Zwickau: NPD zur Stadtratswahl 2009
Bei den Wahlen zum Zwickauer Stadtrat am 07. Juni 2009 bekam die NPD im Schnitt 3,58 Prozent der gültigen Stimmen. Die Differenzierung reichte allerdings von 0,88 Prozent im Wahlkreis 21021 (Bereich Äußere Dresdner Straße) bis 7,63 Prozent im Wahlkreis 42041 (Marienthal-Ost). Letztlich 2.974 Stimmen reichten der Nazi-Partei für einen Sitz im Stadtparlament. Dieser wird zur Zeit von Peter Klose besetzt; vorläufig bis Mitte Dezember. Denn am 16. Dezember 2009 wird Klose am Zwickauer Amtsgericht der Prozess gemacht; der Vorwurf: Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Dann könnte mit Marten Hans ein Mitglied der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Zwickau“ nachrücken.
Personenauswertung
1. Klose, Peter
Peter Klose war unangefochtener Spitzenkandidat anlässlich der Stadtratswahlen und ist zweifellos der bekannteste Protagonist in Reihen der NPD Zwickau. Wahrlich eine Zuschreibung, die ihm völlig neu sein dürfte. Im sächsischen Landtag spielte er etwas mehr als zwei Jahre nur den stummen, dank parteiinternem Redeverbot, Lückenfüller. Doch für den Zwickauer NPD-Ortsverband bedeutete das Geld aus Dresden einen unverhofften finanziellen Segen, welcher seinen sichtbarsten Ausdruck in der Eröffnung des sogenannten „Bürgerbüros“ in der Stiftstraße im Mai 2007 hatte. Im gleichen Zeitraum organisierte sich die Kameradschaft „Nationale Sozialisten“; mit Sicherheit kein Zufall. Folgerichtig vereinte Peter Klose die meisten (1749 Stimmen) der für die NPD abgegebenen Stimmen hinter sich.
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2. Hans, Marten
Hinter dem Spitzenkandidaten Klose landete der 22-jährige Marten Hans aus Planitz. Das Mitglied der Kameradschaft „Nationale Sozialisten“ verkörpert zum einen den in Teilen der Nazi-Szene zur Zeit in Mode gekommenen „Autonomen-Nazi“ und dürfte somit vorallem bei den jüngeren NPD-Wählerschichten Erfolg gehabt haben. In der Internetcommunity „zwigge.de“ macht er aus seiner nationalsozialistischen Gesinnung keinen Hehl. Zum anderen scheint Hans auch in seinem „Heimatwahlkreis“ kein Unbekannter zu sein, denn in Oberplanitz gelang es ihm teilweise sogar mehr Stimmen als Peter Klose auf sich zu vereinen. Dennoch beteiligte er sich nicht an den NPD-Wahlkampfständen in der Zwickauer Innenstadt. Denn meistens verkehrt Marten Hans in Chemnitz; im Umfeld der Nazi-Hooligan-Gruppierung „New Society“. Seine guten Verbindungen in neonazistische Teile der Zwickauer Fussball-Fanszene dürften im Wahlergebnis ebenfalls zum Tragen gekommen sein.
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3. Gerber, Tony
Trotz Listenplatz 2 schnitt der ebenfalls 1987 geborene Tony Gerber aus Neuplanitz innerhalb der NPD nur als Drittstärkster ab. Ganz im Gegensatz zu Marten Hans verkörpert er ein etwas aus der Mode gekommenes Auftreten innerhalb des neonazistischen Milieus. Stets den Thor-Hammer wahlweise um den Hals oder an der Gürtelschnalle darf es gern auch mal die altbewährte „Bomberjacke“ sein. Ihm hat es besonders die germanische Mythologie angetan, aber auch Verschwörungstheorien im Umfeld der „Thule-Gesellschaft“ sind bei ihm beliebt. Mit der NSBM-Gruppe „Sonnenritter“ gilt es daher für „Schutz und Erhalt des Volkes und Kulturgutes“ zu kämpfen. Früher verteilte er Propaganda des verbotenen „Schutzbund Deutschland“. Zeitweise veröffentlichte er Artikel auf dem „Freien Netz Zwickau“, als auch bei der Nazi-Kameradschaft „Mittelsachsen“. Die meisten Stimmen für ihn gab’s in Zwickau-Mitte-West.
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4. Klose, Diana
Die Tochter von Peter Klose landete tatsächlich auf Platz vier. Frauen spielen in der lokalen Nazi-Szene dennoch auch weiterhin keine tragende Rolle. Die 22-jährige Diana Klose hat sich aufs Kinderkriegen und Hausfrauen-Dasein spezialisiert und wohnt noch immer bei Papa. Die viertmeisten Stimmen innerhalb der NPD verdankt sie ihm. Peter Klose hat seine Tochter auf den 16., und damit letzten, Listenplatz gesetzt. Dieser ist angeblich besonders bei unentschlossenen Wählerschichten beliebt; in Pölbitz gab’s mit dieser Strategie sogar doppelt so viele Stimmen wie für den alten Klose.
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5. Scharf, Fritz
Knapp dahinter landete eines der altgedienten NPD-Mitglieder (130 Stimmen). Der 58-jährige Fritz Scharf konnte bei NPD-Infotischen nur vereinzelt bestaunt werden und das obwohl er offiziell im Vorruhestand ist. Er trägt „Thor Steinar“ und T-Shirts mit dem Aufdruck der „Schwarzen Sonne“; ein beliebtes Symbol bei mystisch-esoterisch angehauchten Fans des Nationalsozialismus. Die meisten Stimmen gab’s für ihn in den heimatlichen Wahlkreisen in Marienthal-West.
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Die weiteren KandidatInnen der NPD
6. Schürer, Anja (110 Stimmen)
7. Weck, Stefan (74)
8. Zeise, Carsten (74)
9. Nagel, Danny (46)
10. Scharf, Hilmar (38)
11. Eckold, Stiev (37)
12. Stobbe, Daniel (34)
13. Schöne, Dirk (31)
14. Traut, Uwe (29)
15. Krügel, Dominique (23)
16. Bannert, Alois (13)
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Wahlkreisauswertung: In welchen Wahlkreisen (WK) bekam die NPD die meisten Stimmen?
1. 7,63% im WK 42041, Marienthal-Ost (Bereich Kopernikusstraße)
2. 7,50% im WK 26020, Eckersbach E5
3. 6,85% im WK 31030, Pölbitz-Südwest
4. 6,33% im WK 15011, Nordvorstadt (westlich der Leipziger Straße)
5. 6,20% im WK 11001, Innenstadt-Ost (zwischen B93 und Alter Steinweg)
6. 6,18% im WK 55069, Neuplanitz-Ost
7. 6,09% im WK 55070, Neuplanitz-Ost
8. 6,08% im WK 54056, Niederplanitz-Nord
9. 5,80% im WK 12004, Mitte-Nord (Gebiet um Georgenplatz)
10. 5,77% im WK 35077, Oberrothenbach
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Mehr Infos unter:
1. Klose, Peter
Peter Klose war unangefochtener Spitzenkandidat anlässlich der Stadtratswahlen und ist zweifellos der bekannteste Protagonist in Reihen der NPD Zwickau. Wahrlich eine Zuschreibung, die ihm völlig neu sein dürfte. Im sächsischen Landtag spielte er etwas mehr als zwei Jahre nur den stummen, dank parteiinternem Redeverbot, Lückenfüller. Doch für den Zwickauer NPD-Ortsverband bedeutete das Geld aus Dresden einen unverhofften finanziellen Segen, welcher seinen sichtbarsten Ausdruck in der Eröffnung des sogenannten „Bürgerbüros“ in der Stiftstraße im Mai 2007 hatte. Im gleichen Zeitraum organisierte sich die Kameradschaft „Nationale Sozialisten“; mit Sicherheit kein Zufall. Folgerichtig vereinte Peter Klose die meisten (1749 Stimmen) der für die NPD abgegebenen Stimmen hinter sich.
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2. Hans, Marten
Hinter dem Spitzenkandidaten Klose landete der 22-jährige Marten Hans aus Planitz. Das Mitglied der Kameradschaft „Nationale Sozialisten“ verkörpert zum einen den in Teilen der Nazi-Szene zur Zeit in Mode gekommenen „Autonomen-Nazi“ und dürfte somit vorallem bei den jüngeren NPD-Wählerschichten Erfolg gehabt haben. In der Internetcommunity „zwigge.de“ macht er aus seiner nationalsozialistischen Gesinnung keinen Hehl. Zum anderen scheint Hans auch in seinem „Heimatwahlkreis“ kein Unbekannter zu sein, denn in Oberplanitz gelang es ihm teilweise sogar mehr Stimmen als Peter Klose auf sich zu vereinen. Dennoch beteiligte er sich nicht an den NPD-Wahlkampfständen in der Zwickauer Innenstadt. Denn meistens verkehrt Marten Hans in Chemnitz; im Umfeld der Nazi-Hooligan-Gruppierung „New Society“. Seine guten Verbindungen in neonazistische Teile der Zwickauer Fussball-Fanszene dürften im Wahlergebnis ebenfalls zum Tragen gekommen sein.
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3. Gerber, Tony
Trotz Listenplatz 2 schnitt der ebenfalls 1987 geborene Tony Gerber aus Neuplanitz innerhalb der NPD nur als Drittstärkster ab. Ganz im Gegensatz zu Marten Hans verkörpert er ein etwas aus der Mode gekommenes Auftreten innerhalb des neonazistischen Milieus. Stets den Thor-Hammer wahlweise um den Hals oder an der Gürtelschnalle darf es gern auch mal die altbewährte „Bomberjacke“ sein. Ihm hat es besonders die germanische Mythologie angetan, aber auch Verschwörungstheorien im Umfeld der „Thule-Gesellschaft“ sind bei ihm beliebt. Mit der NSBM-Gruppe „Sonnenritter“ gilt es daher für „Schutz und Erhalt des Volkes und Kulturgutes“ zu kämpfen. Früher verteilte er Propaganda des verbotenen „Schutzbund Deutschland“. Zeitweise veröffentlichte er Artikel auf dem „Freien Netz Zwickau“, als auch bei der Nazi-Kameradschaft „Mittelsachsen“. Die meisten Stimmen für ihn gab’s in Zwickau-Mitte-West.
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4. Klose, Diana
Die Tochter von Peter Klose landete tatsächlich auf Platz vier. Frauen spielen in der lokalen Nazi-Szene dennoch auch weiterhin keine tragende Rolle. Die 22-jährige Diana Klose hat sich aufs Kinderkriegen und Hausfrauen-Dasein spezialisiert und wohnt noch immer bei Papa. Die viertmeisten Stimmen innerhalb der NPD verdankt sie ihm. Peter Klose hat seine Tochter auf den 16., und damit letzten, Listenplatz gesetzt. Dieser ist angeblich besonders bei unentschlossenen Wählerschichten beliebt; in Pölbitz gab’s mit dieser Strategie sogar doppelt so viele Stimmen wie für den alten Klose.
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5. Scharf, Fritz
Knapp dahinter landete eines der altgedienten NPD-Mitglieder (130 Stimmen). Der 58-jährige Fritz Scharf konnte bei NPD-Infotischen nur vereinzelt bestaunt werden und das obwohl er offiziell im Vorruhestand ist. Er trägt „Thor Steinar“ und T-Shirts mit dem Aufdruck der „Schwarzen Sonne“; ein beliebtes Symbol bei mystisch-esoterisch angehauchten Fans des Nationalsozialismus. Die meisten Stimmen gab’s für ihn in den heimatlichen Wahlkreisen in Marienthal-West.
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Die weiteren KandidatInnen der NPD
6. Schürer, Anja (110 Stimmen)
7. Weck, Stefan (74)
8. Zeise, Carsten (74)
9. Nagel, Danny (46)
10. Scharf, Hilmar (38)
11. Eckold, Stiev (37)
12. Stobbe, Daniel (34)
13. Schöne, Dirk (31)
14. Traut, Uwe (29)
15. Krügel, Dominique (23)
16. Bannert, Alois (13)
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Wahlkreisauswertung: In welchen Wahlkreisen (WK) bekam die NPD die meisten Stimmen?
1. 7,63% im WK 42041, Marienthal-Ost (Bereich Kopernikusstraße)
2. 7,50% im WK 26020, Eckersbach E5
3. 6,85% im WK 31030, Pölbitz-Südwest
4. 6,33% im WK 15011, Nordvorstadt (westlich der Leipziger Straße)
5. 6,20% im WK 11001, Innenstadt-Ost (zwischen B93 und Alter Steinweg)
6. 6,18% im WK 55069, Neuplanitz-Ost
7. 6,09% im WK 55070, Neuplanitz-Ost
8. 6,08% im WK 54056, Niederplanitz-Nord
9. 5,80% im WK 12004, Mitte-Nord (Gebiet um Georgenplatz)
10. 5,77% im WK 35077, Oberrothenbach
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Na das — eugen
Peter Klose ändert Wohnsitz — Annegrit