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Kopenhagen - COP15 - Weltklimagipfel

ADGH 23.11.2009 12:14
Be part of the party!

Am 12.12.2009 wird in Kopenhagen die Großdemonstration gegen den
COP15-Klima-Gipfel stattfinden. Es beteiligt sich daran eine Mischung ganz
unterschiedlicher Menschen, Gruppen und Verbände.
Unglücklicherweise ist die Demonstrationsroute so angemeldet, dass sie auf
direktem Weg raus aus der Innenstadt geht und in einem öden Teil der Stadt
um das Konferenzgebäude herum endet. Wir können es uns auch nicht
zwischendurch anders überlegen, umkehren und unseren Protest an öffentliche
Orte tragen, denn nach ca. 30 Metern geht die Demo-Route über eine
Zugbrücke, die uns in Nullkommanichts aus der Stadt aussperren kann.
Deswegen finden wir es wichtig, sich vorher zu überlegen, welchen Weg wir
gehen wollen.
Alle Infos zur Anreise, Unterkunft, Legal Rights, Aktionen, MAps, Anreise, Verpflegung, Medizin.. etc findet Ihr auf der folgenden Seite:
 http://adghyouth.wordpress.com/un-konferenz-kopenhagen-alle-infos/



Nicht zum Bauern machen lassen!

Wir haben uns bereits entschieden. Wir werden nicht als Bauernopfer
auftreten, als empörte, aber hilflose Demonstration, nur damit einige
Verhandlungsführer mit Verweis auf 50.000 gelangweilte Demonstrierende ein
halbes Prozent mehr CO2-Reduktion präsentieren können. Wir wollen selbst
aktiv werden.


Als Dame sind wir unschlagbar!

An diesem Samstag gibt es weit bessere Methoden, den Protest sichtbar zu
machen. Die Demonstration trifft sich im Zentrum Kopenhagens. Überall in
fußläufiger Nähe sind die Hotels der Delegierten, die Büros und Läden der
Klimagewinnler und derer, die sich für Grün verkaufen, weil ihre Autos
einen Liter Sprit weniger als vor 30 Jahren verbrauchen. Und im sogenannten
Forum, einem Messegelände am westlichen Rand der Innenstadt, gibts
Greenwashing im großen Maßsstab: Auf der Messe "Bright Green", hinter der
nach eigenen Angaben die "Confederation of Danish Industries" steckt,
präsentieren sich am 12. und 13. Dezember die Repräsentanten aus Wirtschaft
und Politik, die in den letzten 200 Jahren das soziale und das andere Klima
vergiftet haben, als Retter. Dazu verleihen sie sich gegenseitig Preise und
laden VIPs und Delegierte ein, dabei zu sein. Auch hier wären wir an der
richtigen Adresse, unsere Meinung zu demonstrieren.

Die mediale und reale Öffentlichkeit, die eine Innenstadt im Gegensatz zu
einem Konferenzzentrum in der Pampa nun mal bietet, lädt also doppelt ein,
Protest dahin zu tragen, wo er hingehört. Das ist ein Aufruf an alle
Theater- und Samba-Gruppen, an TransparentträgerInnen, FreundInnen des
zivilen Ungehorsams. Eine Einladung an Flood-for-Climate-Justice-Aktive, an
Sitzblockiererinnen und Freundeskreise - an alle, die mehr wollen und es
ernst meinen damit, Druck zu machen. Eine Einladung, durch eigene kreative
oder unkreative Aktionen an öffentlichen Orten einen Teil dazu beizutragen,
eine bessere Welt zu erkämpfen. "We can do it" wird dann Realität, wenn wir
niemandem hinterherlaufen, selbstbestimmt handeln und uns nicht als
Schachfigur benutzen lassen!


Einen König brauchen wir nicht!

Progressive Veränderungen wurden schon immer durch Druck von unten
erkämpft. Organisationen wie große NGOs und hierarchische Gewerkschaften
sind eingebunden in Machtverhältnisse und strukturell konservativ,
ungeachtet individueller Ausnahmen - wenn sie kämpfen, dann nur, weil wir
es wollen. Und es ist Zeit zu handeln. Wir wollen die Hoffnung aufgeben,
diejenigen, die seit Jahrzehnten die Welt zerstören, könnten sie plötzlich
retten!
Und in Kopenhagen haben wir ein gemeinsames Ziel, trotz unserer sonst
vielleicht unterschiedlichen Ansichten:

Den Wahnsinn stoppen!
Just do it.
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Ergänzungen

Smash WTO

riot 23.11.2009 - 13:20
zehn jahre nach seattle trifft sich die WTO in genf(ch). breiter widerstand dagegen. hauptdemo am 28. november:

 http://ch.indymedia.org/de/2009/10/71860.shtml

naomi und das konzept seattle

reloaded 24.11.2009 - 00:26
Auch Naomi Klein scheint bei Kopenhagen weniger an einen medial aufbereiteten Lindwurm denn an ernsthaft massiven Protest und massenweise selbstorganisiertes Handeln zu denken:

 http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2009/nov/12/seattle-coming-age-disobedient-copenhagen