EA BERLIN: Zeug_innenaufruf 1. Mai 09 Kottbus
Der EA Berlin sucht weiter DRINGEND nach Menschen, die den Molliwurf auf die Frau, die gebrannt hat, beobachtet haben.
Der EA Berlin sucht weiter DRINGEND nach Menschen, die den Molliwurf auf die Frau, die gebrannt hat, beobachtet haben.
Bitte meldet Euch, wenn ihr es denn noch nicht getan habt, nun aber schnell am besten bei den Anwält_innen des Verfahrens, nämlich Ulrich Klinggräff und Christina Clemm, Nummern sind 030 25 29 33 36 / 37.
Die Anwält_innen brauchen vor allem Fotos und Videos, also wer sowas hat bitte her damit!
Die beiden Jugendlichen wandern sonst unschuldig für Jahre in den Knast, und wer will das schon...
Falls Ihr das gar nicht könnt oder wollt, könnt Ihr natürlich auch zu uns in die Sprechstunde kommen, immer Dienstags von 20 bis 22 Uhr im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a in Xberg.
Bitte meldet Euch, wenn ihr es denn noch nicht getan habt, nun aber schnell am besten bei den Anwält_innen des Verfahrens, nämlich Ulrich Klinggräff und Christina Clemm, Nummern sind 030 25 29 33 36 / 37.
Die Anwält_innen brauchen vor allem Fotos und Videos, also wer sowas hat bitte her damit!
Die beiden Jugendlichen wandern sonst unschuldig für Jahre in den Knast, und wer will das schon...
Falls Ihr das gar nicht könnt oder wollt, könnt Ihr natürlich auch zu uns in die Sprechstunde kommen, immer Dienstags von 20 bis 22 Uhr im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a in Xberg.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Blubb
Solidarität gegen Solidarität
Genauso wenig radikal war die Einlassung von Yunus und Rigo. Die beiden sagten aus, dass sie am 1. Mai 2009 aus Abenteuerlust, aus Neugierde und zum Freunde treffen in Kreuzberg waren. Politisch wollten sie aber nichts mit den "Autonomen" zu tun haben. Auf einem Handy wurden dann aber Bilder mit politischen Symbolen (z.B. Roter Stern mit Gewehr) gefunden. Auf Nachfrage der Richterin wurde dann ausgesagt, dass dass "cool" gefunden wurde.
Für die RichterInnen und der speziellen Kriminaldienststelle gibt es aber einen konkreten Beweis, den ich nicht veröffentlichen möchte, dass Yunus und Rigo politisch organisiert sind. Warum die Verteidigung also diese Strategie fährt, sollte mir unklar sein. Ist es aber nicht. Darum will ich auch das Verhalten der Eltern und der Angeklagten verteidigen:
Alle die schon mal gewürgt und an die Wand gedrückt wurden kennen das. Kaum jemand sagt: "Bitte, bitte - Hör mal auf!", und auch kaum jemand denkt gross nach bevor er oder sie sich befreien will. In der Situation wird wild mit den Armen und den Beinen umhergeschlagen, um wieder Luft zu kriegen und nicht mehr mit dem Rücken an der Wand zu stehen. In der Situation wird der würgenden Person auch gnadenlos in die Genitalien getreten, auch ohne, dass die gewürgte Person vorher irgendwas gegen die Sexualität oder das Geschlecht der würgenden Person hätte. Der Wille des Moments ist auf die Befreiung ausgerichtet. Gut möglich, dass sich später die gewürgte Person mit der Sexualität der würgenden Person auseinandersetzen muss, beispielsweise in einem Gerichtsverfahren, aber mit der Befreiung aus der nicht hinnehmbaren Situation hat das nur nachrangig etwas zu tun. Und so wollen es auch Yunus und Rogo, sowie ihre Eltern: Die beiden sollen raus. Darum wird sich mit dem was sich zu lohnen scheint verbündet und mit das was nicht zum Ziel führen scheint abgelehnt. Das ist Politik. Sich in diesem Fall Moral zu leisten kostet vielleicht zwei mal drei jugendliche Lebensjahre.
Und nun zur Reflektion (nicht von Reflex, aber doch mit dem Wert X): Wir hören was Menschen in dieser Zwangssituation sagen, aber Wir müssen nicht befolgen was sie fordern. Sie sind nur noch eingeschränkt fähig zu beurteilen was getan werden muss. Somit kommen Wir nämlich zur Selbstkritik. Eine praktische Unterstützung von Yunus und Rigo war fast nicht wahrnehmbar. Das hat zur Folge, dass bald noch mehr Leute am 1. Mai traditionell Bierflaschen werfen, organisierte, radikale und emanzipative Leute wegbleiben (und damit ebenso zum Pubs der Geschichte werden). Kaum jemand macht noch etwas, wenn Wir es zulassen, dass Unsere Zusammenhänge infiltriert werden, Wir Uns nicht gemeinsam vorbereiten und schliesslich nicht mehr helfen. Die am besten wahrzunehmende Aktion kam doch tatsächlich von der "autonomen gruppe". Verdeckte Solidarität mag es zwar auch geben, aber von der bekomme ich nichts mit und kann darum auch nicht über deren Nutzen schreiben. Die Aktion der "autonomen gruppe" war jedoch so effektiv wie möglich. Jetzt darf es einfach nicht aufhören. Nur weil Wir Angst vor dem gewürgt werden haben, sind Wir noch lange nicht in dieser Situation. Wir können Uns zusammensetzen und dann gegen Yunus und Rigos Peinigung intervenieren.
Abschliessend noch zum Prozess. Die Verteidigung versuchte gegen eine Person, die auf dem Foto zu sehen ist, vorzugehen, obwohl diese Person teilweise aufgrund eines Strafverfahrens gegen sie (der Person) selbst die Aussage verweigerte. Der Vater musste diese Person davon abhalten sich im Gerichtssaal zu verplappern. Nehmen Wir mal an, diese Person wäre der Molliwerfer, dann würde die Verteidigung zu deren Verurteilung beitrage. Aus Sicht des oben genannten Szenarios verständlich, aber genau darum hoffe ich, falls es Film- bzw. Fotomaterial gibt oder ZeugInnen da sind, dass nichts zur Polizei oder Justiz gelangt.
Hier wird wieder der Unterschied deutlich: Wenn es Dir gut geht, dann würdest Du niemanden verraten oder der Repression aussetzen. Wenn Du aber in einer Zwangssituation bist, was würdest Du tun. Ich persönlich war schon einmal in einer solchen Zwangssituation. Leider muss ich davon berichten, dass, wäre es nicht zu einem glücklichen Umstand gekommen, ich alles verraten und so viele wie nötig der Repression uagesetzt hätte.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
wieso? — xy_z
Der Versuch Solidarität zu definieren — Zeiti
@xy_z — hwdp
was soll auf den bildern sein? — fotos?neeeeeee!