"Legt Castor Sicherheitsberechnungen offen"
BI Umweltschutz fordert Offenlegung der Castor Sicherheitsberechnungen
Bürgerinitiative prangert geplante heiße Fracht nach Gorleben an
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert die
Offenlegung der Sicherheitsprüfungen für den neuen Castorbehältertyp, der nach Aussage des Gorlebener Zwischenlagerbetreibers kurz vor der
Zulassung steht. Elf Behälter des neuen Typs Castor HAW 28M sollen im
nächsten Jahr mit hochradioaktivem Atommüll aus der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) La Hague ins Wendland verbracht
werden.
Bürgerinitiative prangert geplante heiße Fracht nach Gorleben an
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert die
Offenlegung der Sicherheitsprüfungen für den neuen Castorbehältertyp, der nach Aussage des Gorlebener Zwischenlagerbetreibers kurz vor der
Zulassung steht. Elf Behälter des neuen Typs Castor HAW 28M sollen im
nächsten Jahr mit hochradioaktivem Atommüll aus der französischen
Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) La Hague ins Wendland verbracht
werden.
Der Fernsehsender ARTE hat unterdessen das Märchen des
angeblichen Recyclings des hochradioaktiven Abfalls entzaubert: in den verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung
abgebrannter Brennstäbe sind 94 % der Radiotoxizität konzentriert, dieses tödliche Gemisch wird in Gorleben abgestellt und soll nach den
Vorstellungen von Schwarz-Gelb "ergebnisoffen" im Salzgestein in Gorleben vergraben werden, denn die Aufhebung des Moratoriums verfolge allein das Ziel das Erkundungsbergwerk zügig als Atommülldeponie ausbauen zu wollen.
Der neue Atommüllsarg ist nicht nur bei Atomkraftgegnern heftig umstritten. Fachleute der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) hatten im Mai letzten Jahres der Lagerbetreiberin Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) die Genehmigung verweigert und "Defizite bei grundlegenden Fragestellungen" attestiert. Die Süddeutsche Zeitung hatte aus einem nicht dementierten Schreiben der BAM an die GNS zitiert, dass für die Sicherheitsnachweise "frei gewählte Parameter in Rechenmodelle eingefügt" wurden. Nun stehe die BAM laut GNS kurz vor der Genehmigung des Behälters, der schon vor einem Jahr bei einer leeren Probefahrt nach Gorleben und beim Abtransport vor einigen Tagen von Atomkraftgegnern aufgehalten wurde.
Die BI verlangt, endlich alle Genehmigungsgrundlagen der umstrittenen
Atommüllbehälter offen zu legen und erinnert: "Seit Jahren wird in
Atommeilern u.a. durch verstärkte Anreicherung der Brennelemente mit
Uran-235 der Abbrand drastisch erhöht. Ein spezieller Atommüllbehälter musste her. Statt der bisherigen Auslegung auf 48 muss dieser enorme 56 Kilowatt Hitzeabstrahlung im Inneren aushalten und dabei an der Außenfläche möglichst kühl bleiben. Kommt es zum Castortransport 2010, so wird es heiß, in jeder Beziehung, denn natürlich wird dann nicht mehr der neue Castorbehälter sondern auch der Anti-Atom-Widerstand getestet."
Die Bürgerinitiative fragt, warum wieder einmal das Genehmigungsverfahren geheim gehalten werde, obwohl schon im letzten Jahr die GNS der Schönung von Rechenmodellen überführt wurde. Auch Tests zur mechanischen Belastung und Feuertests hinterfragen die Gorleben-Gegner. Nach ihren Informationen wurde beim Falltest gar kein Originalbehälter getestet, sondern nur mit einem kleinen 1:2 Modell gearbeitet. Dabei sei klar, je kleiner und dadurch kompakter ein Behälter ist, desto wahrscheinlicher sei ein besseres Abschneiden beim Falltest als mit dem 115 Tonnen schweren Originalkoloss.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de
angeblichen Recyclings des hochradioaktiven Abfalls entzaubert: in den verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung
abgebrannter Brennstäbe sind 94 % der Radiotoxizität konzentriert, dieses tödliche Gemisch wird in Gorleben abgestellt und soll nach den
Vorstellungen von Schwarz-Gelb "ergebnisoffen" im Salzgestein in Gorleben vergraben werden, denn die Aufhebung des Moratoriums verfolge allein das Ziel das Erkundungsbergwerk zügig als Atommülldeponie ausbauen zu wollen.
Der neue Atommüllsarg ist nicht nur bei Atomkraftgegnern heftig umstritten. Fachleute der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) hatten im Mai letzten Jahres der Lagerbetreiberin Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) die Genehmigung verweigert und "Defizite bei grundlegenden Fragestellungen" attestiert. Die Süddeutsche Zeitung hatte aus einem nicht dementierten Schreiben der BAM an die GNS zitiert, dass für die Sicherheitsnachweise "frei gewählte Parameter in Rechenmodelle eingefügt" wurden. Nun stehe die BAM laut GNS kurz vor der Genehmigung des Behälters, der schon vor einem Jahr bei einer leeren Probefahrt nach Gorleben und beim Abtransport vor einigen Tagen von Atomkraftgegnern aufgehalten wurde.
Die BI verlangt, endlich alle Genehmigungsgrundlagen der umstrittenen
Atommüllbehälter offen zu legen und erinnert: "Seit Jahren wird in
Atommeilern u.a. durch verstärkte Anreicherung der Brennelemente mit
Uran-235 der Abbrand drastisch erhöht. Ein spezieller Atommüllbehälter musste her. Statt der bisherigen Auslegung auf 48 muss dieser enorme 56 Kilowatt Hitzeabstrahlung im Inneren aushalten und dabei an der Außenfläche möglichst kühl bleiben. Kommt es zum Castortransport 2010, so wird es heiß, in jeder Beziehung, denn natürlich wird dann nicht mehr der neue Castorbehälter sondern auch der Anti-Atom-Widerstand getestet."
Die Bürgerinitiative fragt, warum wieder einmal das Genehmigungsverfahren geheim gehalten werde, obwohl schon im letzten Jahr die GNS der Schönung von Rechenmodellen überführt wurde. Auch Tests zur mechanischen Belastung und Feuertests hinterfragen die Gorleben-Gegner. Nach ihren Informationen wurde beim Falltest gar kein Originalbehälter getestet, sondern nur mit einem kleinen 1:2 Modell gearbeitet. Dabei sei klar, je kleiner und dadurch kompakter ein Behälter ist, desto wahrscheinlicher sei ein besseres Abschneiden beim Falltest als mit dem 115 Tonnen schweren Originalkoloss.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
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Ergänzungen
27.000Tonnen Uranmüll nach Sibirien gebracht
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URENCO mit Sitz im westfälischen Gronau habe bestätigt, dass seit 1996 rund 27.300 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid an das russische Staatsunternehmen Tenex geliefert wurden, hieß es bei "Spiegel online". Allein in diesem Jahr seien es 1570 Tonnen gewesen. URENCO teilte indes mit, dass diese Kooperation beendet sei.
Das Material, das nicht nach Deutschland zurückgeliefert wurde, verblieb laut Evers "wie bei Anreicherungsverträgen üblich" in Russland. Die Unternehmenssprecherin bestätigte, dass das Material in Sibirien unter freiem Himmel gelagert wird - und zwar in Stahlfässern. Auch in Gronau werde Atommaterial auf diese Weise gelagert, "in vergleichbaren Behältern", sagte Evers.
Die Atomtransporte nach Russland sind der Sprecherin zufolge inzwischen eingestellt worden, weil der Vertrag zwischen URENCO und Tenex in diesem Jahr auslaufe. Die letzte Fahrt habe am 26. August stattgefunden. Seitdem liefere URENCO das abgereicherte Uranhexafluorid nach Frankreich, wo es in einer sogenannten Dekonversionsanlage in chemisch stabileres Uranoxid umgewandelt werde und anschließend nach Gronau zurückkomme. Die quaderförmigen Behälter würden dann auf dem westfälischen Firmengelände eingelagert.
URENCO betreibt in Gronau Deutschlands einzige Urananreicherungsanlage. Das Unternehmen gehört zu jeweils einem Drittel der niederländischen und der britischen Regierung; das übrige Drittel teilen sich die deutschen Energiekonzerne RWE und Eon. Angesichts des wachsenden Schuldenberges kündigte der britische Premierminister Gordon Brown am Montag an, er wolle die britischen Anteile an URENCO veräußern.
Ein Sprecher des Umweltministeriums hatte am Mittwoch in Berlin gesagt, es sei auszuschließen, dass deutscher Atommüll in Russland lagere. Bei dem geschilderten Fall handele es sich nicht um Atommüll, sondern um eine Vorstufe der Atomkraftnutzung, der Brennstoffherstellung.
Jochen Stay, Sprecher von "ausgestrahlt", sagte demgegenüber: "Die deutschen Stromkonzerne entsorgen ihren Atommüll seit Jahren illegal in Sibirien. Einmal mehr ist bewiesen, dass die Atomindustrie ihren Müll genauso entsorgt wie die Mafia in Italien: Sie kippt ihn einfach irgendwo hin."
Quelle:
...
Die FAZ schreibt dazu, dass in Sibirien radioaktiver Müll "im Freien und in rostenden Stahlbehältern" herumliege.
Heißt das, dass in NRW auch gelbe Fässer verrotten?
URENCO hat (glaube ich) auch bei dem havarierten Testreaktor in Jülich die Finger im Spiel (gehabt?)