Genthin: Spontandemo gegen Naziterror

Red Rabbit 22.11.2009 20:44 Themen: Antifa
+++ 60-70 Menschen auf Spontandemo in Genthin (Jerichower Land) +++ Kämpferische und kraftvolle Stimmung +++ Demo durch die Genthiner Innenstadt störungsfrei - Genthin-Süd Auseinandersetzungen mit der Polizei +++
Am Samstag, dem 21. November 2009 fand in Genthin (etwa 20km von Burg entfernt) eine kraftvolle und lautstarke Demonstration mit etwa 70 Personen statt. Grund für die Demo war ein Versuch von acht Neonazis in das "Irish Pub" - eine Kneipe, in der sich hauptsächlich Linke und alternative Jugendliche aufhalten, einzudringen. Ebenfalls wurden die Morde durch Nazis in Russland thematisiert.

Genthin, die Kleinstadt im Jerichower Land gehört neben Burg zu den Orten, wo die meisten Aktionen von Neonazis stattfinden. Neben Konzerten finden dort regelmäßig Propagandaaktionen statt und nachdem das "Nationale Jugendzentrum" Mitte 2008 von der Polizei geschlossen wurde, sind die Nazis auf der Suche nach einem neuen Objekt. Als Ausweichort diente die Tanzbar "Neue Welt". Als dies durch Antifaschist_Innen öffentlich gemacht wurde, hörten auch dort die Konzerte auf. Seitdem versuchen regionale Neonazis immer wieder Linke und alternative Jugendliche anzugreifen - was ihnen zum Teil auch gelingt. Der Versuch in das "Irish Pub" Ende Oktober einzudringen, stellt ein Höhepunkt der Aktivitäten dar. Nur durch antifaschistische Selbsthilfe wurde ihnen der Zutritt verwehrt. Dabei wurden 6 Personen verletzt. Eine derartige Aktion ist nicht nur eine Aktion gegen die Kneipe, sondern gegen die ganze Szene!

Unter dem Motto "Fight Back! Organisiert die Autonome Antifa!" demonstrierten aus diesem Grund etwa 70 Personen durch Genthin. Von einem Park aus ging es durch die Innenstadt von Genthin. Dabei wurden Flyer an Bürgerinnen und Bürger verteilt, die auf die Situation in Genthin und den Morden in Russland aufmerksam machen sollten. Begleitet von Böllern und anderen Dingen, ging es durch die Brandenburger Straße, der Querstraße und der Jahnstraße zu einem Einkaufszentrum, wo sich zu diesem Zeitpunkt Neonazis aufhalten sollten. Nach etwa 20 Minuten folgte dann auch der erste Polizeiwagen. Dieser beschränkte sein Handeln darin, der Demo hinterher zu fahren und Verstärkung anzufordern. Als die Demo am Bahnhof ankam entschloss man sich durch die Unterführung in den südlichen Teil der Stadt zu gehen. So konnte die Polizei der Demo auch nicht weiter folgen. In dem südlichen Teil angekommen, versuchten dann zwei Personen vom Staatsschutz aus Burg die Demonstration zu stoppen. Dies gelang ihnen nicht, sodass die Demo weiterlaufen konnte. In einem Plattenbaugebiet angekommen, nahm das Polizeiaufgebot stetig zu - mehrere Einsatzwagen fuhren vor und hinter der Demo. Ein Polizeiwagen der vor der Demo fuhr, wurde daraufhin angegriffen. Kurze Zeit später bewegte sich die Demo wieder in Richtung Innenstadt. Nun, nach etwa 1,5 Stunden kam auch eine Hundertschaft der Landespolizei Sachsen-Anhalt in Genthin an. Daraufhin wurde die Demonstration am Bahnhof beendet. Die Polizei nahm dort von den Leuten die sie noch kriegen konnten die Personalien auf. Zu einer Festnahme kam es an diesem Tag nicht.

Die Demonstration, an der sich etwa 70 Personen beteiligten, ist klar als Erfolg zu werten. Antifaschistische Perspektiven konnten öffentlich in Genthin vermittelt werden. Den Neonazis wurde erneut gezeigt, dass es für sie kein ruhiges Hinterland gibt - egal ob in Burg, Genthin oder dem übrigen Jerichower Land!

Kein Angriff bleibt unbeantwortet! Naziterror Stoppen!
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Ergänzungen

Super Aktion

Ex-Burger 22.11.2009 - 22:44
Schön zu sehen das Aktionen nicht nur auf Burg beschränkt werden sondern auch mal etwas weiter gefahren wird und trotzdem regionalen Charakter hat. Neonazis im Jerichower Land bekämpfen!!!

Weitere Bilder...

air max 22.11.2009 - 22:50

...

... 22.11.2009 - 22:51
...

Über 50 Autonome ziehen skandierend durch die

Volksstimme 24.11.2009 - 10:18
Genthin ( sp ). Etwa 50 jugendliche Autonome, die der linken Szene zugehören, zogen am Sonnabend in der Zeit von 15 bis 17 Uhr skandierend durch die Straßen Genthins. Der Marsch war polizeilich nicht angemeldet.

Augenzeugen hatten die Polizei informiert.

Der Zug begann in der Geschwister-Scholl-Straße, führte anschließend in den Bereich Uhlandstraße / Gillhoff-Straße und endete im Zentrum. Dabei sei es, teilte die Polizei auf Volksstimme-Anfrage mit, zu keinen strafbaren Handlungen gekommen.

Die Autonomen verteilten während ihres Marsches Flugblätter. Sie versuchten so unter anderem mit dem Hinweis auf eine Prügelei mit Rechten vor einer Szenenkneipe während der Kneipennacht am 30. Oktober die Aktion zu rechtfertigen.

Angaben der Polizei zufolge reisten auch Jugendliche aus anderen Regionen in Genthin an, unter anderem aus Stendal.

Quelle:  http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/genthin/?em_cnt=1553577

Nazis haben wohl auf´s Maul bekommen.

PM Polizei 24.11.2009 - 10:27
Burg

Am 20.11.2009 abends kam es im Bereich des Gummersbacher Platzes zu einer gefährlichen Körperverletzung bei einem Passanten. Dieser war zuvor von ca. 15 vermummten, dunkelgekleideten männlichen Personen verfolgt worden. Auf dem Gummersbacher Platz kam der Geschädigte zu Fall und wurde im Weiteren von den Tätern am Boden liegend getreten. Danach flüchteten die Täter in Richtung Gartenstraße. Täterhinweise liegen vor, die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeimitteilung

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Solidarische Grüße — Antifa aus Berlin

solidarische gruesze.. — x kommunist x

SOLIDARISCHE GRÜSSE! — Genoss_Innen aus Göttingen