten arbeiten endlich überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder.
Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung.
Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!



weiteres auf:
 http://www.kommunisten-online.de/blackchanel/dresden3.htm

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 13 Kommentare an

löschen!!! — antifa

Super Aktion! — ausgefüllt

Der verteilte Flyer — antifaschistisch motivierte Person

The ultimate job — antifa

super aktion — hab ich vergessen

Text zur Demo — Dude

was gehtn hier ab??? — wurstsoße

FUCKYOUALL — antideutscher spinner

... mal nachdenken. — bailan

@bailan — Mein Name