[Saalfeld] Kategorie-C Konzert
Am 5.12.2009 fand in Saalfeld (Thüringen) erneut ein Konzert der Nazi-Band „Kategorie-C Hungrige Wölfe“ statt.
Der Veranstalter
Offiziell trat als Veranstalter des Konzertes die Firma Hera-Montageservice (mit Sitz in Unterwellenborn, August-Bebel-Str. 9) mit Unterstützung der rechten Modemarke Eric and Sons auf. Inhaber der Firma Hera ist Andreas Rachhausen.
Dieser bekannte Nazi aus Saalfeld war in den 90 Jahren zusammen mit Tino Brandt eine der führenden Personen der rechten Szene im Landkreis. Unter anderem war er neben Brandt einer der Veranstalter des Heß-Gedenkmarsches 1992 in Rudolstadt, an dem 2500 Nazis teilnahmen. Wegen eines Überfalls auf eine Diskothek in Saalfeld tauchte er bei dem rechtsradikalen Soldnerführer Michel Faci in Frankreich unter und hielt sich bis zu seiner Auslieferung bei Thies Christofferson in Dänemark auf.
War es in den letzten Jahren eher ruhig geworden um alte Nazi-Kader wie Rachhausen, so zeigt sich in diesem Jahr ein verändertes Bild. Rachhausen stellte im diesjährigen Landtagswahlkampf in Thüringen für die NPD unter anderem Autos, Lagerplätze und Geldspenden von mehreren hundert Euro zur Verfügung.
Das Konzert
Anfangs noch offiziell als „Record-Release-Party“ für das neue Album der Band Kategorie C im Internet angekündigt, verschwanden solche Meldungen in der letzten Woche recht schnell von der Internetseite der rechten Band. Grund hierfür war wohl vor allem eine eher halbherzige Verbotsverfügung der Stadt Saalfeld. Nach Bekanntmachung des Konzertes und auf Betreiben linker Gruppen hin sah sich die Stadt gezwungen zu handeln. Die Verbotsverfügung hatte jedoch lediglich zum Inhalt, dass es sich um keine private Feier handele und bei der Stadt hätte angemeldet werden müssen, da die Band Kategorie C öffentlich Werbung betrieb. Wie es vorauszusehen war, hob das Verwaltungsgericht Gera auf einen Eilantrag von Rachhausen hin das Verbot wieder auf, da es sich nach Ansicht des Gerichts doch um eine Privatveranstaltung handele. Die Stadt Saalfeld legte dagegen keine Berufung ein und tolerierte das Konzert.
Am Abend führte die Polizei rund um den Veranstaltungsort, dem Gelände des Aris-Centers Saalfeld (Florian-Geyer-Straße 3) massive Kontrollen durch. So wurden Personen, die keine Eintrittskarte vorweisen konnten des Platzes verwiesen. Der von Kategorie C angekündigte Kartenverkauf an der Abendkasse, fiel wohl vor allem deshalb gründlich ins Wasser. An dem Konzert selbst nahmen etwa 100 Rechtsradikale und Hooligans teil.
Vor und nach dem Konzert blieb es in der Stadt ruhig, nur 3 besoffene Nazi-Hools ließen sich kurz in der Innenstadt blicken.
Nebeneffekte
Abgesehen von dem nochmaligen Unterstreichen ihrer Zugehörigkeit in die rechtsradikale Szene, welche die Band Kategorie C mit ihrem Auftritt bei Rachhausen geliefert hat, zeigte sich, dass die Stadt Saalfeld nur scheinbar an einer Verhinderung des Konzertes interessiert war. Weiterhin auf dem rechten Auge blind, wurden fadenscheinige Versuche unternommen das Konzert zu verbieten, nur um beim ersten Gegenwind sofort umzufallen.
Überraschend waren die Entwicklungen der Woche allerdings bei der Firma „Stadionzeit-Streetwear and More“, welche in der Kulmbacherstraße Nr.8, gegenüber des Saalfelder Bahnhofs zu finden ist. Traten der Inhaber und sein Umfeld bisher als glühende Kategorie-C Fans auf, die sich auch nicht zu schade waren Merchandise der Band zu verkaufen und selbst bei jeder Gelegenheit zu tragen, so steht seit Mitte letzter Woche auf der Internetseite (www.jenaboys.de.tl) dass eine Trennung von Kategorie-C Waren angestrebt wird. Verwunderlich ist dies schon, war es doch bisher möglich bei der Hütte welche als Verkaufsraum dient, vom Möchtegern „Jena-Boys“-Hool bis zu bekannten Nazi-Kadern, alles anzutreffen was die Stadt zu bieten hat.
Ob es wirklich eines Auftritts bei Alt-Nazi Rachhausen bedurfte um den Verantwortlichen die Augen gegenüber ihrer Lieblingsband zu öffnen oder ob die Ankündigung der Trennung von Kategorie C überhaupt ernst zu nehmen ist bleibt abzuwarten.
Der Landkreis Saalfed-Rudolstadt war nun bereits mehrmals Veranstaltungsort von Kategorie-C Konzerten. Beließen es öffentlich auftretende Nazis aus freien Kräften und NPD in den letzten Jahren dabei, eine große Kurve um die Stadt zu machen zeigen nicht nur die vermehrten Konzerte rechter Bands und die Ergebnisse der diesjährigen Landtagswahlen, bei denen die NPD im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ihre besten Ergebnisse erreichte, dass die rechte Szene ihr dahinvegetieren auf Dörfern im Umland beenden will um auch in der Stadt Fuß zu fassen
Antifa Saalfeld
Offiziell trat als Veranstalter des Konzertes die Firma Hera-Montageservice (mit Sitz in Unterwellenborn, August-Bebel-Str. 9) mit Unterstützung der rechten Modemarke Eric and Sons auf. Inhaber der Firma Hera ist Andreas Rachhausen.
Dieser bekannte Nazi aus Saalfeld war in den 90 Jahren zusammen mit Tino Brandt eine der führenden Personen der rechten Szene im Landkreis. Unter anderem war er neben Brandt einer der Veranstalter des Heß-Gedenkmarsches 1992 in Rudolstadt, an dem 2500 Nazis teilnahmen. Wegen eines Überfalls auf eine Diskothek in Saalfeld tauchte er bei dem rechtsradikalen Soldnerführer Michel Faci in Frankreich unter und hielt sich bis zu seiner Auslieferung bei Thies Christofferson in Dänemark auf.
War es in den letzten Jahren eher ruhig geworden um alte Nazi-Kader wie Rachhausen, so zeigt sich in diesem Jahr ein verändertes Bild. Rachhausen stellte im diesjährigen Landtagswahlkampf in Thüringen für die NPD unter anderem Autos, Lagerplätze und Geldspenden von mehreren hundert Euro zur Verfügung.
Das Konzert
Anfangs noch offiziell als „Record-Release-Party“ für das neue Album der Band Kategorie C im Internet angekündigt, verschwanden solche Meldungen in der letzten Woche recht schnell von der Internetseite der rechten Band. Grund hierfür war wohl vor allem eine eher halbherzige Verbotsverfügung der Stadt Saalfeld. Nach Bekanntmachung des Konzertes und auf Betreiben linker Gruppen hin sah sich die Stadt gezwungen zu handeln. Die Verbotsverfügung hatte jedoch lediglich zum Inhalt, dass es sich um keine private Feier handele und bei der Stadt hätte angemeldet werden müssen, da die Band Kategorie C öffentlich Werbung betrieb. Wie es vorauszusehen war, hob das Verwaltungsgericht Gera auf einen Eilantrag von Rachhausen hin das Verbot wieder auf, da es sich nach Ansicht des Gerichts doch um eine Privatveranstaltung handele. Die Stadt Saalfeld legte dagegen keine Berufung ein und tolerierte das Konzert.
Am Abend führte die Polizei rund um den Veranstaltungsort, dem Gelände des Aris-Centers Saalfeld (Florian-Geyer-Straße 3) massive Kontrollen durch. So wurden Personen, die keine Eintrittskarte vorweisen konnten des Platzes verwiesen. Der von Kategorie C angekündigte Kartenverkauf an der Abendkasse, fiel wohl vor allem deshalb gründlich ins Wasser. An dem Konzert selbst nahmen etwa 100 Rechtsradikale und Hooligans teil.
Vor und nach dem Konzert blieb es in der Stadt ruhig, nur 3 besoffene Nazi-Hools ließen sich kurz in der Innenstadt blicken.
Nebeneffekte
Abgesehen von dem nochmaligen Unterstreichen ihrer Zugehörigkeit in die rechtsradikale Szene, welche die Band Kategorie C mit ihrem Auftritt bei Rachhausen geliefert hat, zeigte sich, dass die Stadt Saalfeld nur scheinbar an einer Verhinderung des Konzertes interessiert war. Weiterhin auf dem rechten Auge blind, wurden fadenscheinige Versuche unternommen das Konzert zu verbieten, nur um beim ersten Gegenwind sofort umzufallen.
Überraschend waren die Entwicklungen der Woche allerdings bei der Firma „Stadionzeit-Streetwear and More“, welche in der Kulmbacherstraße Nr.8, gegenüber des Saalfelder Bahnhofs zu finden ist. Traten der Inhaber und sein Umfeld bisher als glühende Kategorie-C Fans auf, die sich auch nicht zu schade waren Merchandise der Band zu verkaufen und selbst bei jeder Gelegenheit zu tragen, so steht seit Mitte letzter Woche auf der Internetseite (www.jenaboys.de.tl) dass eine Trennung von Kategorie-C Waren angestrebt wird. Verwunderlich ist dies schon, war es doch bisher möglich bei der Hütte welche als Verkaufsraum dient, vom Möchtegern „Jena-Boys“-Hool bis zu bekannten Nazi-Kadern, alles anzutreffen was die Stadt zu bieten hat.
Ob es wirklich eines Auftritts bei Alt-Nazi Rachhausen bedurfte um den Verantwortlichen die Augen gegenüber ihrer Lieblingsband zu öffnen oder ob die Ankündigung der Trennung von Kategorie C überhaupt ernst zu nehmen ist bleibt abzuwarten.
Der Landkreis Saalfed-Rudolstadt war nun bereits mehrmals Veranstaltungsort von Kategorie-C Konzerten. Beließen es öffentlich auftretende Nazis aus freien Kräften und NPD in den letzten Jahren dabei, eine große Kurve um die Stadt zu machen zeigen nicht nur die vermehrten Konzerte rechter Bands und die Ergebnisse der diesjährigen Landtagswahlen, bei denen die NPD im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ihre besten Ergebnisse erreichte, dass die rechte Szene ihr dahinvegetieren auf Dörfern im Umland beenden will um auch in der Stadt Fuß zu fassen
Antifa Saalfeld
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Ergänzungen
dazu gabs von ner Landtagsabgeordneten
(muss ausgefüllt werden)
saalfeld und umgebung nazi frei machen