Gegen jeden europäischen Rassismus

Sozialistix 04.12.2009 16:32 Themen: Antifa Antirassismus Blogwire
Das rassistisch motovierte Votum der SchweizerInnen gegen den Bau von Minaretten fällt bei der extremen Rechten in Deutschland auf fruchtbaren Boden. Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen dürften sich die „pro“-Truppe, die NPD und die Republikaner einen antiislamischen Überbietungswettkampf liefern.
Von der Schweiz lernen, heißt siegen lernen: Das könnte zum neuen Leitspruch der extremen Rechten in der Bundesrepublik werden. Ihre erfolgsentwöhnten Wortführer blicken neidisch zu den Nachbarn im Süden hinüber. Die hatten am Wochenende mit knapp 58 Prozent der Stimmen dem Bau von Minaretten eine Absage erteilten – aber mit ihrem Votum nicht nur das Minarett an sich gemeint, sondern, wie zu vermuten ist, ganz generell die Position der moslemischen Religion in einer mitteleuropäischen Gesellschaft.

Mit der bewussten Gleichsetzung von Islam und Islamisierung, einer Religion und ihrer fundamentalistischen Überspitzung operiert die Propaganda der sich als „Bürgerbewegung“ gerierenden Partei „pro NRW“. Von daher war ihr Jubel über die Entscheidung der Eidgenossen nur logisch und zu erwarten. Die Schweiz habe „der verhängnisvollen Islamisierung eine deutliche Absage erteilt“, heißt es in einer Erklärung des „pro NRW“- und „pro Köln“-Vorsitzenden Markus Beisicht.
Dies sei ein „Dammbruch für ganz Europa“.

Vor allem aber hofft er auf einen „Dammbruch“, der dazu führen könnte, dass es seine Formation, die ihre Ursprünge bei den Republikanern und der Deutschen Liga für Volk und Heimat hat, bei der Landtagswahl im kommenden Mai ins Düsseldorfer Parlament spülen könnte. Die 5,4 Prozent, die „pro Köln“ bei der Kommunalwahl Ende August in Deutschlands viertgrößter Stadt erzielt hatte, stellen zwar das beste Ergebnis einer extrem rechten Formation in einer Großstadt dar – von den 58 Prozent, die die helvetischen Brüder im Geiste von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) erreichten, sind die bisherigen Ergebnisse von „pro NRW“ in Köln und seinem Umland aber doch weit entfernt.

Vor „,politisch unkorrekten’ Tabubrüchen“ nicht zurückschrecken

Die Schweizer Abstimmung habe gezeigt, „dass Kritik an Islamisierung und Überfremdung eben kein gesellschaftliches Randphänomen ist, sondern dass diese Kritik ganz im Gegenteil strukturell mehrheitsfähig in den Völkern Europas ist“, macht sich Beisicht, der seit Jahren das politische Projekt verfolgt, extrem rechten Politikinhalten verhaftet zu bleiben und zugleich als demokratisch „sauber“ erscheinen zu wollen, Mut. „Wir sind mit unseren Themen und Forderungen in der einheimischen Bevölkerung mehrheitsfähig“, meint er.

Ihren Wahlkampf für die Landtagswahl im kommenden Mai wollen Beisichts Rechtspopulisten aus NRW nun erst recht „dezidiert islamkritisch gestalten“. Dabei soll auch „mit PR-Anleihen aus der Schweiz“ gearbeitet und vor „,politisch unkorrekten’ Tabubrüchen“ nicht zurückgeschreckt werden. Gut möglich also, dass jenes Plakat der Schweizer Islamgegner, das zwischen Genf und Graubünden vielfach für Empörung sorgte, demnächst auch – etwas abgewandelt und mit „pro NRW“-Logo versehen – in Nordrhein-Westfalen präsentiert wird. Es zeigt links im Vordergrund eine schwarz verhüllte Frau, deren Augen aus einem schmalen Schlitz schauen und im Hintergrund sieben Minarette in Raketenform, die aus der Landesflagge wachsen. „Pro Köln“ hat das Motiv jetzt schon auf die Startseite seiner Internetpräsenz gestellt – versehen mit dem Hinweis: „Wir alle sind Schweizer!“

„Überfremdungs- und Islamisierungs-Bedrohung“

„Pro NRW“ ist nicht die einzigen Partei rechtsaußen, die sich von dem Schweizer Votum Rückenwind verspricht. Auf der Homepage der DVU meldet sich beispielsweise Autor „AM“ – dabei dürfte es sich um Andreas Molau handeln – zu Wort. Zunächst gibt er den Biedermann: „Als freiheitliche Partei hat die DVU nichts gegen den Islam oder Moslems.“ Doch er legt gleich nach: „Moscheeprunkbauten“ – und offenbar macht jedes Minarett in seinen Augen die Moschee zum „Prunkbau“ – seien „nichts anderes als ein steingewordener Machtanspruch“, dem „wir endlich entgegentreten“ müssten.

„Das Schweizer Abstimmungsergebnis bekräftigt die Republikaner in der Forderung nach einem Verbot des Baus von Minaretten und Großmoscheen auch in Deutschland“, stimmt der Republikaner-Vorsitzende Rolf Schlierer in den Chor ein. Gebete und die Ausübung religiöser Riten seien auch „in einfachen, der örtlichen Bautradition angepassten Gebäuden möglich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Republikaner, die offen lässt, ob damit Hinterhof-„Moscheen“ in Stadtquartieren gemeint sind oder leer stehende Fabrikhallen in Industriegebieten.

Und die NPD? Die tat sich bisher schwer in der Frage, ob sie eher auf die antiislamische oder die antisemitische Karte setzen sollte. Parteivize Jürgen Rieger setzte auf Antisemitismus und wollte potenzielle Bündnispartner, als die er Moslems betrachtete, nicht verprellen. Doch Rieger lebt nicht mehr. Ein anderer Vize, der Münchener Stadtrat Karl Richter kündigt schon einmal an, er werde in der bayerischen Landeshauptstadt nach dem „Menetekel“ der Schweizer Volksabstimmung ab sofort noch intensiver für die „Islamisierungs- und Überfremdungs-Bedrohung“ sensibilisieren. Konkreter wird bereits der Ex-Parteivize und NPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag, Holger Apfel.

Mit einem Minarettverbot, das er „eher als symbolpolitischen Akt“ wertet, sei es nicht getan. Geprüft werden solle ein „generelles Moscheebau-Verbot“. Und damit nicht genug: „Zusätzlich müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die sozialen Brennpunkte in deutschen Großstädten durch konsequente Ausländerrückführung zu entschärfen.“ Das Minarett-Verbot: In der Logik Apfels wäre es nur der Einstieg in eine Politik, die im „Ausländer raus“ gipfelt.

„WIR oder Scharia“

Solche Äußerungen Apfels dürften Michael Schäfer, dem Vorsitzenden der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) wohl gefallen. Er setzt voll auf das Thema Anti-Islam und warnt: „Die deutsche Rechte“, womit er wohl vorrangig die eigene Partei meint, „verschläft ihr Kompetenzthema total und überlässt es auch weiterhin pseudo-nationalen Grüppchen, die nicht eine wirkliche Veränderung in unserem Land im Auge haben, sondern nur ihren Platz am Tisch der Etablierten einfordern.“ Die Themen „Überfremdung, Volkstod und Islamisierung“ müsse man „glaubhaft miteinander kombinieren“, fordert JN-Schäfer. Sein Motto: „WIR oder Scharia!“

Solche Parolen könnten im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf des Öfteren zu hören sein. Mit „pro NRW“, den Republikanern und der NPD treten gleich drei extrem rechte Parteien an. Gut möglich, dass sie sich einen antiislamischen Überbietungswettkampf liefern werden.

01. 12. 2009 - Tomas Sager
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Ergänzungen

Kampf gegen den Islam von Links

TAZ-Leser 04.12.2009 - 17:00
Ausschlaggebend für die Mehrheit gegen Minarette in der Schweiz war laut Forschern die Zustimmung von linksgerichteten Frauen. Sie wollten ein Zeichen gegen eine autoritäre Kultur setzen.

 http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/frauen-gegen-minarette/

Auch diesen "linksgerichteten" Frauen wollen

gegen alle faschismus, imperialismus,.. 04.12.2009 - 22:32
"Zeichen" gegen eine autoritäre Kultur setzen wenn sie haben gegen ein Verbot des Waffenverkaufs durch die Schweiz an alle Länder vor ??.
Letzte Sonntag gab es ZWEI Referenden in der Schweiz , und dieser zweite frage haben die Großen Medien schweigen .Das frage war ob Schweiz Auslader Länder Waffenverkaufs verbotene machen , 68% war gegen einer verbot....

 http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9399&lg=de

zum islam

schwarz 05.12.2009 - 18:03
leider wird er islam immer extremistischer.klar ahben viele frauen angst vor der scharia und das frauenfeindliche verhalten vieler moslems und islamisten.

der islam war ma eine tolerante relegion. hier ein paar ausschnitte


Die Umgangsweise des Propheten mit anderen Religionen kann am besten mit dem Vers aus dem Qur´an beschrieben werden:

“Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion.”

Die Arabische Halbinsel war in der Zeit des Propheten eine Region, in der es Menschen völlig unterschiedlichen Glaubens gab. Es gab Christen, Juden, Zoroastrier, Götzendiener und noch andere, die mit gar keiner Religion in Verbindung standen. Wenn man das Leben des Propheten betrachtet, findet man zahlreiche Beispiele, die den hohen Grad der Toleranz zeigen, die er Andersgläubigen gegenüber gezeigt hat.

Um diese Toleranz zu verstehen und zu beurteilen, muss man die Zeitspanne betrachten, in der der Islam ein formaler Staat war, mit den besonderen Gesetzen, die der Prophet im Einklang mit den Lehren der Religion festgelegt hat. Obwohl man auch viele Beispiele für die Toleranz, die der Prophet in den dreizehn Jahren seines Aufenthalts in Mekka zeigte, finden kann, könnte man unrichtigerweise auf den Gedanken kommen, dass dies nur geschah, um das Ansehen der Muslime und den gesellschaftlichen Status des Islam allgemein zu heben. Aus diesem Grund beschränkt sich diese Diskussion auf die Zeitspanne, die mit der Auswanderung des Propheten nach Medina begann und zu der die Gründung des Staats geschah.
Die Sahiefah

Das beste Beispiel für die Toleranz, die der Prophet gegenüber anderen Religionen zeigte, ist möglicherweise die Konstitution selbst, die von den frühen Historikern ´Sahiefah´genannt wurde.[1] Als der Prophet nach Medina auswanderte, endete seine Rolle als bloßer religiöser Führer; er war jetzt politischer Führer eines Staates, regiert nach den Richtlinien des Islam, die verlangten, dass klare Gesetze für die Regierung festgelegt wurden, um Harmonie und Stabilität in einer Gesellschaft zu sichern, die zuvor durch Jahrzehnte lange Kämpfe verwirrt gewesen war, solche Gesetze, die ein friedliches Miteinander von Muslimen, Juden, Christen und Götzendienern garanierten. Aus diesem Grunde legte der Prophet eine ´Konstitution´ fest, in der die Verantwortlichkeiten aller Gruppen, die in Medina weilten, deren Verpflichtungen untereinander und bestimmte Einschränkungen, die jeder auferlegt wurden, enthielt. Alle Gruppen mußten dem gehorchen, was darin festgelegt wurde, und jeglicher Bruch von Gesetzen wurde als Verrat betrachtet.
Eine Nation

Der erste Artikel der Verfassung besagte, dass alle Bewohner Medinas, die Muslime ebenso wie diejenigen von den Juden, Christen und Götzendienern, die den Pakt eingegangen waren, "eine Nation unter Ausschluß aller anderen" bildeten. Alle wurden als Bewohner und Mitglieder der Gesellschaft Medinas betrachtet, ungeachtet ihrer Religion, Rasse oder Abstammung. Menschen anderen Glaubens wurden vor Schaden genauso beschützt wie die Muslime, wie ein anderer Artikel vorschreibt: "den Juden, die uns folgen, steht Hilfe und Gleichheit zu. Keinem soll Schaden zugefügt werden, noch soll seinen Widersachern geholfen werden". Zuvor hatte jeder Stamm seine eigenen Bündnisse und Feinde innerhalb und außerhalb Medinas gehabt. Der Prophet sammelte diese unterschiedlichen Stämme unter einem System der Regierung, das die früheren Bündnisse zwischen jenen einzelnen Stämmen aufrecht erhielt. Alle Stämme mußten als ein Ganzes handeln, ohne die individuellen Bündnisse zu beachten. Jeder Angriff auf eine andere Religion oder einen anderen Stamm wurde als Angriff auf den Staat betrachtet und ebenfalls auf die Muslime.

Die Leben der Andersgläubigen in der muslimischen Gesellschaft wurden auch geschützt. Der Prophet sagte:

“Wer einen Menschen tötet, der einen Pakt mit den Muslimen geschlossen hat, wird nie den Duft des Paradieses riechen.” (Sahieh Muslim)

Da die Muslime die Oberhand besaßen, warnte der Prophet entschieden davor, Menschen anderen Glaubens schlecht zu behandeln. Er sagte:

“Seid gewarnt! Wer grausam und hart zu einer nicht-muslimischen Minderheit ist; oder ihre Rechte beschneidet; oder ihnen mehr aufbürdet, als sie ertragen können; über den werde ich (Prophet Muhammad) mich am Tag des Gerichts beklagen.” (Abu Dawud)
Jedem seine eigene Religion

In einem anderen Artikel heißt es: "die Juden haben ihre Religion und die Muslime haben ihre." Hier wird klar, dass nichts anderes als Toleranz geduldet wird und dass, obgleich sie alle Mitglieder einer Gesellschaft waren, jeder seine eigene Religion hatte, die nicht beleidigt werden durfte. Jedem war erlaubt, seinen Glauben frei ohne irgendwelche Behinderungen auszuüben und ohne dass irgendwelche provokativen Handlungen geduldet wurden.

Es gibt noch viele anderen Artikel in dieser Konstitution, über die wir diskutieren könnten, aber besonderer Nachdruck wird auf den einen Artikel gelegt, der besagt: "Wenn irgendein Streit oder irgendeine Meinungsverschiedenheit auftaucht, die Unruhe verursacht, muss (die Angelegeneit) vor Gott und seinen Gesandten gebracht werden." Diese Klausel beinhaltet, dass alle Bewohner des Staates eine höhere Stufe der Autorität anerkennen mussten und in den Angelegenheiten, in die unterschiedliche Stämme oder Religionen verwickelt waren, konnte von den einzelnen Führern keine Gerechtigkeit erreicht werden; sie mußten eher dem Staatsführer oder seinen benannten Vertretern vorgetragen werden. Es war allerdings den einzelnen Stämmen erlaubt, die nicht Muslime waren, sich auf ihre eigenen Schriften und auf ihre Gelehrten zu berufen, was ihre eigenen Angelegenheiten anging. Sie konnte, wenn sie wollten, aber auch den Propheten bitten, in ihren Angelegenheiten zu richten. Gott sagt im Qur´an:

“…Wenn sie nun zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab...” (Quran 5:42)

Hier sehen wir, dass der Prophet jeder Religion gestattete, in ihren eigenen Angelegenheiten ihren eigenen Schriften entsprechend zu richten, solange dies nicht im Widerspruch mit den Artikeln der Konstitution stand; ein Bündnis, das dem größeren Nutzen eines friedlichen Miteinander in der Gesellschaft Rechnung trug.

 http://www.islamreligion.com/de/articles/207/

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