Globalisierungskritisches Fimfestival

eirene 17.01.2010 03:15 Themen: Kultur
Anfang Februar zeigt das Radical Frame Festival eine Reihe von globalisierungskritischen, antirassistischen, linken und visionären Filmen. Wie auch bei anderen Filmfestivals wie der globale geht es den Aktivisten darum über Filme eine Öffentlichkeit herzustellen und eine Diskussion anzuregen. Die Filme des Radical Frame Festivals werden erstmalig in Deutschland gezeigt.
Der Eröffnungsfilm »War on Democracy« des Journalisten John Pilger ist ein erschreckender Bericht über die Außenpolitik der USA, die mittels der CIA ihre Macht in Lateinamerika versucht zu festigen. Pilger interviewt in Chile, Bolivien und Venezuela die unterschiedlichsten Protagonisten: ehemalige CIA Mitarbeiter, Opfer der Diktaturen, normale Bevölkerung. Archivaufnahmen komplettieren das Bild. Besonders grausam ist der Bericht der Nonne Dianna Ortiz, die in Guatemala verschleppt und in einem geheimen Gefängnis misshandelt und mehrfach vergewaltigt wird. Die Führung in dieser Folterkammer hat ein Nordamerikaner, der sie als die amerikanische Nonne erkennt, deren Verschwinden schon öffentlich gemacht wurde. Er beendet die Folterungen, begleitet sie zu seinem Auto und fährt davon. Auf dem Weg versucht er ihr klar zu machen, dass sie alles vergessen solle, was passiert sei und dass es sich wohl um einen bedauerlichen Fehler gehandelt habe. Ortiz nimmt die Gelegenheit war und flüchtet an einer roten Ampel. Ihren Peinigern entronnen, beginnt der wahre Höllentrip. Denn die amerikanischen Behörden beginnen, als sie die Beteiligung des Amerikaners öffentlich macht, eine Kampagne gegen sie zu organisieren, in der sie als Lügnerin abgestempelt werden soll. Es soll geheim gehalten werden, dass amerikanische Geheimdienste an den Folterungen maßgeblich beteiligt waren. Diese Berichte - kontrastiert mit Berichten amerikanischer Ex-Agenten, wie dem von Philip Agee, der ganz klar sagt, dass sie immer dann eingriffen, wenn die Regierungen nicht mit ihnen kooperierten und dass ihnen die Demokratie ziemlich egal war - hinterlassen eine Wut im Bauch. Ebenfalls einen Blick auf die amerikanische Außenpolitik wirft der Film »No end in Sight«, der die haarsträubenden strukturellen Fehler der amerikanischen Irak Invasion aufzeigt.


Mehr Informationen gibt die Festivalwebseite (in Englisch):
www.radicalframe.webnode.com
oder die des Berliner Kinos Moviemento, wo das Festival stattfindet (in Deutsch):
www.moviemento.de
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Ergänzungen

eintritt?

reisender 18.01.2010 - 14:35
Ich habe leider weder auf der Kino-Seite, noch auf der Seite des Festivals herausfinden können, was denn der Eintritt kostet. Gibt es da Sonderpreise? Normale Preise? Komplett-Paket?

amerika und preis

eirene 19.01.2010 - 12:32
Allerdings beschäftiget sich der erste Tag mit Amerikas Außenpolitik, aber es gibt ja noch mehr Filme im Laufe des Festivals. Der Eintritt kostet soviel ich weiß ganz normal 7,50 und ermäßigt 6,50.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Danke für den Festivalhinweis — Antifa Berlin

?? — asd