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Initiative Grüner Rassismus - Nein Danke!

Gruenerrassismus.blogspot.com 04.11.2009 14:28
h, das Negerplakat”…”Na ja, man kann ja nicht immer political correct sein”…, so Thomas Hornung, Mannheim, Pressereferent des finanzpolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag Dr. Gerhard Schick, zu einer Schwarzen Studentin im Grünen Büro vor einigen Monaten.
Nach Erfahrungen mit mangelnder Einsicht und Kritikfähigkeit der Grünen nach Protesten gegen ein rassistisches und sexistisches Grünen-Wahlplakat gründete sich nun die Initiative “Grüner Rassismus Nein Danke!” um eine öffentliche Aufarbeitung diskriminierender Praktiken und Lernresistenz zu erreichen. (via Der Braune Mob e.V.)
Initiative Grüner Rassismus - Nein Danke!

An alle Menschen, die sich aktiv für eine demokratische und rassismusfreie Gesellschaft einsetzen wollen!

Wir schreiben Sie an, mit der Bitte die „Initiative Grüner Rassismus – Nein Danke!“ mit einem Brief zu unterstützen. Sie finden den vorformulierten Brief im Anhang. Darüber hinaus finden Sie auf unserem Blog  http://gruenerrassismus.blogspot.com/ weitere Hintergrundinformationen. 

Im Folgenden wird ein Vorfall zwischen einer Studentin aus Mannheim und Herrn Hornung, Pressereferent der Grünen in Mannheim beschrieben, der uns alle angehen sollte. Einige mögen bereits von den Geschehnissen erfahren haben, für alle anderen und insbesondere für die Grünen Abgeordneten, die sich entweder nicht die Mühe machten unsere Emails zu lesen oder es im Rahmen der hektischen Bundestagswahl nicht geschafft haben, sich mit unserer Kritik auseinanderzusetzen, rekapitulieren wir die Tatsachen nachfolgend noch einmal:

Am 16.09.2009 sprach Aisha C. Herrn Hornung auf einer Wahlkampfveranstaltung auf das rassistische und sexistische Plakat der Grünen in Kaarst an. Er erklärte ihr zu Recht, dass er „persönlich“ nichts mit dem Plakat zu tun habe. Sie erzählte ihm, dass dies für Schwarze Menschen über Kaarst hinausginge und sie somit die Wählbarkeit der Grünen anzweifelte. Diese Schlussfolgerung, die Frau C. und ihre Mutter gleichermaßen teilten, fand Herr Hornung überzogen und erklärte auf saloppe Art, dass sie (und ihre Mutter) alternativ der Wahl auch gerne fernbleiben könnten, wobei er offensichtlich auf mangelnde Wahloptionen anzuspielen versuchte. 
Verärgert durch die  Entgegnungen Herrn Hornungs und die mangelnde Ernsthaftigkeit mit der ihr Anliegen aufgenommen wurde, suchte Frau C. am nächsten Tag erneut den Dialog mit den Grünen in deren Büro in Neckarstadt West in Mannheim. Dort traf sie erneut auf Herrn Hornung. In diesem kurzen Gespräch entwertete er Frau C.‘s berechtigte Kritik als emotional und nannte das am Vortag kritisierte Kaarster Plakat zudem noch beiläufig „Negerplakat“.  Frau C., als Schwarze Deutsche, wurde dadurch von Herrn Hornung auf ihre Hautfarbe reduziert.
Entsetzt durch die mangelnde Ernsthaftigkeit, mit der ihr Anliegen bei den Grünen aufgenommen wurde und betroffen durch die unbedachte und rassistische Wortwahl Herrn Hornungs beschloss Frau C., diesen Konflikt an die Öffentlichkeit zu tragen und fasste ihre Erfahrungen schriftlich zusammen, um sie anschließend an diverse Plattformen und Netzwerke weiterzuleiten. 
Sie dachte, dass das Gespräch mit Herrn Hornung eher bestätigen würde, dass dies nicht die Art der Grünen ist und auch danach gingen wir davon aus, dass die offensichtlich gemachten Fehler des Parteiabgeordneten Hornung von den Grünen klar erkannt werden würden. 
Wir mussten jedoch eines Besseren belehrt werden.

Das Ziel dieser Aktion ist es Menschen, wie Thomas Hornung, klare Grenzen zu setzen. Es kann in unserer Gesellschaft weder toleriert werden, dass es immer wieder zu rassistischen Äußerungen und Handlungen kommt, noch dass diese verschwiegen und verleugnet werden.
Die Taktik der Grünen war und ist es, das Problem zu verleugnen, zu einer privaten Angelegenheit von Frau C. zu machen oder an der Wahrhaftigkeit ihrer Ausführungen zu zweifeln. Des weiteren wurden mit Strafanzeigen gegen Bekannt/Unbekannt gedroht.. 
Auf mehrmaliges Nachfragen, erhielten wir keine bzw. sehr unbefriedigende Antworten.
Die Grünen agieren nicht nur als Privatpersonen, sondern bekleiden politische Ämter und tragen aus diesem Grund eine besonders hohe Verantwortung als Repräsentanten der Zivilgesellschaft. Eine Grünen Abgeordnete, die sich als Sprecherin der Grünen auf Grund dieses Vorfalls und den entsprechenden E-Mails geäußert hat, ist Frau Lazar aus Berlin, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus. Die verbalen Ausfälle und die respektlose Art von Herrn Hornung wurden aber auch von ihr nicht erkannt. Dennoch hat sie angeboten, der Sache noch mal genauer nachzugehen, da sie zunächst auch behauptete, dass es für den Vorfall keine Zeugen gebe. Dies entspricht nicht den Tatsachen, da Damian Wiench, Grünenmitglied aus Mannheim Zeuge der Beleidigung war und sich bei einem Telefonat davon distanzierte. Hier Monika Lazars letzte Email vom25.09.09:

„[…] Ich verspreche ihnen, dies nach der Bundestagswahl nachzuholen. Auch Gerhard Schick hat versichert, dass das Problem für ihn nicht vom Tisch ist und er auf jeden Fall eine Klärung wünscht.“ (Lazar 25.09.2009)

Leider haben wir davon bisher sehr wenig gesehen! Im Gegenteil, Rassismus wird verleugnet und eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln ist nicht zu erkennen. 
Weder Thomas Hornung noch Herr Schick oder seine KollegInnen haben Verantwortung für das unreflektierte Handeln Thomas Hornungs übernommen. Eine Entschuldigung wäre das Mindeste, aber auch davon keine Spur. 

Im Anhang befindet sich ein Statement of Support zum Ausdrucken. Bitte schicken Sie dieses per Post oder per Fax an Monika Lazar um ihr zu zeigen wie viele Menschen ein solches Verhalten ablehnen.
Bitte beteiligen Sie sich an dieser Aktion! Ihre Unterstützung kann zu einer zufriedenstellenden Klärung des Falles beitragen! 

Initiative „Grüner Rassismus – Nein Danke!“ 
Offiziell unterstützt durch Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V.



Statement of Support
(bitte auch eine Kopie an  gruenerrassismus@gmail.com senden)

Bitte Name eintragen, unterschreiben und am besten per Einschreiben an:


Monika Lazar
Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Fax: 030 - 227 7 65 83

E-Mail:  monika.lazar@bundestag.de

Sehr geehrte Frau Lazar,

zu meiner großen Verwunderung konnten Sie sich bis in den November 2009 hinein nicht dazu durchringen, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Daher steht eine Entschuldigung gegenüber Frau C. und allen, die von den verbalen Entgleisungen Thomas Hornungs betroffen sind, noch aus.
Mit diesem Schreiben bekunde ich meine Unterstützung und stehe hinter den Forderungen der Initiative Grüner Rassismus - Nein Danke!
Aus Frau C`s Erlebnisbericht stellt sich klar heraus, dass Thomas Hornung sich eines rassistischen Vokabulars bedient hat. Dies ist für mich nicht hinnehmbar und sollte es auch für Sie nicht sein. Darüber hinaus zeugt Ihre mangelnde Bereitschaft sich mit dem Fall zu befassen, sowie das Ignorieren diverser Emails, von großem Unwillen sich mit Rassismus in den eigenen Reihen auseinanderzusetzen.
Ich fordere Sie auf sich öffentlich von Herrn Hornungs Verhalten zu distanzieren und sich für eine Entschuldigung bei Frau C. einzusetzen. Mit anderen Worten: Lösen Sie ihr Versprechen ein und kümmern Sie sich um die Klärung des Falls!
Rassismus ist kein Kavaliersdelikt und basiert selten auf „Missverständnissen“. Stellen Sie sich also Ihrem Fehlverhalten und lernen Sie daraus.


Mit freundlichen Grüßen
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Ergänzungen