Moslem-Konferenz gegen Homosex.-Diskriminierung

Queery 14.11.2009 15:21 Themen: Gender Weltweit
Eine Konferenz von Islamverbänden in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land, hat öffentlich erklärt, Homosexualität und Islam seien kein Widerspruch. Damit zeigen sie, daß der Ilsam und Moslems differenziert zu sehen sind und widersprechen offen reaktionären Kräften innerhalb einiger islamischer Länder.
Wie u.a. das schwullesbische Magazin queer berichtete, nahmen an der Konferenz in Indonesien neben islamischen Geistlichen auch Menschenrechtlerinnen teil, die betonten, zwischen Islam und Homosexualität bestünde kein grundsätzlicher Widerspruch.

Mit dieser Konferenz haben sich die liberal ausgerichteten Muslimverbände nicht nur im Widerspruch zu reaktionären und fundamentalistischen Kräften gebracht, sondern auch zu Kräften, die rassistisch motiviert den Islam und Muslime per se und pauschal verurteilen und ein Zerrbild zeichnen, wie etwa PI oder die rechtsextremen Pro-Parteien (Stichwort: Pro Köln). Die Konferenz und ihre Ergebnisse zeichnet nicht nur ein differenziertes Bild und zeigt Widersprücher innerhalb islamischer Verbände auf, sondern kann auch zu einer stärken Emanzipation homosexueller Muslime führen und so mit auch eine progressive Entwicklung befördert. Noch ist nicht bekannt, wie reaktionäre und fundamentalistische Verbände auf die Ergebnisse der besagten Konferenz reagieren werden, jedoch ist mit heftiger Gegenwehr zu rechnen - ähnlich wie in anderen Weltreligionen auch, wo ebenfalls reaktionäre Kräfte insbesondere beim Thema Homosexualität zumeist heftig negativ reagieren.

Bericht über die Konferenz und Videos zum Thema u.a.:

 http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=329
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Ergänzungen

Guter Artikel, schlechter Link

AAtW Berlin 14.11.2009 - 18:59
Haolem ist eine rechtskonservative Website, die auch in verlinkten Artikel, Lügen und Halbwahrheiten über Israel-Palästina verbreitet.

In den palästinensischen Gebieten wird Homophobie nicht insbesondere von "Hasspredigern" verbreitet. Das Thema wird fast immer verschwiegen und ignoriert und kommt fast nie vor in Predigten. Das heißt natürlich nicht, dass es keine Homophobie in Palästina gibt. So ist auch die Behauptung dass die palästinensischen Fernsehsendungen "immer wieder" Homophobie verbreiten, einfach falsch. Es wäre interessant zu wissen, wie oft pal. Fernsehsendungen überhaupt über Homosexualität reden. Soweit ich das von meinen pal. Freund_innen mitkriege, ist es eher eine Besonderheit, obwohl der arabische Fernsehrsender AlJazeera einige sehr gute Beiträge zum Thema gemacht hat. Die Erpressung homosexueller Palästinenser, mit den israelischen Geheimdiensten zu kollaborieren, trägt natürlich dazu bei, dass vor einigen Jahren, LGBTQ in Palästina in bestimmten Orten als Kollaboratore wahrgenommen wurden.

Es gibt tatsächlich viel mehr jüdische Hassprediger, die Homophobie mit anti-palästinensichen und rassistischen Ideologien in Verbindung bringen. Was wahrscheinlich auch zu tun hat mit der Tatsache, dass Homosexualität in Israel viel mehr in der Öffentlichkeit ist.

Noch eine Unwahrheit ist die Behauptung, dass die legale Situation von gleichgeschlechtlichen Paaren in Israel mit hetero Paaren gleichgestellt ist. Gleichgeschlechtliche Paaren werden nicht als verheiratet anerkannt und genießen kein allgemeines Adoptionsrecht. In den einzigen Fällen, in denen eine Adoption erlaubt wurde, ging es um die biologischen Kinder eines Elternteils.

Wenn weiße Deutschen über die arme palästinensische LGBTQ Community sprechen wollen, sollen sie erst ihre Positionen und Erfahrungen zur Kenntnis nehmen. Hier sind einige bessere Links:

Aswat (Stimmen)- Gay Palestinien Women  http://www.aswatgroup.org/english/
Ein Artikel einer Mitgliederin der pal. LGBTQ Gruppe Alqaws (Der Regenbogen) in Haaretz 'Stop using Palestinian gays to whitewash Israel's image'  http://www.haaretz.com/hasen/spages/1118197.html
Queers against Apartheid  http://queersagainstapartheid.org/

NU

xyz... 17.11.2009 - 05:11
"liberal ausgerichteten Muslimverbände"

Das kann man wohl kaum von der Nahdlatul Ulama behaupten.
Oder haben hier schon einige Linke die Massenmorde an den Linken und Oppositionellen 65 und 66 Jahre vergessen mit mehr als 1 Mio. Opfer?

Jaringan Islam wäre ein Beispiel für eine liberale Organisation in Indonesien. Der liberale Flügel der Muhammadiya ebenso.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 8 Kommentare an

...alles wird gut — Volker Beck

@ Volker Beck — Moslemfresser

so eine verzerrung ist das: — objektivistIn

@AAtW Berlin — Du lügst

Indy is so geil .. — atheist

@ AAtW II — Du lügst ...

@ Volker Beck — ich