(H) Uni-Präsident droht mit Räumung
Hannovers Universitätspräsident droht StudentInnen mit Räumung des AudiMax.
Nun droht sich in Hannover zu wiederholen, was an anderen Hochschulen bereits passiert ist. In Hannover hat Universitätspräsident Erich Barke den Studierenden, die zur Zeit das AudiMax der Universität Hannover besetzt halten, gedroht, daß AudiMax räumen zu lassen und Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Das AudiMax wurde vorgestern nach einer Vollversammlung von ca. 500 Studierenden besetzt. Um einer Räumung entgegenzuwirken, ist jetzt die Solidarisierung mit den BesetzerInnen notwendig. Protestmails können an folgende Adresse geschickt werden:
Aber auch mit der Anwesenheit vor Ort kann einer polizeilichen Räumung entgegen gewirkt werden.
Die Drohmail in Volltext:
"Liebe Studentinnen und Studenten der Leibniz Universitaet Hannover,
zurzeit ist das AudiMax durch Studierende besetzt, Lehrveranstaltungen sind daher gestern und heute an diesem zentralen Ort der Hochschule nicht moeglich. Das Praesidium der Universitaet hat heute morgen einen Beschluss gefasst, über den ich Sie auf diesem Wege informieren moechte.
Beschluss des Praesidiums der Leibniz Universitaet Hannover vom 20. November 2009
1. Das Praesidium der Leibniz Universitaet Hannover hat Verstaendnis für die Anliegen der Studierenden, insbesondere was die derzeitige Studiensituation betrifft.
2. Es ist jederzeit bereit, ueber diese Situation mit den Studierenden zu diskutieren, gemeinsam nach Loesungen zu suchen und diese - soweit es der Hochschule selbst moeglich ist - auch umzusetzen.
3. Besetzungen von Hoersaelen sind kein geeignetes Mittel, um Forderungen durchsetzen. Die Verhinderungen von Lehrveranstaltungen treffen vor allen die Erst- und Drittsemester großer Studiengaenge, und eine überwaeltigende Mehrheit der Betroffenen hat dafuer kein Verstaendnis.
4. Der Praesident fordert deshalb die Besetzer nachdruecklich auf, Lehrveranstaltungen nicht weiter zu verhindern. Andernfalls wird er die Raeumung veranlassen und Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen.
Mit freundlichen Grueßen
Ihr
Erich Barke
Praesident der Leibniz Universitaet Hannover"
Bitte schnell auf die Hauptseite stellen, da eine Räumung noch heute nicht ausgeschlossen ist.
Aber auch mit der Anwesenheit vor Ort kann einer polizeilichen Räumung entgegen gewirkt werden.
Die Drohmail in Volltext:
"Liebe Studentinnen und Studenten der Leibniz Universitaet Hannover,
zurzeit ist das AudiMax durch Studierende besetzt, Lehrveranstaltungen sind daher gestern und heute an diesem zentralen Ort der Hochschule nicht moeglich. Das Praesidium der Universitaet hat heute morgen einen Beschluss gefasst, über den ich Sie auf diesem Wege informieren moechte.
Beschluss des Praesidiums der Leibniz Universitaet Hannover vom 20. November 2009
1. Das Praesidium der Leibniz Universitaet Hannover hat Verstaendnis für die Anliegen der Studierenden, insbesondere was die derzeitige Studiensituation betrifft.
2. Es ist jederzeit bereit, ueber diese Situation mit den Studierenden zu diskutieren, gemeinsam nach Loesungen zu suchen und diese - soweit es der Hochschule selbst moeglich ist - auch umzusetzen.
3. Besetzungen von Hoersaelen sind kein geeignetes Mittel, um Forderungen durchsetzen. Die Verhinderungen von Lehrveranstaltungen treffen vor allen die Erst- und Drittsemester großer Studiengaenge, und eine überwaeltigende Mehrheit der Betroffenen hat dafuer kein Verstaendnis.
4. Der Praesident fordert deshalb die Besetzer nachdruecklich auf, Lehrveranstaltungen nicht weiter zu verhindern. Andernfalls wird er die Raeumung veranlassen und Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen.
Mit freundlichen Grueßen
Ihr
Erich Barke
Praesident der Leibniz Universitaet Hannover"
Bitte schnell auf die Hauptseite stellen, da eine Räumung noch heute nicht ausgeschlossen ist.
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Ergänzungen
Korrektur
Die E-Mail-Adresse des Universitätspräsidenten lautet:
Korrektur der Korrektur
Heute, 20.11. um 17 Uhr Plenum im AudiMax
Universität Hannover
Auch am zweiten Tag der Besetzung ist der Protest nicht abgeflaut.
Beim Plenum am Donnerstag (19.11.) um 15 Uhr im Audimax fand sich erneut
eine große Menge von 350 Studierenden zusammen, um neueste Ergebnisse
der gegründeten Arbeitskreise (AKs) zu hören, Anträge zu diskutieren und
sich über den weiteren Fortgang der Besetzung einig zu werden.
Im Zentrum der Diskussion auf dem Plenum stand die Besprechung der
überarbeiteten Forderungenliste:
* Soziale Öffnung der Hochschule – Recht auf kostenlose, gerechte
und selbsbestimmte Bildung
* Grundlegende Veränderung des bestehenden Bachelor/Master-Systems
* Verhinderung der Ökonomiserung der Universität und speziell der Lehre
* Verbesserungen der Lehr- und Lernbedingungen
* Demokratisierung der Hochschule
Durch Mobilisierungsaktionen an verschiedenen Standorten wurden weitere
Studierende für diese Forderungen gewonnen.
Auch mit den MitarbeiterInnen der Universität soll in den Dialog getreten
werden, da auch sie von den Missständen im Bildungssystem betroffen
sind. Ebenso soll es eine europaweite Vernetzung geben.
Ein Versuch, auch über die Universität hinaus die Forderungen bekannt
zu machen, mündete in einer kurzen Blockade der Nienburger Straße
mit Transparenten am frühen Abend.
In kurzer Zeit entwickelte sich aus dem Audimax ein selbst verwalteter
studentischer Raum mit kreativer Dynamik. So werden regelmäßig Mahlzeiten
organisiert und ein abendliches Kulturprogramm geplant.Ein Poetry Slam ist
in Planung.
Das nächste Plenum wird am 20.11. um 17 Uhr stattfinden.
Auch Nicht-Studierende sind jederzeit willkommen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
... — ....
Punkt 3. — bla