Zu den Verhaftungen in Griechenland
Aktuell: Update v. 1.10, Greek police & fascists' brutality (2.10.), A. Bonanno in Griechenland festgenommen (2.10.)
Indymedia Athen
Die Anklage wegen des Herbeiführens von Explosionen resultiert aus den Angriffen auf das Haus des ehemaligen Staatssekretärs im Innenministerium Panayiotis Hinofotis am 12. Juli, auf das Gebäude des Ministeriums für Makedonien und Thrakien am 2. September in Thessaloniki und die Explosion im Eingangsbereich des Apartments des ehemaligen Ministers der oppositionellen PASOK Gerassimos Arsenis und seiner Frau, der Verantwortlichen für Wirtschaftsangelegenheiten der PASOK Louka Katseli, in Kolonaki, einem Stadtteil von Athen, am Mittwoch den 23. September.
Am Freitag Abend gab es eine erste Reaktion auf die Verhaftungen. Die Polizeisperren um den Athener Stadtteil Exarchia wurden durchbrochen und die Hauptzentrale von PASOK, der sozialdemokratischen Partei, eines der momentan am bestbewachtesten Gebäude des Landes, mit Molotovcocktails und Steinen angegriffen. Während des Angriffes fing auch ein Fahrzeug des Fernsehen Feuer und brannte aus. Daraufhin wurde das Gebäude evakuiert, es gab keine Verhaftungen, die Leute zogen sich hinter brennende Barrikaden zurück.
Am 4. Oktober werden in Griechenland vorgezogenen Parlamentswahlen stattfinden, der amtierende Ministerpräsident Kostas Karamanlis sah sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem im Zuge der wirtschaftlichen Krise die Popularität immer weiter sank und sich unter den Bevölkerung Missstimmung breit machte. Mit den Verhaftungen nur wenige Tage vor der Wahl möchte die Regierung ihre Stärke und Entschlossenheit im Kampf gegen alle, die sich gegen die herrschende Ordnung aus Staat und Kapital stellen beweisen. Für den Wahltag wird mit vielseitigen Vergeltungsaktionen von Seiten der AnarchistInnen gerechnet.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
dpa meldet mehr
Die Sicherheitsbehörden in Griechenland haben mehrere Handgranaten, zwei Panzerfäuste, einen Granatwerfer und Munition im Meer vor der Küste > entdeckt. Es wird vermutet, dass Mitglieder einer linken Untergrundorganisation die Waffen ins Meer vor der Küste der Vorstadt Vouliagmeni warfen, berichtete das Staatsfernsehen am Montagmorgen weiter. Einwohner hatten einen Mann beobachtet, der mehrere Kästen ins Meer warf und benachrichtigten die Polizei. Von dem unbekannten Mann fehlt jede Spur. Die Versenkung der Waffen wird mit einem anderen Fall in Verbindung gebracht: Vergangene Woche hatte die griechische Polizei vier mutmaßliche Mitglieder einer anarchistischen Organisation «Konspiration der Zellen des Feuers» festgenommen und einen Unterschlupf entdeckt, indem auch Dynamit und Bestandteile einer Bombe sichergestellt worden waren. Die Behörden vermuten Kontakte dieser Organisation, mit der Terrororganisation «Revolutionären- Sekte», die in den vergangenen Monaten einen Polizisten getötet und einen anderen schwer verletzt hatte. Seitdem werden in ganz > immer wieder Hausdurchsuchungen gemacht. Es wird vermutet, dass Mitglieder der «Revolutionären-Sekte» die Waffen loswerden wollten, bevor die Polizei sie entdeckt. In Griechenland finden seit Dezember vergangenen Jahres immer wieder Anschläge statt. Sie hatten nach dem Tod eines 15-Jährigen im Dezember 2008 begonnen, der durch die Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet worden war.
das waren dynamit-fischer
ALLE KOCHTÖPFE RAUS
"Wahlkampftrick"?
der Regierungspartei, der aus 20-jährigen Kids skrupellose Terroristen machen soll...:
WAFFENFUNDE KEIN "TERROR"-HINTERGRUND
Sofia Papazoglou von Nazis angegriffen
news from pagani
HUNGERSTREIK VON 150 INTERNIERTEN
Alfredo Bonano in Griechenland verhaftet
Es könnte spannend werden, wie der griechische Insurrektionalismus auf diese Festnahme reagiert.
yuzgh
Mehr Info aus dem kurier.at
Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Griechenland sind am Freitagabend am Rande einer Wahlkampfveranstaltung von Regierungschef Konstantinos Karamanlis in Athen zwei kleine Bomben explodiert. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Die Sprengsätze waren in einem Mistkübel rund 200 Meter von der Stelle entfernt, wo Karamanlis wenige Minuten später zu seinen Anhängern sprechen wollte. Vor der Detonation ging ein anonymer Warnanruf bei einer Zeitung ein.
Bei der Detonation entstand Sachschaden an einem Hauseingang und an zwei geparkten Motorrädern. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In jüngster Zeit hat es immer wieder Anschläge linksextremistischer Organisationen gegeben.
Die Sicherheitsbehörden hatten bereits vor mehreren Tagen Handgranaten, zwei Panzerfäuste, einen Granatwerfer und Munition im Meer vor der Küste Athens entdeckt. Es wird vermutet, dass Mitglieder einer linken Untergrundorganisation die Waffen ins Meer vor der Küste der Vorstadt Vouliagmeni warfen. Einwohner hatten einen Mann beobachtet, der mehrere Kästen ins Meer warf und benachrichtigten die Polizei. Von dem unbekannten Mann fehlt jede Spur.
Die Versenkung der Waffen wird mit einem anderen Fall in Verbindung gebracht: Vor kurzem hatte die griechische Polizei vier mutmaßliche Mitglieder einer anarchistischen Organisation "Konspiration der Zellen des Feuers" festgenommen und einen Unterschlupf entdeckt, indem auch Dynamit und Bestandteile einer Bombe sichergestellt worden waren. Die Behörden vermuten Kontakte dieser Organisation, mit der Terrororganisation "Revolutionären-Sekte", die in den vergangenen Monaten einen Polizisten getötet und einen anderen schwer verletzt hatte. Seitdem werden in ganz Athen immer wieder Hausdurchsuchungen gemacht. Es wird vermutet, dass Mitglieder der "Revolutionären-Sekte" die Waffen loswerden wollten, bevor die Polizei sie entdeckt.
interview zu ela-berufungen
Officialy, 25 more citizens
"Terrorverdächtige" Festnahme auf DEMO