Polizei probt Ahaus-Castoren - es geht los!!

SOFA Münster 28.10.2009 11:53 Themen: Atom Ökologie
In Ahaus geht es wieder rund: Die Betreiber des Zwischenlagers Ahaus haben beim BfS die Einlagerung für 152 Castor-Behälter aus dem Forschungsreaktor Jülich beantragt und womöglich noch in diesem Jahr soll die Genehmigung für die Einlagerung von neuartigen Castoren mit mittelaktivem Atommüll aus La Hague sowie für stark verstrahlten Atomschrott aus deutschen AKWs erteilt werden - und die Polizei übt schon intensiv die Einlagerung von Leer-Castoren! Die Lage ist ernst und die Anti-Atom-Initiativen in Ahaus und dem Münsterland rufen mit bundesweiter Unterstützung zu entschlossenem Protest und Widerstand auf!
Derzeit ist nicht auszuschließen, dass die Landesregierung in Düsseldorf, das Bundesamt für Strahlenschutz und die Polizei noch vor den Landtagswahlen im Mai 2010 versuchen könnten, die ersten Castoren seit 2005 nach Ahaus zu bringen. In einer ersten Pressemeldung hatte der Zwischenlager-Sprecher Rosen genau das angekündigt (sogar noch für 2009!). Die Meldung wurde dann schnell zurückgezogen ...

Fakt ist: Sobald einer der drei Genehmigungsanträge (Jülich, La Hague, hochverstrahlter Atomschrott) durch ist, kann es sofort losgehen. Darauf müssen wir uns einstellen. Die Atomindustrie und die Landes- und Bundesregierung wollen Ahaus als Zwischen-Endlager zementieren und nach 17 ziemlich unglücklichen (weil widerstandsreichen) Betriebsjahren die Leichtbauhalle endlich bis unter die Kante vollpacken - die Polizei trainiert schon heftig mit Hubschraubern und Leer-Castoren und ein neuer Hebekran wurde auch bereits angeschafft.

Was aus diesen massiven Einlagerungsplänen für Ahaus wird, liegt nun an uns. Ist der Widerstand spürbar, nachhaltig und entschlossen, laufen die Betreiber wie in den letzten 17 Jahren vor eine Wand. Doch dazu brauchen wir bundesweite Hilfe. Die BI Lüchow-Dannenberg und zahlreiche Initiativen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Die Münsterländer Anti-Atom-Initiativen rufen deshalb auf: Kommt nach Ahaus - lasst uns gemeinsam diesen Wahnsinn stoppen!

Auch außerhalb von Ahaus lässt sich vieles tun: Ein Schwerpunkt der Aktionen wird der stillgelegte skandalträchtige Pannenreaktor Jülich werden (90% NRW, 10% Bund). Von dort werden die Castoren den Niederrhein und das nordwestliche Ruhrgebiet durchqueren - alles dicht bewohnte Gegenden.

Die La Hague-Castoren haben einen noch längeren Weg: Sie werden wahrscheinlich größtenteils dieselbe Strecke wie die Gorleben-Castoren nehmen - also, Grenzübergang Lauterbourg-Karlsruhe-Mannheim/Heidelberg-Fulda-Bebra-Kassel. Von dort rechnen wir derzeit wie 1998 mit einem Transport über Warburg-Paderborn-Soest-Hamm-Lünen-Dülmen-Coesfeld nach Ahaus.

Zum Hintergrund: Das Zwischenlager Ahaus gehört zu 55% der GNS (also der Atomindustrie) und zu 45% Evonik. Evonik ist das Nachfolgeunternehmen der RAG und gehört derzeit zu 100% einem Kuratorium aus Bund, den Ländern NRW und Saarland sowie der Gewerkschaft IGBCE (ja richtig, auch eine Gewerkschaft ist derzeit indirekte Anteilseignerin in Ahaus ...). Das heißt, das Zwischenlager Ahaus ist bis zum Börsengang von Evonik halbstaatlich.

Die Genehmigungsanträge liegen bei der Bezirksregierung Münster sowie beim BfS in Salzgitter. Dort wird traditionell im Sinne der Atomindustrie entschieden - und alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es geht Politik und Atomindustrie darum, nach dem ASSE-Debakel, dem Morsleben-Fiasko und dem Gorleben-Betrug, durch eine endlose Dauer-Zwischenlagerung das Atommüllfiasko zu verschleiern, um längeren AKW-Laufzeiten durchzusetzen. Die Zwischenlager Ahaus, Gorleben und Greifswald spielen deshalb eine zentrale Rolle in die Atompolitik.

In Ahaus ist es zum jetzigen Zeitpunkt wichtig, dass der Widerstand erkennbar durchstartet. Dazu gibt es mehrere Termine:

Am 15. November findet um 14 Uhr der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus statt - eine gute Gelegenheit, um sich mit dem Zwischenlager und der Region vertraut zu machen. Wir wollen den Sonntagsspaziergang wieder zur zentralen Protest-Plattform ausbauen.

Am 21. November findet in Köln das zweite NRW+ Vernetzungstreffen statt. Dort wird es neben Ahaus auch um die internationalen Urantransporte von und nach Gronau gehen.

Am 20. Dezember findet dann um 14 Uhr ein großer Sonntagsspaziergang in Ahaus am Zwischenlager statt, zu dem die Herbstkonferenz der Anti-Atom-Bewegung im Wendland bundesweit aufruft.

Aktuelle News gibt es bei: www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.contratom.de
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Ergänzungen

(muss ausgefüllt werden)

(muss ausgefüllt werden) 28.10.2009 - 12:46
aktuelle meldungen, weitere infos und möglichkeiten euch einzubringen auch auf www.kein-castor-nach-ahaus.de

7.11 -- Aktionstag gegen Atomenergie

Lüneburger 28.10.2009 - 17:59
Am 7. November findet ein dezentraler Aktionstag gegen Atomenergie statt. Ihr alle seid aufgerufen euch daran zu beteiligen. Aktionsform und Ort bleibt euch überlassen. Ob Klein- oder Großgruppe, ob Demo oder Flashmob, ob friedlich oder militant, zeigt das Atomenergie keine Zukunft hat und Energiekonzerne enteignet gehören.

nähere Infos dazu: www.contratom.de/novemberaktionstag

Im Rahmen dessen findet um 18.00 Uhr in Lüneburg auf dem Bahnhofsvorplatz eine Kundgebung unter dem Motto "Mal richtig loslegen: Atomanlagen stilllegen - sofort! Gorleben
dichtmachen! In Gedenken an Sébastian Briat" statt.

Mahnwache

Castor 28.10.2009 - 21:53
In Ahaus fand heute Abend eine spontane Mahnwache vor dem Brennelementlager statt, um gegen die geplanten Atomtransporte nach Ahaus zu demonstrieren. Weitere spontane Aktionen wurden angekündigt...Der nächste Sonntagsspaziergang findet in Ahaus am 15. November statt.

7. November dezentraler Aktionstag

Gerhard Förster 28.10.2009 - 23:25
Am 7. November 2009 findet ein dezentraler Aktionstag gegen die Atomenergie und ihre
politischen Unterstützer statt.

Aktionen vor den Konzernzentralen und Niederlassungen, vor schwarz/gelben Parteibürös und anderes sind angekündigt.

Weitere Infos auch unter  http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=16552

Infos

... 29.10.2009 - 17:59

Abendlicher Protest gegen neue Atomtransporte

Contratom 30.10.2009 - 13:53
Mit einer spontanen Mahnwache protestierten am späten Abend am 28. Oktober Atomkraftgegner vor dem Tor des Brennelemente-Zwischenlagers in Ahaus. Sie demonstrierten gegen die beantragten Castor-Atommülltransporte von Jülich und La Hague in das Ahauser Atommülllager. Die Polizei stellte die Personalien der Atomkraftgegner fest.

„Die Planungen dieser Transporte laufen seit geraumer Zeit. Das Planungsverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Betreiber des Zwischenlagers setzen nicht auf Transparenz, sondern auf Geheimhaltung,“ so Heiner Möllers, Vorsitzender der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Erst auf Nachfrage informierte der Pressesprecher des BZA, Burghard Rosen, die Bevölkerung über bereits gefahrene Leercastoren. Diese Probetransporte sind Teil des Genehmigungsverfahren. „Verantwortungsvolle Öffentlichkeitsarbeit läuft nicht hinter verschlossenen Türen ab,“ so Möllers weiter.

Das Ahauser Zwischenlager ist sicherheitstechnisch längst überholt. Zum Beispiel ist es nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Auch die Endlagerung des Atommülls ist völlig ungeklärt. Ahaus ist nur eine politisch-motivierte Notlösung.

„Die Anti-Atomkraft-Initiativen lehnen diesen unverantwortlichen und geheimen Atommülltourismus nach Ahaus deshalb kategorisch ab und rufen mit bundesweiter Unterstützung für die nächsten Wochen zu verstärkten Protesten in Ahaus auf,“ so Falko Tetzlaff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Am 15. November um 14.00 Uhr findet der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus am Zwischenlager statt.

Am 20. Dezember ist um 14 Uhr eine Demonstration vor dem Zwischenlager Ahaus geplant. Dazu rufen auch die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, das Informationsnetzwerk Contratom sowie weitere norddeutsche Initiativen auf.

„Die gestrige Aktion war nur der Anfang. Der Widerstand in Ahaus wird spürbar zunehmen. Wir erwarten von der Landesregierung und dem Bundesamt für Strahlenschutz, die Genehmigungsanträge abzulehnen, denn Ahaus ist keine Lösung für das riesige Atommüllproblem,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

.ausgestrahlt Radio

Radio Dreyeckland 31.10.2009 - 22:14
17 Tage lang hat .ausgestrahlt gemeinsam mit anderen Anti-AKW-AktivistInnen die Koalitionsverhandlungen belagert. Das hat Eindruck gemacht: Angesichts der Proteste, der Bevölkerungsmehrheit für den Atomausstieg sowie der komplizierten Materie haben Union und FDP im Koalitionsvertrag nur Unkonkretes vereinbart. Was sie als Nächstes tun, hängt von der Stärke der Proteste ab.

Klick:  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30462

Notfallschutz bei AKW-Unfällen ...

Radio Dreyeckland 31.10.2009 - 22:15
Für die Schweiz soll es eine neue Notfallschutz-Verordnung geben. Die Verordnung soll die Bevölkerung besser vor den Folgen von Strahlenunfällen in Atomkraftwerken schützen. Ausgerechnet den schlimmsten Fall eines Super-GAUs regelt der Entwurf des Bundesrats
jedoch nicht. Greenpeace Schweiz zeigt in einer Animation, welch große Gebiete bei einem
schweren Strahlenunfall in einem Schweizer AKW radioaktiv verseucht würden. Insbesondere müssten die benachbarten Länder in die Notfallschutzplanung einbezogen werden, den wenn man die Animation sieht wird klar: Notfallschutz für 5 bzw. 20 km um ein AKW sind einfach zuwenig.

Klick auf:  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30490

Castor-Zwischenfall in Gorleben

NDR 01.11.2009 - 19:38
Zwischenfall im Atommüll-Zwischenlager Gorleben: Am Überwachungssystem eines Behälters ist am Wochenende ein Defekt aufgetreten. Der Castor, der 28 hoch radioaktive Glaskokillen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague enthält, sei in den Wartungsraum gebracht worden, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums am Sonntag. Zu keinem Zeitpunkt habe die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität bestanden.

Die Fehlermeldung sei durch einen elektrischen Defekt im Verbindungskabel zwischen dem Behälter und dem Behälter-Überwachungssystem des Zwischenlagers ausgelöst worden. Die defekten Bauteile wurden demnach im Beisein der Aufsichtsbehörde ausgetauscht. "Zunächst schien die Betriebsstörung behoben, sie trat am heutigen Sonntagmorgen jedoch erneut auf", sagte die Sprecherin weiter. Die Untersuchung des Zwischenfalls geht weiter.(...)

Weiterlesen:  http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/atomkraft/gorleben336.html

Atommüllager Morsleben

unabhängige redaktionsgruppen 02.11.2009 - 22:15
Seit einigen Monaten ist das skandalträchtige Atommüllager Asse II in aller Munde. Doch nicht weit davon entfernt gibt es ein weiteres Atommüllager, das "Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben". Ein ausgedienter Salzstock, der schon von der DDR als Atommüllager genutzt wurde. Auch nach der Wende konnte dort noch bis ende der 90er Jahre munter Atommüll verklappt werden. Und das, obwohl der Zustand des Salzstocks bei weitem nicht besser ist als in der Asse II und nun akute Einsturzgefahr droht.

Was sich hinter dem "Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben" verbirgt, was das Bundesamt für Strahlenschutz vorhat, um das Kapitel Morsleben endlich abschliessen zu können und was das alles mit Asse II und dem Endlagerschwarzbau in Gorleben zu tun hat, erfahrt ihr im folgenden Interview mit Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Interview:  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=30500

Weitere Infos: www.morsleben-kampagne.de

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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die Nagelprobe — APO

Auf nach Ahaus — Autonome Antifa

Anreise — Dennis

nie wieder brd — Hamburgerin