Demonstrieren im Regen und Tränengas
Auch am Freitag, 5. Februar 2010 gab es wieder in einigen Orten und Regionen Palästinas Demonstrationen gegen die palästinensisches Land annektierende Mauer, gegen die rassistische Siedlungspraxis und gegen die Vertreibung von arabischen Familien aus ihren Häusern in Ostjerusalem.
Das kalte und stürmische Wetter hat die Leute in An Nabi Salih nicht davon abgehalten, zu der Freitagsdemonstration gegen ihre Vertreibung von ihrem Land auf die Straße zu gehen. Wie einer der OrganisatorInnen es ausdrückte: "Ich mag den Regen lieber als das Tränengas." Am Ende bekam er jedoch beides.
Wie in den vergangenen Wochen wurde das kleine Dorf, das durch die illegale Siedlung in seiner Nähe von einem seiner Trinkwasserbrunnen abgeschnitten wurde, auch diesmal wieder von vielen UnterstützerInnen von außerhalb aufgesucht. So liefen z.B. mehrere Dutzend Jugendlicher aus Beit Rima über fünf Kilometer durch den heftigen Regen, um an der Demonstration teilzunehmen.
Die wöchentliche Demonstration führte wie seit Monaten zum Gemeindeland in der Nähe der jüdischen Siedlung von Halamish. Im Gegensatz zu letzter Woche umstellten die israelischen Soldaten diesmal nicht das ganze Dorf vor der Demonstration, und für einen Moment sah es so aus, als könnte der Marsch zu den Gemeindeländereien gelingen. Jedoch kurz nach dem Start auf das Tal zu erschienen einige Armee-Jeeps auf der Zufahrtsstraße zum Dorf und die Armee fingen an, Tränengas zu schießen. Und sie hörten vier Stunden lang nicht auf damit. Zusätzlich wurden Gummi- und Kunststoffummantelte Stahlgeschosse in die Menge der DemonstrantInnen geschossen.
Dutzende von Verletzungen mussten die DemonstrantInnen hinnehmen, hauptsächlich verursacht durch Plastikummantelte Geschosse und Tränengaspatronen, die direkt auf die DemonstrantInnen abgefeuert wurden. Ein junger Mann, der durch zwei sog. nichttödliche Geschosse sein Gefühl in seiner Wade verlor, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er erholte sich bald und sagte, dass er nächste Woche sicher wiederkommen würde, um zu demonstrieren.
Bei der wöchentlichen Demonstration in Ma'asara kamen rund 25 palästinensische, israelische und internationale AktivistInnen zusammen, um gegen den Bau der Apartheit-Mauer zu demonstrieren. Aufgrund des Regens und der Kälte fuhren die AktivistInnen per Auto zur Militärblockade am Ortseingang und trafen dort auf eine Einheit von ReservistInnen in Kombination mit regulären Truppen der israelischen Armee und sieben Militärjeeps, die die Demonstration lächelnd empfingen. Als gesungen wurde und die politischen Wortbeiträge in Arabisch und Hebräisch kamen, hoben die Soldaten wie zur Unterstützung die Finger zu Peace-Zeichen. Die Demonstration hier endete friedlich nach einer halben Stunde.
Knapp unter 20 Israelis und zehn InternationalistInnen nahmen an der von einigen PalästinenserInnen organisierten Demonstration gegen die Land-annektierende Mauer in Bil'in teil, die nun schon seit fünf Jahren dort jeden Freitag stattfindet, und wo inzwischen über 10 Prozent der Bevölkerung aufgrund ihrer politischen Betätigung ins Gefängnis gesteckt wurden. Ihr Vergehen: sie nehmen den Raub ihres Agrarlandes durch jüdische Siedler und durch die israelische Regierung nicht einfach still hin. Abdallah Abu Rahman, einer der OrganisatorInnen der Freitagsdemonstrationen und prominenter Vertreter des Popular Comittee in Bil'in wurde im Herbst 2009 unter dem Vorwurf eingesperrt, Waffen zu besitzen. Was er „besaß“, waren von der israelischen Armee zu Hunderten verschossene leere (!) Tränengasgranaten, die er sammelte und in einer Art Kunstausstellung präsentierte. Er sitzt seither in Administrationshaft, einer willkürlichen juristischen Konstruktion, unter der der israelische Staat bzw. das Militär unbegrenzt PalästinenserInnen einsperren darf. Noch im Oktober 2008 nahm er gemeinsam mit einer Aktivistin der Anarchists Against The Wall für das Popular Comittee von Bil'in die Carl-von-Ossietzky-Medaille für Menschenrechte in Berlin in Empfang.
Aber zurück zur Demo: Es hörte auf zu regnen, die Wolken ließen ein paar Sonnenstrahlen durch, und die Mandelbäume standen in voller Blüte, soweit der optimistisch stimmende Teil. Als die Demonstration das Zaungatter der Sperranlage erreichte, verschoss die Armee Tränengasgranaten, und die örtliche Jugend versuchte daraufhin, die Armee mit Steinwürfen auf Distanz zu halten. Bald darauf wurde die Demonstration für beendet erklärt. Nur kurz nachdem die Jugendlichen in Richtung des Dorfes zurückgingen, entschied die Armee, in das Dorf einzudringen, nur um zu zeigen, dass sie dazu in der Lage waren. Eine Machtdemonstration. Im Dorf wurden Tränengas- und Blendschockgranaten direkt vor die Füße der DemonstrantInnen geschossen, welche zusätzlich von einzelnen SoldatInnen als „Nazis“ beschimpft wurden. Es wirkte, als ob selbst einige SoldatInnen merken würden, wie dümmlich die Befehle ihres Commanders waren, zumindest kam es einigen optimistisch gestimmten DemonstrantInnen so vor.
In einer ungewöhnlich kleinen Freitagsdemonstration in Ni'lin gingen über 50 Leute den schlammigen Feldweg zur Mauer und riefen Slogans gegen den Mauerbau und gegen die Verhaftung Dutzender Jugendliche durch die israelische Militärjustiz in den letzten Monaten. Als die DemonstrantInnen das schwere Tor in der Sperranlage schlossen, begannen die SoldatInnen, Tränengas- und Blendschockgranaten zu verschießen. Einige der örtlichen Jugendlichen antworteten mit Steinwürfen, und die Konfrontationen liefen eine halbe Stunde weiter, bis die Demonstration endete.
Im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah, einer arabischen Nachbarschaft, in dem im letzten halben Jahr zahlreiche palästinensische Familien aus ihren Häusern durch jüdische Siedler – mit Unterstützung der Polizei, Justiz und Stadtverwaltung – vertrieben wurden, konnten die FreitagsdemonstrantInnen sich von ihrer Regendichten Kleidung überzeugen. Hunderte von ihnen kamen diesmal in dem Park nahe der Nachbarschaft zusammen und sangen und trommelten im strömenden Regen und in der Jerusalemer Kälte. In der zweiten Woche infolge war die Polizei hier besonnen und es erfolgten auch dieses Mal keine Verhaftungen oder Provokationen gegen die DemonstrantInnen – wohl eine Folge der letzten Wochen, als sich aufgrund der übertriebenen polizeilichen Repression auch gegen prominente MenschenrechtsaktivistInnen der Protest stark verbreiterte. Gleichwohl war auch diesmal nur jüdischen Siedlern der Zugang zur bis vor wenigen Wochen rein arabischen Nachbarschaft gewährt worden, und eine kleine Gruppe von Kindern und Ballons tragenden Clowns wurden von dem improvisierten Checkpoint der Riot-Polizei zurückgedrängt. Die DemonstrantInnen behielten ihre gute Laune, tanzten herum und beendeten die Demonstration, um abends zu einer den Kampf in Cheikh Jarrah unterstützenden Solidaritätsparty in einem Westjerusalemer Stadtteil zu gehen.
Quelle: Anarchists Against The Walls,
http://www.awalls.org - 05/02/2010
Anmerkung:
Sowohl die Dörfer An Nabi Salih, Ma'asara, Bil'in und Ni'lin in der Westbank als auch der Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah sind 1967 entgegen allen UNO-Beschlüssen und entgegen anderer völkerrechtlich wirksamer Bestimmungen von Israel besetzt worden. Die illegale Okkupation dieser Gebiete hält bis heute an und wird z.B. durch den Mauerbau oder durch den Bau von Straßen verschärft, die nur jüdische Siedler oder israelische StaatsbürgerInnen benutzen dürfen, nicht aber arabische Menschen, obwohl sie durch ihr Land führen und sie von ihrem Agrarland, ihrer Lebensgrundlage, abschneiden. 70 Prozent des von den PalästinenserInnen genutzten Agrarlandes in der Westbank liegt in der sog. Zone C und steht damit unter direkter israelischer Kontrolle. Ihr Überleben wird – auch durch immer mehr illegale jüdische Siedlungen und deren militärischen Schutz - zunehmend erschwert. Ihnen ist gemäß der Losung des Ex-Premiers Israels, Moshe Dayan: „Entweder Ihr verschwindet, oder Ihr lebt wie die Hunde!“, das Leben dermaßen verunmöglicht worden, dass es in den besetzten Gebieten kaum Entwicklung gibt. Und trotz heftigster Repression gibt es diesen gewaltfreien, graswurzelförmigen Widerstand der Popular Comittees in einigen Dörfern und Nachbarschaften. Dies erfordert eine unglaubliche Disziplin, und leider eine langfristige Hilfe von außen.
Israel kann die PalästinenserInnen nur solange dermaßen extrem unterdrücken, wie die israelische Regierung keine Kritik zu fürchten braucht und entsprechend wenig unter internationalen Druck gerät. Daher ist es umso wichtiger, die unhaltbaren Zustände in der Westbank, auf dem Golan, in Ostjerusalem und im Gaza-Streifen öffentlich zu machen in der Hoffnung, dass sich weltweit Protest und Widerstand regt und Israel dazu gezwungen wird, den PalästinenserInnen einen lebensfähigen Teil ihres Landes zurückzugeben und sie in Würde und Frieden leben zu lassen. Solidarität mit den unterdrückten Menschen und den progressiven Kräften in Palästina und Israel!
Wie in den vergangenen Wochen wurde das kleine Dorf, das durch die illegale Siedlung in seiner Nähe von einem seiner Trinkwasserbrunnen abgeschnitten wurde, auch diesmal wieder von vielen UnterstützerInnen von außerhalb aufgesucht. So liefen z.B. mehrere Dutzend Jugendlicher aus Beit Rima über fünf Kilometer durch den heftigen Regen, um an der Demonstration teilzunehmen.
Die wöchentliche Demonstration führte wie seit Monaten zum Gemeindeland in der Nähe der jüdischen Siedlung von Halamish. Im Gegensatz zu letzter Woche umstellten die israelischen Soldaten diesmal nicht das ganze Dorf vor der Demonstration, und für einen Moment sah es so aus, als könnte der Marsch zu den Gemeindeländereien gelingen. Jedoch kurz nach dem Start auf das Tal zu erschienen einige Armee-Jeeps auf der Zufahrtsstraße zum Dorf und die Armee fingen an, Tränengas zu schießen. Und sie hörten vier Stunden lang nicht auf damit. Zusätzlich wurden Gummi- und Kunststoffummantelte Stahlgeschosse in die Menge der DemonstrantInnen geschossen.
Dutzende von Verletzungen mussten die DemonstrantInnen hinnehmen, hauptsächlich verursacht durch Plastikummantelte Geschosse und Tränengaspatronen, die direkt auf die DemonstrantInnen abgefeuert wurden. Ein junger Mann, der durch zwei sog. nichttödliche Geschosse sein Gefühl in seiner Wade verlor, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er erholte sich bald und sagte, dass er nächste Woche sicher wiederkommen würde, um zu demonstrieren.
Bei der wöchentlichen Demonstration in Ma'asara kamen rund 25 palästinensische, israelische und internationale AktivistInnen zusammen, um gegen den Bau der Apartheit-Mauer zu demonstrieren. Aufgrund des Regens und der Kälte fuhren die AktivistInnen per Auto zur Militärblockade am Ortseingang und trafen dort auf eine Einheit von ReservistInnen in Kombination mit regulären Truppen der israelischen Armee und sieben Militärjeeps, die die Demonstration lächelnd empfingen. Als gesungen wurde und die politischen Wortbeiträge in Arabisch und Hebräisch kamen, hoben die Soldaten wie zur Unterstützung die Finger zu Peace-Zeichen. Die Demonstration hier endete friedlich nach einer halben Stunde.
Knapp unter 20 Israelis und zehn InternationalistInnen nahmen an der von einigen PalästinenserInnen organisierten Demonstration gegen die Land-annektierende Mauer in Bil'in teil, die nun schon seit fünf Jahren dort jeden Freitag stattfindet, und wo inzwischen über 10 Prozent der Bevölkerung aufgrund ihrer politischen Betätigung ins Gefängnis gesteckt wurden. Ihr Vergehen: sie nehmen den Raub ihres Agrarlandes durch jüdische Siedler und durch die israelische Regierung nicht einfach still hin. Abdallah Abu Rahman, einer der OrganisatorInnen der Freitagsdemonstrationen und prominenter Vertreter des Popular Comittee in Bil'in wurde im Herbst 2009 unter dem Vorwurf eingesperrt, Waffen zu besitzen. Was er „besaß“, waren von der israelischen Armee zu Hunderten verschossene leere (!) Tränengasgranaten, die er sammelte und in einer Art Kunstausstellung präsentierte. Er sitzt seither in Administrationshaft, einer willkürlichen juristischen Konstruktion, unter der der israelische Staat bzw. das Militär unbegrenzt PalästinenserInnen einsperren darf. Noch im Oktober 2008 nahm er gemeinsam mit einer Aktivistin der Anarchists Against The Wall für das Popular Comittee von Bil'in die Carl-von-Ossietzky-Medaille für Menschenrechte in Berlin in Empfang.
Aber zurück zur Demo: Es hörte auf zu regnen, die Wolken ließen ein paar Sonnenstrahlen durch, und die Mandelbäume standen in voller Blüte, soweit der optimistisch stimmende Teil. Als die Demonstration das Zaungatter der Sperranlage erreichte, verschoss die Armee Tränengasgranaten, und die örtliche Jugend versuchte daraufhin, die Armee mit Steinwürfen auf Distanz zu halten. Bald darauf wurde die Demonstration für beendet erklärt. Nur kurz nachdem die Jugendlichen in Richtung des Dorfes zurückgingen, entschied die Armee, in das Dorf einzudringen, nur um zu zeigen, dass sie dazu in der Lage waren. Eine Machtdemonstration. Im Dorf wurden Tränengas- und Blendschockgranaten direkt vor die Füße der DemonstrantInnen geschossen, welche zusätzlich von einzelnen SoldatInnen als „Nazis“ beschimpft wurden. Es wirkte, als ob selbst einige SoldatInnen merken würden, wie dümmlich die Befehle ihres Commanders waren, zumindest kam es einigen optimistisch gestimmten DemonstrantInnen so vor.
In einer ungewöhnlich kleinen Freitagsdemonstration in Ni'lin gingen über 50 Leute den schlammigen Feldweg zur Mauer und riefen Slogans gegen den Mauerbau und gegen die Verhaftung Dutzender Jugendliche durch die israelische Militärjustiz in den letzten Monaten. Als die DemonstrantInnen das schwere Tor in der Sperranlage schlossen, begannen die SoldatInnen, Tränengas- und Blendschockgranaten zu verschießen. Einige der örtlichen Jugendlichen antworteten mit Steinwürfen, und die Konfrontationen liefen eine halbe Stunde weiter, bis die Demonstration endete.
Im Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah, einer arabischen Nachbarschaft, in dem im letzten halben Jahr zahlreiche palästinensische Familien aus ihren Häusern durch jüdische Siedler – mit Unterstützung der Polizei, Justiz und Stadtverwaltung – vertrieben wurden, konnten die FreitagsdemonstrantInnen sich von ihrer Regendichten Kleidung überzeugen. Hunderte von ihnen kamen diesmal in dem Park nahe der Nachbarschaft zusammen und sangen und trommelten im strömenden Regen und in der Jerusalemer Kälte. In der zweiten Woche infolge war die Polizei hier besonnen und es erfolgten auch dieses Mal keine Verhaftungen oder Provokationen gegen die DemonstrantInnen – wohl eine Folge der letzten Wochen, als sich aufgrund der übertriebenen polizeilichen Repression auch gegen prominente MenschenrechtsaktivistInnen der Protest stark verbreiterte. Gleichwohl war auch diesmal nur jüdischen Siedlern der Zugang zur bis vor wenigen Wochen rein arabischen Nachbarschaft gewährt worden, und eine kleine Gruppe von Kindern und Ballons tragenden Clowns wurden von dem improvisierten Checkpoint der Riot-Polizei zurückgedrängt. Die DemonstrantInnen behielten ihre gute Laune, tanzten herum und beendeten die Demonstration, um abends zu einer den Kampf in Cheikh Jarrah unterstützenden Solidaritätsparty in einem Westjerusalemer Stadtteil zu gehen.
Quelle: Anarchists Against The Walls,
http://www.awalls.org - 05/02/2010 Anmerkung:
Sowohl die Dörfer An Nabi Salih, Ma'asara, Bil'in und Ni'lin in der Westbank als auch der Ostjerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah sind 1967 entgegen allen UNO-Beschlüssen und entgegen anderer völkerrechtlich wirksamer Bestimmungen von Israel besetzt worden. Die illegale Okkupation dieser Gebiete hält bis heute an und wird z.B. durch den Mauerbau oder durch den Bau von Straßen verschärft, die nur jüdische Siedler oder israelische StaatsbürgerInnen benutzen dürfen, nicht aber arabische Menschen, obwohl sie durch ihr Land führen und sie von ihrem Agrarland, ihrer Lebensgrundlage, abschneiden. 70 Prozent des von den PalästinenserInnen genutzten Agrarlandes in der Westbank liegt in der sog. Zone C und steht damit unter direkter israelischer Kontrolle. Ihr Überleben wird – auch durch immer mehr illegale jüdische Siedlungen und deren militärischen Schutz - zunehmend erschwert. Ihnen ist gemäß der Losung des Ex-Premiers Israels, Moshe Dayan: „Entweder Ihr verschwindet, oder Ihr lebt wie die Hunde!“, das Leben dermaßen verunmöglicht worden, dass es in den besetzten Gebieten kaum Entwicklung gibt. Und trotz heftigster Repression gibt es diesen gewaltfreien, graswurzelförmigen Widerstand der Popular Comittees in einigen Dörfern und Nachbarschaften. Dies erfordert eine unglaubliche Disziplin, und leider eine langfristige Hilfe von außen.
Israel kann die PalästinenserInnen nur solange dermaßen extrem unterdrücken, wie die israelische Regierung keine Kritik zu fürchten braucht und entsprechend wenig unter internationalen Druck gerät. Daher ist es umso wichtiger, die unhaltbaren Zustände in der Westbank, auf dem Golan, in Ostjerusalem und im Gaza-Streifen öffentlich zu machen in der Hoffnung, dass sich weltweit Protest und Widerstand regt und Israel dazu gezwungen wird, den PalästinenserInnen einen lebensfähigen Teil ihres Landes zurückzugeben und sie in Würde und Frieden leben zu lassen. Solidarität mit den unterdrückten Menschen und den progressiven Kräften in Palästina und Israel!
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Ergänzungen
Interessante Links
Kollektiv von FotografInnen-AktivistInnen:
Berichte von Demos und Aktionen:
Ta'ayush - "Gemeinsam leben":
Menschenrechtsorganisation:
Videolinks von den Demos
BIL’IN
NI’LIN
SHEIKH JARRAH
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
mauer?
fight antisemitism!
Good Night zionism pride
@ anti anti d
welcher faschismus denn? der israels? glaubst DU dein geschichtsrevisionistisches gelaber wirklich? wen willst du mit solchen dümmlichen phrasen anstatt von argumenten beeindrucken?
nie wieder verkürzter, unmaterialistischer, regressiver, moralinsaurer vulgärantifschismus!
@egal
mit etwas anderem hast du unrecht: die mauer dient in erster line dazu fakten zu schaffen und land hinter der grünen linie (das also vor 1967 zu jordanien gehört hat) dem israelischen kernland einzuverleiben. die sicherheitsgründe sind nur vorgeschoben. denn wenn es wirklich darum gehen würde terroristen davon abzuhalten in israelische städte zu kommen, dann müssten die restlichen 40 prozent zaun besser bewacht werden. in jerusalem finden sich ausserdem mehrere stellen, an denen in der mauer noch bauteile fehlen, der zaun aber schon weg ist. jeder terrorist könnte dort einfach durchspazieren, denn bewacht sind diese lücken meistens nicht.
ich nehme mal stark an, dass du noch nie in israel/palästina warst. falls dich das thema wirklich interessiert und du mal herkommst empfehle ich dir eine tour mit der israelischen organisation ir amim. sie dokumentiert kritisch den bau von mauer und siedlungen und zeigt ganz konkret wie absurd die legende vom "schutz vor selbstmordattentätern" ist:
hinterher kannst du ja gern weiter daran glauben, dass es um sicherheit geht. aber informieren solltest du dich schon ein bisschen, bevor du die anachists against the wall kritisierst, die den artikel geschrieben haben. die leben schliesslich hier, sind tagtäglich damit konfrontiert und mit sicherheit besser informiert als du im moment. beim ersten schritt helfe ich dir gern und häng dir mal eine karte mit dem verlauf von mauer/zaun an den kommentar. wie gesagt, du kannst ja darüber denken was du willst:
ps: www.antifa.de sind übrigens internationalisten und in der regel gut informiert. poste doch unter deine kommentare das nächste mal deine eigene website, damit es hier nicht zu verwirrungen kommt.
Lieber "egal"...
Wer ein Interesse daran hat, dass "die einzige Demokratie im Nahen Osten" diesen Namen tatsächlich verdient, der sollte die Demonstranten unterstützen. Denn eine Regierung, die Beschlüsse des obersten Gerichtshofes nicht umsetzt, kann per Definition nicht demokratisch genannt werden. Die Definition sieht nämlich eine Gewaltenteilung von Judikative, Exekutive und Legislative vor. Übrigens auch eine Lehre aus dem Nationalsozialismus!
Another brick in the Wall
Weil da etwa Demokraten demonstrieren die die nazistischte Diktatur und "Behörden"propaganda ignorieren? Nicht nur die Hamas betreibt kontinuierliche antisemitische Propaganda, auch die PLA verehrt Märtyrer, die möglichst viele Juden umbringen. Und von grüner Linie ist bei denen bis hin zum Kreuzworträtsel Israel nicht vorhanden. Von den Schulbüchern mal zu schweigen. Wenn ich der Mauer, die durch nichtstaatliches Gelände läuft und die Squatter in Judäa und Samarien mit ihren demokratischen Werten komme, dann ist es doch sehr verwunderlich, dass diese Leute nie und nimmer gegen "Regierungsbanden" demonstrieren zu deren Vernunftbegriff die Protokolle der Weisen der Zion (die hälfte der Hamascharta), sowei der innigste Wunsch Israelis zu töten gehören.
Es gibt keine rassitische Siedlungspolitik und wenn dann sollte man das ausführen. Was man jedoch ohne Verständnisprobleme ausführen kann ist die Geschlechterapartheit in Gaza durch die dort terrorisierende Hamas, die sich am verprügeln und foltern von Regimegegnern im Iran schult... Gegen diese perversen Folterknechte ist die CIA-Praxis sowas wie der Popel im linke Nasenflügel. Aber wen juckts. Als hätte nicht die Linke Mussolinie den Platz warmgesessen. Als hätte nicht die Linke dem Nationalislamismus im IRan an die Macht verholfen. Und morgen marschiert die Antifa wieder gemeinsam mit Stalin usw. Potraits durch Berlin...
Wovor auch immer die Mauer gebaut wurde. Sie verhindert seit ihrer Existenz recht zuverlässig das hinmeucheln von Menschen aller sozialer Klassen, als verscchiedener religiöser Ausrichtungen in Israel.
Nieder mit dem palästinensichen Nationalismus!
Dieser ist und bleibt in PLO etc. eine verkümmerte Version der antisemitischen Visionen des Panarabismus, welche sich in der Hamas, dem PA Teil der Muslimbrüderschaft, überlebt findet. Der Stifter eines palästinenschen Nationalismus war nicht ganz ohne Grund Mitglied und freudiger Judenmörder der SS.
Nieder mit dem Erbe Al Husseinis!
@mods
huhuu
selbst eine einfache frage kann das gesamte gedankenkonstrukt der anti's einstürzen lassen. SPALTUNG JETZT ! nicht jeder depp der sich zufällig kommunistIn nennt ist auch wirklich fortschrittlich!
@PA doesn`t need any education?
Aber pflege ruhig weiter deine rassistischen Feindbilder: PalästinenserIn gleich Hamas gleich PLO gleich arabische/r NationalistIn gleich Erbe Husseinis gleich AntisemitIn.
@ egal
die "mauer" ist zum großteil ein zaun.dieser zaun wurde zu 90% ausserhal der international anerkannten grenzen israels gebaut.doch was interesiert dich internationales recht.
die "mauer" ist zum großteil ein zaun. und dieser zaun wurde nach israelischen recht illegal errichtet.doch was interesiert dich schon israelisches recht.
der rückgang der selbstmordattenttate liegt vieleicht auch am durchgreifen der autonomiebehörde.welcher selbstmordattentäter läßt sich schon durch eine mauer/zaun abhalten.
@ ick muss hier erstma ga nix ausfüllen
Und wie schafft es nur Eva Hermann, wo sie doch selbst eine Frau ist, ständig frauenfeindliche Tiraden in der Öffentlichkeit zu verbreiten? Tjaja, wie geht das alles nur? Und wie kann ein_e Deutsche_r überhaupt antideutsch sein? Fragen über Fragen .. alles so kompliziert mit der Realität, wa!?
SPALTUNG JETZT ! nicht jeder depp der sich zufällig kommunistIn nennt ist auch wirklich fortschrittlich!
Meine Rede - seit Jahren!
der
oh man, es nervt diese schrecklichen kommenta
es gab ja mal so konzepte von jugendstraftätern, die sozialstunden machen oder auf so "feriencamps" geschickt werden. ich glaube man sollte man sämtliche antideutsche nach israel UND in das westjordanland schicken. sie können dann ja gerne bei einem picknick an der mauer den aktivistInnen von aaw und einigen demonstrierenden plästinenserInnen darlegen, warum man sie in deutschland für antisemitisch hält und warum fette partys politisch notwendig sind.
dankeschön.
könnt
anmerkung
wenn ich den papst und den vatikan (er ist formell das staatoberhaupt des vatikans als staat)kritisiere oder bekämpfe, hasse ich dann automatisch alle 1,13 Milliarden Katholiken auf dieser erde oder was?
ich kritisiere den papst und lehne den vatikan, wie jeden staat, auch ab. trotzdem ist ein sehr guter freund von mir überzeugter katholik.
ich habe auch einen freund der russisch-jüdischer mensch ist. ich kritisiere den staat israel für seine über alle maaße menschenverachtende politik. mal ganz davon abgesehen dass israel, allein schon weil es ein staat ist, scheiße ist. für diese ansichten bin ich für einige politisch verwirrte ein antisemit. wieso bin ich für den russisch-jüdischen menschen ein freund und kein antisemit?
nachdenken liebe antideutsche und nicht das hirn mit koks wegpusten!
@ kuckuck
@alle
mein vorschlag an euch alle: setzt euch mal inhaltlich mit dem thema antisemitismus auseinander, bevor ihr euch wild als antisemitisch und nicht-antisemtisch bezeichnet. und sucht euch dafür wissenschaftliche quellen, damit ihr nicht immer wieder den schwachsinn von indymedia reproduzieren müsst. bei jedem scheiss den antisemitismusvorwurf rauszuholen relativiert nämlich so dermaßen, dass es irgendwann wieder normal sein wird antisemit zu sein!
Noch andersrum
verwechseln Schleswig-Holstein und Mecklenburgvorpommern und wißen nicht ,wer Petra Kelly war und verbrauchen zuviel Atomstrom oder ficken ihre Freundin oder gucken blöden Gewaltporn oder freßen einfach alles ,was die ökonomisiertere Szene ihnen hinwerfen tut ,und sie tragen voll reduzierte Styles und halten die Bravo falschrum .
@ fuck (anti-)deutsche linke
Jetzt wo wir geklärt haben, dass in den Kommentaren kein Mensch als antisemitisch bezeichnet wurde, schauen wir uns doch mal die Reaktionen auf diesen Umstand an:
- jede kritik am staate israel antisemitisch?
- die links von informieren! werden doch wohl jeden hirnverbrannten antid kapieren lassen, dass nicht jede kritik an israel antisemitisch ist
- ihr seid alle oberpeinlich! sowohl die (anti-)deutschen täterenkel, die hier israelische linke als antisemitisch bezeichnen
- antideutschen Vollspinner euch nicht einfach ins nächste McDonalds verpissen und aufhören die Antifa Szene zu ner Lachnummer zu machen? tschüss!
Und jetzt überlegen wir uns vielleicht einfach alle mal was die Pawlowschen Hunde mit diesem Szenario zu tun haben könnten .. wuff, wuff!