Hanfaktivisten beim Anbau auf DEA Rasen verhaftet

die-hanfplantage & huffingtonpost 14.10.2009 18:05 Themen: Kultur Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Eine Gruppe von Hanfbauern und Geschäftsleute im Hanfbusiness wurden bei einer Aktion des “zivilen Ungehorsams” auf einer Rasenfläche vor dem Hauptquartier der Drogenkontrollbehörde der USA, bei dem Versuch industriellen Faserhanfsamen zu pflanzen, verhaftet. Wir haben da eine Milliarden-Dollar Industrie die schläft.” sagte Hauge, der auch gegen die DEA deswegen prozessiert
13.10.2009: Eine Gruppe von Hanfbauern und Geschäftsleute im Hanfbusiness wurden bei einer Aktion des “zivilen Ungehorsams” auf einer Rasenfläche vor dem Hauptquartier der Drogenkontrollbehörde der USA (Drug Enforcement Agency, DEA), bei dem Versuch industriellen Faserhanfsamen zu pflanzen, verhaftet.

Unter den Verhafteten ist David Bronner, der Vorstand von Dr. Bronner’s Magische Seifen, einer mehr als 60-Jahre alten Firma, die Millionen von Dollars Umsatz jedes Jahr macht.

Bronner kauft Hanf von Bauern in Kanada, um sie in den Seifen zu verarbeiten. Er wurde vor dem DEA Museum verhaftet, welches sich am gleichen Ort wie das Hauptquartier befindet.

“Unsere Kinder besuchen das Museum und sagen: ‘Mein Gott. Eure Generation war verrückt. Was zum Teufel ist Falsch mit euch?’” sagte er, während die Polizei von Arlington County ihn verhaftete und abführte.

Die Gruppe wurde wegen Hausfriedensbruch verhaftet.

Eine Sprecherin der DEA verwies auf das Justizministerium, da es “diese Leute seien, welche die Gesetze machen für Drogen”. Eine Sprecherin des Justizministeriums wollte kein Kommentar abgeben.

Faserhanf ist jedenfalls keine Droge und hat auch keine Möglichkeiten, jemanden “Stoned” zu machen, gaben die Hanfbauern zu Protokoll. Wayne Hauge und Will Allen, Hanfbauern aus North Dakota und Vermont, brachten zahlreiche Schaufeln und Samen zu der Protestaktion und wurden von Vorständen der Organisation “Vote Hemp” unterstützt. Dies Organisation leistet Lobbyarbeit um die föderale Legislative zu bewegen, den Bundesländern ihre eigene Hanfpolitik zu ermöglichen.

Zur Zeit ist es in acht Bundesstaaten der USA - Hawaii, Kentucky, Maine, Maryland, Montana, North Dakota, Vermont, und West Virginia - möglich, industriellen Hanf zu produzieren oder zu untersuchen. Dennoch machen es die föderalen Gesetze nahezu unmöglich, eine entsprechende Genehmigung zu bekommen. Ein Gesetzesvorschlag der Senatoren Ron Paul (R-Texas) und Barney Frank (D-Mass.) würde es den Bundesstaaten ermöglichen, eigene Politik zu machen.

Isaac Nichelson, Vorstand der Firma LiViTY Outernatioanl, die Hanftextilien herstellen, war vor Ort und wurde beim Samen streuen verhaftet. Er gab vor der Polizei und einigen Pressereportern zu verstehen, dass er lieber regionales Material verwenden würde, als es aus China importieren zu müssen.

“Wer hat eine Genehmigung?” fragte David Smith, Sicherheitsoffizier der DEA, als er die Gruppe Hanfbauern entdeckte, die einen landschaftsgestaltenden Dienst auf dem Gelände leisteten.

“Soweit ich weiss, haben wir schon vor langer Zeit eine Genehmigung beantragt”, sagte Nichelson ihm.

Die Hanfbauern fragten die DEA Offiziellen ob sie denn den Unterschied zwischen Hanf und Marihuana kennen würden.

Sie waren sich nicht sicher. “Es ist ein Cousin - richtig? Oder war es ein Onkel?

Hauge ist einer von zwei Bauern in dem Bundesstaat North Dakota, dem es erlaubt ist Hanf anzubauen. Aber er darf es nicht wegen der föderalen Gesetze. Mutter Natur kennt wohl keine Gesetze - der Hanf wächst wild überall in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Präsident Reagan hat grosse Resourcen abgestellt um Hanf zu vernichten. Millionen von wilden Pflanzen wurden ausgerupft. Reagans Versuch, wilden Hanf zu vernichten, wurde nochmal verstärkt als die DEA 1989 verkündete, sie hätten 120 Millionen wilde Hanfpflanzen vernichtet. 2001 verkündeten sie, diese Zahl hätte eine halbe Milliarde Pflanzen erreicht.

Die Hanfbauern argumentieren, dass die Regierung lieber den Anbau von Cannabis erlauben solle, anstelle ihn auszurotten. Insbesondere sei dies ein großes Hinderniss, da es amerikanischen Firmen jetzt schon erlaubt sei, “legale” Hanfprodukte zu verkaufen. “Wir haben da eine Milliarden-Dollar Industrie die schläft.” sagte Hauge, der auch gegen die DEA deswegen prozessiert.

Hauge führt sein interesse an Hanfanbau zurück auf die Gründungsväter der USA, unter denen auch ein Hanfbauer war. “Die DEA hätte George Washington ins Gefängnis gebracht” sagt er.

Ryan Grim ist der Autor des Buches “This Is Your Country On Drugs: The Secret History of Getting High in America“

Quelle und weiteres dazu bei Huffingtonpost:
 http://www.huffingtonpost.com/2009/10/13/farmers-arrested-planting_n_318808.html
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Ergänzungen

Video von der Hanfanbau Aktion bei der DEA

die-hanfplantage 15.10.2009 - 00:41
Video von der Hanfanbau Aktion auf dem Rasen der Drogenkontrollbehörde der USA von Vote Hemp:  http://www.youtube.com/watch?v=mJgHS6SLEe4

Hanf-Stadtguerillia

Hascherl 15.10.2009 - 23:33
Es gibt ja leider auch das Grünflächenamt , das da aktiv wird wo etwas zu hoch wächst, und auf nem Rasen ist das eben nicht so Hoch, Aber es gibt genug Flächen die nicht gerodet werden weil die Stadtgärtner kaum durch´s Gebüsch ( in das noch genug Licht kommt) fegen.

Park´s und Barakken bieten sich am ehesten an.

GEB DAS HANF FREI.
WILDER HANF IM KLASSENKAMPF !!!

Aus Faserhanf kann THC hergestellt werden

hanfroker 17.10.2009 - 03:11
"Faserhanf ist jedenfalls keine Droge und hat auch keine Möglichkeiten, jemanden “Stoned” zu machen" doch indem die rauschunwirksamen Cannabinoide umgebaut werden. Genauso wird Dronabinol durch die THC-Pharm hergestellt. Genau das macht das THC aus der Pharma-Apotheke so teuer. Wenn Hanf relegalisert würde und zumindest "reines" THC ist verschreibungsfähig, dann würde sich dieses Herstellungsverfahren nicht rentieren. Umgekehrt betrachtet, wie wäre die Rechtslage wenn die THC-Pharm die Herstellung einstellen würde? Würde dann angebaut werden dürfen? Ein anderes Unternehmen in Deutschland könnte nicht in deren Bresche schlagen, denn die THC-Pharm hat das Verfahren entwickelt und patentieren lassen. Aber vermutlich würde das verschreibungsfähige THC dann importiert werden. Vollsynthetisiertes Sativex bspw...
Die sind doch nicht ganz Knusper die verkackten Kapitalisten. Nur um Geld zu scheffeln werden Kranke mit einem zweitklassigen Produkt versorgt, obwohl die Studien beweisen, dass die Gesamtheit der wirksamen Cannabinoide eine positiveren Effekt auf div. Krankheitsbilder hat und das könnte für schmales Geld angebaut werden, zuhause im Schrank bspw...
Noch härter trifft es ja zwangssubstituierte Diamorphinabhängige: die werden auf Methadon oder Polamidon geschickt. Der Methadonentzug ist noch heftiger als der von Diamorphin ("Heroin" von der Pharmafirma Bayer). Und beim Polamidonentzug bekommen die Menschen eine Psychose. Na wenigstens gibt es demnächst Originalstoffvergabe. Aber ein Grund zum feiern ist das eigentlich noch nicht, denn auf die Vergabeart kommt es an...

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