Uni-Hamburg Fachbereich Sozialökonomie

Hochschulgruppe Brot und Rosen 25.11.2009 22:03 Themen: Bildung Freiräume
Unser Fachbereich, mit seinem interdisziplinärem Studiengang Sozialökonomie, ist massiv von den schon seit Jahren vollzogenen Maßnahmen, Kürzungen und schrittweisen Hinführung zur Ausgliederung des Bereichs Recht bedroht!
Das wäre dann der Exitus einer einstigen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik.
Hier zuerst die Pressemitteilung aus der bestreikten ehemaligen HWP

"Hamburg 25.11.2009 18:30 Uhr

HWP stellt seine Forderungen an den Fakultätsrat Hamburg.
Das Plenum der Besetzer der ehemaligen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP), hat heute seine Forderungen gegenüber dem Fakultätsrat der Universität Hamburg, im Hörsaal der HWP (öffentlicher Teil der Sitzung wurde hierhin Verlegt)aufgestellt.

Die Forderungen lauten:
Wir, die Studierenden des Fachbereichs Sozialökonomie, führen diesen Streik für den Erhalt unseres Fachbereichs und die Verbesserung unserer prekären Studiensituation. Durch die Nichtbesetzung der vier offenen Professuren im Fachgebiet Recht in unserem Fachbereich Sozialökonomie sehen wir den Studiengang Sozialökonomie in der jetzigen Form in Gefahr.
Aus diesem Grund unterstützen wir die Forderungen unserer ProfessorInnen, welche die Besetzung dieser Stellen ebenfalls einfordern. Wir sind bereit umgehend den Verwaltungstrakt freizugeben, wenn wir eine verbindliche, schriftliche Zusage des Fakultätsrates erhalten, dass er sich aktiv mit all seinen Mitteln für die schnellstmögliche (Ausschreibung bis Ende 2009) Besetzung dieser Stellen im Fachbereich Sozialökonomie, durch den Fachbereich Sozialökonomie, einsetzt.
Darüber ist den Studierenden regelmäßig öffentlich und schriftlich Rechenschaft abzulegen.

Anwesend waren 21 Vertreter des Fakultätsrates und ca. 250 Studierende der HWP. Nachbesetzung der Lehrstellen im Fachbereich Recht. Der Fachbereich Recht der HWP legte dem Fakultätsrat eine Unterschriftenliste mit über 750 Unterschriften vor, die die Forderung unterstützt die Stellenausschreibungen für Lehrende mindestens beizubehalten und auszuweiten.
Herr Prof. Dr. Bassen (Sozialökonomie) bezieht sich auf den Struktur– und Entwicklungsplan STEP, wonach für eine ausgeschriebene Stelle zuvor ein Konzept erstellt werden muss. Dieses Konzept muss derzeitig gerade noch vom Fakultätsrat erstellt werden. Prof. Dr. Sybille Raasch (Sozialökonomie) erläuterte, dass der quantitative und qualitative Bedarf jedoch höher sei als bisher geplant. Tobias Schmidt (Studentischer Vertreter) forderte die sofortige Nachbesetzung der Lehrstellen und nicht wie im STEP vorgesehen im Jahr 2012.
Herr Prof. Dr. Mueckenberger (Sozialökonomie) schlug nach Vorlesung der studentischen Forderungen einen Alternativvorschlag vor, wonach der Fakultätsrat versuchen soll sich mit
der Position zu befassen und zugleich dem Dekanat die Stellenausschreibungen vorschlagen
soll (zeitliche Frist wurde auf schnellstmöglich geändert). Der Antrag wurde mit 9 Pro und 6 Gegenstimmen angenommen. Durch die Änderung der zeitlichen Festlegung, besteht jedoch weiter Handlungsbedarf für die BesetzerInnen.

Wahl des neuen Uni Präsidenten

Herr Schnapp (Vorsitzender, Sozialökonomie) hat für Herrn Lenzen gestimmt mit der
Begründung man könne sicherlich gut mit ihm diskutieren.
Frau Schindler hatte ebenfalls für Herrn Lenzen gestimmt mit der Begründung, dass die
Macht- und Entscheidungskompetenz bei den Fakultäten liegt, laut Lenzen. Herr Lenzen
akzeptiert die Autonomie der einzelnen Fakultäten.
Frau Schindler meinte zum Wahlverfahren, dass weitere Bewerber nicht auf die Stelle passten. Sie sieht das Wahlverfahren kritisch und gibt den Hinweis, dass man das Hochschulgesetz ändern muss.
Herr Sattler (Sozialökonomie) hatte ebenfalls für Herrn Lenzen gestimmt, da Ihn Herr Lenzen
überzeugt hat. Zum Wahlverfahren meint Herr Sattler, dass alles juristisch korrekt gelaufen
ist.
Frau Mestern (Sozialwissenschaften) reklamierte, dass das Wahlverfahren von Herrn
Lenzen nicht demokratisch war. Sie hält die Wahl unter Ausschluss der Öffentlichkeit für
Grundgesetzwidrig und verglich die Wahl mit der einer Papstwahl und kritisiert u.a. das Herr Lenzen sich nicht öffentlich zu seiner Wahl positioniert.
Frau Raasch schlug vor, dass derFakultätsrat fordern soll, dass Hamburger Hochschulgesetz zu ändern um mehr Transparenz zu erreichen. Sie forderte eine juristische Prüfung des Wahlverfahrens.

Einer Prüfung und somit einer Neuaufnahme des Wahlverfahrens wurde mit einer Mehrheit
nicht zugestimmt. Der Befassung zur Änderung des Hamburger Hochschulgesetzes wurde
zugestimmt."

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Gibt es Aussagen über eine Neuaufnahme des Wahlverfahrens oder weitere Stellungnahmen aus den anderen Fakultäten?
Nicht nur die HWP sollte in Bewegung sein..das geht uns alle was an!

Ich möchte hiermit auch in den Raum stellen, dass ich dringend Handlungsbedarf bei der weiteren und festeren Vernetzung der unterschiedlichen Fakultäten und auch Fachbereiche an der Universität Hamburg sehe.
Wir dürfen nicht weiter zulassen, dass Institutionen und Vertreter der Unileitung uns, egal ob FBs oder Fakultäts übergreifend, uns gegeneinander ausspielen und dies immerwieder versuchen!
Lehrstellen dürfen nicht auf Kosten des Fachbereichs nebenan besetzt werden.

! Im Februar 2010 tagt die Hamburger Bürgerschaft in ihren Sitzungen über das Hochschulgesetzt, um dieses zu evaluieren. !

Und wir kriegen geraden einen Dieter Lenzen vor die Nase gesetzt.

JETZT ist die Zeit um all die Probleme, Anliegen und Forderungen der Studierenden, der Lehrenden, des TVPs und allen anderen in einem Beschäftigungsverhältnis Stehenden dieser Universität zu formulieren und gemeinsam in die Öffentlichkeit und in die Politik zu tragen!!


HWP-, Campus-, Hamburg-, Bundes-, Europa-weit - fight for your right


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Ergänzungen