K17 Berlin - offen rechtes Publikum
An einem Freitag im K17, Berlin: Auf der "Ärzte-Party" feiern völlig unbehelligt Leute in "Erik & Sons" Kapuzenjacke und Condemned 84 T-Shirt mit. Keinen stört`s... Oder?
Ich bin gestern, nach 2 Jahren Pause, mal wieder im K17 gewesen. Neben schlechter Musik und teurem Bier gab es dort noch eine böse Überraschung: Ausgerechnet bei der "Ärzte-Party" fielen sofort zwei Dummbolzen in "Erik & Sons" Kapuzenjacke und Condemned 84 T-Shirt auf. Condemned 84 sind eine Nazi-Oi Band, "Erik & Sons" eine Marke, die wie Thor Steinar gerne und überwiegend von Nazis getragen wird. Gestört hat es anscheinend niemanden vom Publikum und von den Betreibern auch nicht.
Das Negativ-Klischee vom rechtsoffenen Metal/Gothic/was-weiss-ich Laden "K17" hat sich für mich an diesem Abend bestätigt. Kann nur jedem raten da nicht hinzugehen. Es war auch sonst ziemlich ekelhaft. Goodbye K17
Das Negativ-Klischee vom rechtsoffenen Metal/Gothic/was-weiss-ich Laden "K17" hat sich für mich an diesem Abend bestätigt. Kann nur jedem raten da nicht hinzugehen. Es war auch sonst ziemlich ekelhaft. Goodbye K17
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Ergänzungen
was ist k17 ??
ne kneipe oder was und wo
was ist K17
2. Tipp: Google
Ergänzungen...
Trotzdem kann ich Theresas Erschütterung nachvollziehen, da es sich zum Einen um eine "Die Ärzte"-Party handelte, bei der mal wohl gut und gern davon ausgehen darf, dass sie doch eher Publikum aus dem linken Spektrum anzieht. Zum Anderen liegt das K17 mitten im Friedrichshainer Nord-Kiez, unweit von Rigaer und Liebig Str., und damit irgendwie mitten in dem Kiez, der gemeinhin versucht wird Nasen-Frei zu halten.
Wenn sich nun also jemand hier äußert im Sinne von "Die Spinner siehste auch in der U-Bahn", dann hat er sicherlich recht, sollte sich aber gleichzeitig mal fragen, warum es im letzten Jahr Demos und Aktionen gegen das Jeton und den Tromsö gab, und warum das ein oder andere Mal Thor Steinar-Träger vom Boxi-Flohmarkt gejagt wurden, wenn sich genügen tatkräftige Aktivisten fanden, auf die Schnelle.
"Friedrichshain bleibt rot/schwarz", bzw "bunt", wie das etwas bürgerlichere Spektrum abwandelt, lässt sich eben nicht nur als Spruch auf Transpis und Plakaten verwursten, sondern auch durchaus als Anleitung für die Praxis verstehen, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen können - und der Teil ist nicht "Ach, die siehste ja überall, und da kannste eh nicht immer was gegen machen".
Genau an dem Punkt kommen wir dann aber auch zur Kritik an Theresa selber: warum haste nix dagegen gemacht? Andere Gäste ansprechen, und dann geschlossen zu den Spackos gehen, um sie darauf hinzuweisen, dass das Jeton die Straße runter, auf der gegenüberliegenden Seite der Frankfurter Allee ist, und sie da mit ihrer Kleidung wohl sicherer feiern können. Notfalls die Türsteher darauf hinweisen, oder das Thekenpersonal, denn auch die können ob der Lage des K17 nur bedingt daran Interesse haben, dass sie den Ruf weg bekommen, rechtsoffene oder gar rechte Gäste zu bewirten.
Aktionen gehen immer auch von einem selbst aus, und sollten vor einer Allgemeinkritik immer erst versucht worden sein. Wenn es dann nix bringt, dann kann man auch darüber fabulieren, warum so wenig Gäste bereit waren, den zwei Nasen den Abend zu verderben...
Letztlich bleibt nur anzumerken: auch die Bar25 hatte das "Thor Steinar-Problem" schon, und auch die musste sich notgedrungen dazu äußern. Sympathie hat ihr das sicher nicht unbedingt gebracht, als plötzlich offensichtliche Faschos unter der feiernden Menge waren, die scheinbar ohne Probleme am Türsteher vorbei kamen. Ob die ganzen Druffis entweder zu verpeilt zum lesen der Shirt-Aufschrift oder optional zu "egal-tolerant" mit dem Wissen um den politischen Hintergrund der Klamotten waren und um die Nasen herum abdancten, lassen wir mal dahingestellt sein.
Loswerden tun wir diese Pest allerdings nicht mit Demos oder rückwirkendem stänkern a la "dann und dann war da und da einer", sondern damit, dass wir ihnen deutlich zeigen, dass sie unerwünscht sind. In Friedrichshain, aber auch in Lichtenberg - und wenn wir es in Friedrichshain schon nicht schaffen, dann brauchen wir an Lichtenberg nicht denken.
"Servicewüste für Nazis" lautete das Konzept einer (der?) "Ini gegen Rechts" in Friedrichshain, aber das kann nur funktionieren, wenn wir die Wirte und Verkäufer als Masse darauf aufmerksam machen "entweder der, oder wir". Wenn die Türsteher des K17 mit der Entscheidung konfrontiert gewesen wären, entweder die zwei Spinner aus dem Laden zu komplimentieren, oder es gehen stattdessen 20-30 andere Besucher freiwillig, dann wären sie wohl schnell zu einem Schluss gekommen, was zu tun ist. Wenn aber jeder nur in sich rein frustet, dann gibt das nix, und wir werden noch oft mit derartigen Situationen Bekanntschaft machen. Ohne dass sich was ändert!
Kurz: jeder wie er kann und es für richtig hält - nicht jeder muss Gewalt anwenden, aber jeder kann sich spontan Unterstützer im Umfeld sammeln, mit denen er gemeinsam etwas tut. Und nu erzähl mir niemand, es hätte im K17 keine Unterstützer gegeben: ich wurde schon von einem Anzug-tragenden Mittvierziger in der U5 angesprochen, dass sich am anderen Ende ein Fascho mit Thor Steinar-Pulli aufhält, weil er die Bezugsgruppe mit der ich grad von einer Demo kam als "links" erkannte. Und wenn das Problem schon im bürgerlichen Spektrum angekommen ist, denke ich dass Gäste einer Ärzte-Party in Berlin-Friedrichshain durchaus auch wissen, dass es existiert...
K 17 auf de.indymedia.org
Anti-Alkoholikerin 04.08.2008 14:31
Gegen 21.30 Uhr wurden vier Grufities, die auf dem Weg ins K17 waren von zwei sog. Glatzen am S-Bhf. Frankfurter Allee angegriffen und verletzt.
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Impaled Nazarene drohen Kritikern
JohannesF 15.04.2007 20:59
Berlin: Konzert von Impaled Nazarene abgesagt
Arch Enemy 12.05.2006 17:57
Impaled Nazarene- Was bisher geschah!
Hanna Tadehl 09.05.2006 21:43
Impaled Nazarene-Auftritt in der K17? NEIN!
Fight homophobia! 04.05.2006 19:26
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Achse Berlin-Alexanderplatz
Roland Ionas Bialke 19.02.2006 06:46
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Alle tage wieder...K17 (Berlin)
treptower 04.06.2003 15:11
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Nazis auf HC-Konzert / HC-Band vounterwandert
Sylvia Kurz 24.01.2002 11:54
jetzt aber hin!!!
Allerdings ist es nicht so, daß dort immer faschopack anwesend ist. Häufiger ist es eher So, daß mal ein oder zwei Personen mit Steinar-Klamotten oder mal `ne Sig.Runean der Mütze auftauchen. Es sind für jede normalo-Disko eher wenige.
Im Gegensatz zu meinen VorrednerInnen fehlten mir bisher (außer meiner Begleitung) immer Leute, die die Nazis so lange mitnerven (niedrigschwellig) bis sie gehen. Ein paar mal hats geklappt. kam aber auch schon dazu, daß das ganze erst vor der k17 geklärt werden mußte bis sie nicht wiederkamen...
die türsteher kann man auch einbeziehen, wenn mensch von dem Pack zum Bsp genervt wird...
nixdesto - das Problem dürfte doch eher sein, daß sich die meisten antifaschistInnen eher nur auf ihre pop/elektro-parties in ihren 2-3 szene-clubs beschränken und nicht wirklich auf die Idee kommen, mal in ne normale Disko (wobei die k17 ja nichts anderes ist, als ne disse für dunkle).
Also nichts wie hin und den Nazis den Tnazboden streitig gemacht.
Ich zumindest habe keinen Bock, mich dort geschlagen zu geben.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Werde Blockwart — T. Steinar
ganz toll — BrausePaulJunior
Der mit Thor Steinar tanzt — Bossanzugträger
und — sdg
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alles nix neues — das
Und selbst...? — RedZack