Nazis bei der Hochschulwahl in Leipzig

Marcus 20.01.2010 22:48 Themen: Antifa Bildung
Der Landesvorsitzender der Republikaner in Sachsen, Toralf Grau, kandidiert an der HTWK Leipzig für verschiedene Gremien und scheitert.
Der Landesvorsitzende der Republikaner in Sachsen Toralf Grau hat an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig für verschiedene Gremien kandidiert und scheint bei allen vier Wahlen nicht gewählt worden zu sein.
Bei den Wahlen die von Montag den 18.01.2010 bis Mittwoch den 20.01.2010 stattfanden kandidierte Toralf Grau für den Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften, den Fakultätsrat Wirtschaftswissenschaften und den Senat der HTWK sowie für den erweiterten Senat. Also für alle Gremien die es bei dieser Wahl zu besetzten galt.

Grau, der seit 2006 Mitglieder Republikaner ist, ist dort mittlerweile neben dem Landesvorsitzenden in Sachsen auch Ansprechpartner ‘Neue Bundesländer’ bei der Jugend-Mannschaft der Republikaner. Also ein sehr aktives Parteimitglied.

Aufgefallen ist er an der HTWK, wo er seit diesem Semester Wirtschaftsingenieurwesen Bau studiert, vor allem durch einen sehr aktiven Wahlkampf. Wohl als einziger Student an der HTWK hat er extra für diesen Wahlkampf ein Blog eingerichtet (www.einfach-toralf.de), wo es sogar einen eigenen Newsletter gibt und er hat, nach eigenen Angaben, 1250 Flyer drucken lassen. In diesem Blog ist von der Mitgliedschaft bei den Republikanern keine Rede, dafür aber spielt die „Freiheitliche Hochschulpolitik“ eine größere Rolle. Dies hätte mensch bereits aufhorchen lassen können, so genau hat den Blog an der HTWK aber wohl niemand gelesen.

Erst am Montag, als die Wahl also bereits lief, machte seine Mitgliedschaft bei den Republikanern die Runde. Innerhalb kürzester Zeit wurden in der gesamten Hochschule Plakate aufgehängt die diese Mitgliedschaft offen legten und dazu aufriefen Grau nicht zu wählen.
Bis zu diesem Montag soll Grau seine Mitgliedschaft bei den Republikanern, zumindest gegenüber dem Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften, auf Nachfrage nach politischer Aktivität außerhalb der Hochschule verschwiegen haben.

Grau, der als junger Politiker im Internat u.a. bei Facebook, StudiVZ, twitter und abgeordnetenwatch zu finden ist, beschränkt sich auf seinem Blog zur Hochschulwahl auf hochschulpolitische Themen. Die Seite rep-sachsen.de nennt als seine politischen Schwerpunkte u.a. :
- Bürgergeld für Deutsche
- Raus aus dieser EU – für Europa der Vaterländer
- Sicherheit durch Recht und Ordnung
- Blitzabschiebungen für kriminelle Ausländer

Spätesten hier wird seine braune Gesinnung über deutlich, die er ansonsten bei seinen Tiraden u.a. für die Demokratie und auch gegen Rechtsextremismus durchaus zu verschleiern versucht.

Bei der Wahl an der HTWK konnte Toralf Grau zwar keines der angestrebten Ämter erringen, hat z.T, aber doch erschrecken viele Stimmen erhalten. Hoffentlich ist dies einfach auf die Unkenntnis seiner Personen zurückzuführen. Dies macht aber deutlich das bei den Studierenden an der HTWK noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist um klar zu machen wer dort mit ihnen studiert.
So hat Grau z.B. bei der Wahl zum Senat mit 400 Stimmen ca. 10 % der abgegebenen Stimmen erreicht. Bei der Wahl zum Fachschaftsrat konnte er knapp 4% erringen. Auf seinem Blog hat Grau bereits eine Anfechtung der Wahl angekündigt, die Gründe die er nennt dürften aber keinen Grund zu Anfechtung bietet. Zwar mag das Wahlsystem an der Hochschule Mängel aufweisen, gegen die Bestimmungen hat aber nur Toralf Grau selbst verstoßen, dessen Flyer selbst in den Abstimmungsräumen verteilt wurden.

Zum Schlussss noch ein Zitat aus einer Antwort von der Seite abgeordnetenwatch.de: "Ich denke, dass es sich bei Schlesien, Pommern, Preußen ect. um urdeutschen Boden handelt. "
Dazu meine ich:
Egal auf welchen Boden, solchen Menschen müssen wir konsequent entgegentreten, auch an der HTWK in Leipzig.

Links:
www.toralf-grau.de
www.einfach-toralf.de
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