Berlin.: 71. Jahrestag der Pogromnacht
Berlin –Moabit:
800 BerlinerInnen gedenken der antisemitischen Pogrome von 1938
Empörende Vorkontrollen durch die Berliner Polizei
800 BerlinerInnen gedenken der antisemitischen Pogrome von 1938
Empörende Vorkontrollen durch die Berliner Polizei
„In diesen Wochen kommen die schändlichen Novemberpogrome vor 71 Jahren in der Flut von Feiern und Gratulationen kaum noch vor. Wir erinnern: Vom 7. Bis zum 13. November 1938 wurden ca. 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben sowie Tausende Geschäfte und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in die Konzentrationslager getrieben, Hunderte ermordet oder starben an den Folgen der Haft.“
Hans Coppi auf der Gedenkkundgebung am 9.November 2009 in Berlin Moabit
Trotz strömenden Regens kamen gestern 800 AntifaschistInnen zum Deportationsmahnmal an der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße in Moabit, um an die Novemberpogrome von 1938 zu erinnern. Die Nazis hatten die Synagoge als Sammellager für Berliner Jüdinnen und Juden auf dem Weg zu ihrer Deportation in die Vernichtungslager missbraucht
Augerufen hatten die Antifaschistische Initiative Moabit, die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der AntifaschistInnen, EAG, Antifa TU, A.N.A und APG.
Gekommen waren zahlreiche junge AntifaschistInnen und ältere Mitglieder der Berliner VVN-BdA, aber auch viele EinwohnerInnen aus dem Kiez – diese kennen die Moabiter Demonstration seit fast 20 Jahren.
Zu Beginn der Kundgebung stellte ein Redner der Antifaschistischen Initiative Moabit fest:
„1990 wollten wir ein Zeichen setzen gegen den überschämenden neuen deutschen Nationalismus, der die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu überblenden drohte. 19 Jahre später stehen in Berlin am 9. November die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des „Mauerfalls“ ganz oben auf der Gedenk-Agenda. Unsere Veranstaltung soll ein kleiner, aber entschiedener Gegenpart dazu sein. Der 9. November ist kein Tag, um Deutschland zu feiern, sondern der Tag, an dem die Deutschen 1938 ihre Bereitschaft zum Holocaust erklärten.“
Der 84jährige Peter Neuhof erinnerte an die Ermordung seines Vaters, er wurde als Jude und Kommunist im KZ- Sachsenhausen erschossen, und seiner fast gesamten Familie durch die Nationalsozialisten. Seine Großmutter Helene Neuhof musste noch mit 80 Jahren auf den Transport nach Theresienstadt den sie nicht überlebte. Er erinnerte auch am Beispiel eines Verwandten daran, dass selbst überführte Nazimörder nicht oder nur zu geringen Haftstrafen verurteilt wurden. Und an die Zeit nach dem Faschismus. "Jahre später wollten so viele Berliner von all dem nichts gewusst haben." Peter Neuhof forderte ein Verbot aller neonazistischen Organisationen denn: "es gibt kein Gedenken an gestern, ohne an heute zu denken."
Noch während seiner Rede durchsuchte die Berliner Polizei penibel vor den Polizeiketten wartende KundgebungsbesucherInnen. Schon im vergangenen Jahr hatte ein Zivilpolizist die DemonstrantInnen durch das Tragen eines Pullovers der Nazimarke „Thor Steinar“ provoziert.
Der Vorsitzende der Berliner VVN-BdA Hans Coppi forderte in seiner Rede ein sofortiges Verbot der NPD. Weiter sagte er: „Wir fordern aus historischer Verantwortung für die Verfolgung und Vernichtung der Roma ihre Abschiebung in den Kosovo zu stoppen. Es ist unglaubwürdig, wenn der faschistische Völkermord an Jüdinnen und Juden sowie an Sinti und Roma als Verbrechen verurteilt, aber den Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo ihr vorbehaltloser Schutz verweigert wird.“ Er wies die unwürdige Behandlung der KundgebungsteilnehmerInnen durch die Polizei als unverschämten Kriminalisierungsversuch scharf zurück.
Nach einer Stunde setzte sich eine lautstarke Demonstration durch Moabit in Bewegung. Sie orientierte sich an dem Weg den die Berliner Jüdinnen und Juden auf ihrem Weg durch Moabit zum Deportationsbahnhof Putlitzstraße gehen mussten. In kurzen Redebeiträgen wurde an eine versteckte jüdische Familie in der Waldstraße, an Mathilde Jakob, einer Freundin von Rosa Luxemburg, die aus Moabit deportiert und später ermordet wurde und an die „Arisierung“ des Krankenhaus Moabit erinnert. Aber auch, dass die Deportationen "vor aller Augen" stattfanden, wie in zahlreichen Berichten von ZeitzeugInnen aus der Jagowstraße, dort begann der Weg der Deportierten, oder von der Putlitzbrücke, von dort waren die Güterwagen der Reichsbahn für Jeden zu sehen, nach zu lesen ist.
Auf einer Zwischenkundgebung informierte das „Berliner Bündnis gegen Abschiebung von Roma“ über die Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa und forderte Bleiberecht für die 20.000 von Abschiebung in den Kosovo bedrohten Roma in Deutschland und auch die sofortige Entschädigung überlebender Roma – NS Opfer in Osteuropa durch Deutschland. Ein Redner des „Bündnisses 125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz erinnern . aufarbeiten . wiedergutmachen“ erinnerte an die Verbrechen des Deutschen Kolonialismus der Kaiserzeit und an die noch immer ausstehenden Wiedergutmachungen.
Danach erklärte eine Rednerin:
Es hat einen Grund, wieso wir heute hier (…)sind und nicht am Brandenburger Tor, wo heute das „Fest der Freiheit“ gefeiert wird. Dort sollen von Jugendlichen bunt bemalte Dominosteine sinnbildlich zur Berliner Mauer zum Einsturz gebracht werden. (…)Wäre man bösartig, könnte man die Symbolik der Dominosteine auch auf eine ganz andere Geschichte übertragen: Auf die Geschichte des 9. November 1938. Denn wie Dominosteine nacheinander fallen, brannten an diesem Abend von einer Stadt zur nächsten die Synagogen. Wie Dominosteine nacheinander fallen, so wurden die Leute von Mitläufern zu Tätern, welche sich dem raubenden und lynchendem SA-Mob anschlossen. Wie Dominosteine waren die meisten Menschen in Nazideutschland, schwarz-weiß denkend, konnten ohne Rückgrat kaum stehen, wurden passiv wie sie waren angestoßen von menschenfeindlicher Ideologie und fielen und rissen andere in den Abgrund.“
Auf der kurzen Abschlusskundgebung am Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke, die Demonstration war nach zweieinhalb Stunden im Regen doch merklich kleiner geworden, wiederholte ein Sprecher der AIM noch einmal:
„Nicht zuletzt gilt unsere Solidarität denjenigen, die von Antisemitismus nach wie vor tagtäglich bedroht sind - den Jüdinnen und Juden, hier in Berlin, in Deutschland, in Israel und anderswo.“
www.antifa-moabit.de.vu
Hans Coppi auf der Gedenkkundgebung am 9.November 2009 in Berlin Moabit
Trotz strömenden Regens kamen gestern 800 AntifaschistInnen zum Deportationsmahnmal an der ehemaligen Synagoge in der Levetzowstraße in Moabit, um an die Novemberpogrome von 1938 zu erinnern. Die Nazis hatten die Synagoge als Sammellager für Berliner Jüdinnen und Juden auf dem Weg zu ihrer Deportation in die Vernichtungslager missbraucht
Augerufen hatten die Antifaschistische Initiative Moabit, die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der AntifaschistInnen, EAG, Antifa TU, A.N.A und APG.
Gekommen waren zahlreiche junge AntifaschistInnen und ältere Mitglieder der Berliner VVN-BdA, aber auch viele EinwohnerInnen aus dem Kiez – diese kennen die Moabiter Demonstration seit fast 20 Jahren.
Zu Beginn der Kundgebung stellte ein Redner der Antifaschistischen Initiative Moabit fest:
„1990 wollten wir ein Zeichen setzen gegen den überschämenden neuen deutschen Nationalismus, der die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu überblenden drohte. 19 Jahre später stehen in Berlin am 9. November die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des „Mauerfalls“ ganz oben auf der Gedenk-Agenda. Unsere Veranstaltung soll ein kleiner, aber entschiedener Gegenpart dazu sein. Der 9. November ist kein Tag, um Deutschland zu feiern, sondern der Tag, an dem die Deutschen 1938 ihre Bereitschaft zum Holocaust erklärten.“
Der 84jährige Peter Neuhof erinnerte an die Ermordung seines Vaters, er wurde als Jude und Kommunist im KZ- Sachsenhausen erschossen, und seiner fast gesamten Familie durch die Nationalsozialisten. Seine Großmutter Helene Neuhof musste noch mit 80 Jahren auf den Transport nach Theresienstadt den sie nicht überlebte. Er erinnerte auch am Beispiel eines Verwandten daran, dass selbst überführte Nazimörder nicht oder nur zu geringen Haftstrafen verurteilt wurden. Und an die Zeit nach dem Faschismus. "Jahre später wollten so viele Berliner von all dem nichts gewusst haben." Peter Neuhof forderte ein Verbot aller neonazistischen Organisationen denn: "es gibt kein Gedenken an gestern, ohne an heute zu denken."
Noch während seiner Rede durchsuchte die Berliner Polizei penibel vor den Polizeiketten wartende KundgebungsbesucherInnen. Schon im vergangenen Jahr hatte ein Zivilpolizist die DemonstrantInnen durch das Tragen eines Pullovers der Nazimarke „Thor Steinar“ provoziert.
Der Vorsitzende der Berliner VVN-BdA Hans Coppi forderte in seiner Rede ein sofortiges Verbot der NPD. Weiter sagte er: „Wir fordern aus historischer Verantwortung für die Verfolgung und Vernichtung der Roma ihre Abschiebung in den Kosovo zu stoppen. Es ist unglaubwürdig, wenn der faschistische Völkermord an Jüdinnen und Juden sowie an Sinti und Roma als Verbrechen verurteilt, aber den Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo ihr vorbehaltloser Schutz verweigert wird.“ Er wies die unwürdige Behandlung der KundgebungsteilnehmerInnen durch die Polizei als unverschämten Kriminalisierungsversuch scharf zurück.
Nach einer Stunde setzte sich eine lautstarke Demonstration durch Moabit in Bewegung. Sie orientierte sich an dem Weg den die Berliner Jüdinnen und Juden auf ihrem Weg durch Moabit zum Deportationsbahnhof Putlitzstraße gehen mussten. In kurzen Redebeiträgen wurde an eine versteckte jüdische Familie in der Waldstraße, an Mathilde Jakob, einer Freundin von Rosa Luxemburg, die aus Moabit deportiert und später ermordet wurde und an die „Arisierung“ des Krankenhaus Moabit erinnert. Aber auch, dass die Deportationen "vor aller Augen" stattfanden, wie in zahlreichen Berichten von ZeitzeugInnen aus der Jagowstraße, dort begann der Weg der Deportierten, oder von der Putlitzbrücke, von dort waren die Güterwagen der Reichsbahn für Jeden zu sehen, nach zu lesen ist.
Auf einer Zwischenkundgebung informierte das „Berliner Bündnis gegen Abschiebung von Roma“ über die Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa und forderte Bleiberecht für die 20.000 von Abschiebung in den Kosovo bedrohten Roma in Deutschland und auch die sofortige Entschädigung überlebender Roma – NS Opfer in Osteuropa durch Deutschland. Ein Redner des „Bündnisses 125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz erinnern . aufarbeiten . wiedergutmachen“ erinnerte an die Verbrechen des Deutschen Kolonialismus der Kaiserzeit und an die noch immer ausstehenden Wiedergutmachungen.
Danach erklärte eine Rednerin:
Es hat einen Grund, wieso wir heute hier (…)sind und nicht am Brandenburger Tor, wo heute das „Fest der Freiheit“ gefeiert wird. Dort sollen von Jugendlichen bunt bemalte Dominosteine sinnbildlich zur Berliner Mauer zum Einsturz gebracht werden. (…)Wäre man bösartig, könnte man die Symbolik der Dominosteine auch auf eine ganz andere Geschichte übertragen: Auf die Geschichte des 9. November 1938. Denn wie Dominosteine nacheinander fallen, brannten an diesem Abend von einer Stadt zur nächsten die Synagogen. Wie Dominosteine nacheinander fallen, so wurden die Leute von Mitläufern zu Tätern, welche sich dem raubenden und lynchendem SA-Mob anschlossen. Wie Dominosteine waren die meisten Menschen in Nazideutschland, schwarz-weiß denkend, konnten ohne Rückgrat kaum stehen, wurden passiv wie sie waren angestoßen von menschenfeindlicher Ideologie und fielen und rissen andere in den Abgrund.“
Auf der kurzen Abschlusskundgebung am Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke, die Demonstration war nach zweieinhalb Stunden im Regen doch merklich kleiner geworden, wiederholte ein Sprecher der AIM noch einmal:
„Nicht zuletzt gilt unsere Solidarität denjenigen, die von Antisemitismus nach wie vor tagtäglich bedroht sind - den Jüdinnen und Juden, hier in Berlin, in Deutschland, in Israel und anderswo.“
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Ergänzungen
Störungen
Noch eine Anmerkung: Ich finde, dass in Zukunft darüber nachgedacht werden sollte, ob Parolen bei solch einer Demonstration angemessen sind und wenn ja, welche Parolen. Denn "Lasst es krachen, lasst es knallen..." ist bei der Thematik etwas zynisch.
neue
Tippfehler
es muss natürlich bei den aufrufenden Gruppen Antifa Prenzlauer Berg (APB) heißen und nicht APG wie im Text.
Nochmal die Kontakte der Gruppen:
Emanzipative Antifaschistischen Gruppe (EAG-Berlin)
pankow.antifa.net
Antifa Prenzlauer Berg (APB)
www.antifa-pberg.de.vu
Antifa TU
www.antifa-tu-berlin.tk
Autonome Neuköllner Antifa [ANA]
www.antifa-neukoelln.de.vu
Berliner VVN-BdA
parolen
Bitte über die parolen nachdenken. Es geht um gedenken, nicht um das abfeiern sämtlicher antifa-parolen.
stalingrad-songs wie "schwarz war die nacht, weiss war der schnee..." passen zwar zu NS aber nicht zur deportation von jüdischen menschen. die bitte für andere anlässe aufsparen.
wie hiess der mensch mit dem akkordeon?
GEGEN NAZIS!
naja - es gab bei der veranstaltung anscheinend auch mehr begleit-wannen, als je zuvor. und das bei srömendem regen. wegen dem 20.jährigen MAUERFALL-JUBILÄUM wahrscheinlich.
zu den KRAWALLBRÜDERN:
WEHRET DEN ANFÄNGEN!
Propaganda
Lass es 200 oder maximal 300 gewesen sein, aber ich finde es schon ganz schön krass, wenn so offensichtlich politische Propaganda gemacht wird!
Im übrigen, werden es im nächsten Jahr noch weniger sein, denn auch in der Demo waren viele Leute ganz schön angekotzt von den Israel-Nationalisten, die sich zusammen mit den Jusos so dreist an die Demospitze gedrängt haben.
NO Nation, NO Border!
Null Medienresonanz
Moabiter Agitprop-Brigade
Liebe_R Dabeigewesene_R 10.11.2009 - 15:45
Natürlich schätzen wir konstruktive Kritik und auch berechtigte Zweifel an unserer Wahrnehmung. Die Zahl 800 TeilnehmerInnen stammt aus einer Zählung/Schätzung am Beginn der Turmstraße. Zu Beginn der Veranstaltung waren es wesentlich weniger, das stimmt, da die Anreise schwierig, die BVG und die Straßen von Vereinigungsjubelberlinern verstopft und die Vorkontrollen der Polizei nervig waren. Wegen des schlechten Wetters verließen dann viele TeilnehmerInnen die Demonstration am U-Bahnhof Turmstraße, ein Phänomen, was leider alljährlich auftritt. Geschönte Zahlen zu unterstellen, ist also ein klein wenig unfair und darüber hinaus schlecht beobachtet.
Das gegen Israelfahnen, also die Fahnen des Staates der Überlebenden des Holocaust auf einer Gedenkdemonstration an die Opfer des Holocaust und die Leitragenden des Antisemitismus, polemisiert wird, finden wir allerdings mehr wie unpassend.
Und wie sollen wir deine Parole am Ende deines Beitrags (über?)bewerten?
Deine Kritik an der Konstruktion der (bürgerlichen) Nation und die Abschottung gegen Flüchtlinge und andere Migranntinnen teilen wir, aber „NO Nation- NO Border“ im Zusammenhang mit Israel(fahnen)? Da warst du doch etwas leichtfertig, oder etwa nicht?
Abschließend hoffen wir, dass du nicht zu denen gehören wirst, die nächstes Jahr nicht zu unserer Veranstaltung kommen wollen. Dann sind wir dann doch eine_r mehr und müssen nicht so unverschämt schwindeln. Und wir hoffen dich auf den hoffentlich kommenden Soliaktionen für die von Abschiebung bedrohten Romas zu sehen.
Küsschen, die Moabiter Agitprop-Brigade
Weitere Kommentare werden wir uns sparen.
Mehr Fotos von der Demo...
...gibts mal wieder bei ccphoto.de, wie immer CC-BY-SA-lizensiert. Höhere Auflösungen gibts auf Anfrage.
korrekter Waise
Keine Plattheiten, keine Provos!
Denken, Gedenken und Antifaschismus!!
"5 Oi's"
bitte überdenken
Außenstehende hatten es somit schwer, die Demonstration als Gedenkdemo für den 9. November 1938 zu identifizieren. Warum Israel-Fahnen? Ok, ich sehe ein, dass das Tragen dieser Fahne z.B. auf der antinationalen Demo am 7.November unpassend sein mag (was keinerlei Gewalt rechtfertigt), doch gehört die Fahne jenes Staates, der als unmittelbare Folge des deutschen Antisemitismus entstand, mit dazu. also einfach das maul halten das nächste mal, den anlass bedenken und die pseudo-atninationalen sprüche sein lassen. wenn ihr probleme damit habt, bleibt halt zu Hause.
Wo ist eigentlich das Problem, wenn Jusos auf der Demo mitlaufen? Der Demoaufruf war eindeutig. Diesen kann man mittragen oder es sein lassen. Einige der Berliner Jusos haben an diesem Tag mit der Demoteilnahme ein Zeichen setzen wollen, gegen den nationalen Taumel und für antifaschistisches Gedenken. Zeigt also, dass die kritische Intervention der VerasntalterInnen - wenn auch begrenzt - erfolgreich war.
auch nass gewordener
scheisse fand ich aber vor allem die demoleitung - sorry - aber bei stroemenden regen haette das ganze auch was kuerzer gefasst werden koennen. hiermit beziehe ich mich vor allem auf den klezmer musiker (ohne wertung) und die zwischenkundgebungen. der musiker haette ja 2 lieder beim bluemen ablegen spielen koennen, und den rest schenken. und die zwischenkundgebungen haette mensch im laufen abhalten koennen, als normale redebeitraege. 2h und 45 min gesamtlaenge bei dem wetter mussten nun wahrlich nicht sein.
ps: und die lauti musik war auch echt mal schlecht! wie waer es in zukunft mit abwexlung?!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
rechter Brandanschlag in Halle — ludi
antisemitische kackscheiße — wurstpetra
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gegen die israel-fahne — moabit&anderswo
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Notasyl verteidigen! — Antisemiten provozieren und denunzieren!
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