Künstler klagt gegen Staat

Werner May 04.11.2009 18:07
Der Politische Künstler Werner May verweigert die Zahlung der Hunde- und Grundsteuer. Vor Gericht will er geklärt wissen, wann Gott die Erde an wen abgetreten und wem er erlaubt hat seine Urheberrechte auszunutzen.
„Urheber ist der Schöpfer des Werkes“, so lautet der § 7 des Urheberrechtsgesetzes. „Die Erde, die Menschen, die Tiere und die Pflanzen sind Schöpfungen Gottes und daher müssten sie unter das Urheberrechtsgesetz fallen“, meint der Politische Künstler Werner May aus Fahrenwalde, der sich weigert die Grundsteuer und die Hundesteuer zu bezahlen und vor dem Verwaltungsgericht in Greifswald Klage eingereicht hat. Am 12. November findet die mündliche Verhandlung statt und man darf gespannt sein, was der Leiter des Amtes Uecker-Randow und die Richterin zu der ausführlichen Begründung zu sagen haben.

„Dass es einen Gott gibt kann man im Vorwort des Grundgesetzes nachlesen“, so der Kläger, „denn das Grundgesetz wurde 'in Verantwortung vor Gott' verfasst. Gäbe es keinen Gott, wären die Gesetzgeber allesamt Heuchler, Lügner und Betrüger.“ Es sind demnach nur die beiden Fragen vom Gericht zu klären: Ist Gott der Eigentümer der Erde und gelten die Urheberrechte auch für ihn?

In der Bibel kann man nachlesen: „Er (Gott, w.m.) kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Johannes 1.11)

Ebenfalls in der Bibel steht, Gott sei der Schöpfer (z.B. Hiob 32, Sprüche 14, Hosea 8, Römer 1). Nach dem Urheberrecht ist der Schöpfer auch der Urheber und er allein kann bestimmen, ob und wie seine Werke genutzt werden dürfen.

„Ich habe beantragt den Nachweis zu führen, dass Gott dem Amt Uecker-Randow genehmigt hat auf seine Werke eine Steuer zu erheben,“ meint der Polit-Künstler, dessen Argumentationen in der Vergangenheit bereits dazu geführt haben, dass die Bundeskanzlerin eine ihrer Internet-Seiten ändern musste.

Die ausführliche Begründung finden Sie unter:

 http://www.widerstand-ist-recht.de/widerstand/verwalt%20eigentum%20erde.html

Die Verhandlung ist am 12.11.09 um 13:30 Uhr, Zimmer 102, Verwaltungsgericht Greifswald, Domstr.
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Ergänzungen

erinnert an

hybris 04.11.2009 - 18:30
erinnert an einen prozess in den usa, in welchem gott angeklagt wurde für jegliches individuelle leid verantwortlich zu sein, genaueres kann ich leider momentan nicht mehr dazu sagen, allerdings werde ich recherchieren und hoffentlich bald meine aussagen präzisieren können.

leider

hat gott 04.11.2009 - 19:06
alle seine rechte an seiner schöpfung abgetreten. "machet euch die erde untertan" steht in der bibel, womit im prozess wohl vor allem geklärt werden muss, ob die erhebung dieser und anderer steuern im einklang mit dem auftrag gottes steht. Diesbezüglich muss geklärt werden, ob ein gültiger erbpachtvertrag vorliegt oder ob die immobilie erde unrechtmäßig in besitz genommen wurde und deren willkürliche Verwaltung illegal erfolgt :-)

artikel bitte löschen

jesus 04.11.2009 - 19:25
so geil ich die idee und die begründung zur klage finde, aber der typ hat wohl n bischen viel im falschen buch gelesen. seine (unter dem artikel nicht veröffentlichte) zweite homepage (zu finden über die suchmaschine deiner wahl) offenbart da doch einiges an GÖTTLICHEN WAHNVORSTELLUNGEN u.a. zu abtreibung, homosexualität, etc. hier zu zitieren fällt bei dem Schwachsinn leider flach. Jeder Klick ein Treffer.

Oh mein Gott

Mensch 05.11.2009 - 00:03
Mit der Aufforderung sich die Erde Untertan zu machen, hat Gott aber noch lang nicht die Copyrights weitergegeben es handelt sich maximal um einen unendgeldlichen Mietvertrag. Hammeraktion, wenn ich zuviel Geld hätte würde ich als Nebenkläger auftreten. Aber vieleicht sind Gesetzgeber auch Heuchler. Wen haben sie damals eigentlich verknackt als sie Koks im Bundestag gefunden haben ? Die/Den Putzfrau/mann

nachdenker 05.11.2009 - 13:36
Sehen wir mal die Existenz von Gott durch die entsprechende Stelle im GG als rechtlich verbrieft, so ist doch, bevor irgendwelche Beweise in Richtung Copyright-Abtretung geführt werden müssen, erstmal der Beweis zu führen, dass Gott die Erde besitzt. Ein Buch wie die Bibel ist ja nunmal keine Rechtsgrundlage, aus ihr zu zitieren und damit irgendwelche Rechtsbeweise zu führen ist vielleicht lustig für irgendwelche Künstler, aber vor Gericht nicht mehr als ein schlechter Witz.

Insofern: netter Ansatz, schlechte Ausführung, gähn

Gott ist tot

... 05.11.2009 - 16:52
...das wissen wir spätestens seit Nietzsche. Und da Urheberrechte 70 Jahre nach dem Tode aufhören wirksam zu sein wird dieser Irre wohl verlieren. Zurecht.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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