Babylo(h)n Protestmailer online

N. Erd 22.12.2009 08:21 Themen: Soziale Kämpfe
Über die Hintergründe des Konfliktes beim Berliner Kino Babylo(h)n wurde auf Indymedia schon mehrfach berichtet. Nachdem die Bosse via Gericht erst der FAU-Berlin untersagt haben weiterhin zum Boykott des Kinos aufzurufen, hatten sie es am 11.12.2009 auch geschafft der FAU-Berlin gegen Androhung einer Strafe in Höhe von 250.000 € verbieten zu lassen sich Gewerkschaft zu nennen. Jetzt ist der erste Protestmailer online gegangen:
Aus gegebenem Anlass:der erste Protestmailer, den GenossInnen der ZSP für uns eingerichtet haben ist jetzt Aktiv.Also macht euch baldmöglichst dran und sendet massenhaft Weihnachtsgrüßean die Babylon Bosse: 1-click protest mail. Hintergrund:Der Freien ArbeiterInnen-Union Berlin (FAU) wurde am 11.12.2009 per
einstweiliger Verfügung vom Landgericht Berlin verboten, sich als
Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen. Dies ist der
Höhepunkt einer Reihe von Versuchen der Neuen Babylon Berlin GmbH
juristisch gegen die stärkste und aktivste Arbeitnehmervereinigung im Betrieb vorzugehen.
Dieser Angriff auf das Grundrecht der Koalitionsfreiheit kommt einem
Gewerkschaftsverbot gleich. Nach unserem Verständnis sind es immer noch
die Beschäftigten selbst, die entscheiden, wie sie sich organisieren.
Sollte dieser Beschluss Bestand haben, ist das nicht nur ein Angriff
gegen die FAU Berlin, sondern gegen jede Form der unabhängigen
Basisorganisierung.
Pressekontakt: Lars Röhm |  faub5@fau.org | 01577-8491072weitere Infos siehe links im Text und natürlich die Homepage der FAU-Düsseldorf
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Ergänzungen

Nettes projekt ,will helfen...

Israel friend 22.12.2009 - 13:36
Hier gleich mal ein Tipp:
So unser erster .D.I.Y Sampler zur Unterstützung des Projektes ist fertig auch würden wir uns über einer weiter verbreitung dieses CD Projektes freuen,so lange es für die Finanzielle Unterstützung von Projekten und oder unserer Genossen/innen in den Nato Knästen dient.
Wir werden alle 2.Monate ein neues D.I.Y SoLiaktion rausbringen,falls ihr gute Bands noch kennt oder selber eine habt und uns unterstützen wollt,einfach hier Posten und eure CD wenn möglich auf Rapidshare und Co hosten und uns zusenden.

 http://mygeek.ws/go/folder/id/63421e8f
Passwort:selb

link defect

slb-crew 22.12.2009 - 16:42
 http://www.1filesharing.com/download/1C9QGFWV/sa.rar
hier nochmal unser projekt Soli CD.
der letzte link ging nett,so haben wir gleich mehrere Hoster benutz,falls einer net geht die anderen probieren.
unsere Board:
 http://www.slb-crew.tk
Tipps...Terminen...und Medias für den fortschrittlichen Widerstand!!!
tragt euch ein,helft mit....

Historische Analogien 1930

Syndikalismusforschung 22.12.2009 - 20:26
Es sollte bei den syndikalistischen Gewerkschaften in Deutschland unterschieden werden zwischen Aberkennung des Gewerkschaftsstatus, Teilverboten und Zerschlagung.

1933 wurden die Gewerkschaften zerschlagen, das bedeutet gänzlich illegalisiert und mit Repressionen gegen die Träger. Die FAUD ahnte dies und löste sich deshalb zuvor auf.
1914 wurde die Freie Vereinigung deutscher Gewerkschaften nicht verboten, jedoch ihre Presse. Sie konnte dennoch ihre Mitgliederrundschreiben herausgeben. Diese wurden ebenso verboten, ein letztes im Jahre 1917. Die Bewegung wurde stark aufgerieben, dennoch nicht zerschlagen.

Für das heutige Beispiel ist aber, wenn man historische Analogien ziehen möchte, ein anderes Jahr von größter Bedeutung: 1930. Denn schon damals wurde der FAUD die Tariffähigkeit aberkannt. Und da schaut bitte auf diesen Text:

 http://www.syndikalismusforschung.info/heltarife.htm

Dies sind die dazugehörigen Broschüren:

 http://www.fau-mat.de/assets/s2dmain.html?http://www.fau-mat.de/50334395ef0e0f99d/50334397f50e5bf04.html

und sehr ausführlich:

 http://www.fau-mat.de/assets/s2dmain.html?http://www.fau-mat.de/50334395ef0e0f99d/50334397f50e5bf04.html

Einzelne Texte dazu findet ihr auch online, hier, und zwar unter dem Stichwort "Tarifrecht":

 http://www.syndikalismusforschung.info/sachfragen.htm

Aber natürlich ist das Eingreifen des Staates gegen eine Gewerkschaft wie hier eine diktatorische Maßnahme. Und darunter lassen sich dann die Jahre 1914, 1930, 1933 und 2009 zusammenfassen. Es ist hier eben eine ganz normale Tradition, wo sich 1933 dann einreiht als besonders herausragend. Doch sind wir hier auf dem Stand von 1930

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@Willi Paul — ein Freund von schwarzen Katzen