Gelebte Solidarität

Rote Antifa 18.10.2009 11:23 Themen: Antifa Militarismus
Am 16.10.2009, kam es in den Abendstunden in der Düsseldorfer Altstadt zu einer lauten Spontandemonstration.
6 Personen wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen.
Hintergrund der spontanen Versammlung von ca. 50 AntimilitaristInnen war die Urteilsverkündung im s.g. „mg-Prozess“. Die vermeintlichen Mitglieder Axel, Florian und Oliver brachten ihren Pazifismus durch militante Aktionen gegen die Bundeswehr zum Ausdruck. Durch eine absurde „Beweisführung“ kam es am 16.10.2009 zu einer Verurteilung der drei zwischen 3 und 3,5 Jahren Gefängnis ohne Bewährung. Ziel der Justiz war es, ein Grundsatzurteil im Falle des Paragraphen 129 a zu sprechen. Dieser Paragraph hätte die drei Antimilitaristen zu Mitgliedern in einer „terroristischen Vereinigung“ gemacht und das Strafmaß vermutlich stark erhöht. Staat dessen wurden sie als Mitglieder einer „kriminellen Vereinigung“ verurteilt ( Paragraph 129).
Für den zuständigen Richter waren keine antimilitaristischen Tendenzen in den Aktionen der MG (Militanten Gruppe) ersichtlich. Bei den Anschlägen der MG handelte es sich um Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge.
Die Anwälte der drei werden in Revision gehen. Bis das Urteil rechtskräftig ist – was für Anfang 2010 erwartet wird- müssen die drei noch nicht in den Knast.

Die Demo zog rund 20 Minuten durch die Düsseldorfer Altstadt. Laute, starke Parolen, Bengalos und Rauchbomben untermalten die Wut der DemoteilnehmerInnen über das Urteil. Während der Demo wurde eine Rede gehalten. Nach dem die Bullen mit immer mehr Einsatzkräften vor Ort waren und versuchten die Demo in den kleinen Gassen der Altstadt zu kesseln, wurde die Demo rasch aufgelöst. Eine Kleingruppe wurde nach der Auflösung kurzzeitig in Gewahrsam genommen.

Weg mit den Paragraphen 129, 129 a und 129 b !!!
Solidarität mit Axel, Florian, Oliver und allen politischen Gefangenen !!!
Kampf der Repression !!!

Solidarität ist eine Waffe

Rote Antifa
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Ergänzungen

tjaja

Ich 18.10.2009 - 12:40
Da ist sie wieder, die staatsfixierte Linke. Da wird Mitgliedern einer polit-sekte ziemlich eindeutig nachgewiesen, dass sie an Anschlägen beteiligt waren (DNA-Spuren am Tatort, Benzinspuren im Rucksack, bei der Tat beobachtet etc.), da krakehlt die staatsfixierte Linke, dass der Prozess nicht gerecht war. Ein rechtsstaatlich "gerechter" Prozess kann nämlich nach Rote-Antifa-Logik keine ihrer Genossen treffen, weil dann isses "Klassenjustiz" und ungerechte "Repression". Leute, wenn man sich dazu entschließt, Bundeswehrfahrzeuge abzufackeln, "ok". (ob das politisch richtig ist, was die mg getan hat, darüber war sich die Debatte in der radikalen Linken ja bis vor der Festnahme der drei ziemlich einig)
Aber dann impliziert das auch die Gefahr, dabei gepackt und weggesperrt zu werden. Da brauch tatsächlich niemand rumheulen, als hätte man nich wissen können, wie mächtig der Staat dann mal zurückschlagen kann. Im übrigen konnte er das besonders in diesem Fall ja garnicht so sehr wie er wollte, weil ihm seine liberalen Gesetze im Weg standen ; als 129a hätten die 3 die schwedischen Gardinen wohl ein paar mal so oft von innen gesehen.

Tjaja. Die Rote Antifa. Die einzige Ruhrgebiets-Enklave der radikalen Linken, die 30 Jahre verschlafen hat. In Berlin würde man euch sicher feiern, wieso zieht ihr nicht einfach kollektiv da hin und geht "Bonzenkarren" anzünden ?

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