sh:z-Zeitungsverlag ergreift Partei
Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) schließt in der Zeit vor den Wahlen alle nicht im Parlament vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften von der Berichterstattung aus.
Wie aus einer Pressemeldung der Piratenpartei hervorgeht[1], schließt der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z), dem zwischen Sylt und Rostock 14 Zeitungstitel gehören[2], in der Zeit vor den Bundestagswahlen per Weisung aus der Chefetage all jene Parteien und Wählergemeinschaften von der Berichterstattung aus, die nicht im Parlament vertreten sind. Damit schlägt sich der Verlag, der in weiten Teilen Norddeutschlands ein Tageszeitungsmonopol innehält, unrühmlich auf die Seite einiger weniger, ohnehin untereinander verbündeter Parteien. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hält seiner Leserschaft vorsätzlich Informationen vor, die zur Meinungsbildung und für demokratische Prozesse essentiell sind. Abonnenten täten daher gut daran, ihr Geld statt in ein Abo lieber in eine gute Internetverbindung zu investieren. Noch informiert das Netz - trotz aller dort wie auch in Zeitungen kursierenden Halbwahrheiten - vielstimmig und ungefiltert.
[1]
http://pressetext.de/news/090918031/stallorder-gegen-freie-waehler-und-piraten/
[2]
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holsteinischer_Zeitungsverlag
[1]
http://pressetext.de/news/090918031/stallorder-gegen-freie-waehler-und-piraten/ [2]
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holsteinischer_Zeitungsverlag
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Ergänzungen
doa gug noa:
18. September 2009 | 17:19 Uhr | Von Stephan Richter, Chefredakteur
Zu Irritationen über die Wahlberichterstattung des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) zur Landtagswahl nimmt Chefredakteur Stephan Richter Stellung.
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Bei jeder Wahl steht die Redaktion vor der Herausforderung, die Leserinnen und Leser möglichst umfassend und ausgewogen zu informieren. Nicht die Wünsche der Kandidaten und Parteien, möglichst oft in der Zeitung zu stehen, gilt es zu befriedigen, sondern das Interesse der Wähler, sich ein eigenes Urteil bilden zu können.
Allein schon aus Platzgründen sind wir allerdings bei der Fülle von Presseinformationen, Wahlveranstaltungen und Kandidaten-Präsentationen gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Sie muss für alle Leserinnen und Leser transparent und nachvollziehbar sein.
So berichtet unsere Zeitung über alle vom Landeswahlleiter zur Landtagswahl am 27. September 2009 zugelassenen Parteien. Allerdings betrachten wir es als Auftrag unserer Leser, Informationen zu prüfen und nach ihrer Relevanz zu bewerten.
Ergänzend zu dieser umfassenden Berichterstattung, die alle politischen Gruppierungen einbezieht, stellen die Lokalredaktionen in einer gesonderten Rubrik Direktkandidaten in den verschiedenen Wahlkreisen vor. Hier musste eine Begrenzung vorgenommen werden, treten doch in den 40 Wahlkreisen insgesamt 323 Bewerber an.
Die Redaktion entschied sich wie bei vorangegangenen Landtags- und Bundestagswahlen, diese Vorstellung auf die Direkt-Kandidaten von SPD, CDU, FDP, Grünen, Linkspartei und SSW in den verschiedenen Wahlkreisen zu beschränken. Abgesehen vom SSW, der von der Fünf-Prozent-Klausel befreit ist und nur im nördlichen Landesteil sowie in Pinneberg-Nord antritt, sind die übrigen genannten Parteien als einzige in allen Wahlkreisen mit Direktkandidaten sowie im Landtag vertreten. Die Linke wurde berücksichtigt, weil diese Partei in den Bundestag und in mehrere Landtage eingezogen ist und ihr in allen Umfragen Chancen eingeräumt werden, die Sperrklausel zu überspringen.
Bei den anderen Parteien konzentrieren wir uns aus auf die allgemeine Wahlberichterstattung. Andernfalls müssten wir die Direkt-Kandidaten aller anderen Gruppierungen - von der NPD über die IPD bis zur Familien- und Rentnerpartei - berücksichtigen. Nur dies wäre für alle nachvollziehbar, würde jedoch jeden Rahmen sprengen. Aber selbstverständlich kommen diese Kandidaten und Parteien zu Wort, wenn es Berichtenswertes gibt.
Stephan Richter
Chefredakteur
Die Stellungnahme erklärt nichts, oder?
"Auf Weisung der SHZ-Chefredaktion darf jedoch nur über die im Parlament vertretenen Parteien und umfragebedingt über die LINKE berichtet werden."
Quelle:
Gibt es diese Weisung? Wie lautet sie genau? Das geht aus den wohlfeilen Worten des Chefredakteurs nicht hervor.
PS: Moderatoren, bitte entschuldigt das Doppelposting und löscht einen Beitrag! (Ich hatte Javascript deaktiviert und mein Browser fror ein.)
Weitere Stellungnahmen
medien sind privat! - also bitte nicht klagen
Wir haben Wahlkampf. Da werden Wähler auf Kurs gehalten.
Gruppe/Eigentümer
Medienholding Nord (de)
Die Medienholding Nord hält Anteile an Zeitungen in Schleswig Holstein und in Schwerin.
Gesellschafter der Medienholding sind mehrere Flensburger Kaufleute. Dazu gehören die Familie Christiansen (Beteiligungen), Dethleffsen (ehemals Spirituosen), Petersen (Brauerei), Andresen sowie Ingrid Macknow. Außerdem hält der Karl Wachholtz Verlag aus Neumünster einen Anteil von 11,3 Prozent.
Die Familie Christiansen ist auch an der Flensburger Brauerei und an der Reederei FRS beteiligt.
Holger Andresen
Sven Kleinschmidt
Andreas Dethleffsen Pharmaunternehmer
Ingrid Macknow Lisboa
Ulrich Wachholtz
Hans Peter Rossen
Dr. Kurt Boysen ehm. CDU-Staatssekrtär unter Stoltenberg +
Peter Petersen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Inhalte statt Wahlprognosen! — leipziger