beograd pride einen tag vorher abgesagt

hasenzuckers_gruppierung 19.09.2009 23:55 Themen: Freiräume Gender Repression Weltweit
uebersetzung des aufrufs die organisator_innen von beograd_pride zu unterstützen.
dieser wurde am 19.09.2009 einen tag vor der parade abgesagt, da die polizei sich weigerte die parade zu schützen und die veranstalter_innen damit trotz anderer absprachen massiv unter druck setzte
english below

hasenzuckers_gruppierung
übersetzte diesen text in der der dringlichkeit der anfrange angemessenen eile. wir bitten um entschuldigung für eventuelle ungenauigkeiten. gerne kann die übersetzung korrigiert werden.
gegen homophobie und in verbundenheit mit den aktivist_innen
yours
hasenzuckers_gruppierung


Bitte um aktive Unterstützung
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Belgrad, 19.9.2009
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Heute morgen veranstalteten die Organisatoren des Beograd-Pride ihre letzte Pressekonferenz vor der morgigen Pride-Parade. Nur, dass die Pride-Parade nicht stattfinden wird - aufgrund der hohen Sicherheitsrisiken und einer mangelnden Kooperationsbereitschaft seitens des Staates und der Polizei, die Veranstaltung zu sichern. Die serbische Polizei hat die Erlaubnis, den Pride an den geplanten Orten im Stadtzentrum stattfinden zu lassen, zurückgezogen - und dies nach Monaten der Vorbereitung durch das Organisationsteam und wiederholten Versicherungen aller Ebenen der Regierung (dem Minister für Minderheiten, dem serbischen Premierminister und Präsidenten), dass der Pride gesichert und geschützt wird.

Die Pride-Organisatoren haben vor mehr als drei Monaten eine vollständige Sicherheitsstudie in Auftrag gegeben, die von dem universitären Fachbereich für Verteidigung/Schutz (universitary defence department) durchgeführt wurde. Diese Studie enthielt einen detaillierten Strategieplan, der für alle möglichen Szenarien Anweisungen an die Polizei enthielt, wie der Pride zu sichern wäre - bezogen auf die Sicherheit der Teilnehmer_innen beim Eintritt in die Parade, beim Abhalten der Parade bis hin zum unbelästigten Verlassen der Veranstaltung. Die Studie enthielt außerdem minutiöse Empfehlungen für Präventivmaßnahmen, die die Polizei in den Monaten vor dem Pride hätte ergreifen können, um die Gefahr von Gewalt zu minimieren. Diese Maßnahmen sind von der Polizei nicht ergriffen worden, und ungeachtet der Monate voller Treffen mit den Organisatoren des Pride und täglichen Treffen in den letzten zwei Wochen hat die Polizei keinerlei Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und stattdessen die Taktik gewählt, die Organisatoren unter Druck zu setzen, damit diese die Parade absagen.

In den letzten 48 Stunden verweigerte die Polizei bei den Treffen mit Pride-Organisatoren jede Hilfe bei der Sicherung der Parade und setzte damit die Organisatoren noch mehr unter Handlungsdruck, die Parade abzusagen. Die Polizei weigerte sich, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung während des Ereignisses zu übernehmen. Stattdessen sagten sie den Pride-Organisatoren, dass diese für jeden Schaden an öffentlichen Gütern verantwortlich wären, der durch die Hooligans und faschistischen Gruppen, die eine gewaltsame Antwort auf den Pride organisiert haben, entstehen würde.

Vergangene Woche sind Planungen der faschistischen Gruppen für ihre Organisation der Gewalt gegen die Pride-Teilnehmer_innen in serbischen Medien publiziert worden. Diese Pläne beinhalteten Aufrufe zum Zusammenschlagen und Lynchen von LGBT(LesbianGayBiTrans)_Personen, die zur Parade kommen würden. Serbien hat Gesetze gegen Hasssprache, aber zu keinem einzigen Moment wurden auf der Seite der Verantwortlichen Anstrengungen unternommen, diese Taten strafrechtlich zu verfolgen. Stattdessen war die offizielle Sprechart, dass es sich um eine Debatte, einen Austausch von Meinungen, gehandelt habe.

Die EU-Präsidentschaft veröffentlichte eine Unterstützungserklärung, die besagte, dass der Pride ein wichtiger Schritt für die Einhaltung der Menschenrechte in Serbien wäre und damit ein Signal setzen würde, die Herrschaft der rechten Gewalt gegenüber den Rechten der Minderheitengruppen zu beenden und damit in eine neue Ära einer transparenteren Gleichberechtigung einzutreten.

Die Polizei schlug zwar als Alternative eine andere Gegend am Rand der Stadt vor, wie diese aber besser gesichert werden könnte als die, auf die sich vorher geeinigt worden war, ist nicht bekannt. Heute haben die Pride-Organisatoren offiziell gefordert, dass die Polizei aktiv gegen Faschisten und rechtslastige Organisationen vorgehen soll, die die Hasssprache gegen die LGBT-Groups und den Pride in die Presse gebracht haben. Die Organisatoren treffen sich heute weiterhin, um darüber zu diskutieren, welche Handlungen möglich sind, um gegen dieses Versagen des serbischen Staates und der Polizei unsere grundlegendsten Menschenrechte zu wahren: das Recht darauf, sicher durch die Straßen zu gehen, zu demonstrieren.

Wir bitten um eure Unterstützung.



CALL FOR ACTION
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Belgrade, 19.9.2009

This morning organisers Beograd Pride held their final press conference
before tomorrows pride parade. Except pride will not be held, due to
high security risks and a lack of cooperation on the part of state and
police to secure the event. Serbian police have cancelled permission for
the pride to be held in its planned location in the centre of the city.
This is after months of planning by the organising team, and repeated
assurances from government at all levels, the minister for minorities,
and the Serbian premier and president, that the pride will be secured
and protected.
a full security study was commissioned more than three months ago by
pride organisers and executed by the university defence department
constructing a detailed strategy for all logistical possibilities to
carry out pride safely with full instructions for how police would
secure pride participants entrance to the parade, their safety during
the event and their ability to leave the event unmolested.
This security study also made detailed recommendations for preventative
measures that could be taken by police in the months leading up to pride
to minimise the risk of violence. Police did not undertake these
measures and despite months of meetings with pride organisers and daily
meetings in the past two weeks have failed to act on security measures,
instead choosing the tactic of pressurising organisers to cancel the
event.

In the last 48 hours the police in meetings with pride organisers
refused all cooperation for the securing of the pride, applying further
pressure to organisers to cancel. police refused to take responsibility
for maintaining public order during the event. Instead telling the pride
organisers that they would be held responsible for any public damage
caused by the hooligans and fascist groups who have been organising a
violent response to pride.

In the past week the logistical plans of fascist groups for their
violence towards pride participants have been published in serbian
media, these plans include calls for the lynching and beating LGBT
people attending the pride. Serbia has laws against hate speech but at
no point has there been any move on the part of authorities to
prosecute, instead the official line has been that this is *a debate, an
exchange of opinions*

Public statements in support of pride have been made at the level of
European parliament as this is an important step forward for human
rights in Serbia and would signal an end to the rule of right wing
violence over the rights of minority groups and an entry of serbian
society into a new era of more open equality.
Police have offering an alternative venue on the edge of town, tho how
this event might be better secured than the location formerly agreed
upon is not known. Today pride organisers have officially requested that
police take action against fascist and right wing organisations who have
issued hate speech against LGBT groups and pride in the press. Pride
organisers continue to meet today to discuss possible courses of action
to demonstrate against this failure by serbian state and police to
defend our most basic human rights, the right to safely walk the
streets.

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We want to ask you for your support and action.
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Ergänzungen

Eklärung der Pride Orga

edd 20.09.2009 - 16:39
 http://eng.belgradepride.rs/


Belgrade Pride 2009 Organizing Committee would like to declare that, during the meeting with the Serbian Prime Minister today, they were issued an official decree signed by the Head of Serbian Police, Milorad Veljovi?, which states that the public safety corps of the Republic of Serbia are not able to ensure the Constitutional right for a peaceful assembly on the Square in front of the Faculty of Philosophy in Belgrade.

Even though the decree given by the Ministry of the Interior is written in the form of a recommendation for the change of location of the Pride March to the Belgrade estuary (Uš?e), or in front of the Palata Srbije, a government building and home of many state ministries, it is absolutely unmistakeable that the Pride March 2009 has been banned. Despite the declarations of support given by the highest representatives of the government, in which they exalt the freedom of any and all social groups, LGBT community included, to publicly manifest their demands, the government did not put money where its mouth is. There was no act to support the rhetoric.

This decree is a formal admittance of the government sections of the Republic of Serbia that they are not able to adequately prevent and sanction the threats coming from the clero-fascist organizations, nor are they able to ensure the constitutional rights and freedoms of the citizens who publicly announced their legal assembly.

The Organizing Committee states that despite this ban of the Pride March, Serbian public has been given a clear answer to the question of equality in our society. This epilogue presents an obligation for all governmental and non-governmental structures, media, LGBT community, and above all, the Public Prosecutors and Judicial corps of Republic of Serbia, to form a strong platform of fight for attainment of LGBT human rights, which were taken away by this ban. The government must immediately and energetically prosecute persons and organizations which committed the criminal acts of calling for a lynch of an entire part of the Serbian population.

Now it is on the representatives of the Government of the Republic of Serbia to fulfil the promise given by the Prime Minister Cvetkovi? who said that, starting with Monday, September 21st, a strong communication with the LGBT organizations will be established. He also promised that a more positive atmosphere in the society will be created and all relevant security prerequisites will be fulfilled to ensure that the Pride March can be held at the same location where it is being held in the rest of the world - in the centre of the capital.

The State failed the fundamental test, the next exam period is approaching fast. The Republic of Serbia has capitulated, we have not.

Belgrade Pride 2009 Organizing Committee

Verhaftung von Gegendemonstranten

Frover Stonovich 21.09.2009 - 14:20
Verschiedene Quellen berichten von Verhaftung im Umfeld des geplanten Demoverlaufes.
Boxer/Schlagringe und rot angemalte Steine konfisziert. ca. 30 personalien aufgenommen.