Spontane Mahnwache an der UAA Gronau

Münsterländer 22.01.2010 16:45 Themen: Atom
Nach dem gestrigen schweren Unfall in der Urananreicherungsanlage Gronau, bei dem ein Mitarbeiter mit an Händen, Beinen und Füßen mit Uranhexafluorid in Kontakt kam, gibt es heute abend um 18 Uhr eine spontane Mahnwache an der Zufahrt der Urenco (Röngtenstraße 4 in Gronau Westf.)
Gestern gegen 14:30 Uhr kam es in der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage Gronau zu einem schweren Unfall, bei dem Uranhexafluorid entwich. Die Urenco (gehört zu je einem drittel RWE und Eon) bestätigte nun in der Presse, dass ein Mitarbeiter an Händen, Beinen und Füßen kontaminiert sei, der behandelnde Arzt im Uniklinikum Münster bestätigte, dass der Mitarbeiter "nicht strahle". Zur Verätzung durch sich rasch bildende Flusssäure, welche direkt in das Gewebe eindringt und die Knochen von innen angreift schweigt die Urenco jedoch. Nachdem es erst hieß, der Mitarbeiter werden 24 Stunden im Klinikum überwacht, soll er nun bis Montag in Behandlung bleiben.
Für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden, da die Raumluft nur durch Filter nach außen abgegeben wurde, so das der Wochengrenzwert nur zu einem sechstel erreicht wurde.

Für heute abend, 18 Uhr ist an der Zufahrt der Urenco in der Röntgenstraße 4 eine spontane Mahnwache angekündigt und auch Sonntag soll es noch eine Aktion in der Gronauer Innenstadt geben.

Die Initiativen aus dem Münsterland fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, auch der Gronauer Urananreicherungsanlage, sowie den Stopp aller Atomtransporte!
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Ergänzungen

jetzt geht die sauerei weiter

tut niX zur sache 22.01.2010 - 20:05
kaum zu glauben, angeblich ist der betroffene arbeiter bei bester gesundheit, und nicht kontaminiert...

proben von körperflüssigkeiten sollen jetzt im kernforschungszentrum jülich untersucht (rp-online) werden, das ist meinen informationen nach eng mit der betreiberfirma in gronau verflochten!

eine genaue aufklärung und ehrlichkeit wird hier wohl nicht zu erwarten sein.
jetzt könnte sich der typ ja an seine gewerkschaft wenden. zuständig ist die ig chemie, aber die hat sich beim thema uaa immer für die arbeitsplätze eingestzt, weil sicher ist ja alles, und die freisetzung von radioaktivität ist in einer "chemiefrabrik" ja eher unwahrscheinlich....!

dumm gelaufen, wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte mensch ja herzhaft lachen!

für eine unabhängige untersuchung des betroffenen werktätigen, zum wohle seiner gesundheit

zum wohle der gesundheit des planeten: atomanlagen und "chemiefabriken" abschalten!

.....


Protest geht weiter

SOFA MS 23.01.2010 - 17:44
An der Mahnwache gestern abend nahmen ca. 30 Personen teil, die Medien sprachen von 20 Teilnehmern. Und der Protest geht weiter, Greenpeace demonstrierte 2 Stunden vor der Urananreicherungsanlage und von Ahaus führte ein Autokorso (mehr als 20 Autos) "dem Castor entgegen" zur Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim und zum Forschungsreaktor Jülich (Mehr dazu bald in einem extra-Artikel).

Für morgen ruft das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der AKU Gronau zu einer Mahnwache vor dem Gronauer Rathaus (Konrad-Adenauer-Str. 1) auf. Beginn ist um 15 Uhr.

Gronau: Sonntag Mahnwache / Uran im Urin

AKU Gronau 23.01.2010 - 18:07
Nachdem Freitag Abend 30 - 35 Leute bei der Mahnwache an der UAA Gronau waren, und Greenpeace heute am Samstag eine Lichtprojektion an der UAA durchgeführt hat, gehts am Sonntag (24.1.) mit einer Mahnwache vor dem Gronauer Rathaus von 15 - 16 Uhr weiter: Konrad - Adenauer Str. 1.

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