Fürth: 800 zu 50
Schwarz war die Nacht, Weiss war der Schnee, von allen Seiten die rote Armee... Der 19.12. wurde leider nicht ganz zum persönlichen Stalingrad für die „Freien Nationalisten Nürnberg“. Dennoch werden die 50 tapferen Frontkämpfer des Volkssturms ihren Kindern nicht unbedingt Heldengeschichten erzählen können. Denn während anfangs über 800 (!) AntifaschistInnen aller Coleur, bei gefühlten russischen Temperaturen den Zugang zur Kundgebung versperrt hielten, konnten die Nazis diese nur mit Hilfe eines Sonderbusses und mehreren Stunden Verspätung erreichen! Vielen dank an die VGN! So macht man sich keine Freunde! Während von allen Seiten Gegendemonstranten den Faschos deutlich zeigten was sie von ihrer braunen Scheisse halten und sich tanzend warm hielten, standen sich die Nationalisten frierend und ungehört die Beine in den Bauch!
Ansonsten blieb es wahrscheinlich aufgrund der Kälte und dem massiven Polizeiaufgebot weitgehend friedlich.
Es ist nur zu hoffen das nun von Seiten aller anwesenden AntifaschistInnen auf die zahlreichen Worte auch taten folgen!
Wir lassen uns nicht Spalten! Nicht die „Ausländer“ sind für soziale Probleme verantwortlich sondern das kapitalistische System, das uns alle unterdrückt!
Hoch die internationale Solidarität!
Ausführlichere Berichte und Bilder folgen!
Ansonsten blieb es wahrscheinlich aufgrund der Kälte und dem massiven Polizeiaufgebot weitgehend friedlich.
Es ist nur zu hoffen das nun von Seiten aller anwesenden AntifaschistInnen auf die zahlreichen Worte auch taten folgen!
Wir lassen uns nicht Spalten! Nicht die „Ausländer“ sind für soziale Probleme verantwortlich sondern das kapitalistische System, das uns alle unterdrückt!
Hoch die internationale Solidarität!
Ausführlichere Berichte und Bilder folgen!
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Weit über 1000 Menschen auf der Demo
Als die Demo losging waren es aber immernoch weit über 1000, von denen ca. die Hälfte im Antifa-Block lief.
Durch die lange Blockade sind nochmal einige weggebrochen und als die Demo zum Abschlusskundgebungsplatz lief waren wohl noch ca. 600-700 AntifaschistInnen dabei.
Der Fürther Polizeichef, Roman Fertinger, hat im übrigen mal wieder glatt gelogen als er noch am Freitag in den Fürther Nachrichten ankündigte: "Ihren Weg zum Kaiserplatz müssten die Rechtsradikalen schon selbst finden". Am Samstag stellt er ihnen dann einen Sonderbus zur Verfügung, der die Nazis auf den Platz bringt und auch wieder abholt.
Auch hatte er am Freitag noch verlauten lassen: "Unsere Sympathien liegen bei den Gegendemonstranten". Auf welcher Seite die Sympathien tatsächlich liegen ist seit Samstag also auch geklärt.
Dokumentation des Redebeitrags der ALF
Die Wurzeln faschistischer und rassistischer Auswüchse liegen jedoch nicht am sogenannten "Rand der Gesellschaft", sondern sind Teil des gesellschaftlichen Normalzustands. Gerade in Krisenzeiten versuchen Faschistinnen und Faschisten, die von diversen Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Medien geschürte reaktionäre Stimmung auszunutzen und die Hetze vielfach verschärft weiterzuführen. Dabei werden die Nazis in ihrem menschenverachtenden Denken und Handeln von der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz rassistischer Stammtischparolen bestärkt. Die Schuld für den wirtschaftlichen Kollaps wird dabei Sündenböcken zugewiesen, anstatt das kapitalistische System als Ganzes in Frage zu stellen. Es steht für uns deshalb außer Frage, dass Antifaschismus die Perspektive einer Überwindung bestehender Verhältnisse braucht und sich niemals auf einen Abwehrkampf gegen Nazis innerhalb dieses Systems beschränken kann.
Auf staatlicher Seite hingegen wird man nicht müde zu betonen, dass die Faschistinnen und Faschisten aus dem benachbarten Nürnberg anreisen, was dabei helfen soll das Nazi-Problem in Fürth weiterhin zu leugnen und einer Auseinandersetzung damit aus dem Weg gehen zu können.
In den letzten zwei Jahren verübte die so genannte „Anti-Antifa“ in Fürth zahlreiche Anschläge auf Autos und Wohnungen von AntifaschistInnen und Gewerkschaftseinrichtungen, es entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 20.000 Euro. Die Polizei stellte sämtliche Verfahren ein und kann bis heute keinerlei Ermittlungserfolge vorweisen und von der Stadtspitze kamen lediglich die bekannten Betroffenheitsbekundungen.
Seit Ende September dieses Jahres gehen die Fürther Neonazis mit offener körperlicher Gewalt gegen vermeintliche und tatsächliche Antifaschistinnen und Antifaschisten vor. Wir registrierten alleine in den letzten zwei Monaten über 10 Übergriffe von Neonazis. Diese Übergriffe wurden jedoch entweder völlig geleugnet oder vom Polizeichef zum Teil eines „ideologischen Bandenkrieges“ gemacht. Diese krasse Relativierung neonazistischer Gewalt stellt eine komplette Verdrehung der Ereignisse dar und macht die Opfer der Faschistinnen und Faschisten zu Täterinnen und Tätern. Solche Äußerungen, wie auch die andauernde, völlig unverhältnismäßige Repression in Form von Ermittlungen, Festnahmen und Prozesse gegen meist jugendliche Antifaschistinnen und Antifaschisten, machen deutlich: Polizei und Justizbehörden wollen um jeden Preis eine starke antifaschistische und antikapitalistische Bewegung in Fürth verhindern.
Auch die Stadt scheint keine Probleme mit vermummten Nazis in der Innenstadt zu haben, ignoriert man doch sowohl deren gewalttätige Übergriffe als auch die Tatsache, dass mittlerweile mindestens zwei Kneipen regelmäßig von Nazis als Ausgangspunkte für ihre Streifzüge genutzt werden. Vielmehr glaubt man, dass man mit dem gescheiterten Antritt der NPD zu den Stadtratswahlen vor knapp zwei Jahren genügend Argumente hat, um sich nicht mit offenkundigen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Dass die Nazis ohne den vehementen antifaschistischen Protest die nötigen Unterschriften vermutlich leicht bekommen hätten, interessiert da genauso wenig wie die von Antifaschistinnen und Antifaschisten immer wieder verhinderte Etablierung eines wöchentlichen Nazi-Stammtisches.
Wir werden den jahrelangen erfolgreichen antifaschistischen Widerstand mit aller Entschlossenheit fortsetzen und weiterhin jegliche Versuche der Nazis in Fürth und anderswo Fuß zu fassen bekämpfen.
Und im Gegensatz zur Polizei schauen wir nicht dabei zu wie Woche um Woche Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Innenstadt von Nazis angegriffen werden!
Faschistische Stammtische, Kundgebungen und Aufmärsche müssen immer und überall – auf allen Ebenen, mit allen Mitteln - verhindert werden.
Kein Fußbreit den Faschistinnen und Faschisten!
Ein paar Infos mehr
Es wäre nett gewesen, wenn die Größe der Zeitungsanzeigen der bürgerlichen "Allianz" gegen rechts der Beteiligung an der Gegenkundgebung entsprochen hätte. Allerdings: Gegen 18.00 Uhr stellten die radikalen Linken wohl 90% derjenigen, die gegen die Nationalsozialisten protestierten. Die Polizei agierte feindselig und brutal gegen die AntifaschistInnen. Alles normal also.
Die Nürnberger VAG hat den Nationalsozialisten einen Sonderbus (Leuchtanzeige: Dienstfahrt) spendiert. Das besondere diesmal: Während VAG und VGN den Nazis in Nürnberg und Fürth sonst nur Linienbetrieb extra zur Verfügung stellen, wurde den Faschisten am 19.12. ein eigener Fahrbetrieb eingerichtet (war zur Zeit der Nürnberger Parteitage auch schon Ehrensache für die Nürnberger Verkehrsbetriebe).
Die VAG und der Polizeiführer Fertinger haben den Nationalsozialisten ein weiteres mal zu einer Kundgebung verholfen. Die Oberbürgermeister von Fürth und Nürnberg, Thomas Jung und Ulrich Maly (beide SPD), haben ein weiteres mal einen Aufruf "gegen rechts" unterschrieben und den Faschisten dennoch einen weiteren Aufmarsch ermöglicht. In der Region Nürnberg/Fürth kann weiter unter dem Schutz und mit der Billigung der Polizei "Nieder mit der Judenpest" und ähnliches gebrüllt werden.
Thomas Jung und Ulrich Maly finden diese Leistung der Polizei, die brutale Gewalt gegen AntifaschistInnen einschließt, offenbar ganz in Ordnung. Eine Distanzierung von entsprechenden Einsätzen der uniformierten Beschützer von Naziaufmärschen war jedenfalls von ihnen nie zu vernehmen. Auf ein "Bündnis" mit Gestalten wie Jung sollte in Fürth auch verzichtet werden. Die Antwort auf Jung, Maly und die VAG müsste wohl auch bald gefunden werden.
I’m gonna tell you fascists
You may be surprised
The people in this world
Are getting organized
You’re bound to lose
You fascists bound to lose
Presseschau
Diashow der Fürther Nachrichten zur Antifademo:
Nürnberger Zeitung: "Neonazi-Demo in Fürth ohne größere Zwischenfälle"
Mittelbayerische Zeitung (20.12.09): Keine Chance für Nazis - die Gegenbewegung ist zehnmal so groß"
Netzwerk IT (20.12.09): "In Fürth wird Neonazi-Demo abgewiesen"
Fürther/Nürnberger Nachrichten (21.12.09): "Kraftvolles Zeichen gegen braune Umtriebe"
Anmerkung: Ziemlich daneben, dass MZ und NZ fast nur die Pressemitteilung der Bullen abgeschrieben haben, bzw wie die NZ diese 1:1 kopiert haben!
Videos über die antifaschistische Gegendemo
1.Teil
2.Teil
3.Teil
4.Teil
Bild vom Block
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Reaktion der Nazis — AFA aus Fü
SOLIDARITÄT AUS BERLIN — Angekotzt von Ausreden wegen Karriere-Plänen
das heißt anders — aano berlin
... — muenger
An den Berliner Voll Honk — (muss ausgefüllt werden)
@(muss ausgefüllt werden) — spalterkacke nervt!
Gewalt von Nazis — gfdsgrt
@20:16 — Berliner Voll-Honk
back to reality — jay
pete — a schmarrn
@ jay — Berliner Voll-Honk
Na geht doch.... — veryoldschoolantifa
@Backtoreality — Ray