Friedensmarsch führt auch durch das Wendland

Wolfgang Ehmke 16.11.2009 11:44 Themen: Atom Militarismus Ökologie
BI Umweltschutz lädt zur Teilnahme ein

In Schleswig-Holstein haben über 20 Friedensfreundinnen und -freunde
(die Mehrheit waren Frauen) am 6. August 2009 um 8:15 begonnen,
eine Fahne zum Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima
am 6. August 1945 durch die ganze Bundesrepublik zu tragen - von
nördlichsten Leuchtturm auf Sylt bis zur Zugspitze und damit vom
nördlichsten zum höchstgelegenen Gebäude der Bundesrepublik
Deutschland. Sie soll dann von einer Jugendlichen am 6. August 2010
im Rahmen der für diesen Tag geplanten großen Gedenkveranstaltung
in Hiroshima an japanische Jugendliche überreicht werden - als
Zeichen, dass man in Deutschland an der Seite derer steht, die dafür
kämpfen, dass sich das Verbrechen des 6. August 1945 niemals
wiederholt.
Am 6. August 1945 starben im Bruchteil einer Sekunde 100.000
Menschen, bis zum Ende 1945 waren weitere vierzigtausend qualvoll
zugrunde gegangen. Bis heute sterben Jahr für Jahr tausende an den
Folgen der Verstrahlung, die sie als Kinder an jenem Tag erhielten. Die
Einwohner der Stadt Nagasaki, auf die die USA am 9. August 1945 um
11:02 die zweite Atombombe warfen, erlitten dasselbe grausame
Schicksal.
Am kommenden Dienstag treffen Friedensradler gegen 15 Uhr in
Gorleben - Ortsmitte - ein, um 15.30 Uhr wird vor den Atomanlagen in
Gorleben die Fahne an die Gorleben-Gegner übergeben. Bei Kaffee
und Kuchen gibt es im Anschluss im Gedelitzer Gasthof Wiese einen
Informationsaustausch. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-
Dannenberg (BI) lädt zur Begrüßung und Teilnahme am Marsch ein. Die
militärische und "friedliche" Nutzung der Atomenergie seien untrennbar
miteinander verknüpft, die Ächtung von Atomwaffen wie auch der Abzug
der letzten Atomraketen aus Deutschland stünden sogar auf der Agenda
der politischen Klasse.
Am 18. November startet die Friedensmarsch um 9.30 Uhr an den
Gorlebener Atomanlagen nach Uelzen, in Lüchow gibt es einen
Zwischenstopp mit kurzen Ansprachen um 11 Uhr auf dem Marktplatz,
bei Dauerregen soll der Zwischenstopp am Kreishaus Lüchow
stattfinden.

FahrradfahrerInnen, die am Mittwoch ein Stück oder die ganze Strecke
bis Uelzen mitradeln wollen, können sich im BI-Büro melden (05841-
4684). Es wird ein Begleitfahrzeug oder einen organisierten
Rücktransport für die Teilnehmer geben.

Kontakt: Kerstin Rudek 0160159 2473
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20 29439 Lüchow

Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
 buero@bi-luechow-dannenberg.de
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