Schwaben erstes Kulturvolk?
Die endgültigen Beweise fehlen - aber nach dem heutigen Stand der Wissenschaft lebte in Schwaben das erste Kulturvolk der Welt.
Mitten in der Eiszeit könnte vor 35.000 bis 40.000 Jahren ein "Ur-Schwabe" die Musik und sein Höhlen-Nachbar die darstellende Kunst erfunden haben. Vielleicht sind sogar erste Religionen auf der Alb entstanden. Namhafte internationale Archäologen vertreten diese These. Immerhin stammen die älteste weltweit gefundene Flöte und die älteste je gefundene Menschenfigur aus dem "Hohlen Felsen" 20 Kilometer westlich von Ulm.
Der Tübinger Urgeschichtler Nicholas Conard ist allerdings vorsichtiger. Er vermutet, dass sich die Kunst anderswo ebenso früh entwickelt hat - bloß habe man die Überreste dieser Zeit anderswo noch nicht gefunden. Die Schwäbische Alb sei ein Glücksfall für Archäologen: Im kalkhaltigen Gestein seien Funde aus der Eiszeit womöglich nur besser erhalten geblieben als anderswo.
Unumstritten ist aber, dass die Menschen auf der Schwäbischen Alb zumindest sehr früh dran waren mit ihrer kulturellen Entwicklung. Dabei herrschten damals eisige Temperaturen, und die Menschen kämpften um ihr Überleben. Gerade bei diesen Lebensbedingungen half die Kunst den Menschen, ist Conard sicher. Die Kunst habe dazu beigetragen, dass größere soziale Netzwerke entstanden. Außerdem lernten die Menschen durch die darstellende Kunst, die Natur genauer zu beobachten und besser für sich zu nutzen.
Ausgrabungserfolge auf der Schwäbischen Alb
In den vergangenen 150 Jahren haben Archäologen auf der Schwäbischen Alb nach Zeugnissen aus der Eiszeit gegraben. Dort fanden sie die ältesten weltweit bekannten Kunstwerke. Ein Überblick:
1939
In der Höhle Hohlenstein-Stadel im Lonetal finden Forscher Elfenbeinfragmente. 30 Jahre später gelingt es, daraus den berühmten Löwenmenschen zusammenzusetzen - das älteste bekannte religiöse Bildnis der Welt.
1999
In der Höhle "Hohler Fels" taucht ein aus Elfenbein geschnitzter Pferdekopf auf. Bei Archäologen aus aller Welt wächst das Interesse an der Alb.
2002
Die Nachbildung eines Wasservogels im "Hohlen Felsen" liefert den Beweis für vogelkundliche Kenntnisse vor mehr als 30.000 Jahren.
2004
In der "Geißenklösterle-Höhle" bei Blaubeuren finden Experten eine mehr als 30.000 Jahre alte Flöte aus einem Schwanen-Knochen. Es war damals das älteste bekannte Instrument der Welt.
2006
Ein Mammut aus Elfenbein wird in der "Vogelherdhöhle" im Lonetal gefunden. Das 3,7 Zentimeter große Tier ist sehr realistisch dargestellt und wirkt selbst für Kunstkenner ungewöhnlich dynamisch.
2008
In sechs Fragmenten finden die Experten die 40.000 Jahre alte "Venus vom Hohlen Felsen". Eine Sensation: Denn bis dahin waren Archäologen davon ausgegangen, dass erste Menschen-Figuren erst vor rund 25.000 Jahren geschnitzt wurden. Fast zeitgleich taucht im "Hohlen Felsen" eine fast komplett erhaltene, rund 40.000 Jahre alte Flöte auf. Sie beweist, dass die ersten Menschen in Europa eine hoch entwickelte Musikkultur hatten.
Der Tübinger Urgeschichtler Nicholas Conard ist allerdings vorsichtiger. Er vermutet, dass sich die Kunst anderswo ebenso früh entwickelt hat - bloß habe man die Überreste dieser Zeit anderswo noch nicht gefunden. Die Schwäbische Alb sei ein Glücksfall für Archäologen: Im kalkhaltigen Gestein seien Funde aus der Eiszeit womöglich nur besser erhalten geblieben als anderswo.
Unumstritten ist aber, dass die Menschen auf der Schwäbischen Alb zumindest sehr früh dran waren mit ihrer kulturellen Entwicklung. Dabei herrschten damals eisige Temperaturen, und die Menschen kämpften um ihr Überleben. Gerade bei diesen Lebensbedingungen half die Kunst den Menschen, ist Conard sicher. Die Kunst habe dazu beigetragen, dass größere soziale Netzwerke entstanden. Außerdem lernten die Menschen durch die darstellende Kunst, die Natur genauer zu beobachten und besser für sich zu nutzen.
Ausgrabungserfolge auf der Schwäbischen Alb
In den vergangenen 150 Jahren haben Archäologen auf der Schwäbischen Alb nach Zeugnissen aus der Eiszeit gegraben. Dort fanden sie die ältesten weltweit bekannten Kunstwerke. Ein Überblick:
1939
In der Höhle Hohlenstein-Stadel im Lonetal finden Forscher Elfenbeinfragmente. 30 Jahre später gelingt es, daraus den berühmten Löwenmenschen zusammenzusetzen - das älteste bekannte religiöse Bildnis der Welt.
1999
In der Höhle "Hohler Fels" taucht ein aus Elfenbein geschnitzter Pferdekopf auf. Bei Archäologen aus aller Welt wächst das Interesse an der Alb.
2002
Die Nachbildung eines Wasservogels im "Hohlen Felsen" liefert den Beweis für vogelkundliche Kenntnisse vor mehr als 30.000 Jahren.
2004
In der "Geißenklösterle-Höhle" bei Blaubeuren finden Experten eine mehr als 30.000 Jahre alte Flöte aus einem Schwanen-Knochen. Es war damals das älteste bekannte Instrument der Welt.
2006
Ein Mammut aus Elfenbein wird in der "Vogelherdhöhle" im Lonetal gefunden. Das 3,7 Zentimeter große Tier ist sehr realistisch dargestellt und wirkt selbst für Kunstkenner ungewöhnlich dynamisch.
2008
In sechs Fragmenten finden die Experten die 40.000 Jahre alte "Venus vom Hohlen Felsen". Eine Sensation: Denn bis dahin waren Archäologen davon ausgegangen, dass erste Menschen-Figuren erst vor rund 25.000 Jahren geschnitzt wurden. Fast zeitgleich taucht im "Hohlen Felsen" eine fast komplett erhaltene, rund 40.000 Jahre alte Flöte auf. Sie beweist, dass die ersten Menschen in Europa eine hoch entwickelte Musikkultur hatten.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Historischer Unfug
yeah, um so geiler
Krank?
Ein Kontakt zwischen diesen und den ersten Homo Sapiens in Europa ist nicht auszuschließen, wieso also sollten die modernen Menschen nichts übernommen und mit eigenen Ideen kombiniert haben. Mit dem Schwinden der Eismassen wurden auch neue Anforderungen an die Menschen gestellt, so möglicherweise auch die Vergrößerung von Organisationsstrukturen jenseits der Sippengröße, was bindende Elemente vorraussetzt. Möglich is da vieles, alles Theorie... Frühgeschichte hat jedenfalls nichts mit Rassismus zu tun, nur weil festgestellt wird das sich solche auch in Europa ereignet hat. Solche Maßstäbe an die Entwicklungsgeschichte und die Wanderungsbewegungen über zig tausend Jahre anzulegen ist schlicht lächerlich und halbwissenschaftlich.
Da waren sogar die Nazis mit ihrer paranoiden Ariersuche noch besser dran, die wussten wenigstens noch nicht soviel von Dingern wie DNA und verfügten auch nicht über unsere technischen MIttel, insofern kann man das als behelfsmäßigen Erklärungsversuch bezeichnen, wer aber heute noch in soziologischer Hinsicht irgendwas daraus ableiten will ist meiner Ansicht nach schlicht dumm und ungebildet´, zumal es nicht um "das Volk der Schwaben" geht, sondern um die Region, die es wenig juckt wer nun grad auf ihr rumspringt...
Wer auch immer
Überhaupt ist der Begriff der "germanischen Völker" eine Erfindung des des 19. Jahrhunderts und der völischen Ideologie. Das waren einfach Menschen die zusammen lebten und sich als zusammengehörig gefühlt haben. Nix Volk. Nix Rasse. Oder wie es anno dazumal schon das ZDF formulierte "Germane war wer (bei der Völkerwanderung) mitmarschiert" egal woher er/sie kam oder wie die Person aussah.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
kulturvolk, volkstum, rasse — kackdeutsche
ok aber ist lange her — stop schwaben
35.000 bis 40.000 Jahre — Zeitzeuge der goldenen Gruft
@kackdeutsche — Dein Name
@Was auch immer — ich
@ich — was auch immer