JuSos putzen Graswurzler
Die JungsozialistInnen der SPD versuchen mit ihren Staatsantifabroschüren die BürgerInnen und Bürger über Rechtsextremismus aufzuklären und vermischen dabei Rassismus mit Graswurzelanarchismus.
Über eine Broschüre gegen Rechtsextremismus der Jusos Gifhorn...
Über eine Broschüre gegen Rechtsextremismus der Jusos Gifhorn...
Die Jusos Gifhorn haben vor einiger Zeit eine Broschüre mit dem Titel „Zähne (Scene) putzen, sonst wird’s braun!“ herausgegeben, in der sie den Rechtsextremismus auf ca. einer halben Seite versuchen zu erklären. Dass dabei gewisse Fehler und undifferenzierte Ansichten auftauchen, ist da schon fast zwangsläufig vorherzusehen. So zum Beispiel sei „eine strategische Graswurzelbewegung“ im Gange, die die „Zivilgesellschaft“ bedrohe. Was dabei eine Zivilgesellschaft sei? Gute Frage! Alle zivilen Bürger? Schon merkwürdig, dass die Rechtsextremist_innen nicht versuchen das Militär mit ihrer „strategischen Graswurzelrevolution“ zu bedrohen.
Unter anderem heißt es in dieser Broschüre:
"Rechtsextremismus ist längst keine Randerscheinung mehr. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen. Es ist eine strategische Graswurzelrevolution, die die Zivilgesellschaft bedroht."
Besonders der letzte Satz ist von entscheidener Bedeutung. Was genau ist denn eine Graswurzelrevolution und warum mache ich hier so einen großen Wind von?
Eine Graswurzelrevolution stellt eine radikale Umwälzung der Gesellschaft von unten dar. Jedoch nicht, wie behauptet, um die Menschen von Rechtsextremist_innen zu einer faschistischen oder nazistischen Masse zu machen. Eine Graswurzelrevolution schafft vielmehr Hierachien und Formen der Gewalt und Herrschaft ab. Sie ist damit als anarchistisch zu bezeichen, da sie jegliche Form von Fremdbestimmung ablehnt. Diskriminierung in Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie und allen anderen Ausprägungen soll durch Bewusstseinsänderung und Erkenntnis aus den Köpfen der Menschen verschwinden.
Nicht umsonst heißt eines der wichtigsten anarchistisch-libertären Organe Graswurzelrevolution und ist die langlebigste Zeitung mit anarchistischer Thematik in Deutschland. Selbst in ihrer Definition und Selbstdarstellung ist bei der Graswurzelrevolution keine Spur, ja noch nicht einmal der Hauch, von Rechtsextremismus zu finden.
So stellt sich nun die Frage, ob der/die Autor_innen dieser Broschüre überhaupt genügend Kenntnisse haben, um solch ein Medium in Umlauf zu bringen, in dem klar und deutlich ein emanzipatorischer Grundbegriff schlicht und einfach mit rechtsextremer Unterwanderung verwechselt wird. Es scheint an fehlender politischer Bildung zu liegen, dass überhaupt eine solche Beziehung zwischen solch grundlegend verschiedenen Begriffen hergestellt werden konnte. Eine kurze, aber gewissenhafte Recherche hätte solch einen Irrtum mit Sicherheit vermieden.
Sollte sich diese Jusogruppe tatsächlich mit den Ausprägungen und Formen von Rechtsextremismus beschäftigt haben, dann hätte sie nicht in solch willkürlicher Manier mit Begriffen um sich geworfen, die ihnen nicht einmal geläufig sind. Der Kontext und die Kausalität der Graswurzelrevolution wurden komplett missachtet, nicht nur, weil beschränkt nur von der NPD die Rede ist, sondern auch weil das Phänomen „Autonome Nationalisten“ völlig außer acht gelassen wurde.
Zudem sei verwiesen auf die Begriffe Graswurzelbewegung und Graswurzeljournalismus, die den deutschen Sprachgebrauch geprägt haben.
Unter anderem heißt es in dieser Broschüre:
"Rechtsextremismus ist längst keine Randerscheinung mehr. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Der Rechtsextremismus beginnt langsam, die Alltagskultur zu durchdringen. Es ist eine strategische Graswurzelrevolution, die die Zivilgesellschaft bedroht."
Besonders der letzte Satz ist von entscheidener Bedeutung. Was genau ist denn eine Graswurzelrevolution und warum mache ich hier so einen großen Wind von?
Eine Graswurzelrevolution stellt eine radikale Umwälzung der Gesellschaft von unten dar. Jedoch nicht, wie behauptet, um die Menschen von Rechtsextremist_innen zu einer faschistischen oder nazistischen Masse zu machen. Eine Graswurzelrevolution schafft vielmehr Hierachien und Formen der Gewalt und Herrschaft ab. Sie ist damit als anarchistisch zu bezeichen, da sie jegliche Form von Fremdbestimmung ablehnt. Diskriminierung in Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie und allen anderen Ausprägungen soll durch Bewusstseinsänderung und Erkenntnis aus den Köpfen der Menschen verschwinden.
Nicht umsonst heißt eines der wichtigsten anarchistisch-libertären Organe Graswurzelrevolution und ist die langlebigste Zeitung mit anarchistischer Thematik in Deutschland. Selbst in ihrer Definition und Selbstdarstellung ist bei der Graswurzelrevolution keine Spur, ja noch nicht einmal der Hauch, von Rechtsextremismus zu finden.
So stellt sich nun die Frage, ob der/die Autor_innen dieser Broschüre überhaupt genügend Kenntnisse haben, um solch ein Medium in Umlauf zu bringen, in dem klar und deutlich ein emanzipatorischer Grundbegriff schlicht und einfach mit rechtsextremer Unterwanderung verwechselt wird. Es scheint an fehlender politischer Bildung zu liegen, dass überhaupt eine solche Beziehung zwischen solch grundlegend verschiedenen Begriffen hergestellt werden konnte. Eine kurze, aber gewissenhafte Recherche hätte solch einen Irrtum mit Sicherheit vermieden.
Sollte sich diese Jusogruppe tatsächlich mit den Ausprägungen und Formen von Rechtsextremismus beschäftigt haben, dann hätte sie nicht in solch willkürlicher Manier mit Begriffen um sich geworfen, die ihnen nicht einmal geläufig sind. Der Kontext und die Kausalität der Graswurzelrevolution wurden komplett missachtet, nicht nur, weil beschränkt nur von der NPD die Rede ist, sondern auch weil das Phänomen „Autonome Nationalisten“ völlig außer acht gelassen wurde.
Zudem sei verwiesen auf die Begriffe Graswurzelbewegung und Graswurzeljournalismus, die den deutschen Sprachgebrauch geprägt haben.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
kommunikation statt isolation
1. haben die Jusos sicherlich nicht aktiv die Graswurzelrev. runter machen wollen oder konkret als faschistisch bezeichnen wollen.
2. kann kein mensch sagen, wie repräsentativ die verfassende Ortsgruppe der Jusos für den ganzen Verband ist. (,,Wir'' haben auch Spinner, und die veröffentlichen auch.)
3. ist es sehr wahrscheinlich, dass - wer in Deutsch aufgepasst hat, weiß das auch ohne ein Patent auf ,,Prägung des deutschen Sprachgebrauchs'' (was ist das überhaupt in politischem Bezug für ein sinnloses Argument?) - der Abschnitt mit dem besagten ach so bösen Satz diesen Satz nur als vergleich nutzt. Denn die Faschisten mit ihrer fremdgesteuerten Ideologie suchen nach jedem Kampfbegriff, den sie verwenden / missbrauchen können. Und wenn sie sich in diesem Wahn (es gab ja auch mal / gibt sog. NaSoFIs oder rechte Che-Guevara-Träger) eben auch graswurzlerisch geben wollen (was ich für wahrscheinlich halte, dass sie es tun. die definieren ,,Graswurzel'' sicherlich einfach als ,,radikal'' / ,,tiefgreifend umwälzend'' / ,,von Grund auf'' im Sinne einer tiefgreifenden, totalitären Volksgemeinschaft)und ein Text dies aufgreift, setzt der Text noch lange nicht Graswurzlertum mit Faschismus gleich. Es ist ein veranschaulichendes Mittel, quasi Metapher, die sie schon extra durch die Anführungsstriche übermäßig verdeutlicht haben.
Desshalb sollte mensch sich nicht wie bekloppt über so eine im Vergleich zum täglichen globalen politischen Geschehen winzige und unbedeutende Sache aufregen. Einfach mal eine e-mail schreiben, wenn das dringende Bedürfnis besteht. Mit den Menschen reden und sie aufklären (falls der Bedarf besteht)und nicht vorweg ablehnen, was letztlich zur eigenen Isolation führt, don't feed the troll.
masg genossInnen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Jusos halt... — Eine Antifaschistin
Nicht motzen, sondern helfen — ...
Kommentar zum VorrednerIn — Eine Antifaschistin
Neulich im Kindergarten ... — Kishonsnotdead
Jusos sind überall ein bisschen anders.... — ein Juso
Absicht?! — Rainer Wahnsinn