Kundgebung der ReinigerInnen an der FU Berlin
Der Betrieb an der Freien Universität Berlin (FU) kommt eigentlich erst gegen 10 Uhr in Gang. Am Dienstag war das anders. Bereits um 8 Uhr kam Stimmung auf. Streikende Reinigungskräfte und ihre UnterstützerInnen sorgten mit Trillerpfeifen und Megafon für Aufregung. Etwa 200 Menschen zogen von der Kundgebung in einer Spontandemonstration durch das größte Gebäude der FU, die Silberlaube und von dort zum Universitätspräsidium.
In einem der größten Hörsäle forderte ein Aktivist des Bildungsstreiks die Anwesenden auf, die Vorlesung zu verlassen: "Eine gute Uni bietet nicht nur anspruchsvolle Bildungsangebote für ihre Studierenden, sondern auch vernünftige Arbeitsbedingungen für ihre Angestellten." Tatsächlich erhoben sich rund 15 KommilitonInnen und zogen mit. Schließlich ging die Menge in die große Mensa, um sich mit den Beschäftigten des Studentenwerks zu solidarisieren, bei denen ebenfalls ein Arbeitskampf bevorsteht.
Beim Universitätspräsidium erklärte Kanzler Peter Lang, daß die Unileitung die Lage bei den Reinigungsfirmen wenig beeinflussen könne. Dabei waren die Beschäftigten an der FU in der vergangenen Woche massiven Drohungen ausgesetzt. Das ging soweit, daß streikwilligen Reinigungskräften damit gedroht wurde, daß ihrer Firma der Auftrag entzogen würde. "Das kann und darf nicht sein. Wir werden vor Ort sein, weil die Beschäftigten der Gebäudereinigung unsere Unterstützung brauchen", versicherte Rainer Knerler, Regionalleiter der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Berlin-Brandenburg. Wegen des Drucks sei die Teilnahme der FU-Beschäftigten an der Kundgebung eher gering, so Knerler. Er begrüßte dafür die Beteiligung der vielen Studierenden an der Aktion.
In der vergangenen Woche hatten Aktivisten der IG BAU Hausverbot an der FU bekommen, weil sie mit Beschäftigten über den Arbeitskampf diskutieren wollten. Diese seien an der Universität ausreichend durch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vertreten, so die Begründung. Immerhin mußte sich Unikanzler Lang anschließend für diese gewerkschaftsfeindliche Maßnahme entschuldigen.
Die IG BAU fordert in der Tarifauseinandersetzung für die rund 850 000 Gebäudereiniger 8,7 Prozent mehr Lohn und die stufenweise Angleichung der Osttarife an das Westniveau. Die Unternehmerverbände haben nach IG-BAU-Berechnungen lediglich zwei bzw. 1,7 Prozent jährliche Tarifsteigerungen für Ost- und West-Beschäftigte bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten.
Text: Wladek Flakin, unabhängige Jugendorganisation REVOLUTION (
http://www.revolution.de.com)
Bilder: Oskar Stolz, Linke.SDS
(eine kürzere Version dieses Artikels erschien in der jungen Welt vom 28. Oktober)
Beim Universitätspräsidium erklärte Kanzler Peter Lang, daß die Unileitung die Lage bei den Reinigungsfirmen wenig beeinflussen könne. Dabei waren die Beschäftigten an der FU in der vergangenen Woche massiven Drohungen ausgesetzt. Das ging soweit, daß streikwilligen Reinigungskräften damit gedroht wurde, daß ihrer Firma der Auftrag entzogen würde. "Das kann und darf nicht sein. Wir werden vor Ort sein, weil die Beschäftigten der Gebäudereinigung unsere Unterstützung brauchen", versicherte Rainer Knerler, Regionalleiter der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Berlin-Brandenburg. Wegen des Drucks sei die Teilnahme der FU-Beschäftigten an der Kundgebung eher gering, so Knerler. Er begrüßte dafür die Beteiligung der vielen Studierenden an der Aktion.
In der vergangenen Woche hatten Aktivisten der IG BAU Hausverbot an der FU bekommen, weil sie mit Beschäftigten über den Arbeitskampf diskutieren wollten. Diese seien an der Universität ausreichend durch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vertreten, so die Begründung. Immerhin mußte sich Unikanzler Lang anschließend für diese gewerkschaftsfeindliche Maßnahme entschuldigen.
Die IG BAU fordert in der Tarifauseinandersetzung für die rund 850 000 Gebäudereiniger 8,7 Prozent mehr Lohn und die stufenweise Angleichung der Osttarife an das Westniveau. Die Unternehmerverbände haben nach IG-BAU-Berechnungen lediglich zwei bzw. 1,7 Prozent jährliche Tarifsteigerungen für Ost- und West-Beschäftigte bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten.
Text: Wladek Flakin, unabhängige Jugendorganisation REVOLUTION (
http://www.revolution.de.com) Bilder: Oskar Stolz, Linke.SDS
(eine kürzere Version dieses Artikels erschien in der jungen Welt vom 28. Oktober)
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Ergänzungen
Bissel Spät
@ parteiengedöns
Also Klappe halten und das nächste Mal mit dabei sein.
www.8komma7prozent.blogspot.com
Bullenterror bei Tempelhofdemo
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Scheiß — parteiengedöns!
@ Streikhelfer — ä
(muss ausgefüllt werden) — (muss ausgefüllt werden)
wirklich — nur
und was sagt "der kanzler" dazu....? — öööööhhhm....