Extreme polizeiliche Repression in Essen

fe-Ra 17.11.2009 16:19 Themen: Bildung Repression
Zunächst ging die Demonstration der SchülerInnen vollkommen friedlich los.
ca. 80% der Deemonstranten durften sich auf dieser Demo zum ersten Mal einen nennen, die Lage wurde jedoch etwas antikapitalistischer, als sich die ungefähr 300-Mann-starke StudentInnen-Demo an die SchülerInnen-Demo anschloß.
Gemeinsam wurde internationale Solidarität gefordert, "ohne Bildung, werd´ ich Polizist" und andere linke Parolen wurden gemeinsam skandiert....
Bitte um inhaltliche Ergänzung
Kurz vor dem Hauptbahnhof wurde die Demo ohne Grund aufgehalten, die DemonstrantenInnen blieben friedlich, lediglich die Polizisten verhielten sich aggressiv. Sie setzten sich ihre Helme auf, über die Lautsprecher wurde den DemonstrantInnen mit Gewalt gedroht.
Ein Student ergriff das Wort und hielt ziemlich gute, kurze Redebeitrage durch sein Megaphon.
Durch kreative neu erfundene Parolen wie "Polizisten haut nich6t drauf, eure Kinder trifft es auch", oder "ohne Helme seht ihr viel schöner aus" konnten sich selbst einige Polizisten ein Schmunzeln verkneifen. Dies trug sicherlich zum friedlichen Ausgehen dieser ersten Repression der Polizei bei.
Als die Demonstranten dann schließlich nachliessen, und weiter richtung Hauptbahnhof gingen, wie es von der Polizei gefordert wurde, nahm die Polizei den, der gerade noch über sein Megaphon Redebeiträge hielt, fest.
Allerdings waren dies nur ungefähr 8 Polizisten, so dass diese das Vergnügen hatten, zum ersten Mal von Demonstranten gekesselt zu werden.
Nach einigem Hin und Her wollten die Polizisten dann doch den "Kessel" verlassen. Daran hinderte sie niemand.
Weil der Großteil der Demonstranten die Festnahme des Studenten gerne in Kauf nahm und weiterzog, bildeten die Dagebliebenen, ca. 150 SchülerInnen und StudentInnen, eine neue Demo.
Diese zog über einen Kreisverkehr, wo eine kurze Sitzblockade nicht unterlassen werden konnte :)
Schließlich gingen die Demonstranten lautstark durch die Innenstadt, was von vielen PassantenInnen mit einem Applaus oder einem "Weiter so" kommentiert wurde.
Schließlich ging die Sponti VOLLKOMMEN FRIEDLICH durch das City-Center.
Erst am Ausgang bei REAL und SATURN stürzte die Stimmung.
Als die Demonstranten den Kaufhaus-Komplex gerade verlassen wollten, hörte mensch die ersten Sirenen: Ein Einsatzwagen der Polizei parkte mit quietschenden Reifen vor dem schmalen Eingang und sperrte diesen mit einem Baustellenzaun ab.
Dieser konnte von einigen jedoch leicht umgangen werden, wobei die 4 Polizisten nur zusahen.
Als genug Verstärkung seitens der Polizei eingetroffen war, wurde der Eingang jedoch dicht gemacht und die jenigen, die noch nicht den Ausgang pssiert hatten, wurden gekesselt.
Diejenigen, die noch rauskamen, wurden draussen teils extrem brutal von der Polizei, bei dem Versuch die Treppe hinunter zu gehen, umgecatcht.
das besonders brutale Vorgehen überrascht, weil die Spontan-Demo bis dahin vollkommen friedlich war, in dem City-Center hätte extrem hoher Schaden angerichtet werden können, aber nicht mal ein Bonbon-Papier viel zu Boden.
Außerdem befanden sich unter den umgecatchten DemonstrantenInnen teils sogar 6. Klässler.

Ich bin gespannt, was die bürgerliche Presse berichten wird.
Dieser Artikel wurde total schnell geschrieben, ich entschuldige mich also für Rechtschreibfehler.
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Ergänzungen

"300-Mann-starke StudentInnen-Demo"

Dein Name 17.11.2009 - 17:10
Schon mal was davon gehört, dass Frauen auch demonstrieren???

pffff

Maulwurf 17.11.2009 - 17:57
Beim ersten Drittel das lesen aufgegeben. Pass im Deutschunterricht bitte mal ein bisschen besser auf.

Titel der Ergänzung

Dein Name 17.11.2009 - 20:54
Als, beim ersten "Kessel" sich ein Mob von ca bis zu 350-450 Menschen abkoppelte und eine spontane Demo Richtung CDU-Zentrale bildete, wurde vor der Zentrale, eine Person brutal festgenommen. Als dieser sich ein Transpi wiederholen wollte, wurde dieser zu Boden gedrückt und das Transpi um seinen Kopf gewickelt.

Mal abgesehen, von den unzähligen Beleidigungen, Drohungen, Schlägen,... von Cops gegen Demoteilnehmer_innen.

von unsereunis.de kopiert:

A 20.11.2009 - 08:56

Respekt und großen Lob für alle die Dabei waren!

Die Polizei spricht von 3000 Personen auf der Demo. Also waren es wahrscheinlich sogar noch einige mehr. Schön das es soviele waren, super das so viele StudentInnen diesmal die SchülerInnen unterstützt haben und supa dupa toll das es nach der Demo selbstbestimmt weiter ging. Quer durch die Innenstadt, zum CDU Büro und zum Rathaus. Die Demo war wohl kaum zu übersehen und tatsächlich haben sich viele PassentInnen mit uns solidarisiert.

Niemand konnte uns übersehen und es gibt ein breites gutes Presseecho.

Soweit hätte alles toll sein können.

Der Spiegel fast die Ereignisse so zusammen:

“Essen, wo 3000 Teilnehmer friedlich demonstrierten, kam es laut Polizei zu Straßenblockaden. Außerdem durchbrachen Demonstranten Polizeiabsperrungen. Vor dem Rathaus wurden deshalb 154 vorübergehend festgehalten, um ihre Personalien aufzunehmen.”

 http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,661871,00.html

154 Leute mussten “ihre Personalien abgeben”. Das ist leider die Verharmlosung die der Spiegel einfach aus der Polizei Pressemitteilung entnommen hat. Die Polizei Pressemitteilung findet ihr übrigens hier:

 http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11562/1513861/polizei_essen

Was war passiert?

Die Polizei war einfach überfordert. Die eingesetzten Beamten waren sehr jung und aggressiv. Statt ausreichend Fahrbahnen abzusperren wurden die Demonstrationsteilnhemer streckenweise eng zusammen gedrengt. Trotz der grossen Teilnehmer Anzahl hatte man eine bescheidene Route und durfte weder in den Kern der Innenstadt noch eine längere Strecke über den großen Innenstatdtring laufen. Die Leute nahmen sich im Anschluss ihr Recht selbst und in mehreren Spontandemos gings weiter durch die Innenstadt. Die Polizei versuchte die Leute davon abzuhalten das gelang ihr aber nicht. Zwar bildete die Polizeiketten und schubste die Leute brutal rum um sie einzuschüchtern aber die Polizeiketten konnten einfach immer wieder weit umlaufen werden.

Der Frust bei der Polizei schlug in immer ungehemmteres Vorgehen aus. Statt die weiter laufenden friedlichen Spontandemos einfach noch etwas ihr Recht auf Meinungsfreiheit zu lassen schlug die Polizei zu.

Schon vor den Szenen am Rathaus wurden einzelne Perosnen ohne erkenntlichen Gründe teils brutal festgenommen, oft reichte es einfach laut zu sein:

 http://www.youtube.com/watch?v=XF5eWjs709Q

Am Rathaus wurden dann 150 SchülerInnen und StudentInnen von der Polizei festgenommen. Ohne jede Vorwarnung hatte man sie an einem Ubhf im CityCenter umstellt und eingekesselt. Einzelne umstehende wurden sogar noch in den Kessel hineingezehrt.

Verwirrung bei der Polizei, ein Sechst Klässler der weint soll aus dem Kessel gelassen werden. Der zweite Ring der umzingelten Leute sieht dies nicht ein. Ein Polizist im äußeren Ring zerrte den weinenden jungen Schüler an der Kapuze wieder in den Kessel.

Sorry wenns populistisch klingt. Aber das sind Sachen die ich zum Teil selbst gesehen habe.

Um den Kessel stehende StudentInnen empören sich lautstark. Die Polizei geht immer wieder gegen einige von ihnen mit gröbster Gewalt vor und nimmt sie fest (mindestens einem Studenten wurde dabei die Nase blutig geschlagen).

Hier gibt es einen sympathischen subjektiven Eindruck der Ereignisse aus dem Spiesser in dem beschrieben wird wie man in eine solche Situation gerät:

 http://www.spiesser.de/node/646341

Einige Leute harten noch vor den Polizeiwachen aus bis durch unsere Anwälte sichergestellt war das alle wieder freigelassen wurden. An die freigelassenen wurden Getränke verteilt und die Mail Adressen gesammelt. Der Polizei war das ein Dorn im Auge und sich versuchte die Leute immer weiter weg zu treiben und drohte sogar mit weiteren Festnahmen. Großes Lob und Dank an alle die solange durch hielten und wirklich niemanden im Stich ließen.

Die Ruhrbarone berichten das sich nun Politiker von Grünen und SPD über den “Essener Kinder Kessel” empören und eine Aufklärung der Ereignisse im Landtag verlangen.

 http://www.ruhrbarone.de/nrw-spd-verlangt-im-landtag-aufklarung-uber-essener-kinderkessel/

Tatsächlich kann man das Ganze mit einem reinen Fehltritt wegen jungen überforderten Polizei Beamten wahrscheinlich nicht erklären. Denn die Ereignisse wiederholen sich und scheinen Methode zu haben.

Schon im Sommer gab es Polizeiübergriffe nach der Bildungsstreik Demo auf dem Essener Campus, dabei wurden einige SchülerInnen und StudentInnen verletzt. Auslöser war damals die brutale Festnahme mehrerer Schüler, die noch unter 14 waren, durch die Polizei. Bei dem entstehenden Aufruhr als die jungen Schüler zu Boden geschupst und getreten wurden wurden weitere Personen festgenommen.

Es scheint ein gezieltes vorgehen der Polizei zu sein jungen Mensch früh mit traumatischen Ereignissen die “Grenzen der Demokratie” aufzuzeigen. Dieser Skandal wird nun in Essen wieder einmal deutlich. Polizeigewalt ist eine wichtige Gesellschaftliche Debatte sie sollte unseren Bildungsstreik nicht überdecken aber muss ihn begleiten. Denn immer wieder gibt man uns aus Politik und Hochschulleitung Recht und leistet Lippenbekenntnisse, werden die Forderungen aber konkret und die Aktionen wirklich unangenehm sichtbar wird die Polizei gerufen und schlägt jeden Protest nieder.

(Quelle:  http://www.unsereunis.de/category/essen/)

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Schmunzeln — Ich

Danke für den Bericht — Nestor Machno

mit — peterle

ulf — Kirsten

300 — MannInnen

Gegenderte Sprache — Sprachwissenschaftler

@ Bitter Bös — süß & verständnisvoll

Video? — Meinname