APPD Kundgebung in Wunsiedel

APPD SuperGau Franken 17.11.2009 09:07 Themen: Antifa
Anlässlich des von der NPD durchgeführten „Trauermarsches“, meldete der APPD SuperGAU Franken am 14.11.2009 eine Kundgebung mit dem Motto „Follow your leader – do it like Rieger!“ am Wunsiedler Busbahnhof an. Der Kundgebungsplatz wurde in Absprache mit der Jugendinitiative gewählt um sich in die Strategie des Blockierens möglicher Aufmarschrouten der NPD zu beteiligen.
Ab 13.00 Uhr versammelten sich ca. 50 Teilnehmer unter strenger Aufsicht des hessischen BFE am Kundgebungsplatz. Unterstützt wurden die Pogoanarchisten von einigen Antifagruppen sowie Wunsiedler Jugendlichen. Nach der Verlesung der polizeilichen Auflagen stimmte man sich mit Musik auf einen erfolgreichen Nachmittag ein. Der 2.Vorsitzende der Krebszelle Nürnberg betonte in seiner Rede die Entrüstung über die Entscheidung des Münchner VGH, einen Trauermarsch für den Mann zu erlauben, der Wunsiedel jahrelang mit „Heß-Märschen“ terrorisiert hat. Im weiteren Verlauf ging der Redner auf das Thema des bürgerlichen Protestes ein und betonte, dass das Genozid an den Juden Europas und mittlerweile auch das an Sinti und Roma als Kriegsverbrechen anerkannt ist und Entschädigungen gezahlt werden, wogegen die Ermordung sog. „asozialer Elemente“ bis heute weitgehend totgeschwiegen wird. Dies ist ein unhaltbarer Zustand und so wurde die langjährige Forderung der APPD bekräftigt endlich ein Mahnmal für die ermordeten „Asozialen“ zu errichten. Am Ende des Redebeitrages wurde dazu aufgerufen sich dem nähernden Gedenkmarsch für die 30 Opfer des Todesmarsches anzuschließen und auf der bürgerlichen Zwischenkundgebung eben speziell der getöteten „Asozialen“ zu gedenken.

Nach der Fortsetzung der Kundgebung hielt der Kommerzienrat der Nürnberger Krebszelle seinen Redebeitrag. Er stellte klar, dass Nazis nichts in einer aufgeklärten Gesellschaft zu suchen hätte und diese sich effektiv schützen müsste. Mit diesem Hintergrund wies der Redner Wunsiedel offiziell als Gewalttäter-Erlebnis-Park(GEP) aus. Nach Plänen der APPD Führungsriege werde die Wunsiedler Bevölkerung auf Orte ihrer Wahl umgesiedelt und die Stadt komplett der NPD übergeben und eingemauert. Für jene Mauer, die die gewaltverherrlichenden Irrläufer einsperren und so die restliche Bevölkerung schützen soll, wurde symbolisch ein Grundstein gelegt. Nach weiteren musikalischen Einspielungen mit feucht-fröhlichen Pogoreigen schloss der Versammlungsleiter die Kundgebung gegen 15.45 Uhr um persönlich den Bau der Mauer zu überwachen. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle.

Anschließend wurde noch zu einem Konzert eingeladen, dass einige Wunsiedler Jugendliche in Eigeninitiative organisiert und durchgeführt hatten. Mit einem bunten Mix aus Grindcore und Punk konnte das feiernde Pogovolk bis in die Nacht hinein die angestaute Wut über Nazis, teilweise schikanöse Kontrollen und der Abwesenheit des Unbekannten Affen Luft machen. Hier kam es allerdings im Laufe des Abends zu einem Zwischenfall, als ca. 8 sächsische Boneheads versuchten auf das Konzert zu kommen. Dank des beherzten Eingreifens der SSSSS (Super-Sicherheits-Saalschutz-Securitate) konnten diese aber noch vor Eintreffen der Polizei des Platzes verwiesen werden.


Fazit:
- erdrückendes Polizeiaufgebot und Schikane (siehe auch:  http://de.indymedia.org/2009/11/265897.shtml
- NPD an den Stadtrand verbannt und völlig "unterbesetzt"
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Ergänzungen

"Asoziale" Opfer. Grund des Nichtgedenkens

(((A))) 18.11.2009 - 00:25
Die sogenannten Asozialen werden tatsächlich erst seit wenigen Jahren überhaupt offiziell als Opfer des NS-Staats anerkannt. Vorher weigerten sich die verschiedenen Staaten konsequent, die "Asozialen" als Opfer irgendeiner Willkür anzuerkennen.

Der Grund dafür ist banal: schließlich wurden auch in anderen "zivilisierten" Staaten Menschen wegen Straftaten wie Arbeitsverweigerung zu teilweise drastischen Strafen verurteilt. Denen fällt es dann schwer, den Mord an sogenannten Asozialen überhaupt als Willkür anzuerkennen.

Da tut Aufklärung gut. Ein Denkmal für die ermordeten "Asozialen" wäre aufjedenfall ein guter Schritt.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 8 Kommentare an

der hammer — gugu

Zum Kotzen — ---

Dass die APPD darauf hinweisen muss — trotdem gut und richtig

WAs ist das für ein Witz? — Anti-AssiFraktion

ich finds gut — machmal