Volkstrauertage 2007-2009 in Bad Wörishofen
Kurzer Überblick über die Volkstrauertage der Jahre 2007 bis 2009 in Bad Wörishofen, bei denen das befürchtete Abhalten eines sog. "Heldengedenkens" von Neonazis der Gruppe "Voice of Anger" (Memminger Raum) durch eine Mischung aus städtischer Mithilfe und Antifa-Präsenz verhindert werden konnte. Dabei kam es 2009 zu einer erfolgreichen Spontandemo.
In den Jahren 2007 und 2008 wollten Neonazis der Gruppierung „Voice of Anger“ aus dem Raum Memmingen in Bad Wörishofen im Allgäu an dem dortigen Kriegerdenkmal, ihr sogenanntes „Heldengedenken“ abhalten. 2007 bekamen die örtlichen Antifaschistinnen/Antifaschisten unerwartete Schützenhilfe der Stadt, die das Gebiet um das Kriegerdenkmal aufgrund „dringend notwendiger“ :-) Waldarbeiten weiträumig absperren lies. Zusammen mit etwa 50 anwesenden Antifaschistinnen/Antifaschisten wurde letztlich erreicht, dass die Neonazis gar nicht erst anrückten. (Spione in Autos fuhren allerdings vorbei). Eine Kranzniederlegung am Friedhof durch eine kleine Delegation konnte leider nicht verhindert werden, der Kranz wurde jedoch alsbald von städtischer Seite entfernt. 2008 erreichte schon eine Gruppe von ca. 10 Leuten das Fernbleiben der Neonazis, da ihnen an diesem Tag scheinbar besonders an „Ungestörtheit“ gelegen ist. Die uns bekannte „Voice of Anger“-Internetpräsenz (
http://www.voiceofanger.de/) ist mittlerweile nicht mehr als eine unbeschriftete Seite mit Wappen, wobei man oben links die Möglichkeit hat ein „geheimes“ Loginfenster zu öffnen. Somit wussten wir für dieses Jahr (2009) auch nicht, ob weiterhin ein „Heldengedenken“ am Volkstrauertag in Bad Wörishofen stattfinden sollte. Dennoch fanden sich etwa 35 Antifas an besagtem Denkmal ein, die zuvor fast alle eine komplette Durchsuchung der Kleidung und Rucksäcke durch ein für diese Stadt sehr großes Aufgebot von Bereitschaftspolizisten über sich ergehen lassen mussten. Nachdem sich die Nazis auch gegen Mittag noch nicht blicken ließen, wurde kurzer Hand eine lautstarke Spontandemo durch die Innenstadt Bad Wörishofens gemacht, wobei sogar ein Front-Transpi mitgeführt wurde (Bei 6.000.000 Morden gibt es keine Helden!). Verfolgt wurde diese Demo von mindestens zwei Streifenwagen und vier Wannen, die es aber freundlicherweise nicht für nötig hielten, einzugreifen. Deshalb konnte die Spontandemonstration ungestört zu Ende gebracht werden, wobei bei der gelungenen Auflösung kein einziger Demoteilnehmer verhaftet wurde. Insgesamt war eindeutig, dass die Polizei - wenn irgend möglich - eine Eskalation vermeiden sollte.
Antifaschistische Aktion Allgäu
http://www.voiceofanger.de/) ist mittlerweile nicht mehr als eine unbeschriftete Seite mit Wappen, wobei man oben links die Möglichkeit hat ein „geheimes“ Loginfenster zu öffnen. Somit wussten wir für dieses Jahr (2009) auch nicht, ob weiterhin ein „Heldengedenken“ am Volkstrauertag in Bad Wörishofen stattfinden sollte. Dennoch fanden sich etwa 35 Antifas an besagtem Denkmal ein, die zuvor fast alle eine komplette Durchsuchung der Kleidung und Rucksäcke durch ein für diese Stadt sehr großes Aufgebot von Bereitschaftspolizisten über sich ergehen lassen mussten. Nachdem sich die Nazis auch gegen Mittag noch nicht blicken ließen, wurde kurzer Hand eine lautstarke Spontandemo durch die Innenstadt Bad Wörishofens gemacht, wobei sogar ein Front-Transpi mitgeführt wurde (Bei 6.000.000 Morden gibt es keine Helden!). Verfolgt wurde diese Demo von mindestens zwei Streifenwagen und vier Wannen, die es aber freundlicherweise nicht für nötig hielten, einzugreifen. Deshalb konnte die Spontandemonstration ungestört zu Ende gebracht werden, wobei bei der gelungenen Auflösung kein einziger Demoteilnehmer verhaftet wurde. Insgesamt war eindeutig, dass die Polizei - wenn irgend möglich - eine Eskalation vermeiden sollte. Antifaschistische Aktion Allgäu
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