[B] Alice-Salomon-Hochschule bleibt besetzt

Besetzer_innen 25.11.2009 17:54 Themen: Bildung
Alice-Salomon-Hochschule

Audimax bleibt besetzt – externe Vernetzung schreitet voran!

Seit nunmehr 14 Tagen wird das Audimax der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin Hellersdorf im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen „Bildungsstreik 09“ von Studierenden besetzt gehalten und es ist noch lange nicht vorbei...
Alice-Salomon-Hochschule

Audimax bleibt besetzt – externe Vernetzung schreitet voran!

Seit nunmehr 14 Tagen wird das Audimax der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin Hellersdorf im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen „Bildungsstreik 09“ von Studierenden besetzt gehalten.

In dieser Zeit konstituierten sich interne Handlungsstrukturen und Diskussionsforen in Form von Plena, Arbeitsgruppen und Informationsveranstaltungen. In diesem Zusammenhang wurde ein vielseitiges Programm aus alternativen Seminaren, Arbeitskreisen und Kulturangeboten zusammengestellt.

Neben der internen Mobilisierung wird verstärkt eine Vernetzung der einzelnen Hochschulen und Universitäten fokussiert.

Am Montag, dem 23.11.2009 fand ein erstes Vernetzungstreffen der kleineren Berliner Hochschulen statt.

Anwesend waren Vertreter_innen der Beuth-Hochschule für Technik (BHT), der Katholischen-Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) und der Alice-Salomon-Hochschule (ASH).


Zielsetzungen dabei waren:

1.
Die Schaffung von Vernetzungsstrukturen zum Abgleich ähnlicher Interessen und Forderungen der Hochschulen im aktuellen Bildungsstreik und die Zusammenführung dieser.
2.
Die Planung einer verstärkten Zusammenarbeit in Form von gemeinsamen Veranstaltungen und Aktionen.
3.
Die Schaffung von nachhaltigen Strukturen zur besseren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Studierenden der einzelnen Hochschulen.


Weitere Treffen sind in der nächsten Woche geplant, auch unter Einbeziehung der teil-besetzten Universitäten HU und FU sowie der Interessenten von TU[(Teil-)Besetzung seit dem 23.11.2009 abgebrochen] und Schülervertretungen.

Die Hochschulleitung der ASH äußerte sich bis zum jetzigen Zeitpunkt lediglich über Umwege zur aktuellen Situation. Vor allem kennzeichnet sie sich gegenüber der Besetzung mit Ignoranz, welche als Toleranz nach außen getragen wird [So schmückte sich die Rektorin Labontè-Rose bereits während des Bildungsstreiks im Sommer 09 mit dem bunten und kreativen Protest „ihrer“ StudentInnen, solange diese „konstruktiv“ - meint konformistisch – bleiben.]. Ein Treffen mit der Rektorin Frau Labonté-Roset ist für die Mitte der nächste Woche anberaumt.

Im Zuge des bundesweiten Verständnis-Wettbewerbes ist der Position der Streikenden der Humboldt-Universität nichts hinzuzufügen: „Wir wehren uns gegen die heuchlerische Vereinnahmung der Proteste durch tatenlose „Verständnis“-Bekundungen und ihre gleichzeitige Unterdrückung durch gewaltsame Räumungen, wie zum Beispiel in Münster, Tübingen und Bielefeld.“[Pressemitteilung vom 23.11.2009 (auch auf unserehu.de)]

Vom 30. November bis 6. Dezember wird eine bundesweite Aktionswoche stattfinden, an welcher sich auch die Studierenden der ASH mit verschiedenen Aktionsformen beteiligen werden. Neben der Vernetzungs-Fokussierung soll mit gemeinsamen Aktionen unseren Forderungen Nachdruck verliehen werden.

Aktuelle Informationen finden sich unter bildungsstreikash.blogsport.de.


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Ergänzungen

kritische Sozialarbeit!!!

beschäftigt Euch damit! 25.11.2009 - 19:04
Die Hochschulen für Sozialwesen haben sich bereits 2003 versucht zu vernetzen, leider hielt dies nicht lange. Um einen erneuten Abbruch der Zusammenarbeit zu verhindern, ist es empfehlenswert die eigene zukünftige Rolle der Sozialen Arbeit kritisch und eigenständig zu bearbeiten. Bürokratisierung, Repression und reine Anpassungsarbeit an die besethenden Verhältnisse muss eine kritische Sozialarbeit entgegengesetzt werden. Hier sollte an Diskussionen der 70er und 80 er Jahre angeknüpft werden. Ein Angriffspunkt ist die derzeitige Stadtteilpolitik des QM im Schillerkiez mit dem neuköllner Bürgermeister im Hintergrund - hier zeigt sich, wo Soziale Arbeit landet, wenn sie sich nicht mehr mit den Ursachen beschäftigt, die Strukturen angreift und die betroffenen Menschen ständig als zu bekämpfendes Problem wahrnimmt. Also ganz praktisch... geht auf die Menschen zu, schließt euch mit ihnen zusammen gegen eine Vertreibungspolitik - Viel Erfolg!

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