Linke Randalierer in Zossen?
Blühende Fantasie oder berechnende Falschmeldungen?
Berliner und Brandenburger Zeitungen berichten in ihren heutigen Ausgaben über durch die Polizei am Samstag, den 6. Februar, verhinderten „gewalttätige(n) Aktionen“ in Zossen. 130 Beamte hätten „Flagge“ gegen Ausschreitungen von „Angehörige(n) der Linksextremen“ gezeigt. Eine besondere Rolle wurde dabei der so genannten „Berliner Szene“ zugemessen.
Berliner und Brandenburger Zeitungen berichten in ihren heutigen Ausgaben über durch die Polizei am Samstag, den 6. Februar, verhinderten „gewalttätige(n) Aktionen“ in Zossen. 130 Beamte hätten „Flagge“ gegen Ausschreitungen von „Angehörige(n) der Linksextremen“ gezeigt. Eine besondere Rolle wurde dabei der so genannten „Berliner Szene“ zugemessen.
Linke Randalierer in Zossen
Blühende Fantasie oder berechnende Falschmeldungen?
Berliner und Brandenburger Zeitungen berichten in ihren heutigen Ausgaben über durch die Polizei am Samstag, den 6. Februar, verhinderte „gewalttätige Aktionen“ in Zossen. 130 Beamte hätten „Flagge“ gegen Ausschreitungen von „Angehörige(n) der Linksextremen“ gezeigt. Eine besondere Rolle wurde dabei der so genannten „Berliner Szene“ zugemessen.
Anlass der geplanten Aktionen Linksextremer soll der Anschlag eines rechtsextremen Jugendlichen auf das "Haus der Demokratie" am 22. Januar 2010 gewesen sein, bei dem das Haus vollständig abbrannte und die darin befindliche Ausstellung über „Jüdisches Leben in Zossen“ zerstört wurde.
Ziel der Linksextremen soll „der braune Dreck“ – so ein zitierter Satz aus einem nicht genannten Internetportal – in Zossen und die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ sein (
http://zossen-zeigt-gesicht.de/) - also die Initiative, die sich als „demokratisches Bündnis gegen Gewalt, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit versteht“ und Betreiberin des Hauses der Demokratie war.
Die Pressemeldungen schlossen mit dem Satz: „Allerdings hat sich laut Polizei kein Angehöriger der Linksextremen sehen lassen.“
Zusammengefasst:
Die Polizei verbuchte es als Erfolgsmeldung, dass sie mit 130 Beamten Randale Linksextremer verhindert habe, die einem nicht weiter benannten Aufruf aus dem Internet zur Folge, in Zossen gegen die Initiative „Zossen zeigt Gesicht“ gewalttätig vorgehen wollten. Verhindert heißt, kein Linksextremer tauchte auf.
Es ist schon merkwürdig, dass in Zossen, nach einem Anschlag Rechtsextremer mit 130 Beamten gegen links mobil gemacht wird. Die Erinnerung an die durch Rechtsextreme gestörte Gedenk- und Mahnveranstaltung am 27.1.2010 stößt dabei unangenehm auf. Auch die Rolle der Bürgermeisterin, die die Zusammenarbeit mit der „Zossen zeigt Gesicht“ verweigert, und ein rechtes Problem in Zossen nicht zu erkennen scheint, ist fragwürdig.
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Quellen:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/polizeireport/154949/154950.php
http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=23791120
http://www.prignitzer.de/nachrichten/brandenburg/artikeldetail/article/1715/grosseinsatz-in-zossen.html
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11725298/61939/Ermittlungen-gehen-weiter-Polizei.html
Blühende Fantasie oder berechnende Falschmeldungen?
Berliner und Brandenburger Zeitungen berichten in ihren heutigen Ausgaben über durch die Polizei am Samstag, den 6. Februar, verhinderte „gewalttätige Aktionen“ in Zossen. 130 Beamte hätten „Flagge“ gegen Ausschreitungen von „Angehörige(n) der Linksextremen“ gezeigt. Eine besondere Rolle wurde dabei der so genannten „Berliner Szene“ zugemessen.
Anlass der geplanten Aktionen Linksextremer soll der Anschlag eines rechtsextremen Jugendlichen auf das "Haus der Demokratie" am 22. Januar 2010 gewesen sein, bei dem das Haus vollständig abbrannte und die darin befindliche Ausstellung über „Jüdisches Leben in Zossen“ zerstört wurde.
Ziel der Linksextremen soll „der braune Dreck“ – so ein zitierter Satz aus einem nicht genannten Internetportal – in Zossen und die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ sein (
http://zossen-zeigt-gesicht.de/) - also die Initiative, die sich als „demokratisches Bündnis gegen Gewalt, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit versteht“ und Betreiberin des Hauses der Demokratie war. Die Pressemeldungen schlossen mit dem Satz: „Allerdings hat sich laut Polizei kein Angehöriger der Linksextremen sehen lassen.“
Zusammengefasst:
Die Polizei verbuchte es als Erfolgsmeldung, dass sie mit 130 Beamten Randale Linksextremer verhindert habe, die einem nicht weiter benannten Aufruf aus dem Internet zur Folge, in Zossen gegen die Initiative „Zossen zeigt Gesicht“ gewalttätig vorgehen wollten. Verhindert heißt, kein Linksextremer tauchte auf.
Es ist schon merkwürdig, dass in Zossen, nach einem Anschlag Rechtsextremer mit 130 Beamten gegen links mobil gemacht wird. Die Erinnerung an die durch Rechtsextreme gestörte Gedenk- und Mahnveranstaltung am 27.1.2010 stößt dabei unangenehm auf. Auch die Rolle der Bürgermeisterin, die die Zusammenarbeit mit der „Zossen zeigt Gesicht“ verweigert, und ein rechtes Problem in Zossen nicht zu erkennen scheint, ist fragwürdig.
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Quellen:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/polizeireport/154949/154950.php
http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=23791120
http://www.prignitzer.de/nachrichten/brandenburg/artikeldetail/article/1715/grosseinsatz-in-zossen.html
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11725298/61939/Ermittlungen-gehen-weiter-Polizei.html
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Ergänzungen
VVN-BdA Brandenburg Pressemitteilung
Zossen braucht mehr als eine Antifademo!
Nach Berichten verschiedener regionaler und überregionaler Medien ist es der Polizei am 06. Februar 2010 in Zossen gelungen, eine Demonstration von „Linksextremisten“ zu verhindern. Der teilweise identische Wortlaut in verschiedenen Zeitungen deutet darauf hin, dass hier unkritisch eine Polizeimeldung übernommen worden ist.
Aus diesem Grund sieht sich die Landesvereinigung Brandenburg der VVN-BdA gezwungen festzustellen, dass - sollte es sich tatsächlich um eine Polizeimeldung handeln - dies ein weiterer Beleg dafür ist, wie sehr die Polizei in der Stadt Zossen Teil des Problems ist.
In Zossen ist am 23. Januar das „Haus der Demokratie“ von mindestens einem jugendlichen Nazi niedergebrannt worden. In dem Haus wurde zu dieser Zeit eine Ausstellung über „Jüdisches Leben in Zossen“ gezeigt. Wer die Kommentierung des Anschlages auf neonazistischen Webseiten verfolgt hat, hat gesehen, dass gerade dies den Hass der Neonazis hervorgerufen hat.
Zossen hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum des gewalttätigen Neonazismus und des organisierten Antisemitismus im Land Brandenburg entwickelt. Dies konnte u.a. deshalb geschehen, weil die Polizei - bis heute - nicht gegen rechte Straftaten einschreitet (so z.B. wenn bei einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar die Veranstaltung von Neonazis durch „Lüge, Lüge“-Rufe gestört wird) und einer Bürgermeisterin, die die Stadt nach Gutsherrenmentalität regiert und sich mit Erfolg bemüht, jedes Engagement gegen Neonazismus in Zossen zu torpedieren und zu kriminalisieren.
Aus diesem Grund ist eine nach dem Anschlag für den 6. Februar geplante Antifademo abgesagt worden - in vielen anderen Städten im Land Brandenburg hätte bei so einem Anlass die Stadtverwaltung mit dazu aufgerufen. Von der Absage dieser Demonstration waren Polizei und Stadtverwaltung informiert. Es gab am 6. Februar also nichts zu verhindern. Offenbar soll hier ein "Linksextremistenproblem" herbeigeschrieben werden, um von den skandalösen Zuständen in Zossen abzulenken.
Wenn jetzt von Polizei und Presse die AntifaschistInnen, die sich mit dem gewalttätigen Neonazismus in Zossen nicht abfinden wollen, als "Extremisten" stigmatisiert und kriminalisiert werden, während Neonazi-Banden in der Stadt ungestört Menschen jagen, bedrohen und einschüchtern können, dann wird dadurch den Nazis direkt in die Hände gespielt.
Die Brandenburger Landesvereinigung der VVN-BdA solidarisiert sich mit allen, die versuchen, die Zossener Zustände publik zu machen und zu ändern.
Zossen braucht mehr als eine Antifademo!
VVN-BdA e.V. - Land Brandenburg
???
War sie nicht
Die Polizisten des Ortes sind alle "Alte Schule" und haben gelernt, dass alle die ihre Meinung öffentlich Kund tun automatisch ihre Feinde sind und jede Art des Protests niedergeschlagen werden muss.
Klarstellung der BI Zossen zeigt Gesicht
10. Februar 2010
Am 6. Februar fand in Zossen trotz starker Polizeipräsenz keine Demonstration statt. Diese NICHT-Demonstration wurde in verschiedenen Medien als gegen die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ gerichtet dargestellt. Verschiedentlich, so in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung / Zossener Rundschau“, wurde behauptet, dass das massive Polizeiaufgebot Ausschreitungen in Zossen verhindert hätte.
Dazu stellen wir klar:
1. Am 6. Februar fand keine Demonstration in Zossen statt. Es fand sich kein Demonstrant in Zossen ein.
2. Nach unseren Recherchen war bereits am Mittwoch, dem 3. Februar klar, dass es keine Demonstration geben würde. Die Demonstration war abgesagt.
3. Nach unseren Recherchen war auch zu keinem Zeitpunkt eine Demonstration gegen die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ geplant.
Es bleiben Fragen:
1. Warum machen Medien ein NICHT-Ereignis mit Halb- und Unwahrheiten zu einem Ereignis? Wo bleibt die Ethik des Journalisten?
2. Warum wird aus nicht vorhandenen Demonstranten in Berichten eine „linksautonome“ Bedrohung gemacht, die nur Dank der Polizei verhindert werden konnte?
3. War die Polizei vor Ort – in diesem Umfange – wirklich nötig?
von der Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
rosarot — nen panther
Was... — ist...