Dutzende Tote bei Oppositionsdemo in Guinea
Dei der gewaltsamen Aufloesung einer Grossdemonstration verschiedener Oppositionsparteien wurden in Guinea dutzende Menschen getoetet.
Wie auf verschiedenen lokalen Internetseiten, sowie von AFP und auch von Freunden aus Guinea berichtet wird, gab es bei der Aufloesung einer Grossdemonstration der Opposition in Conakry mehrere Dutzend Tote und viele Verletzte. Unter den Verletzten sind auch Oppostionspolitiker wie z.B. Sidia Toure, der verletzt aus einem Krankenhaus verschleppt wurde.
Alleine ein lokales Krankenhaus hat 58 Tote gezaehlt, wobei in anderen Krankenhaeusern sowie auf den Strassen die Toten und Verletzten von Militaer LKW abtransportiert wurden.
Es gibt von unseren Freunden vor Ort Berichte ueber Folter und Ermordungen von gefangenen Menschen, so sollen Soldaten bei Frauen die Gewehre in die Scheide eingefuehrt und dann abgedrueckt haben!
Wichtig ist jetzt eine breite Oeffentlichkeit und ein breiter Protest, damit Guinea nicht in Gewalt und Buergerkrieg versinkt und damit die Militaers nach dem Putsch zu Weihnachten 2008 die Regierung auch wirklich nach einer Wahl an eine zivile Regierung abgeben.
Es wird sicherlich in den kommenden Stunden und Tagen weitere Informationen geben, und wir wuerden uns wuenschen, wenn es einen Guinea Ticker mit moeglichst vielen Beteiligten geben wuerde.
Alleine ein lokales Krankenhaus hat 58 Tote gezaehlt, wobei in anderen Krankenhaeusern sowie auf den Strassen die Toten und Verletzten von Militaer LKW abtransportiert wurden.
Es gibt von unseren Freunden vor Ort Berichte ueber Folter und Ermordungen von gefangenen Menschen, so sollen Soldaten bei Frauen die Gewehre in die Scheide eingefuehrt und dann abgedrueckt haben!
Wichtig ist jetzt eine breite Oeffentlichkeit und ein breiter Protest, damit Guinea nicht in Gewalt und Buergerkrieg versinkt und damit die Militaers nach dem Putsch zu Weihnachten 2008 die Regierung auch wirklich nach einer Wahl an eine zivile Regierung abgeben.
Es wird sicherlich in den kommenden Stunden und Tagen weitere Informationen geben, und wir wuerden uns wuenschen, wenn es einen Guinea Ticker mit moeglichst vielen Beteiligten geben wuerde.
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Ergänzungen
wcihtig... aber!
aber so details wie das mit gewehren und scheide könnte mensch sich echt sparen... ich mein was soll der scheiß... reicht es nicht darüber zu berichten das schwere verbrechen an der befölkerung verübt wurden oder brauchen jetzt auch partizipative grasroot medien bilder von zerschossenen körpern damit sie sich empören können?
gegen jede form von unterdrückung!
lg Luther
detailjournalismus@luther
@Luther
Die Regierung kann immer versuchen, die Schuesse auf die Demonstration mit von den Demonstranten ausgegangenen Gewalt zu rechtfertigen, aber wie will sie Erklaeren, dass Verletzte, darunter auch verletzte Oppositionsfuehrer aus dem Krankenhaus verschleppt werden, dass die Regierung Verletzte und Tote in das Militaercamp Alpha Yaya transportiert hat, dass es systhematische Vergewaltigungen und Misshandlungen bis hin zum Mord an gefangenen Frauen und Maedchen gibt?
Ich musste auch nicht die Bilder aus Ruanda 1994 sehen um zu wissen was da los ist, aber ein Grossteil der Menschen braucht leider diesen visuellen Eindruck um aktiv zu werden.
158 Tote, 1500 Verletzte
Der Diktatur spricht uebrigens gut deutsch, hat einen Teil seiner militaersichen Ausbildung bei der Bundeswehr erhalten. Es gibt einen Video, wo er den deutschen Botschafter zurechtweist, der die versprochenen Wahlen einfordert.
Weitere Nachrichten
Oberst Camara - der "deutsche" Putschist
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Deutsch gelernt hat er unter anderem an der Führungsakademie der Bundeswehr - an seinem roten Barrett steckt stets ein Abzeichen der deutschen Fallschirmspringer. Bei einer Fernsehdiskussion sagte Camara kürzlich: "Ich habe in Deutschland meine Grundausbildung gemacht! Gruppenführer! Zugführer! Fallschirmspringerlehrgang!
Reuters zufolge spricht der Vorsitzende der guineischen Menschenrechtsorganisation von 157 Toten und 1.253 Verletzten
Die Botschaft Guineas in Paris wurde von protestierenden GuinerInnen verwüstet.
Deutsche Verwicklungen
Camara war im Rahmen eines Ausbildungsprogrammes in Deutschland das so oder in aehnlicher Form jedes Jahr hunderte Soldaten aus verschiedenen Laendern durchlaufen.
Ein Teil dieser Programme datiert bis 1960 zurueck, als kurz nach der Unabhaengigkeit von Frankreich ein "neutraler" Partner gesucht wurde. Pikanterweise gab es fuer viele Jahre, mit kurzen Unterbrechungen nach dem 1970er Einmarsch der Portugiesen eine parallele Struktur mit Bundeswehr- und NVA Ausbildern im Land. Diese Programme wurden von entsprechenden Trainingsprogrammen in Deutschland bzw. der DDR begleitet.
Nach dem Ende der DDR hat die Bundeswehr einen Teil der Ausbildungsprogramme weitergefuehrt, andere liefen eh schon.
Die "Beret Rouge" als Praesidentengarde sind frueher vorallem im Ostblock ausgebildet worden und waren schon immer schnell am Abzug oder am Knueppel falls es irgendwo hoch her ging.
In den letzten Jahren haben auch China und andere Laender massive Trainingsprogramme in Afrika aufgelegt, nicht nur in Guinea.
Dadis Camara ist einfach nur ein Idiot, der sich von Hintermaennern instrumentalisieren laesst. Diese Hintermaenner versuchen einen Teil der alten Privilegien zu retten und teilweise auch die kriminellen Machenschaften weiterzufuehren.
So war Guinea in den letzten Jahren der Conte-Diktatur ein Umschlagplatz fuer Drogen aus Suedamerika und eine Basis der Nigeria-Connection.
Ob Dadis das so alles ueberblickt ist fraglich, er hat sich so in seinem eigenen Ego verfangen, dass er wohl alles glaubt und macht, was ihm gesagt wird.
Beunruhigend sind Berichte ueber angebliche Beteiligung ehemaliger ULIMO Rebellen aus Liberia an dem Massaker. Diese wurden ueber Jahre von Conte als Gegenpol zur RUF / Taylor Bedrohung aufgebaut und fuehrten teilweise einen "Staat" im Staat im Suenden Guineas.
Die Basen in der Region von Zimandou in der Regenwaldregion konnten wir mehrfach live sehen. Klar, dass das keine guineischen Doerfer waren. Es gab mehrfahch Proteste auch der UN, weil ULIMO Kaempfer in Guinea einfach Strassensperren errichtet haben oder geplundert haben was sie so brauchten.
Was droht ist ein Buergerkrieg der alten (Soussou) Garde und der verwickelten "Forestiers" mit den Peulh, die, obwohl eine der staerksten Gruppen im Land, bisher kaum an der Regierung beteiligt waren, sowie den Malinke, die zum Teil gerne die verklaerte Diktatur von Sekou Toure wiederhaben wollen.
Insofern macht momentan noch Mut, dass Oppostionsparteien jeglicher ethnischer Couleur gleichermassen betroffen sind.
ich bin ja auch gut ausgebildet worden
Von Marc Dugge, ARD-Hörfunkstudio Nordwestafrika
Die Proteste in Guinea richteten sich gegen den Führer der Putschisten, Oberst Moussa Dadis Camara. Nach dem Tod des langjährigen Diktators Lansana Conté hatte er im Dezember 2008 die Macht an sich gerissen und versprochen, das Land in die Demokratie zu führen. Mit einer zivilen Regierung, versteht sich. Nun wird immer deutlicher: Camara spielt mit dem Gedanken, sich selbst zur Wahl zu stellen.
Noch vor neun Monaten hatten ihm alle zugejubelt, als er die Macht übernommen hahttps://posting.de.indymedia.org/mir/servlet/OpenMir?do=opensession&sessiontype=comment&to_media=262179&language=dette. Ruhig, leise, ohne Blutvergießen. Den Putsch wird schnell "Le Putsch Allemand" genannt , der "deutsche Putsch" - da er ihn mit einigen Vertrauten auf Deutsch vorbereitet haben soll. Eine Sprache, die außer ihm und seinen Vertrauten kaum jemand in Guinea spricht. Abzeichen der deutschen Fallschirmspringer
Deutsch gelernt hat er unter anderem an der Führungsakademie der Bundeswehr - an seinem roten Barrett steckt stets ein Abzeichen der deutschen Fallschirmspringer. Bei einer Fernsehdiskussion sagte Camara kürzlich: "Ich habe in Deutschland meine Grundausbildung gemacht! Gruppenführer! Zugführer! Fallschirmspringerlehrgang! Wenn ich nach Deutschland zurückkehre, werde ich das als Präsident tun. Die Bundeskanzlerin soll mich empfangen - das ist das Mindeste, was ich an Respekt erwarte!"
Weitere Informationen:
Oberst Camara hat an mehreren Ausbildungslehrgängen der Führungsakademie der Bundeswehr teilgenommen. Dort werden seit 1962 ausländische Offiziere aus der ganzen Welt aus- beziehungsweise weitergebildet. Camara ist Staatsbürger von Guinea.
"Ich bin Präsident"
Camara ist geladen, seine dunkle Sonnenbrille hat er abgezogen, die Augen funkeln vor Wut. Gerade hat ihn der deutsche Botschafter in Guinea vorsichtig gefragt, ob er gedenke, sein Versprechen einzuhalten. Das Versprechen, bei den kommenden Wahlen nicht als Präsident zu kandidieren, um eine zivile Regierung zu ermöglichen. Camara explodiert förmlich. Allein die Frage ist für ihn ein Affront: "Ich bin bei mir. Das ist mein Land. Ich bin Präsident. Respektieren Sie meine Autorität. Ich schätze Deutschland und seine Autoritäten sehr. Behandeln Sie mich nicht wie ein kleines Kind. Ich bin Präsident. Präsident von Guinea!" Vorschusslorbeeren verspielt
Neun Monate nach dem Putsch sind bei Camara die Nerven gespannt. Dabei hatte er so viele Vorschusslorbeeren bekommen - auch in Guinea. Im Militär galt er eher als Außenseiter. Camara war keiner aus der alten Machtclique. Camara war einer, der integer und besonnen ist und es mit dem Kampf gegen Armut und Korruption ernst meint. Deshalb wurde er von den Guineern begeistert begrüßt. Das ist lange vorbei. Zu der Protestkundgebung gegen ihn im Stadion von Conakry sollen am Montag 50.000 Menschen gekommen sein - doppelt so viele, wie für das Stadion zugelassen sind.
Nach dem Tod von Präsident Conté war es Camara zunächst gelungen, die Machtkämpfe der Militärs in Schach zu halten. Und er hat dafür gesorgt, dass das Land nicht ins Chaos abgerutscht ist. Heute ist sich kaum einer sicher, ob ihm das noch bis zu den angekündigten Wahlen im Januar gelingen wird.
Quelle: Tagesschau (29.09.09)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
das sehe ich auch so — pauler
"Coup aleman" Putsch mit Bundeswehr-Zertifik — willi
Freudscher Verleser? — SatireVerbot09