Abendlicher Besuch am Zwischenlager Ahaus
Auch im Münsterland gab es zum bundesweiten Anti-Atom-Aktionstag zwei Demos: Mittags zogen rund 50 AtomkraftgegnerInnen durch die Münsteraner Innenstadt von der Bezirksregierung zur CDU und abends trafen sich ebenfalls rund 50 Leute vor dem Zwischenlager Ahaus. Denn in Ahaus stehen wieder neue Castor-Transporte an, die Genehmigungen für die 152 Castoren aus dem Forschungsreaktor Jülich sollen noch dieses Jahr erteilt werden.
Mit der Ruhe in Ahaus ist es - wieder einmal - vorbei. Bundes- und Landesregierung wollen das Zwischenlager, das nach 17 Betriebsjahren noch zu 90% leer steht, unbedingt bis unter die Kante mit Atommüll füllen. Woher das Zeugs kommt, ist egal, Hauptsache es rollt nach Ahaus. Beantragt sind 152 Castor mit Brennelement-Kugeln aus Jülich am Niederrhein plus 150 Großbehälter aus La Hague (stark verstrahlte Brennelement-Hülsen und -Strukturteile) sowie stark verstrahlter Atommüll aus bisher ungenannten AKWs. Da kommt einiges zusammen.
Die Anträge laufen seit drei Jahren völlig geheim beim BfS und der Bezirksregierung Münster - und die Fäden laufen bei der CDU-FDP-Landesregierung sowie dem neuen Bundesumweltminister Röttgen (CDU) zusammen. Denn das Kernforschungszentrum Jülich gehört zu 90% dem Bund und zu 10% dem Land. Selbst das Ahauser Zwischenlager ist halbstaatlich. Über die Evonik haben Bund, die IGBCE sowie die Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland ebenfalls 45%. Da sind die Genehmigungswege kurz.
Doch in Ahaus und im Münsterland regt sich wieder Protest. Schon neulich gab es eine spontane Mahnwache am Zwischenlager, heute war die Menge schon deutlich größer. Die örtliche Polizei beschränkte sich auf die Verkehrslenkung, zeitweise war die Landstraße vor der Atommüllhütte komplett dicht. Die Zwischenlager-Wächter schalteten die Beleuchtung ihrer Anlage aus und die Demo zog zum hinteren Eingang des Zwischenlagers. Die Stimmung war gut.
Mittags waren auch in Münster 50 Leute auf die Straße gegangen und hatten der CDU ein Fässchen Atommüll vor die Bürotür gekippt. Das war problemlos möglich, weil die Haustür offen war - sehr zum Erstaunen der Polizei. Plötzlich war die Demo im Hauseingang verschwunden ...
Aber das kann nur der Anfang sein, denn der Widerstand muss noch wesentlich stärker werden, um den Castor-Wahnsinn zu stoppen: Am 15. November geht es weiter mit einem Sonntagsspaziergang quer durch Ahaus. Start ist um 14 Uhr am Ahauser Bahnhof.
Und am 20. Dezember rufen auch bundesweit Initiativen zur Demonstration um 14 Uhr am Zwischenlager auf. Motto: "Atomausstieg ist Handarbeit"
Egal ob Uranmüll nach Russland, ob Castoren nach Gorleben oder Ahaus oder Brennelemente zum AKW Grohnde - jeder Transport verschleiert nur das Entsorgungschaos und hält die Atomindustrie am Leben.
Wir wollen keine Laufzeitverlängerungen, sondern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Auf nach Ahaus! Der Castor kommt nicht durch!
Die Anträge laufen seit drei Jahren völlig geheim beim BfS und der Bezirksregierung Münster - und die Fäden laufen bei der CDU-FDP-Landesregierung sowie dem neuen Bundesumweltminister Röttgen (CDU) zusammen. Denn das Kernforschungszentrum Jülich gehört zu 90% dem Bund und zu 10% dem Land. Selbst das Ahauser Zwischenlager ist halbstaatlich. Über die Evonik haben Bund, die IGBCE sowie die Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland ebenfalls 45%. Da sind die Genehmigungswege kurz.
Doch in Ahaus und im Münsterland regt sich wieder Protest. Schon neulich gab es eine spontane Mahnwache am Zwischenlager, heute war die Menge schon deutlich größer. Die örtliche Polizei beschränkte sich auf die Verkehrslenkung, zeitweise war die Landstraße vor der Atommüllhütte komplett dicht. Die Zwischenlager-Wächter schalteten die Beleuchtung ihrer Anlage aus und die Demo zog zum hinteren Eingang des Zwischenlagers. Die Stimmung war gut.
Mittags waren auch in Münster 50 Leute auf die Straße gegangen und hatten der CDU ein Fässchen Atommüll vor die Bürotür gekippt. Das war problemlos möglich, weil die Haustür offen war - sehr zum Erstaunen der Polizei. Plötzlich war die Demo im Hauseingang verschwunden ...
Aber das kann nur der Anfang sein, denn der Widerstand muss noch wesentlich stärker werden, um den Castor-Wahnsinn zu stoppen: Am 15. November geht es weiter mit einem Sonntagsspaziergang quer durch Ahaus. Start ist um 14 Uhr am Ahauser Bahnhof.
Und am 20. Dezember rufen auch bundesweit Initiativen zur Demonstration um 14 Uhr am Zwischenlager auf. Motto: "Atomausstieg ist Handarbeit"
Egal ob Uranmüll nach Russland, ob Castoren nach Gorleben oder Ahaus oder Brennelemente zum AKW Grohnde - jeder Transport verschleiert nur das Entsorgungschaos und hält die Atomindustrie am Leben.
Wir wollen keine Laufzeitverlängerungen, sondern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Auf nach Ahaus! Der Castor kommt nicht durch!
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Ergänzungen
Am 15.11.09 gehts in Ahaus los
Zugtreffpunkte
Strafanzeige gegen Atomkraftgegner
POL-BOR: Ahaus - Versammlung am Brennelementezwischenlager
Ahaus (ots) - Am 07.11.2009 fand in der Zeit von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr eine Versammlung mit Fackelumzug am BZA Ahaus statt. Die Versammlungsteilnehmer liefen einige Meter am Außenzaun des Geländes entlang. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Es nahmen ca. 30 Personen an dem Fackelzug teil. Da die Versammlung nicht angemeldet war, wurde eine Strafanzeige gefertigt.
Fotos aus Münster
weitere Berichte vom Aktionstag
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Am 15.11.09 Ahaus — Hamburger