"Juden sind böse, Schwule sind krank"

Studi 17.12.2009 14:27 Themen: Gender
Ein Dozent der Hochschule Niederrhein (Mönchengladbach und Krefeld) ist mit antisemitischen und homophoben Tiraden aufgefallen. Ein Jahr lang versuchte, die Uni-Leitung den Vorfall zu vertuschen - mit einer Aktion wandten sich nun die Studierenden an die Öffentlichkeit.
Am Dienstag demonstrierten vier Studenten als Anti-Seuchen-Kommando verkleidet vor dem Hochschul-Gebäude in Mönchengladbach und verteilten Flugblätter. Daneben gab es einen Artikel in der Studierendenzeitung und eine Presseerklärung des AStA zu den Vorfällen.

Die Vorfälle:

In dem Erstsemesterkurs "Psychiatrische und sozialmedizische Grundlagen" soll der Dozent nach Berichten der Studentenvertretung (AStA) behauptet haben, Homosexuelle seien "krank, weil sie nicht der Selbst- und Arterhaltung" dienten. Auch ein von vielen Studierenden als rassistisch empfundener Vergleich zwischen "Europäern und Buschmännern" sei "gefallen. Ein Gespräch mit AStA-Vertretern machte die Lage schlimmer: Der Dozent habe darin Homosexuelle mit Pädo- und Nekrophilen verglichen. Schwule seien im "Dritten Reich vergast worden, weil sie krank sind, Juden hingegen, weil sie "böse" waren. Alleine für diese Aussagen gibt es laut AStA mehr als 10 Zeugen.

Ein Jahr lang versuchte die Leitung der Hochschule den AStA mit Vertröstungen hinzuhalten und die Sache zu verschleppen. Nun wandten sich die Studierenden mit der Aktion am Dienstag an die Öffentlichkeit. Weitere Aktionen dürfen von nöten sein, da weder der Dozent noch die Schulleitung bereit sind, Konsequenzen zu ziehen - ganz im Gegenteil. Zwischenzeitlich wird dem AStA vorgeworfen, das "Ansehen der Hochschule zu beschädigen" und "eine Schmutzkampagne" gegen den Dozenten zu initiieren.

Zusammenfassende Dokumentation der Vorfälle, Auszüge aus den Berichten der Ohrenzeugen, der Pressemitteilung des AStA und der Stellungnahmen des Dozenten und der Hochschulleitung:

 http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=630
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Ergänzungen

Frage

HM 17.12.2009 - 17:14
Um welchen Dozent des Fachbereichs soll es sich denn handeln?

Aus der Übersicht über die Lehrenden des Fachbereiches kann ich mir das nicht erschließen.

 http://www.hs-niederrhein.de/fachbereiche/fb06/lehrende/

Verständnis der Homosexualitätsbehauptung

Silverfish 20.12.2009 - 22:34

"Homosexuelle seien krank, weil sie nicht der Selbst- und Arterhaltung dienten."

Sich nicht fortpflanzen zu wollen oder Praktiken die zur Fortpflanzung führen können abzulehen ist keine Krankheit und man wird eine solche auch nicht in der ICD finden.

Nur weil man homosexuell ist heisst das nicht das man sich nicht fortpflanzt oder nicht fortpflanzen will.
Nur weil man heterosexuell ist heisst das nicht das man sich fortpflanzt oder fortpflanzen will.

Beispiele:

  • Es gibt Heterosexuelle die keinen Vaginalverkehr möchten.
  • Viele Menschen benutzen immer Kondome und möchten keine Kinder.
  • Viele Heterosexuelle betreiben Anal- oder Oralverkehr.

Allen 3 Gruppen mangelt es an Dienstbarkeit bezüglich der Arterhaltung. Als krank bezeichnet sie niemand. (Sofern er nicht Papst ist.)

Des weiteren hat menschliche Sexualität nicht nur Fortpflanzungsnutzen. Wie bei vielen Säugetieren bring sie in vielen Situationen rein sozialen Nutzen. Zum Beispiel zur Bindung während einer Schwangerschaft (Menschen). Zur Versöhnung und der Regulierung von Spannungen (Bonobos).

Mit obiger Aussage wird also lediglich versucht mittels unlogischen biologischen Annahmen sexuelle Moralvorstellungen oder gesellschaftliche Normen zu legitimieren.

Asta? Wofür brauchen wir so einen Asta?

Seb 18.01.2010 - 15:32
Und wieder einmal fällt eine Gruppe Menschen über einen anderen her, weil er angeblich etwas gesagt hat. Die Äußerungen, so wie sie im Flugblatt stehen, sind niemals so getroffen worden!!! Um was geht es also wirklich? Muß sich hier vielleicht eine Gruppe im Asta Wichtigkeit verleihen, die sie ansonsten nicht hat?
Viele Formulierungen, des zutreffenden Professors sind in "wenn dann" gehalten worden, es war eine sachliche Auseinandersetzung. Nur leider sind viele auf diesem Ohr taub. Um was also geht es wirklich? Was kann Profil eines solchen Astas sein, der sich nicht scheut, so mit Menschen umzugehen.
Die Lehre muß frei bleiben und das in absolut jede Richtung. Für Studenten, die in den Genuss einer freien Lehre kommen wollen müssen Gedankenspiele und die Entwicklung und Überprüfung neuer Theorien möglich sein. Wie sollen wir Lehre sonst weiterentwickeln?

Viel Freude noch bei diesem Kampf, der wirklich nicht notwendig wäre, da hier niemandem das Recht auf eine freie Existenz abgesprochen worden ist!!! Nur bitte lieber Asta (oder eher gesagt liebe Verantwortliche) dieser Kampagne, überlegt bitte was ihr sein wollt!!!

Gruß aus MG
Seb

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der mann.... — knuuuut

@ ist — immer noch gähn

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@Dan — x

der — ganze

@ bcdef — Rantanplan

@rantanplan — bcdef

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