Das deutsche Superjubeljahr und Proteste dagegen

rosa quietsch 29.10.2009 17:23 Themen: Antifa
Anlässlich des 9. November 2009 unternimmt die BRD noch einmal eine letzte Anstrengung dieses Jahr, dem anstehenden Jubiläumskalender historischer Wendemarken "deutscher" Geschichte feierlich-staatstragend und "in Würde" zu folgen. Zur nationalen Befriedungssause Deutschlands soll es eine Fanmeile in Berlin geben, wo jeder mitmachen darf, kann und soll. Diesem "Fest der Freiheit", bei dem sich Deutschland anlässlich des Mauerfalls als freiheitsliebender Friedenstifter geriert, soll mit einer antinationalen Aktion begegnet werden, die eingebettet ist in einer von dem "Ums Ganze-Bündnis" initiierten Kampagne "STAAT.NATION.KAPITAL.SCHEISSE - Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!".

Mobivideo | taz, 5.11.: "Alberne Wende-Party"

Dieser Artikel für Indymedia wirft einen Blick nach vorn auf den 9. November und einen doppelten Blick zurück. Zu Anfang geht es kurz um das anstehende "Fest der Freiheit" in Berlin um dann einen Blick auf die linken Proteste gegen die "Wende" von 1990 und auf die Kampagne "Staat.Nation.Kapital.Scheisse!" von "Ums ". Zu guter letzt gibt es ein kurzes Update zur Demonstration "Es gibt kein Ende der Geschichte" am 7. November.

Rückblicke und Ausblick


60 jahre BRD & 20 jahre Mauerfall


Im Jahr 2009 feiert sich Deutschland anlässlich seiner beiden großen Jubiläen - 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Mauerfall - als freie und geeinte Nation. ›Freiheit‹ und ›Einheit‹ sind die Leitmotive nationaler Selbstvergewisserung, die durch Presse, Zivilgesellschaft und Kulturindustrie ausgestaltet werden. 20 Jahre nach dem Ende der DDR dient die "Wende" als Vorbild geschichtsträchtiger Inszenierungen nationaler Selbstvergewisserung. Deutschland feierte sich und seine Geschichte. Die Geschichte eines Volkes, dass als geläuterte Nation mit Auschwitz und Hohenschönhausen seine Adoleszenzphase hinter sich gelassen glaubt und mit der "friedlichen Revolution" von 1989 als späte Sieger der Geschichte in die Riege jener bürgerlicher Staaten eingereiht hat, die schon längst über einen revolutionären Gründungsmythos verfügten.

Deutschland als "erwachsene Nation" ist sich seiner Wirtschaftsmacht bewusst und verkündet die soziale Marktwirtschaft als weltweite Heilsidee für die Verwerfungen des tagtäglichen Kapitalismus. Als "geläuterte Nation" setzt sie als Teil der "westlichen Wertegemeinschaft" mit SoldatInnen in aller Welt den Frieden durch. 1989 wurde das Ende der Geschichte ausgerufen, das Zeitalter der Ideologien und totalitären Diktaturen war vorbei. Dies Pogramm nationaler Myhtenbildungen wurde und wird diese Jahr durch Inzenierungen der Jubiläien in Szene gesetzt.


Die Bundesregierung schreibt auf einer eigens eingerichteten Propagandaseite zum Jubiläum "Freiheit und Einheit": "Unser Land begeht in den Jahren 2009 und 2010 ein doppeltes Jubiläum, das auf die Jahre 1949 und 1989/90 zurückweist. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet und damit die Bundesrepublik Deutschland konstituiert. Im Herbst und Winter 1989/90 stürzten die Deutschen in der DDR die SED-Diktatur in einer friedlichen Revolution, die in die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands einmündete." Am 23. Mai feierte die BRD ihren 60. Geburtstag. 60 Jahre Grundgesetz, 60 Jahre Demokratie und Eierkuchen für alle. Mit einer Fanmeile in Berlin konnten um die hunderttausend Besucher gelockt werden, die in Warteschlangen Luftballon und Grundgesetzt sich abholen durften.

Spiegel Bericht

Zum 9. November dem "Sturz der SED Diktatur" hat sich die Stadt Berlin und die BRD wiedermals eine PR-Aktion in eigener Sache überlegt. So soll am Abend des 9. November das "Fest der Freiheit" mit einem Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Daniel Barenboim auf dem Pariser Platz eröffnet werden. Zur Party sollen Polit-Promis aus aller Welt wie Hans-Dietrich Genscher, Kofi Annan, Muhammed Yunus und Michail Gorbatschow anreisen um den "Deutschen" zur Wiedervereinigung und Kapitailismus zu gratulieren.


Im Zentrum der nationalen Erbauung in Zeiten der Krise soll durch Anstoßen von Dominosteinen symbolische der "Mauerfall" nachempfunden und die Story des alternativlosen Kapitalismus und somit des Ende der Geschichte erzählt werden. Anlässlich des 9. November 2009 unternimmt die BRD noch einmal eine letzte Anstrengung dieses Jahr, dem anstehenden Jubiläumskalen der historischer Wendemarken "deutscher" Geschichte feierlich-staatstragend und "in Würde" zu folgen und der nationalen Befriedungssause Deutschland eine Fanmeile in Berlin zu geben wo jeder mitmachen darf, kann und soll.

Diesem "Fest der Freiheit", bei dem sich Deutschland anlässlich des Mauerfalls als freiheitsliebender Friedenstifter geriert, soll mit einer antinationalen Demonstration begegnet werden, die eingebettet ist in einer von dem UmsGanze-Bündnis initiierten Kampagne: "STAAT.NATION.KAPITAL.SCHEISSE - Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!"




Links zur Information:
Allgemeine Informationen über die staatlichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009 (60 Jahre Grundgesetz, 20 Jahre Mauerfall): http://www.freiheit-und-einheit.de/

Zum 'Fest der Freiheit': http://www.mauerfall09.de/

Der Höhepunkt die 'Dominoaktion´: Zwischen Reichstag und Potsdamer Platz wird eine Mauer aus Styropor-Dominosteinen aufgebaut, die am Abend umgestoßen wird. Der symbolische Mauerfall wird von 19:25 bis 20:15 live im ZDF übertragen.

Infos der Bundesregierung zum 'Fest der Freiheit', zur 'Dominoaktion' und zu den anwesenden Promis: Bundesregierung

Es gibt eine Reihe weiterer kultureller Events. Das ambitionierteste ist wohl der Mauer-Mob: Eine Mauerdicke Menschenkette quer durch Berlin: www.mauer-mob.com

Der "Mauerfall" und die Entstehung der antinationalen Linken


Der Zusammenbruch der Sowjetunion stürzte die gesamte Linke in die Orientierungslosigkeit. Mit der Auflösung der so genannten realsozialistischen Staaten und dem Globalwerden der kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verlor die Linke ihren weltgeschichtlichen Bezugsrahmen. Es stellte sich die Frage, ob das Projekt der Linken an ein Ende gekommen war. Jan Philipp Reemtsma konstatierte: "Die Linke hat nicht nur welthistorisch verloren, sondern es gibt sie nicht mehr." Die Linke war von den Auswirkungen des "Vereinigungsprozesses", wie der nationalen Euphorie, völlig überrascht worden. Auch die Tatsache, dass die Bevölkerung der DDR beinahe geschlossen in die Arme des "Imperialismus" überlief, stellte so manches Weltbild in Frage. Kaum eine linke Gruppierung überstand die kontrovers geführten Diskussionen über die Bewertung der Wiedervereinigung und der für die Linke daraus zu ziehenden Konsequenzen unbeschadet.

Aus der Ablehnung der Wiedervereinigung entstand in der radikalen Linken eine neue Strömung, die sich selbst antinational nannte. Sie sah durch die Wiedervereinigung einen neuen deutschen Nationalismus heranreifen. Die Strömung bestand zunächst aus durch ihre Gegnerschaft zu einem vereinten Deutschland politisch heimatlos gewordenen Einzelpersonen, aber auch Mitgliedern des Kommunistischen Bundes und anderer Organisationen. In Hamburg wurde schon 1989 eine neue strömungsübergreifende Plattform mit dem Namen "Radikale Linke" (RL) ins Leben gerufen. Kurze Zeit später wurde die RL von den historischen Ereignissen überholt. Infolge der Mauer ffnung am 9. November 1989 radikalisierte sich die RL und wandte sich mit Blick auf die Wiedervereinigung gegen die nationale Besoffenheit, die sie nach dem Einsetzen der Wende sah..So wurde beim vierten Treffen der RL am 20./21. Januar 1990 kurzfristig die Tagesordnung geändert und unter dem Titel "Nie wieder Deutschland" eine Erklärung gegen die Wiedervereinigung beschlossen.



Die Aktivitäten der westdeutschen Linken gegen die "Wiedervereinigung" spielten sich nahezu komplett im Rahmen der RL ab. Für den 12. Mai 1990 mobilisierte sie zusammen mit der KB-Minderheit und Einzelpersonen zu einer Demonstration gegen deutschen Nationalismus, Kolonialisierung Osteuropas und die Annexion der nach Frankfurt. Unter dem Motto "Nie wieder Deutschland" sollte die Initiative ergriffen werden, den Widerstand gegen die Wiedervereinigung sichtbar zu machen und die "Volksgemeinschaft der Demokraten" zu provozieren. Mit der Wiedervereinigung befürchteten die antinationale Linke ein "Viertes Reich" und einen aggressiven deutschen Nationalismus. Dazu beigetragen hatten die Wahlerfolge der Republikaner und Äusserungen von Regierungsmitgliedern zur deutschen Ostgrenze, die unverhohlene Drohungen gegen über Polen waren.

Im Aufruf zur Demonstration hiess es: "Beschwichtigungen, ein Viertes Reich sei nicht geplant, [sind] wirklichkeitsfremd, werden Reiche heute doch weniger durch Einsatz von Armeen als durch Kontrolle des Weltmarkts gebaut. Ein ökonomischer und politischer Kolos in der Mitte Europas, der sich auf seine Identität mit dem deutschen Nationalstaat zwischen 1871 und 1945 beruft, ist ein Viertes Reich." Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis der westdeutschen Linken getragen; mehr als 100 Organisationen und Gruppen hatten sich zur Teilnahme entschlossen. Dem Aufruf folgten etwa 14.000 Menschen.

Die Demonstration stellte knapp ein Jahr nach ihrer Gründung auch den Höhepunkt der "Radikalen Linken" dar. In der sehr heterogen zusammengesetzten Koalition aus Linken unterschiedlicher politischer Herkunft gab es Einigkeit nur in Bezug auf die Ablehnung der Wiedervereinigung. Diese Übereinstimmung wurde derart unterschiedlich begründet, dass spätere Auseinandersetzungen abzusehen waren. Die Uneinigkeit im Bündnis zeigte sich schon während der Nie-wieder-Deutschland-Demonstration. Einige autonome Zusammenhänge erwarteten in ihren Redebeiträgen einen massenhaften Widerstand von unten gegen das sich entwickelnde neue Deutschland, während beispielsweise die KB-Minderheit die deutsche Bevölkerung von Rassismus und Nationalismus getrieben sah.


Kurz nach der als Erfolg gewerteten Großdemonstration begannen die Widersprüche in der RL aufzubrechen. Auf ihrem Juni-Kongress 1990 beschloss die RL eine nächste Großdemonstration für den 3. November. Diese Demonstration fand nicht mehr unter dem Motto "Nie wieder Deutschland" statt, sondern benutzte eine Zeile aus Paul Celans "Todesfuge" als Slogan: "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland". Mit nur etwa 8000 Demonstranten war sie wesentlich schlechter besucht. Zuvor hatte der antinationale Flügel in der RL versucht, die Nie-Wieder-Deutschland-Kampagne fortzuführen und dafür am geschichtsträchtigen 9. November in der "Heldenstadt" Leipzig zu demonstrieren. Jedoch wurde dies von einer Mehrheit in der RL abgelehnt, die die Leipziger Montagsdemonstranten nicht abschrecken wollte. Die Unterlegenen werteten dies als Verzicht auf eine antinationale Schwerpunktsetzung.

Nach erfolgter "Wiedervereinigung" klang das Interesse an antideutscher Politik bei vielen Linken schnell ab. Als klar wurde, dass nicht direkt ein "Viertes Reich" etabliert werden würde, nahm ein Großteil der Linken Abstand von der antinationalen Orientierung.


Kampagne: Staat.Nation.Kapital.Scheiße!


Zum Superjubiläumsjahr 2009 initierte das "Ums Ganze" Büdnis (www.umsganze.de) eine antinationale Kampagne zur Kritik der Feier der Nation. Denn "am 3. Oktober 2008 feierte sich Deutschland in Hamburg als Kulturnation, und läutete damit das Superjubiläumsjahr 2009 ein. Die Feiern zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes (23. Mai) und zum 20. Jahrestag des 'Mauerfalls' (9. November) werden flankiert von der Wahl des Bundespräsidenten (23. Mai) und der Bundestagswahl (27. September).Die Kritik der Nation braucht zwar keine feierlichen Anlässe, bekommt sie aber 2009 in Serie. Im Mai wird Deutschland als Friedensmacht, Kulturnation und Freiheitsweltmeister gefeiert. Und am 09. November die Auferstehung als einiges und freies Volk von Brüdern und Schwestern.

Das ...ums Ganze!-Bündnis wird dieser nationalen Mobilisierung mit einer antinationalen Kampagne unter dem Motto "Staat. Kapital. Nation. Scheiße! - Gegen die Herrschaft der Falschen Freiheit!" begegnen. In einer Reihe von Veranstaltungen und Demonstrationen über das gesamte Jahr sollen Diskussionen, Podien, Konzerte und andere Aktionen die herrschende Einheit und Freiheit als falsche Freiheit und falsche Einheit denunzieren."

Die Kampagnenseite findet Ihr unter: http://www.einheit-und-freiheit.de

Beiträge zur Kampagne:

Bereits 2008 wurden zwei Beiträge zum Thema verfasst: einer anlässlich der Proteste zum 3.Oktober in Hamburg und einer anlässlich der traditionellen 9.11.-Gedenkdemonstration in Berlin-Moabit. Im Rahmen der Mobilisierung zu den Krisendemos verfasste TOP einen Jungel World Beitrag: Keine Illusionen Die Redical M brachte ein Flugbauch zu Krise und Kapitalismus heraus: "Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte in seiner Krise schweigen! - Staat.Nation.Kapital. Scheisse!"


Und gegen die Feierlichkeiten der BRD wurde dargestellt, dass es "Etwas Besseres als die Nation" es gibt.

Im Vorlauf der Feierlichkeiten zu Jahrestag des Mauerfalls positionierte sich die Stadt Leipzig als Vorreiter der nationalen "Einigung", wogegen sich auch dort Protest wendete [Bericht]. Trotz unterschieden in der Kritik zwischen …Ums Ganze! und den Leipziger Protestbündnis (www.antide2009.blogsport.de) hat man sich an der Demonstration beteiligt. Die Position der Gruppe TOP könnt Ihr einem Interview mit der Zeitschrift Phase 2 entnehmen. Zu den Protesten im Saarland gegen die Feier der Nation am 3. Oktober und zu den Protesten in Leipzig hat die Antifa F und der Antifa AKihre Postionsbestimmung nochmals in antilyrischer Form als: "Gegen Deutschland helfen keine Gedichte!" veröffentlicht.

Zur Vorbereitung auf das zweite Jubiläum (09. November) hat TOP B3rlin in der Jungle World folgenden Text zu Bier und Feierei veröffentlicht.

Antinationale Zeitungen:
Um dem nationalen Taumel etwas entgegenzusetzen, erschienen im April drei antinationale Zeitungen.

Aus Berlin kam die Jugendzeitung "Straßen aus Zucker". Neben einer gepfefferten Kritik an Staat, Nation und Kapital gibt es Artikel zu Schulkritik, Lohnarbeit, Krise und Playstation, zur Bundeswehr, sowie ein Interview mit Maxim von der Rap-Combo K.I.Z.! Die Zeitung kann kostenlos bestellt und natürlich im Netz gelesen werden.

"Strassen aus Zucker" (http://www.strassenauszucker.tk).

In Göttingen erschienen die "redical Times", welche prall gefüllt mit Hintergrundinfos rund um den Naziaufmarsch in Friedland und zu antinationalen Kampagne zum 60.Jahrestag der BRD.

Im Rahmen der Mobilisierung gegen den Anti-Islam-Kongress Nr.2"erschien die Antifa-Zeitung "DE*NATIONALIZE" . Der Antifa AK Köln widmet sich in der Zeitung noch mal der Wirtschaftskrise und der Versuche die "Nation" als Krisenlösung zu präsentieren. Zudem gibt es einen Beitrag zum Islamismus in Köln und ein Interview mit der bundesweit bekannten Islamkritikerin Mina Ahadi.

Demonstrationen:

Intervention Krisendemo: Für die soziale Revolution!

Am 28. März fand in Frankfurt eine Großdemonstration anlässlich der Krise statt, an der unter anderem der antinationale, sozialrevolutionäre "Staat. Nation. Kapital. Scheiße" -Block teilnahm, der von einem Bündnis verschiedener linksradikaler Gruppen getragen wurde. Rund 2000 Menschen beteiligten sich am Block, der mit einer eigenen Auftaktkundgebung an der Böckenheimer Warte startete. Für Aufsehen während der Abschlusskundgebung am Römer sorgten Eierwürfe auf Oskar Lafontaine, der dort sprach. Bereits im Vorfeld, aber vor allem im Nachhinein, gab es zum Teil sehr kontroverse Diskussionen über den Block, sein Auftreten und seinen Anspruch.

Interview mit Sozial Revolutionären Block / Redebeitrag Antifa F / Nachbereitung / Indymedia Bericht


23. Mai - Etwas besseres als die Nation!

Im Mai stand das erste Jubiläum, zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes an, dem entgegen stand eine Demonstration mit 2500 Menschen (Aufruf hier http://www.einheit-und-freiheit.de/texts/view/20) die von Beginn an mit dem schikanösem Verhalten der Berliner Polizei zu kämpfen hatte. Über die Demonstration berichtete neben Indymedia (1, 2, 3) auch die bürgerliche Presse: SPIEGEL (Video), RBB (Video), N-TV (Video), der Tagesspiegel, die TAZ und die BZ. Einen guten Bericht gibt es beim Medienkollektiv Berlin.



Veranstaltungen:

Im Rahmen der Kampagne fanden diverse Veranstaltungen statt. Hier nur ein unvollständiger Überblick:

Im Februar und April wurden zwei Podiumsdiskussionen zum Thema "Kultur als Ideologie" und nationaler Repräsentation organisiert. Am Vorabend der Demonstration zum 23. Mai gab es eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Unerträglich. Podiumsdiskussion gegen 60 Jahre BRD" und dem Grundgesetz-Jubliäum wurde sich auch in folgendem Beitrag gewidmet. Im Mai gab es "Die freieste Versuchung seit es Deutschland gibt?" eine Veranstaltung zur bürgerlichen Freiheit und Gleichheit mit Thomas Ebermann (Autor in Konkret & Phase 2) Hier der Mitschnitt.

Zudem gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema Nationalismus unter dem Motto: "Andere Liga - Gleicher Sport"

Im Juni fand "Das Subjekt in der Krise. "Das macht was mit Dir und mir"" mit Justin Monday statt (Autor in der Phase 2) Mitschnitt Und in Köln wurde über "Stauffenberg als Sinnstifter Deutscher Nation?" mit der Antifa F und NevergoinHome debattiert.

In NRW gab es zudem im laufe des Jahres noch "Deutschland Wahn in der Popkultur" mit Roger Behrens, die "Grundlagen des "deutschen Kapitals"?" mit Jörg Kronauer und "Freiheit und Wahn deutscher Arbeit" mit Ernst Lohoff sowie Hannover wo die Flotten "Nie wieder Deutschland" mit Thomas Eberman organisierten.


Noch ausstehende Veranstaltungen:

30. Okt. Geschichte und Zukunft der antinationalen Linken

31. Okt. Workshop zum Scheitern und Zukunft des Kommunismus
Geplant ist, an einem Tag mit verschiedenen antinationalen und linksradikalen Gruppen des Berliner Bündnisses gegen die Wendefeierlichkeiten das Scheitern des Realsozialismus und die Zukunft des Kommunismus zu diskutieren. Einen zweiten Schwerpunkt bildet am Nachmittag der (deutsche) Nationalismus in seinen ideologischen Formen und die anstehenden Gedenkfeierlichkeiten zu 20 Jahre Mauerfall am 9. November 2009.

4.11. "Nein, nein, das war nicht der Kommunismus?!" mit Felix Klopotek

6.11. Podiumsdiskusion "Ausgerechnet Bananen!"

20.11 - "Marx - Welcome Back?" - Herbstschule von Ums Ganze

Vom 20.-22. November findet zum zweiten mal die Marx-Herbstschule in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin statt. Anmelden könnt ihr euch unter herbstschule at top-berlin.net. Den Ablaufplan und Textgrundlagen bekommt ihr per Mail zugeschick.


Das Buch zur Krise in der Kampagne:

Das linksradikale "…ums Ganze!"-Bündnis präsentierte "STAAT, WELTMARKT UND DIE HERRSCHAFT DER FALSCHEN FREIHEIT - als Ersten Teil der Grundlagen- Diskussion zur Kritik des kapitalistischen Normal-Vollzugs." Hier nun eine Kurzanpreisung:

In der Krise erscheint der Staat als letzte Rettung der taumelnden Wirtschaft. Er springt ein, wenn alle Stricke reißen, um den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen. Doch als Garant und Nothelfer des Kapitalverhältnisses ist er selbst von diesem abhängig. Seine außerökonomische Macht und Handlungsfähigkeit fußt auf der globalen Schlagkraft seiner Nationalökonomie. Das gilt in der Krise. Es gilt aber auch in Konjunkturphasen. Die Zwänge kapitalistischer Akkumulation und staatlicher Steuerung verbinden sich zu einem durchdringenden System gesellschaftlicher Herrschaft. Einem System, das keiner einzelnen politischen Macht oder Klasse untersteht, sondern einem umfassenden, in letzter Instanz unpersönlichen Verwertungszwang. Die Imperative des Kapitalverhältnisses prägen sämtliche Lebensbereiche, von internationalen Handelskonflikten und Weltordnungskriegen bis hinab zur täglichen Herausforderung, inmitten der tobenden Konkurrenz nicht zynisch oder depressiv zu verzweifeln.

Der Grundlagentext des "…ums Ganze!"-Bündnisses problematisiert die zumeist als selbstverständlich akzeptierten sozialen und institutionellen Formen bürgerlich-kapitalistischer Herrschaft. Er analysiert den Zusammenhang von Staat und kapitalistischer Ausbeutung im Weltmaßstab, und formuliert eine fundamentale Kritik des ›Politischen‹ und der ›Freiheit‹ in ihrer bürgerlichen Gestalt. Denn bürgerliche Freiheit ist gesellschaftlich wesentlich die Freiheit zur kapitalistischen Konkurrenz nach Recht und Gesetz, unter Anerkennung des staatlich garantierten Privateigentums. Als allgemeiner Vergesellschaftungsmodus stiftet diese Konkurrenz für jedes Individuum den unausweichlichen Zwang, das eigene Leben gegen andere und in Ausnutzung anderer zu gewinnen, auf private Rechnung und privates Risiko. Dies ist die Herrschaft der falschen Freiheit.

In Abgrenzung zur traditionslinken Fixierung auf die ›soziale Frage‹ legt die Analyse großes Gewicht auf eine Ideologiekritik des Nationalismus, als der subjektiven Vermittlungsweise nationalökonomischer Schicksalsgemeinschaft in der Standortkonkurrenz. Vor diesem Hintergrund wird eine Reihe aktueller Konfliktlagen diskutiert: Kontinuität und Wandel des Nationalismus; das Verhältnis von Staatsbürgerschaft und Faschismus bzw. Rassismus; die ideologische Struktur von Kultur, Religion und Geschlechtsidentität; das Verhältnis staatlicher Herrschaft und europäischer Integration. Neben grundlegenden Konfliktlinien der aktuellen Krise werden Fragen linksradikaler Strategie und Praxis diskutiert. Die Staatsbroschüre soll zur Positionsbestimmung einer antinationalen Linken beitragen, die sich nicht konstruktiv an der Verwaltung gesellschaftlicher Zwänge beteiligt, sondern mit ihrer Kritik auf Ganze geht - in Vorbereitung einer Praxis, die Herrschaft und Ausbeutung ein für allemal abschafft.

Die Broschüre ist momentan leider vergriffen, aber evenutell noch in gut sortierten linken Buchläden zu bekommen. Ein Nachdruck ist für den Spätherbst geplant.

More Infos unter: http://www.umsganze.de

7. November - Antinationale Demonstration: "Es gibt kein Ende der Geschichte!"


In Berlin plant ein großes Bündnis linker Gruppen diverse Gegenveranstaltungen zu den so genannten "Wendefeierlichkeiten". Ankündigung des Bündnis.
So findet kommenden Samstag an der Humbold-Universität zu Berlin ein Workshoptag zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus statt. Verschiedene Referenten (u.a. jimmy Boyle, paeris, InterKomm, Theorie.Organisation.Praxis) diskutieren das Scheitern des Realsozialismus' einerseits und analysieren andererseits den Nationalismus der anstehenden Wendefeierlichkeiten.

Programm Workshop-Tag.

Amkommenden Mittwoch diskutieren die linken DDR-Oppositionellen und Vereinigte Linke-Aktivisten Thomas Klein und Bernd Gehrke mit Kamil Majchrzak (Autor der ostdeutschen Zeitung "Telegraph") die Rolle der ost- und westdeutschen Linken beim Niedergang des DDR-Sozialismus und deren Umgang damit. Im Stadtteilladen Zielona Gora (Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain).

Weitere Informationen finden sich bei Interkomm.

Nächsten Freitagabend (06.11.) findet in Berlin zudem eine Podiumsdiskussion zum selben Thema statt. Mehr Informationen zu der Veranstaltung unter dem Motto "Ausgerechnet Bananen!" finden sich spätestens nächste Woche auf der Website von Theorie.Organisation.Praxis.

Am 7. November kommt es dann in Berlin zum vorläufigen Highlight der linksradikalen antinationalen Kampagne gegen das Superjubiläumsjahr 2009 in Form einer Demonstration durch die deutsche Bundeshauptstadt.

"In Erinnerung an diese 'Wende' erreicht 20 Jahre später die deutsche Jubiläumsnationalismussause seinen diesjährigen Höhepunkt im November. Der 9.11.2009, das sind gleich drei Dinge auf einmal: 20 Jahre 'Wende', 20 Jahre 'Mauerfall', 20 Jahre 'Einheit in Freiheit' in der Krise. Und bei Spiel, Spaß und Spannung kann, darf und soll von Saarbrücken über Leipzig bis Berlin auf den Deutschland-Fanmeilen auch jeder mitmachen.

Am Brandenburger Tor lässt der Staat noch einmal die Mauer in Styropor errichten - um sie am 9. November im Gedenken abermals friedlich einzureißen und Geschichte zu deutscher Kultur werden zu lassen. Aber: es gibt kein Ende der Geschichte. Wenigstens bis zum Kommunismus. Bis dahin rufen wir auf zur bundesweiten antinationalen Demonstration gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Gründungsmythos einer friedliebenden deutschen Nation, der heute und immer schon eine besondere "Begabung zur Freiheit" (Köhler am 8.Mai) attestiert wird. Staat. Nation. Kapital. Scheisse! Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!"

Aufruf zur antinationlen Demonstration: "Es gibt kein Ende der Geschichte"

Neben dem Bündnis-Aufruf haben z.B. die Internationalen KommunistInnen Berlin einen eigenen Aufruf verfasst.Unter anderem aus Frankfurt/Main (Karl-Marx-Buchhandlung) und Köln (Mail an antifa-ak-koeln[at]web.de) und Bielfeld (Kauf bei Antifa AG Uni Bielefeld -Antifa Cafe- Montags 14-17 Uhr AStA-Galerie, Raum C1-166 Donnerstagskneipe im AJZ (an der Theke fragen)/ antifa-ag@web.de) fahren Busse nach Berlin (Karte 20 Euro hin und zurück).


Karte mit Stand vom 29.10.

Update Route (Stand 5.11.): Die Demo beginnt um 16h am Checkpoint Charlie (Friedrichstraße Ecke Kochstraße). Von dort die Friedrichstaße hinauf, Unter den Linden, Universitätsstraße/Tucholskystraße, Oranienburger Straße, Zwischenkundgebung vor der Synagoge, Oranienburger Straße Hackescher Markt, Diercksenstraße, Rosa-Luxemburg-Platz.

Redebeiträge:

- zur Parlamentsausstellung im Deutschen Dom, wo die DDR neben dem NS als 'Irrweg' diskreditiert wird. Innerhalb der Weg-Metapher erscheint der bürgerlich-kapitalistische Staat als Normal- und Hauptweg der Geschichte.

- Am Kreuzungspunkt 'Unter den Linden' gibt es einen Beitrag zur Geschichtspolitik der Berliner Republik.

- Die Antifaschistische Initiative Moabit (AIM) hält einen Redebeitrag an der Synagoge in der Oranienburger Straße.

Alle weiteren Informationen zur Demonstration unter: www.top-berlin.net
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Ergänzungen

„Straßen aus Zucker“ 2

saz-fan 30.10.2009 - 11:44
Es ist soweit – die „Straßen aus Zucker“#2 (Magazin gegen das "Ende der Geschichte") ist fertig und wird in den kommenden Tagen an den üblichen Orten in Berlin ausliegen. In den nächsten Wochen dann auch in Hamburg, Leipzig, Frankfurt, Köln, Hannover, Dresden, Göttingen,... Es geht um eine Kritik am Realsozialismus, eine Annäherung an den Kommunismusbegriff, Geschichte und Geschichtsschreibung und die "Wiedervereinigung". Außerdem gibt es u.a. ein Interview mit der Band "Frittenbude" und ein Graffitti-Spezial mit einem stylischen Plakat, das auch als Sprühschablone taugt. Alle Leute, die nicht aus Berlin kommen, können die Zeitung natürlich auch wieder kostenlos bestellen. Und dazu sind auch neue Aufkleber erschienen, mit denen ihr euren Ort verschönern könnt. Heute wird mit euch das Erscheinen gefeiert:

30.10. Berlin: "des rues de sucre"-Release Party

mit Disco-Pop-Trash von Yoko Tsuno (Footloose DJ Squad)
Electro vom Reducation-DJ-Team
Electro von de_cay (sweatbox-crew)
Techno von Boy from School

ab 22.00 Uhr in der K9 (Kinzigstraße 9, 10247 Berlin, U-Bhf Samariterstr.)

Kommt vorbei! Wir wollen die Freiheit der Welt und Straßen aus Zucker...

Ich feiere mit

Helmuth Qualtinger 31.10.2009 - 17:27
Ich habe mit Margot und Kathi pudelnackig in meiner Sauna die 60 Jahre DDR mitgefeiert und rauch' mich mit den beiden ordentlich ein. Die Feierlichkeiten wurden von Radio Pyönyang und Radio Havanna live übertragen Weil die behindertengerecht und barrierefrei sind haben sie für Taube - und wenn sie es wollen auch die Spatzen auch das Drehbuch veröffentlicht.

Ergänzung zur Kampagne

UG 01.11.2009 - 16:09

Seit 2 Tagen ist ein Mobi-Video zur Antinationalen Demonstration am 7. November in Berlin online

Einen Bericht über den am 31.Okt. stattgefundenen Workshop-Tag zum Scheitern und Zukunft des Kommunismus gibt es hier

Zugtreffpunkte

bahnbahnbahn 02.11.2009 - 16:23
Hier die verschiedenen Zugtreffpunkte fürs Wochenendticket:

Dresden:

Dresden Hbf - Sa, 07.11.09 - um 11:30 (Abfahrt 11:40!) auf Gleis 1 (RE 17226) - Umsteigen in Ruhland (RE 38529) - Ankunft in Berlin um 15:41 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

---

Leipzig:

Leipzig Hbf - Sa, 07.11.09 - um 13:00 (Abfahrt 13:07!) auf Gleis 12 (RE 26179) - Umsteigen in Falkenberg-Elster (RE 38316) - Ankunft in Berlin um 15:41 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

--

Hamburg (und Schwerin):

Hamburg Hbf - Sa, 07.11.09 - um 10:15 (Abfahrt 10:30!) auf Gleis 6a (RE 33009) - Umsteigen in Schwerin (um 12:17 auf Gleis 4a in den RE 38213) - Ankunft in Berlin um 14:33 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

---

Rostock:

Rostock Hbf - Sa, 07.11.09 - um 12:15 (Abfahrt 12:33!) auf Gleis 7 (RE 33109) - Kein Umsteigen - Ankunft in Berlin um 15:15 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

Artikel im Tagesspiegel

Iggy 02.11.2009 - 22:05
Es könnte ein schwieriges Wochenende für die Polizei werden. Zu einem Rechtsrockkonzert werden am Sonnabend mehrere hundert gewaltbereite Neonazis und Hooligans erwartet. Am gleichen Tag wollen bis zu 1000 Autonome „gegen Kapitalismus“ und die Wendefeierlichkeiten in Mitte protestieren. Die Linke Szene ruft im Internet dazu auf, nach der Demonstration zum Konzertort zu fahren, um die Veranstaltung zu verhindern. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen zu verhindern.(...)

Weiterlesen:  http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2939619

...ums Ganze! TV Folge 5

Mr Communism 03.11.2009 - 13:00
Eine neues Mobi-Video ist im Netz aufgetaucht!

 http://www.youtube.com/watch?v=sNwiPu0jd1o

News zur antinationalen Demo in Berlin

David Becker 03.11.2009 - 14:06
* ...ums Ganze! TV Folge 5 erschienen > "Mr Communism und das Ende der Geschichte"
* Tagesspiegel berichtet über Demonstration und Neonazikonzert am 7.November
* weiterer Aufruf im Umlauf > "Wir haben nichts zu feiern! Deutschland halt´s Maul!"
* Zugtreffpunkte für bundesweite Anreise

alles unter:

Videos zur antinationalen Parade am 23.Mai

Filmliebhaberin 03.11.2009 - 14:59
Antinationale Parade - Aktion aufm Dach - 23.05.2009
 http://www.youtube.com/watch?v=WKFHiy76lCY

Antinationale Parade in Berlin
 http://www.youtube.com/watch?v=WClJGVNAaS4&feature=related

Demonstration in Berlin 23/05/2009
 http://www.youtube.com/watch?v=rwIHLrC-1Nc&feature=video_response

23.5.09 Antinationale Demo in Berlin zum 60. Jahrestag der BRD
 http://www.youtube.com/watch?v=6VwIpMSIVRs&feature=related

an 03.11.2009 - 17:20 "DDR-Linke"

DDR-LINKER 03.11.2009 - 19:28
Schöne Sammlung von Texten, leider fehlt bei dem Ganzen das Wesentliche. Ausser der VL, und diese auch nur sehr (personell) beschränkt, war keine dieser Gruppen an den politischen Entscheidungen damals 89/90 beteiligt. Und selbst die VL war nichts womit die Masse an "Linken" zu tun haben wollte.

(Die VL gründete sich als Zusammenschluss von verschiedenen oppositionellen Linken, darunter christliche Sozialisten, Trotzkisten etc)

Der "Runde Tisch", welcher der vorübergehende politische "Basispunkt" unter Mitwirkung der DDR-Oppositionellen sein sollte, wurde von einem Haufen Kirchenschnöseln und Pro-Westlichen Bürgerrechtlern nämlich "Demokratie Jetzt" initiiert.

Kurzer aber entscheidender Ausschnitt aus dem Gründungsaufruf von "Demokratie Jetzt",
die Einheit Deutschlands war als Ziel bereits formuliert:

„Wir laden die Deutschen in der Bundesrepublik ein, auf eine Umgestaltung ihrer Gesellschaft hinzuwirken, die eine neue Einheit des deutschen Volkes in der Hausgemeinschaft der europäischen Völker ermöglichen könnte. Beide deutsche Staaten sollten um der Einheit Willen aufeinander zu reformieren.“

Ein weiteres gutes Beispiel ist der "DA". (Demokratischer Aufbruch)
Frau Merkel war übrigens für diese Gruppe tätig, ebenso wie Rainer Eppelmann der dann ebenfalls für die CDU tätig war.

Auzug aus der Geschichte des DA:

In einer Anfangsphase vertrat der DA die Idee des demokratischen Sozialismus und forderte Reformen am DDR-System. Mit dem ersten Programm (Dezember 1989) erfolgte eine Umorientierung; Im Februar 1990 ging der DA das Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“ mit der Deutschen Sozialen Union und der CDU ein. Am 4. August 1990 fusionierte der DA mit der CDU der DDR.

Selbst die "Grüne Partei" hatte Mitglieder, bei denen sich jede Frage erübrigt:


Vera Lengsfeld: Im Zuge der Wende trat die Bürgerrechtlerin in die Grüne Partei der DDR ein und wurde für diese am 18. März 1990 in die Volkskammer der DDR gewählt, war bis zu deren Auflösung am 2. Oktober 1990 stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Abrüstung und Verteidigung. Außerdem arbeitete sie als Vertreterin der Grünen Partei an der Arbeitsgruppe „Neue Verfassung der DDR“ des „Runden Tisches“ mit. Dieser Verfassungsentwurf wurde allerdings nie umgesetzt. Am 3. Oktober wurde Vera Wollenberger als gewesene Volkskammerabgeordnete in den Deutschen Bundestag übernommen.

Wer kennt sie nicht, die Tante von der CDU, die gerne die Hetze gegen die "Linksterroristen" schürt.

Auch eine maßgeblich beteiligte "Bürgerrechts-Gruppe", das Neue Forum, welche sich die "Anti-Einheits-Einstellung" auf die Fahne schrieb, war ein Pool für Alles und Jeden. Links sieht anders aus. Letztendlich fusionierte das "NF" mit "Demokratie Jetzt" was wohl auch mehr als deutlich ist:

Da die politische Ausrichtung des Neuen Forums zunächst relativ unbestimmt war, organisierte sich im Neuen Forum ein breites politisches Spektrum an Mitgliedern mit unterschiedlichen Auffassungen. Die Streitfrage, ob man eine Partei bilden oder eine Bürgerbewegung bleiben solle, kulminierte Ende 1989 in verschiedenen Aufrufen zur Gründung einer Partei aus dem Forum heraus. Am 27. und 28. Januar 1990 spalteten sich nach langen Debatten etwa ein Viertel der Anhänger, vor allem Mitglieder aus den Südbezirken der DDR, als Deutsche Forumpartei (DFP) vom Neuen Forum ab, deren Vorsitzender Jürgen Schmieder wurde. Die DFP ging mit der Wiedervereinigung in der FDP auf. Das schloss sich im Februar 1990 mit den Bürgerbewegungen Demokratie Jetzt und Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM) zum Wahlbündnis Bündnis 90 zusammen.


Teilnehmer des "Runden Tisches" waren übrigens: CDU, DA, DBD, DJ, GP, IFM, LDPD, NDPD, NF, SDP, SED, und VL


Im Übrigen wurde Bärbel Bohley "Für ihre Verdienste um die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung seitdem mit dem Bundesverdienstkreuz (1994) und dem Nationalpreis (2000) ausgezeichnet".

Das war mal ein grober Abriss dessen, wessen Geistes Kind die meisten dieser Gruppen waren.


Wen wundert es da noch, dass es kam wie es kam?

Auch wenn es Viele nicht war haben wollen, die meisten linken, linksradikalen und vor allem autonomen (anarchistischen) Gruppen haben sich von diesem Haufen, den Oppositionellen und sogenannten Bürgerrechtlern ferngehalten, da die meisten dieser "Bürgerrechtler" schon ein klares Ziel vor Augen hatten, die Einheit Deutschlands. Zur Umsetzung dieser Interessen, welche natürlich den Interessen der westdeutschen Politiker entsprachen, wurden etliche dieser Gruppen vom ersten Tag an vom Westen gesponsort. Ob zu Demonstrationen Busse gestellt wurden, Leute rangekarrt wurden oder Transparente und später Deutschland-Fahnen verteilt wurden, der Westen hat von Anfang an mitgemischt. Er hätte einer Reformierung der DDR und ihrem weiteren Bestehen niemals tatenlos zugesehen!

Im Fazit hatten die DDR-Bürger zu keiner Zeit die Wahl. Die Einheit stand vom Westen her fest und wurde auch mit Hilfe der "Oppositionellen" und "Bürgerrechtlern" erzwungen.

Heute können es gerade Westdeutsche nicht ertragen, wenn sie von Ostdeutschen Etwas über die Zeit der "Wende" und vorallem aber die Zeit in der DDR hören. Da werden fundierte Argumentationen mit dem immer selben Unsinn "gekontert", die DDR war Stasi. Das spiegelt sich selbst hier auf Indymedia wieder, wenn Texte, die sich mit Erlebnissen und Eindrücken jenseits westlichen- staatskonformen Gedankenguts befassen, gelöscht werden.

Das passt ganz gut zu dem, was so einige der damaligen "Bürgerrechtler" heute so von sich geben. (s. A.Merkel, V. Lengsfeld u.a.) Somit bleibt am Ende nur das im Ohr was die Herrschenden heute hören wollen. Da erweist ihr den "DDR-Linken" einen Bärendienst!

mal was praktisches: Mitfahrgelegenheiten

Bielefeld gibs nich 04.11.2009 - 18:24
organisiert ihr Busse zur Demo? Ne preiswerte Fahrt nach Berlin und am Sonntag/ Montag zurück wäre wenigstens ne praktische Rechtfertigung eures verspäteten Halloween (besser Holloween)-Scherzes.

Busse

UG 04.11.2009 - 21:32
@ Bielefeld gibs nich:

siehe hier:

Busse nach Berlin

Karten gibts es über folgende Bezugsquellen:

Frankfurt/Main > Karl-Marx-Buchhandlung
Köln > Mail an antifa-ak-koeln[at]web.de
Bielfeld > Mail an antifa-ag[at]web.de

Spektrenübergreifende Unterstützung!

Antifa Unite 04.11.2009 - 22:35
Beim berliner Terminkalender "Stressfaktor", der eher dem klassisch-autonomen Spektrum der radikalen Linken zuzuordnen ist, wird die antinationale Demonstration am 7.11., die u.a. von ...UmsGanze organisiert wird auf der Startseite beworben.
Dies auch bei der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB; organisiert in der Interventionistischen Linken), die sogar das Mobivideo "Umsganze TV 5" in ihre Startseite eingebettet haben.

Eine dermaßen breite Unterstützung für eine antinationale Aktion hat es seit der Gründung von ...UmsGanze nicht gegeben.

Lasst es knallen.
Deutschland in den Rücken fallen.

Infos zur Demonstration

UG 05.11.2009 - 15:30

aktuelle Infos zur Demo (Auflagen, Nummern etc.)findet ihr in den nächsten Tagen direkt auf der Startseite von ...umsGanze!

http://www.umsganze.de

Novemberpogromgedenken in Berlin

afa 05.11.2009 - 20:52
Zu den Novemberpogromen gibt es in Berlin mehrere Veranstaltungen:

7. November, 11 Uhr, vor dem Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus (Berliner Straße 120/121, nahe U-/S-Bahnhof Pankow): Rundgang zu Stätten ehemaligen Jüdischen Lebens in Pankow. [vvn-bda]

8. November - 12 Uhr - Konrad-Wolf-Straße Ecke Simon Bolivar Straße:
Rundgang in Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome in Hohenschönhausen.
[Antifa Hohenschönhausen]

9. November, 15.30 Uhr, Rathaus Pankow (Breite Str. 24A, 1. Etage): Präsentation der
überarbeiteten Wanderausstellung "Jüdisches Leben in Pankow - Vom Anbeginn zum Neubeginn". Eröffnende Worte und Führung der Ausstellungsmacherin Inge Lammel. [vvn-bda]

9. November, ab 17 Uhr, alljährliche antifaschistische Gedenkdemo in Moabit
(Treffpunkt Mahnmal Levetzowstr.) [AIM]

9. November, 16:30, alljährlicher Schüler_innen Schweigemarsch im Grunewald.
(Treffpunkt Erdener Str./Koenigsallee)
[zum ersten mal mit linken Aufruf von jawuc & jusos CW]

Busse, Route & EA

UG 06.11.2009 - 12:01
TREFFPUNKT: Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)

Aus Frankfurt/Main und Köln fahren Busse nach Berlin (Karte 20 Euro hin und zurück). Karten gibt es in der Karl-Marx-Buchhandlung (Frankfurt/Main) und für den Bus aus Köln unter den Email-Adressen antifa-ak-koeln[at]web.de und antifa-ag[at]web.de.

ROUTE:

Friedrichstraße /Kochstraße (Checkpoint Charlie)

Friedrichstraße Unter den Linden Universitätsstraße/Tucholskystraße Oranienburgerstraße,

Zwischenkundgebung vor der Synagoge

Oranienburgerstraße, Hackeschen Markt, Diercksenstraße, Rosa-Luxemburg-Platz

EA: 030/6922222

Radiointerview mit TOP

radio corax 06.11.2009 - 15:33
Im Jahr 2009 feiert sich die deutsche Nation: 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre „friedliche“ Revolution werden begangen.
In diesen Feierlichkeiten vergewissert sich die deutsche Nation ihrer selbst, präsentiert sich als Nation der Moderne und bietet der Bevölkerung einen entspannten Nationalismus an. Ein Gespräch mit einem Vertretter der TOP Berlin über die Frage, ob es sich um eine besondere Nation handelt oder um eine weitestgehend normalisierte Nation in der internationalisierten Standortkonkurenz.

Action is on: Die Mauer muß weg!

Anna und Arthur 08.11.2009 - 00:00
Heute wurde in Berlin-Mitte die "Domino-Galerie" aus nachgemachten Mauersteinen eröffnet. Vom Potsdamer Platz bis zum Reichstag wurden mit viel Trubel ca. 1000 angemalte 2,5 Meter große Mauersteine aufgestellt, die am Montag um 20 Uhr angestoßen werden sollen. Mit dieser infantielen Aktion - eine Mauer aufzubauen um sie dann wieder öffentlichkeitswirksam und hoch offiziell umzukippen, soll die Erinnerung an den Mauerfall vor 20 Jahren endgültig für den nationalen Gründnungsmythos der neuen deutschen Republik verwurstet werden.
Auf der antinationalen Demo heute wurden hunderte kleine Flyer verteilt, in denen dazu aufgerufen wird, diesem nationalistischen Treiben einen Strich durch die Rechnung zu machen:

"Etwas besseres als die Nation - alle werden fallen!

Wir brauchen keine Berufspolitiker, die erst eine Mauer errichten lassen, um sie dann selber wieder einzureisen. Wir reisen die Mauern, die uns alltäglich am guten Leben hindern selber ein. Fangen wir am 8.November symbolisch mit der "Domino-Mauer" am Brandenburger Tor an. Kommt um 19 Uhr zur "Domino-Galerie" und laßt es krachen. Die Mauer muß weg!"

Mit diesem öffentlichen Aufruf wird die Berliner Polizei vor die absurde Aufgabe gestellt die Mauer zu schützen. Sie müssen nun dafür sorgen, das die Mauer stehen bleibt, damit keine normalen Menschen sie zum Einsturz bringen, um damit gegen Nationalismus und den kapitalistischen Normalvollzug zu demonstrieren, sondern die ehemaligen und aktuellen Staatsoberhäupter, die damit den ideologischen Kitt für kommende Konkurrenzschlachten zimmern wollen. Deutsche Polizisten schützen die Mauer - das wird ein tolles bIld und es wird um die WElt gehen und den ganzen Wahnsinn dieser Aktion zeigen. Und was passiert erst, wenn die Steine wirklich schon vorher kippen... In den Zeitungen ist zwar zu lesen das die Dinger am Boden fixiert sind, aber selbst der aktuelle Wind macht den Verantwortlichen sorgen. Da wird ein kräftiger Schubser wohl ausreichen, oder?
Und selbst wenn die Staatsgewalt morgen genug Beamte vor Ort hat um den "Fall der Mauer" zu verhindern, bleiben immernoch 24 Stunden und damit eine ganze Nacht um sich der Sache anzunehmen... ;-)

Antinationale Demonstration

taz-leser 10.11.2009 - 13:34
"Antinationale Demonstration
"Hör mir uff mit Deutschland"

1.500 Menschen demonstrieren gegen "Staat, Nation und Kapital" die Wendefeiern. Der Aufzug verläuft friedlich und endet vorzeitig - um Nazis zu blockieren. VON SEBASTIAN PUSCHNER

Rund 1.500 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in Mitte gegen die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls demonstriert. Bereits am Hackeschen Markt beendeten die AntinationalistInnen nach zwei Stunden ihren weitgehend störungsfreien Aufzug unter dem Motto "Es gibt kein Ende der Geschichte - Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit", um eine Demo von Neonazis im Berliner Osten zu verhindern.

Ein buntes, ungewohnt entspanntes Bild bietet der Checkpoint Charlie, Treffpunkt der Protestierenden, am Samstagnachmittag: Demonstranten verteilen fast ein Dutzend verschiedene Flyer an Familien, die sich mit Kinderwägen durch die Menschenmassen zwängen, und an die vielen Touristen. Die bleiben meist mit offenen Mündern vor dem Mauermuseum stehen, bevor sie ihre Kameras zücken und die Menschen mit Plakaten und Transparenten fotografieren. "Deutschland ist kein Grund zum Feiern", "Etwas Besseres als die Nation" und "Hör mir uff mit Deutschland" steht darauf.
Anzeige

"Es ist grotesk, die 1989 erreichte Reisefreiheit selbstherrlich zu feiern", sagt eine Demonstrantin. Deutschland besitze eines der schärfsten Asylgesetze weltweit und verwehre Flüchtlingen durch die Residenzpflicht die Bewegungsfreiheit. Ein Redebeitrag kritisiert den seit der Fußball-WM 2006 erstarkenden "positiven" Nationalismus. Ganz ohne Fußballstimmung kommen aber auch die Antinationalisten nicht aus: "Schalala, schalalala, Kommunismus" und "Allez, allez, Kommunismus" schallt es in bester Stadionmanier aus der Demo.

Mit der Polizei kommen die Protestler bald in Berührung: Bereits nach wenigen hundert Metern stoppen Beamte den Zug, weil sie die Transparente an dessen Spitze für zu groß halten. In ihren Auflagen hatte die Polizei jedoch ausschließlich das Entfachen von Feuer sowie das Mitführen von Flaschen und Dosen untersagt. Dennoch entwenden Polizeikräfte nach kurzem Handgemenge einige der - wenig später durch neue ersetzten - Banner. Ein Demoteilnehmer wird festgenommen. Ein Beamter erinnert dabei seinen filmenden Kollegen, "wirklich alles, auch, was wir machen" mit der Kamera festzuhalten. Kürzlich war der Polizei vorgeworfen worden, bei einer Demo im September Kameras bewusst vom Übergriff ihrer Beamten auf einen Teilnehmer weggehalten zu haben.

Ansonsten kommt es an diesem Samstag zu keinen weiteren Scharmützeln. Hoffnung auf einen frühen Feierabend dürfen sich die 800 eingesetzten PolizistInnen jedoch nicht machen, als der Aufzug vorzeitig am Hackeschen Markt endet. Die Antinationalisten wollen schnell nach Karlshorst. Dort hatten Neonazis eine Demo angekündigt, nachdem das Konzert der in der rechten Szene beliebten Band "Kategorie C" untersagt worden war.

Gegen 20 Uhr zog der Veranstalter aber nach Polizeiangaben seine Anmeldung zurück, die rund 50 versammelten Nazis wurden nach Hause geschickt. Hintergrund: Der geplante Konzertort, eine Möbellagerhalle in der Nalepastraße, wurde vom Vermieter nicht zur Verfügung gestellt, da er sich über die Veranstaltung "arglistig getäuscht" sah. "

9. November - Pink Rabbit got a really bad da

Pink Rabbits 11.11.2009 - 09:55
Liebe FreundInnen,

Pink Rabbit hat zum 9. November ein neues Video vorgelegt. Außerdem gibt es nun endlich die langerwartete Broschüre. 32 Seiten über die Nation und was an ihr schlecht ist.

Das Ganze gibt es auf www.pink-rabbit.org zum download. Die Papierfassung kann ab sofort bei NFJ Berlin bestellt werden.

 info@naturfreundejugend-berlin.de oder per Telefon: 030-325 327 70.

Beste Grüße,

Eure Pink Rabbits.

Link zum Video:  http://www.youtube.com/watch?v=eYpwtcRqE9g&feature=email

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 32 Kommentare

wow

rio t. 29.10.2009 - 18:04
wow, was für ein artikel,
is zwar wieder ein demo-aufruf.
und wird deswegen nicht auf die startseite kommen,
aber wow, respekt an den verfasser, keine ironie!

wir sehen uns zur demo,
und scheiß auf das ge-hate
was hier jetzt wahrscheinlich
wieder losgetreten wird ...

thumbs up!

schöne sache!

s 29.10.2009 - 18:49
ach unsinn! GEHATE?

das können dann nur antiimps, antideutsche, staats- trolls, bezahlte staats-trolls oder nazis sein.

aber mal ehrlich:
eigentlich sollten antideutschtum und antiimperialismus doch miteinander verschmelzen, wenn man nur von den reinen begrifflichkeiten (ohne den dazugehörigen hintergrund) ausgeht.

titel der ergänzunhg

dein name 29.10.2009 - 18:49
wow, ihr seid so toll, weil der beitrag ist voll lang.
scheiß auf die kritikaster!
ums-ganze-fan-club

Let's push things forward

süd-west-connection 29.10.2009 - 19:44
Demo wird sicher super, aber wo bleibt UG TV Folge 5? (;

Irrweg

RedZack 29.10.2009 - 21:01
"zur Parlamentsausstellung im Deutschen Dom, wo die DDR
neben dem NS als 'Irrweg' diskreditiert wird."

Wie kann man denn die DDR "diskreditieren"...? Sie hat sich ja wohl SELBST diskreditiert! Und dass sie ein totaler Irrweg der Geschichte war, wird ja wohl nicht ernsthaft jemand bestreiten wollen?!

blau weiß

bloß nicht 29.10.2009 - 21:44
ich seh es schon kommen "antinationale demo" "gegen staat nation und kapital" und ein blau-weißes fahnenmeer von gewissen gehirnakrobaten.

Antworten

eingeweihter 29.10.2009 - 23:21
@ süd-west-connection

UG tv folge zur mobi für die demo am 7.nov kommt die tage.

@ bloß nicht: auch das mit vemeintlichen fahnen wird kritsch betrachtet und gehändelt
ansonsten verweis auf "Gegen dtl helfen keine gedichte"

menschenlichkeit

L.Thielmann 30.10.2009 - 03:04
menschlichkeit - steht vordergrüdungig als artilel
die Linke, Menschen die keinen Bock auf Krieg haben aus irgendwelchen Gründen auch immer, nein es geht nicht um nationen, es geht um menschen nicht um geld oder macht oder profit oder selbstverherrlichung.
am arsch hängt der hammer! macht ist scheissegal.
die regierung die wir nicht gewählt haben, deren entscheidungen wir nicht tragen, und deren konsequnenz erst später realität werden.
du lebst dein leben, und dann egal welcher politischen richtung du angehörst, bist im arsch, brauchst hilfe, aber du hast das geld, siehst jene die kein geld haben, aber dann revidierst du dein denken, wirst alt und weise, erkennst krankheit kennt keine grenzen, aber du hast hoffung, aber hier in diesem system kannst du es bezahlen, aber hilft es dir?
andere systeme, traditinonelle wissenschaften, nicht aus diesem lande irgendwo anders her helfen dir, du erkennst das das globale system helfen kann, und erlebst das "Ausländer" deine leiden lindern helfen, denkst du seist priviligiert und erkennst das deine scheinbare priviligierung ein scheissdreck wert ist, du bist froh das du lebt, das du leben kannst, eben durch diese systeme, du realisierst das den nationalstolz im angesicht deiner erkrankung die sich immerweiterfort in dein leben frisst einen scheissdreck wert ist, was ist geld wenn du krank bist? du verrecken musst? aber menschen anderer nationalitäten und andere gesundheitsphilosophien dir helfen ohne auf deine scheiss vergangenheit zu achten?
mensch du bist ne arme sau - H1N1 rafft uns alle hin.
egal ob Bulle, Politnik oder Freak.
realität rüttelt dich wach.
medizin hilft dir.
Ärzte profitieren durch dich, sie helfen, aber ihr preis ist hoch, und die nebenwirkungen bringen dich dann doch um.
warum gast du gelebt?

Naziüberfall

. 30.10.2009 - 09:00
FSV 1921 Brandis - Roter Stern Leipzig (24.10.2009)
Video:
 http://www.youtube.com/watch?v=X_AHgDK8lWo

@bloßnicht

... 30.10.2009 - 09:10
...und alle die sonst noch schimpfen wollen.... wenn es für dich sooo schlimm ist nicht zu der demo zu kommen oder sogar noch vor der demo etwas herauf zu prophezeien, dann scheint es ja wirklich schlimm mit deiner antipathie zu "blau-weiß" zu sein!!!! wenn der inhalt der veranstaltung dich nicht dazu bewegt daran teilzunehmen und diese zu unterstützen, dann bist du anscheinend falsch am platz. und falls dich an dem tag tatsächlich etwas so doll stören sollte, dann sei doch reflektiert, schreib deine kritik auf, gründ ne gruppe, mach was besseres und stell selbst mal was auf die beine. ANSTATT IMMER NUR ZU SPALTEN!!!!!!

Moral

... 30.10.2009 - 11:28

Das System der kapitalistischen BRD beruht auf nur einem einzigen Prinzip.

"Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."

Freiheit kann nur aus Freiheit entstehen in unserem Staat wird die wahre Freiheit so stark eingeschränkt und soviel zugelassen wie es das politische und wirtschaftliche System erhält.

Gemäß der Chaostheorie sind komplexe dynamische Systeme wie Gesellschaften veränderbar.

Die Veränderung erfolgt durch Information und Gewalt.

Das Extrem "zuwenig" Freiheit nennt sich Zwang das Extrem zuviel Freiheit nennt sich Willkür.

Die Wahrheit befindet sich jedoch in der Mitte in der Auflösung von Willkür und Zwang zur Selbstbestimmung der kollektiven Organisation.

Das Kapital baut mit jeder Sekunde stärkere Herrschaftsstrukturen auf um das Proletariat mit allen Mitteln daran zu hindern die Wahrheit zu finden und das System zu stürzen.

Wir brauchen keine stalinistische Partei oder eine revolutionäre Elite wir brauchen kritisch denkende Individuen die sich in allen Formen entwickeln.

Wir brauchen eine revolutionäre Masse.

KRIMINELL IST DAS SYSTEM UND NICHT DER WIDERSTAND !

Passt auf euch auf.

großes lob

j.d. 30.10.2009 - 11:29
wow, krasser artikel, großes lob, echt im ernst
so lang und steht so viel drin
margot honnecker hat übrigens in santiago feierlich den 60. geburtstag der deutschen demokratischen republik begangen, auch dafür großes lob
wir sehen uns auf der demo, werden sicher deutlich mehr menschen dort sein als auf der scheiß nazi fanmeile am brandenburger tor

quatsch

muss ausgefüllt werden 30.10.2009 - 11:35
"Jan Philipp Reemtsma konstatierte: "Die Linke hat nicht nur welthistorisch verloren, sondern es gibt sie nicht mehr.""
So ein Quatsch, den Reemtsma da erzählt hat. Die Linke kann zwar verlieren, wird aber nicht aufhören zu existieren. Träumer wird es auf unserer Erde zum Glück immer geben. Irgendwann kommen die meisten in der Realität an, aber dann wachsen neue Träumer nach. Die Welt wäre langweilig ohne sie.

kritiker des "realsozialismus"

anti-Hubertus K-Geschwader 30.10.2009 - 19:58
eure kritik am "realsozialismus" will ich lieber nicht hören. ich glaube da kann man auch einfach eines der üblen machwerke von unser aller freund hubertus knabe lesen, da kommt das selbe bei raus. zumal eine kritik von 20 - 30 jährigen, hauptsächlich aus dem westen stammenden, am "realsozialismus" mit sicherheit herzlich wenig mit der realität zu tun hat!

hier mal ein weiterer kritiker des "realsozialismus", welcher jetzt als "künstler" auf den ddr-"unrechtsstaat" verweisen möchte, gesponsert vom "kommunistenhasser" nr.1 hubertus knabe featering die staatlich geförderte und allzeit propagierte "gedenkstätte"-hohenschönhausen, wo auch sonst:


In Zelle 207
Zeitreise im Trainingsanzug: Carl-Wolfgang Holzapfel in seiner Zelle.

Carl-Wolfgang Holzapfel, ein ehemaliger Stasi-Häftling, verbringt freiwillig sieben Tage eingesperrt in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Er lässt sich dabei filmen

(nebenbei mal angemerkt: jemand der tatsächlich ernsthaft unter bestimmten dingen gelitten hat und diese nur schwer verarbeiten kann, ja fast ein trauma davon getragen hat, denn so schrecklich, (wird uns doch permanent eingehämmert) war es doch dort, tut sich das gewesene unter keinen umständen freiwillig nochmal an!)

Berlin - Carl-Wolfgang Holzapfel hat sein Jackett, Hemd und Jeans gegen die Häftlingskleidung ausgetauscht. In dem alten blauen Trainingsanzug und mit den braun-gelben Filzpantoffeln wirkt er sofort kleiner, schüchterner, wie ein verhuschter DDR-Opa, mit Bart und altmodischer Brille. Alles ist grau hier im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Stasi, der heutigen Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, auch die Tür mit der Nummer 207. Auf die marschiert Holzapfel zu, geht in die Zelle. Dreimal vier Meter, Pritsche, Linoleum, Waschbecken, Klo.


(ich kenne keinen knast der anders aussieht)



Er schaut aus dem Fenster, sieht nicht viel, wegen des Milchglases. Wer hier einsaß, sollte nicht wissen, wo er sich befindet und was um ihn herum passiert.
Er ist hier zum zweiten Mal, beim ersten Mal kam er als Gefangener, jetzt kommt er als Künstler. Hinter der Nummer 207 wird Carl-Wolfgang Holzapfel, 65 Jahre alt, die nächsten sieben Tage verbringen. Sie werden gleich ablaufen: um 6 Uhr aufstehen, Bettenmachen, drei Mahlzeiten, um 22 Uhr schlafen. Kein Buch, kein Fernsehen, kein Telefon. Es soll alles wie damals sein, als zu DDR-Zeiten Häftlinge psychisch zermürbt wurden.


("..Er schaut aus dem Fenster, sieht nicht viel, wegen des Milchglases. Wer hier einsaß, sollte nicht wissen, wo er sich befindet und was um ihn herum passiert....um 6 Uhr aufstehen, Bettenmachen, drei Mahlzeiten, um 22 Uhr schlafen. Kein Buch, kein Fernsehen, kein Telefon. Es soll alles wie damals sein, als zu DDR-Zeiten Häftlinge psychisch zermürbt wurden..." also heute sieht die u-haft nicht anders aus?!)


Warum er das mache, wird er vor dem Einschluss auf der Pressekonferenz gefragt. Er hat darauf keine richtige Antwort. Er sagt nur, diese Frage sei ihm früher auch immer gestellt worden, als er gegen die Mauer demonstrierte. Es gibt alte Bilder von ihm, die zeigen, wie er mit einem Schild um den Hals gegen die Verhaftung einzelner politischer Gefangener „in der Sowjetzone“ protestiert. Er hat sein Leben lang gegen die Mauer und den Kommunismus gekämpft.


!!!!Er hat sein Leben lang gegen die Mauer und den Kommunismus gekämpft!!!!


Geboren in Schlesien, wuchs Holzapfel in West-Berlin auf. (!!)

Auch der Mauerfall brachte ihn nicht zur Ruhe: Der Hass auf die Linken trieb ihn Ende 1989 ins andere Extrem, er war 14 Monate lang Mitglied der Republikaner, trat aber nach einem Streit mit dem damaligen Parteichef Franz Schönhuber aus. (!!!!!!!!!!!!!)

Berliner Zeitung, 30.10.2009


die stasi wieder. sperrt die doch tatsächlich so eine naziratte in den knast, das darf doch alles nicht wahr sein. na dank der geforderten amnestie der "bürgerrechtler" sind ja wenigsten 1990/1991 auch die letzten faschisten aus den ex-ddr-knästen entlassen worden und kassieren heute sed/stasi-diktatur-opfer-rente. das waren die hauptsächlichen politischen gefangenen im osten, naziratten!

BliBla

Blubb 30.10.2009 - 22:57
Kann mir mal einer erklären, warum hier sone Verherrlichung der DDR betrieben wird, zumindestens in einigen Kommentaren?

Ich meine, es ist doch unmöglich, auf der einen Seite, die BRD als die Scheiße, die sie in der Tat ist, zu brandmarken, und auf der anderen so zu tun, als sei die DDR das gewesen, als das es ihre Machthaber (na, wem stößts bei diesem Begriff nicht auf?) darstellten.

Es kann, wenn ich mich mal so primitiv dogmatisch äußern darf, aus der Sicht eines Menschen, der sich auch nur irgendwo im linken Spektrum verordnet, eigentlich nur eine Meinung herrschen: Die BRD ist beschissen, aber die DDR war es keinesfalls weniger.

Und wer glaubt, die Geschichten über das begangene Unrecht seien nur Siegerpropaganda, dass 90 einfach mal alle Druckerpressen in Überstunden ein paar Stasidokumente produzierten, der solle doch bitte den Grünen beitreten und über Chemtrails "recherchieren"....

@ zoni

mielke = kranker spast 30.10.2009 - 23:45
am besten du verdrückst dich mal besser von indy. stalinisten, nazis, und 14jährige wannabe-ostler, die beim gedanken an stasi, fackelmarsch und uniformierter jugend eine latte kriegen, haben hier überhaupt nix verloren.

einige, junge Westkinder, gerade aus der

Straßenauszuckerecke 31.10.2009 - 17:49
müssen noch viel viel lernen und wissen weder über die brd, noch über ddr irgendwas, aber zucken gewaltig in irgend einem irrweg hin und her.

bei allen politischen mängeln, war es die kleine ddr, die hauptlasten der reparationsleistung bei laufender produktion, ohne industrie, in einem komplett zerstörten land, ohne marschallplan ganz allein bezahlt hat. das alles noch direkt unter permanenter drohung mit atomwaffen in einem kalten krieg, der nicht umsonst so hiess, und der jederzeit in einen atomkrieg hätte umschlagen können.

in westdeutschland, hat der gemeine wessi, 50 jahre lang sich aus den länder des südens vollgefressen, von der ausbeutung durch die nato fett dahingelebt, und hätte es die expansion des westlichen kapitals 1990 gen osten nicht gegeben, wäre damals schon der alte rheinländische kapitalismus am ende gewesen

das ende und die krise hat sich nur noch 20 jahre bis heute gehalten, und wenn irgendwann einmal die archive der brd geöffnet werden sollten, gibt es sowieso ein völlig umschreibung der heutigen geschichte, so, wie sie die heute herrschenden verkaufen.

die heutige strukturkise des kapitals, wird bei denjenigen, die einen zerstörten staat aufgebaut haben, die eine kostenlose krankenversicherung ermöglichten, die billige mieten ermöglichten, die soziale sicherheit garantieren konnten, mit allen problemen die es trotzdem gab, mehr erinnerung hervorrufen, als die drei kinder, die nichts wissen, und die das glück haben, im zentrum des europäischen kaptials zu hausen, ohne auch nur einen blick in das alte bulgarien, polen, rumänien, jugoslawien überhaupt zu waagen.






an 31.10.2009 - 14:55

fanblock 31.10.2009 - 20:49
Echt, saubere Analyse! Du sprichst mir aus dem Herzen, ich stimme dir voll und ganz zu!
Der Osten ist im Laufe der Jahre durch die permanente Erniedrigung und Verleumdung zu einem regelrechten Pulverfass geworden wo mit jeder täglichen Hetze das Streichholz der Lunte näher kommt. Es gibt im Osten inzwischen einen Hass den mit Sicherheit Niemand aus dem Westen im vollen Umfang ausbrechen sehen will. Das worüber im Westen gerne geredet wird, der Klassenkampf, ist für etliche Gruppen im Osten schon lange mehr als nur eine bloße Theorie. In bestimmten Ost-Bezirken prallen so widersprüchliche Welten aufeinander (sozial schwacher Osten/extrem besser verdienender Westen), dass es nur eine Frage der Zeit ist bis es ernsthaft ans Eingemachte geht.

Geschichtskitter

H.K. 01.11.2009 - 18:03
@ zoni
"weil es leute gibt die dort gelebt haben und eben keine erfahrungen aus knabes gruselkabinett haben. und zu deiner verwunderung muss ich dir leider mittelen dass diese den größten teil der ddr-bevölkerung (gute 90%) ausmachen."

Wieso sollte das jemanden verwundern? Ist doch ganz normal, dass in einem brutalen Repressionsstaat nur eine kleine mutige Minderheit aufmüpfig ist und entsprechende Konsequenzen erleiden muss, während die große Mehrheit relativ unbehelligt die Scheiße über sich ergehen lässt und sich im Rahmen der Möglichkeiten gemütlich einrichtet.


@anti-Hubertus K-Geschwader
„nebenbei mal angemerkt: jemand der tatsächlich ernsthaft unter bestimmten dingen gelitten hat und diese nur schwer verarbeiten kann, … tut sich das gewesene unter keinen umständen freiwillig nochmal an!

Woher willst du wissen, wie ein Ex-Stasigefangener sein Leiden am besten verarbeitet? Hast du etwa ähnliche Erfahrungen wie Carl-Wolfgang Holzapfel zu verarbeiten? Falls nicht, solltest du dir Urteile darüber ersparen. Falls doch, solltest du daran denken, dass jeder Mensch eben anders mit persönlichen Schicksalen umgeht.

Spaßig!:o)

Taske 02.11.2009 - 06:21
Ihr seid so peinlich, dass ihr schon wieder witzig seid!

Die "Öffentlichkeit", das Gros der Menschen in diesem Land nimmt Euch als "twingo-abfackelnde" (Spiegel-online), drogengesteuerte Meute war. Ihr seid nur eines (ein sehr kleines) der zahlreichen Probleme unseres Landes. Welcher Mensch außerhalb Eurer obskuren Mini-Zirkel hält Euch den für fähig der Gesellschaft befruchtende Impulse zu verleihen?

Ihr solltet Euch mal zur Abwechslung mit den Augen von Menschen sehen, die "echte" Probleme haben. Arbeitslose, Kranke, vom Kapitalismus abgehängte interessieren Euch doch gar nicht. Ihr interessiert Euch nur für Euch selbst und den "Spaß" den ihr aus Gewalt (so ihr in der Mehrheit seid) und Zerstörung ziehen könnt.

Das System, dass ihr zu bekämpfen vorgebt, nährt Euch doch! Für Euch hat sich die anarchische Utopie doch längst verwirklicht. Ihr arbeitet nicht und der dumme, von Euch bekämpfte Staat nährt Euch doch!:o)

Aber was solls: Macht ruhig weiter: Außerhalb Eurer, die immer gleichen Spinner, anziehenden Demos und Zirkel interessiert sich eh kein Mensch für das was ihr tut oder sagt.

In diesem Sinne: Prost! Man sieht sich vorm Aldi!:o)

Сопротивление!

Автономная 02.11.2009 - 18:24
Хотя мы в меньшинстве, но мы не будет разбит!
Выгнать Запада немецких оккупантов из нашей окрестности!

Классовой борьбы -
Свобода или смерть!

erinnerung

rio t 02.11.2009 - 23:02

haett ich ja fast vergessen

am samstag (berlin) soll ja auch dieses beschissene kat. c konzert sein,
genug leute waere ja in der stadt um das ding zu sprengen

also kreativitaet freien lauf lassen ...

an die Verfasser bzw die Organisatoren

hin und her-Gerissene 03.11.2009 - 20:35
Wie sieht es denn nun eigentlich mit dem Fahnengeschwenke aus? Irgendwie wurde sich um die Frage immer wieder gedrückt. Kann mal jemand von euch das hier ganz klar erläutern?

Also. Wird die Demo gegen den "westdeutschen Impererialisumus" (Vereinnahmung der DDR 1990)
von einem Fahnenmeer anderer imperialistischer Staaten begleitet, sprich im Klartext: muss Mensch mit dem Anblick von USA und Israel Fahnen rechnen?

Zweite Frage: Wird bei dieser Demo ähnlicher Blödsinn wie: Kühe, Schweine - Ostdeutschland skandiert werden? Was dann wohl für eine reine "Wessi"-Demo im Osten sprechen würde.

Überblich zur Antinationlismus-Diskussion

Peter 04.11.2009 - 13:03
Auf dem Blog  http://brummkreiselpilotin.blogsport.de/ gibt es einen guten Überblick über sämtliche Beiträge in der bisherigen Diskussion um Antinational/Antideutsch in diesem Jahr. Hier der Text, der allerdings auf dem Blog selber viele Links zu den jeweiligen Beiträgen enthält:

"Antinationalismus diskutieren!
Aktuell gib es eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zur Disskusion um Antinational/Antideutsch. Aufhänger sind die „Staat. Nation. Kapital. Scheisse.“-Kampagne des „…ums Ganze!“-Bündnisses und die „Still not lovin´ Germany“-Kampagne aus Lepzig, sowie die übliche Fahnendebatte. Allerdings sticht die aktuelle Diskussion insofern hervor, als das sie solidarisch geführt wird, die Protagonist_innen sich also nicht einfach in identitärer Abgerenzung üben, sondern sich aufeinander beziehen und miteinader diskutieren, sowie die geneigte Öffentlichkeit an der Debatte teilhaben lassen.
Bereits zur antinationalen Parade am 23.Mai in Berlin hatte es Diskussionen um das Mitführen von Nationalfahnen (der Alliierten und Israels) gegeben. Diese Diskussion gewann dann im Vorlauf der Demonstrationen am 3.Oktober in Saarbrücken und am 10.Oktober in Leipzig an Fahrt. Der Text „Gegen Deutschland helfen keine Gedichte!“ von der autonomen antifa [f] und des Antifa AK Köln führte zu einer Reaktion der Antifa Saar / Projekt AK, einer Antwort von sinistra! und diversen Diskussion auf Blogs und in Foren. Zusätzlich gab es noch ein paar Anmerkungen zum Leipziger Aufruf, sowie eine Reaktion auf diese.
Im Vorfeld der antinationalen Demonstration am 7.November in Berlin folgte dann eine fast zweistündiges Radiointerview mit Vertreter_innen mit T.O.P. B3rlin und anderen linksradikalen Gruppen und Einzelpersonen, darunter …nevergoinghome. und die Naturfreundejugend Berlin: Teil1 & Teil2
Die Differenzen die sich in diesem Streitgespräch zeigten, manifestierten sich dann auch in verschiedenen Aufrufen für die Bündnisdemo am 7.November. Neben dem Aufruf eines großen Bündnisses u.a. getragen von den „…ums Ganze!“-Gruppen, gibt es nun auch einen der Gruppe Internationale KommunistInnen und einen von der Emanzipative Antifaschistische Gruppe, der Naturfreundejugend Berlin, …nevergoinghome, Gruppe subcutan und den Jungdemokrat_innen/Junge Linke Brandenburg. Zusätzlich hat die Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (eine Gruppe aus dem „Still not lovin´ Germany“-Vorbereitungskreis) in der Jungle World den Text „Deutschland lieben“ veröffentlicht.
(...)
Längere Papiere zum Thema gibts ebenfalls von der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff mit ihrer Broschüre „Nie wieder Revolution für Deutschland – Unser Statement zum Gedenkjahr“ und dem „…ums Ganze!“-Bündnis mit „Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit“.
Etwas aus dem Rahmen fällt die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln mit ihrem Text „Farbbeutel, Böller und dummes Geschwätz – Über das Kasperletheater der „Antinationalen““, der wohl nicht als Debattenbeitrag gedacht ist, sondern nur zum Rumpöbeln . Dieser Text wurde als Flugballt vor einer gut gefüllten Veranstaltung „Zur Geschichte und Zukunft der Antinationalen“ des Antifa AK Köln mit den Referent_Innen Thomas Ebermann, Jutta Ditfurth und T.O.P. B3rlin verteilt. Reaktionen darauf gibt es hier und hier.
Eine recht gute Zusammenfassung zum deutschen Superjubeljahr und den Protesten dagegen gibt es außerdem auf Indymedia.
to be continued…"

Vielleicht können die Mods diesen Text inklusive der vielen Verlinkungen hier einpflegen. Immerhin handelt es sich dabei um eine Draufsicht auf eine aktuell wichtige Diskussion innerhalb der radikalen Linken!

Veranstaltung zur Thematik:

Wir wollen Alles! 04.11.2009 - 13:44
Es gibt kein Ende der Geschichte!

SOZIALISMUS -
Von der Aktualität einer Utopie

Podiumsdiskussion an der FU Berlin

Am 10.11.2009 um 18 Uhr

Achtung, Raumänderung:
Hörsaal 1a in der Silberlaube (Habelschwerdter Allee 39-45, U3 Dahlem Dorf oder Thielplatz)

Es diskutieren:

Raul Zelik (Schriftsteller und Politologe, Berlin)
Renate Hürtgen (Historikerin, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Alex Demirovic (Politologe, TU Berlin)
Christian Siefkes (Informatiker, Berlin)
Ralf Hoffrogge (Historiker)

Sozialismus - was heißt das eigentlich?

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall wird allerorten Feierstimmung
verbreitet, das Jahr 1989 beherrscht die Schlagzeilen. Mit dem Ende des
autoritären »Real-Sozialismus« soll auch jede Debatte über
grundsätzliche gesellschaftliche Alternativen erledigt sein. Doch die
Politik der Erinnerung kann kaum verdrängen, was allzu offensichtlich
ist: In der größten Wirtschaftskrise seit 1929 ist die Frage nach einer
solchen Alternative wieder zur Gegenwartsfrage geworden.

Nicht nur in den Medien, sondern auch in der Wissenschaft drückt man
sich um die längst notwendige Generaldebatte. Reformen und Regulationen,
bestenfalls ein »Green New Deal« sind Diskussionsgegenstand, das
Versagen der Marktwirtschaft wird jedoch ausgeblendet.

Dem wollen wir entgegentreten. Fünf Autoren und Autorinnen der »PROKLA ?
Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft«, die sich in einem
Themenheft mit Sozialismuskonzeptionen auseinandergesetzt haben,
diskutieren ausgehend von ihren Aufsätzen.

Wir wollen darüber reden, wie eine Gesellschaft aussehen könnte, in der
nicht Profit und Markt, sondern gesellschaftliche Bedürfnisse die
Produktion bestimmen, in der die Verteilung von Arbeit und Ressourcen
demokratisch geplant wird. Eine Gesellschaft ohne selbst produzierte
Sachzwänge, eine Gesellschaft, die willens und fähig ist, der
ökologischen Katastrophe zu entgehen. Eine historische Analyse des
sogenannten »real existierenden Sozialismus« ist dabei unverzichtbar.

Jenseits von Nostalgie und Retrokult soll herausgearbeitet werden, warum
im Staatssozialismus gesellschaftliche Emanzipation gerade nicht
verwirklicht wurde. Diese Emanzipation, verstanden als praktizierte
Herrschaftskritik, ist jedoch Kernstück jeder ernsthaften Konzeption von
Sozialismus.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Linke Liste ::[all]:: an der
FU Berlin, des AStA FU Berlin und PROKLA - Zeitschrift für kritische
Sozialwissenschaft

wo ist die linksradikale Alltagspolitik?

r.g. 04.11.2009 - 18:18
"wie wehre ich mich gegen die Willkür der ARGEN?"
"wer hilft mir beim Ausfüllen meines ALG II Antrag?"
"was tun bei drohender Wohnungslosgkeit?"
"Wer begleitet mich auf Behördengängen?"
"Woher bekomme ich billiges Essen, warme Mahlzeiten?"
"In meiner Kleinstadt muss ich als Hartzie vor den Nachbarn und den Behörden Spießruten laufen, ich halte den Druck nicht durch; ist doch nicht meine Schuld dass ich keine Arbeit habe. - Wer bestärkt mich in meiner seelischen Not?"
"könnt ihr in eurem Projekt einen 1-Euro-Job für mich organisieren?"
"Wer weiß einen Job, wo ich wenigstens auf meine 1000 Euro komme?"
"Erhöhung des Regelsatzes auf 500 Euro!"

Mit anderen Worten, die Unterdrückten (die das ja eurer Meinung nach ja nicht mal sind, weil es es ihnen mit Hartz IV immer noch zu gut geht) können mit eurem Gequatsche nichts anfangen. In jeder katholischen Messe, jedem Linkspartei- oder Verdi, bei der Mieterberatung oder einem Arbeitslosenselbsthilfeprojekt finden die Menschen mehr Antworten auf den zunehmenden Leidensdruck in der Krise als bei euch. Und am Monatsende wenden sich die Menschen ohnehin eher an die nächste "Wir-kaufen-ihr altes-Zahngold"-Klitsche.

Ja, ich weiß, euch geht´s "um´s ganze", und "fordern ist verkehrt", aber "the whole fucking Bakery", die ihr wollt ist in Wirklichkeit nur der "pie in the sky". Mir nützt ein Stück vom Kuchen in der Hand mehr als die Aussicht auf den Kommunismus. Ich lebe jetzt und nicht in hundert Jahren.

"Marke Deutschland": Entblödung im "Ausland"

ATHEN 05.11.2009 - 15:11
Am 12.11. kann's dann bei gutem Wetter in Athen weitergehen. Deutsche Propaganda-Veranstaltung: 143 Morde durch Nazis seit der Wiedervereiterung! oder: das Massaker von Distomo, warum die Merkelnation immernoch nicht bezahlt hat und das Goethe-Institut in Athen nur noch unter EG-Gnadenjustiz der BRD gehört...
Dazu DIE MIMMIS mit "Du bist deutschland", Frikadellen von Lidl und ein griechisches Löwenbräu.
FURZ statt PROST!

link zu "Marke Deutschland"

Jung von Matt 05.11.2009 - 15:13

@ Antifa Unite 04.11.2009 - 22:35

Radical - (A)- Unite! 05.11.2009 - 18:59
"..Beim berliner Terminkalender "Stressfaktor", der eher dem klassisch-autonomen Spektrum der radikalen Linken zuzuordnen ist, wird die antinationale Demonstration am 7.11., die u.a. von ...UmsGanze organisiert wird auf der Startseite beworben...."

Was nicht bedeutet, dass sämtliche radikalen Gruppen aus dem autonomen/anarchistischen Spektrum deshalb alle Ideale über Bord werfen und am 7. in einem Meer von blau/weißen und blau/weiß/roten Fahnen abtauchen. (Zu der Thematik will man sich ja anscheinend auch nicht wirklich äußern?!) Rennt ja auch keiner zu den X-B-liebigen Voküs die dort beworben werden.

"..Dies auch bei der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB; organisiert in der Interventionistischen Linken), die sogar das Mobivideo "Umsganze TV 5" in ihre Startseite eingebettet haben..."

Passt ja zur "Antifa". Die richtet ihre Fahnen gerne nach dem Wind.

"..Eine dermaßen breite Unterstützung für eine antinationale Aktion hat es seit der Gründung von ...UmsGanze nicht gegeben..."

Ist nur die Frage ob das ein Grund zum feiern ist.

Kritik an der Wiedervereinigung bzw Vereinnahmung der DDR, JA! Aus dem antideutsch...ähhh antinationalen Spektrum und ausschließlich idiologisch vom Westen her, NEIN!

linksradikale Alltagspolitik

Seppi 05.11.2009 - 23:41
@ r.g.

Nun das hast du leider recht. Einige Antifas haben sich kaufen lassen, auch von BND und anderen Praktikantenvermittlungen. Um die Punkte wie ALG2 und konkrete Maßnahmen gegen Zwang und Unterdrückungin Gang zu setzten muß man selbst das Mikro ergreifen.

Allerdings darf man vom Bündnis nicht zu viel verlangen...Gemeinsamkeiten der Linken Gruppen sollten mehr über das Ausschlussverfahren konkretitisert werden: Was wollen wir sicher nicht. Meine Warung geht dann immer an die Antideutschen wenn es wieder gegen die Idee von Staaten, also Republiken geht. Da muss man vorsichtig sein.

"Hinter dem Faschismus steht das Kapital"...man mus nun immer wieder ergänzen "und das ist international"

In Venezuela und anderen Alba-Staaten ist man da schon weiter - von dort könnte es einen Lernimpuls geben.

Was die Impulse für den Alltag angeht muss man kämpfen, muss man Verbündete finden und sich nicht wundern, dass jede größere Strömung unterwandert wird, solange sie zentralistisch geordnet wird. sich gegen die deutschen Verhältnisse zu stellen, darf nicht darin enden in einer EU-Diktatur auszugehen. Denn: Je größer das Gebiet - desto schwerer ein Systemwechsel

Ich bin da mit der autonomen Republik Tempelhof - die hoffendlich auf dem Flughafen entsteht voll ausgelastet :-)))

feindlich-negative Sprachregelung

xyz 06.11.2009 - 19:49
warum ist da oben ständig vom "Mauer"fall die Rede? Es muss "Antifaschistischer Schutzwall" heißen, Genossen!

LUXUS-nur durch arbeit?!

+- 07.11.2009 - 00:26
ich finde die BRD besser als die DDR. Für die Emanzipation!- war schon damals die Rede.
Gibt es eigentlich aufzeichnungen des workshoptages an der hu? mich würde gerne interessieren, wie der kommunismus denn besser für die menschen sei?