HH: Kultur und Salonkonformismus
Die dämlichen Veranstaltungen im Hamburger Schanzenviertel hören gar nicht mehr auf:
Do 17.09. taz salon: Schicker, glatter, reicher? - Stadtteile zwischen Absturz und Edelsanierung
-eine kurze Bewertung-
Do 17.09. taz salon: Schicker, glatter, reicher? - Stadtteile zwischen Absturz und Edelsanierung
-eine kurze Bewertung-
Es reicht offensichtlich nicht, die falschen Fragen zu stellen:
„In Hamburgs innenstadtnahen Stadtteilen regt sich Widerstand gegen die Aufwertung durch Investoren. Erhaltungssatzungen sollen in St. Pauli und St. Georg retten, was zu retten ist. Aber ist der "Gentrifizierung" genannte Wandel der Bewohnerstruktur überhaupt vermeidbar? Ist er womöglich sogar manchmal wünschenswert, wenn es darum geht, das Abrutschen von Stadtteilen zu verhindern? Kann eine ausbalancierte Stadtentwicklungspolitik Investoreninteressen produktiv steuern?“
Man muss auch noch die falschen Leute einladen, allen voran:
Jürgen Kolper, Projektleiter Sternschanzen-Wasserturm, Patrizia Immobilien AG
- Geschäftsführer und Boss der Projektentwicklung der Patrizia AG im fernen Augsburg und als solcher zuständig für das (immerhin seit 2007 abgeschlossene) Projekt Hotel im Wasserturm. Erstaunlich, wer heutzutage alles Fachmann für Gentrifizierung in Hamburgs westlicher innerer Stadt ist.
Ein passender Moderator darf auch nicht fehlen:
Moderation: Gernot Knödler, Redakteur taz nord
- Zuständig für alle Fragen der wachsenden Stadt und gerne auch mal Befürworter von allem, was Hamburg „schicker, glatter, reicher“ macht:
„Die Gegner des Hotels im Wasserturm sollten diese Kröte schlucken. (…) Seit 20 Jahren sind alle möglichen Nutzungsvarianten diskutiert worden und am Aufwand gescheitert. Das Hotel wird sicherstellen, dass der Turm wenigstens außen erhalten bleibt und dass viele Leute etwas von ihm haben - wenn auch nicht in erster Linie die AnwohnerInnen.“ zum Baubeginn des Hotels
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/01/11/a0268
Aber auch die Wahl des adäquaten Orts spielt eine wichtige Rolle:
Das Haus 73, das im Konflikt um die Bewerbung für die Räume des Centro Sociale von der Mieterin taz als unschuldiges Opfer einer Verschwörung althergebrachter Politconnections im Viertel dargestellt wird
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/da-warens-nur-noch-zwei/
Ungeachtet sämtlicher Dubiositäten, Gerüchte und Skandale um Haus und Betreiber wie unklares Geschäftsgebaren in der Vergangenheit um die studentische Pony-Bar, rassistische Türsteher, Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten, dem Versuch, den Rest der (immerhin von der Patrizia gespendeten) Wasserturm-Million nebst dem so genannten kleinen Turm im Schanzenpark abzuzocken usw. usw. wird dieses Projekt in der taz beharrlich als unkommerzielles Stadtteilkulturzentrum schöngeredet und allen Ernstes vorgeschlagen, das Centro könne doch stattdessen in die „brachliegende“ Rote Flora ausweichen:
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/tote-flora/
Vor diesem Hintergrund erfüllt die Teilnahme von Personen aus der sich gerade in Ansätzen entwickelnden Anti-Gentrifizierungsbewegung mit erheblichem Befremden:
Neben
Ingrid Breckner, Institut für Stadt- und Regionalökonomie und -soziologie an der Hafen-City-Universität
sitzen auch
Michael Joho, Stadtteilaktivist aus St.Georg, Stadtteilzeitung "Der lachende Drache"
sowie
Karin Aßmus, "Mieter helfen Mietern e.V."
auf dem Podium.
Selbstverständlich kann man den Sinn oder Unsinn von Diskussionen mit Figuren aus dem gegnerischen Lager unterschiedlich bewerten. Die STEG als einer der Hauptakteure würde sich hier anbieten, Betreiber neuer Eigentums-Immobilienprojekte, Vertreter_innen der Gastronomie, die ja aktuell auch in der Susannenstraße Gegenwind für die neuesten Pläne zur weiteren Ballermannisierung des Viertels spüren, politisch Verantwortliche aus Bezirk und Senat… Das hätte mal wieder einen lustigen runden Tisch gegeben ;)
Aber so? Nur der abgeschmackte Versuch, sich gegenseitig in seiner Existenz zu legitimieren und interessant zu machen.
Wer trotzdem hin und sich am Absturz beteiligen will:
Donnerstag, 17.09., 20:00 Uhr Kulturhaus 73
„In Hamburgs innenstadtnahen Stadtteilen regt sich Widerstand gegen die Aufwertung durch Investoren. Erhaltungssatzungen sollen in St. Pauli und St. Georg retten, was zu retten ist. Aber ist der "Gentrifizierung" genannte Wandel der Bewohnerstruktur überhaupt vermeidbar? Ist er womöglich sogar manchmal wünschenswert, wenn es darum geht, das Abrutschen von Stadtteilen zu verhindern? Kann eine ausbalancierte Stadtentwicklungspolitik Investoreninteressen produktiv steuern?“
Man muss auch noch die falschen Leute einladen, allen voran:
Jürgen Kolper, Projektleiter Sternschanzen-Wasserturm, Patrizia Immobilien AG
- Geschäftsführer und Boss der Projektentwicklung der Patrizia AG im fernen Augsburg und als solcher zuständig für das (immerhin seit 2007 abgeschlossene) Projekt Hotel im Wasserturm. Erstaunlich, wer heutzutage alles Fachmann für Gentrifizierung in Hamburgs westlicher innerer Stadt ist.
Ein passender Moderator darf auch nicht fehlen:
Moderation: Gernot Knödler, Redakteur taz nord
- Zuständig für alle Fragen der wachsenden Stadt und gerne auch mal Befürworter von allem, was Hamburg „schicker, glatter, reicher“ macht:
„Die Gegner des Hotels im Wasserturm sollten diese Kröte schlucken. (…) Seit 20 Jahren sind alle möglichen Nutzungsvarianten diskutiert worden und am Aufwand gescheitert. Das Hotel wird sicherstellen, dass der Turm wenigstens außen erhalten bleibt und dass viele Leute etwas von ihm haben - wenn auch nicht in erster Linie die AnwohnerInnen.“ zum Baubeginn des Hotels
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/01/11/a0268 Aber auch die Wahl des adäquaten Orts spielt eine wichtige Rolle:
Das Haus 73, das im Konflikt um die Bewerbung für die Räume des Centro Sociale von der Mieterin taz als unschuldiges Opfer einer Verschwörung althergebrachter Politconnections im Viertel dargestellt wird
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/da-warens-nur-noch-zwei/ Ungeachtet sämtlicher Dubiositäten, Gerüchte und Skandale um Haus und Betreiber wie unklares Geschäftsgebaren in der Vergangenheit um die studentische Pony-Bar, rassistische Türsteher, Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten, dem Versuch, den Rest der (immerhin von der Patrizia gespendeten) Wasserturm-Million nebst dem so genannten kleinen Turm im Schanzenpark abzuzocken usw. usw. wird dieses Projekt in der taz beharrlich als unkommerzielles Stadtteilkulturzentrum schöngeredet und allen Ernstes vorgeschlagen, das Centro könne doch stattdessen in die „brachliegende“ Rote Flora ausweichen:
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/tote-flora/ Vor diesem Hintergrund erfüllt die Teilnahme von Personen aus der sich gerade in Ansätzen entwickelnden Anti-Gentrifizierungsbewegung mit erheblichem Befremden:
Neben
Ingrid Breckner, Institut für Stadt- und Regionalökonomie und -soziologie an der Hafen-City-Universität
sitzen auch
Michael Joho, Stadtteilaktivist aus St.Georg, Stadtteilzeitung "Der lachende Drache"
sowie
Karin Aßmus, "Mieter helfen Mietern e.V."
auf dem Podium.
Selbstverständlich kann man den Sinn oder Unsinn von Diskussionen mit Figuren aus dem gegnerischen Lager unterschiedlich bewerten. Die STEG als einer der Hauptakteure würde sich hier anbieten, Betreiber neuer Eigentums-Immobilienprojekte, Vertreter_innen der Gastronomie, die ja aktuell auch in der Susannenstraße Gegenwind für die neuesten Pläne zur weiteren Ballermannisierung des Viertels spüren, politisch Verantwortliche aus Bezirk und Senat… Das hätte mal wieder einen lustigen runden Tisch gegeben ;)
Aber so? Nur der abgeschmackte Versuch, sich gegenseitig in seiner Existenz zu legitimieren und interessant zu machen.
Wer trotzdem hin und sich am Absturz beteiligen will:
Donnerstag, 17.09., 20:00 Uhr Kulturhaus 73
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
flyer
Schlimmer geht immer
Schicker, glatter, reicher. Stadtteile zwischen Absturz und Edelsanierung.
Unter diesem Motto veranstaltet die TAZ-Nord ihren TAZ-Salon am 17.9.09 um 20.00 Uhr im Kulturhaus 73 am Schulterblatt. Auf dem Podium werden neben einem Stadtteilaktivisten aus St. Georg und einer Vertreterin von Mieter helfen Mieter Frau I. Breckner vom Institut für Stadt-und Regionalökonomie und –soziologie der Hafen-City-Universität auch Jürgen Kolper , Projektleiter Sternschanzen-Wasserturm von der Patrizia Immobilien AG sitzen.
Wir empfinden die Anwesenheit des Herrn Kolper als Provokation. Seit 25 Jahren haben die Menschen rund um den Sternschanzenpark gegen die Privatisierung öffentlichen Raumes (Park) und die Kommerzialisierung des Wasserturms gekämpft. Noch bis kurz vor Baubeginn des Mövenpickhotels hatte das Bezirksamt Eimsbüttel den Anwohner_innen zugesagt , dass 50% der Wasserturmflächen für soziale bzw. kulturelle Einrichtungen bereitgestellt bleiben. Gegen den Mövenpickhotelbau wurden über 10.000 Unterschriften gesammelt. Es gab unzählige Demonstrationen und verschiedene Aktionen, die auch nach wie vor andauern. Es laufen Verfahren gegen Parksympathisanten und Mövenpickgegner. Und jetzt will uns ein Projektleiter einer Immobilien AG, deren einziges Ziel Rendite ist und nicht das Wohl der Menschen, am Beispiel Wasserturm gelungene Stadterneuerung erklären? Wir verstehen nicht, was die TAZ mit der Einladung eines Vertreters einer Immobilienfirma bezwecken will, es sei denn die TAZ sieht Kolper/Patrizia als Retter des Schanzenviertels vor dem Absturz. Wenn schon Stadtteilaktivist_innen und Mieter helfen Mieter eingeladen werden, wäre es sinnvoller gewesen, sich über Schutz und Widerstandsmöglichkeiten gegen steigende Mieten, Privatisierung und Luxusneubauten zu unterhalten. Im Übrigen hat die Patrizia vor ca.1 Jahr auch das alte Montblanc-Gebäude am Schulterblatt gekauft und natürlich Mieten erhöht, eine kleine Bäckerei musste passen.
Zitat aus der Web-Seite der Patrizia Immobilien AG: „ Die angestrebte Wertsteigerung wird durch die Auswahl des optimalen Vertriebskanals realisiert, sei dies die Privatisierung von Wohnungen, der Verkauf von ganzen Portfolien en bloc, die Strukturierung von Portfolioverkäufen oder auch die Initiierung von Fondsprodukten. Investieren, Optimieren, Realisieren – Die Patrizia Formel.“
Zum Ort der Veranstaltung, das selbsternannte „Kulturhaus 73“.
Noch bis vor wenigen Tagen haben sich die Macher dieser Einrichtung um die Räume des Centro Sociale in der Sternstraße beworben. Die private Stadtentwicklungsbehörde (STEG), die pikanterweise im Patrizia-Gebäude am Schulterblatt sitzt, verwaltet die Räume in der Sternstraße. Der Mietvertrag läuft am 31.12.2009 aus. Viele Menschen aus den umliegenden Vierteln wollen, dass das Centro Sociale bleibt, weil es gerade als Gegeninitiative zur Gentrifizierung ins Leben gerufen wurde. Erst massiver Druck vieler Anwohner_innen hat jetzt das Kulturhaus 73 bewogen, seine Bewerbung zurückzuziehen.
Kommt Alle ins „Kulturhaus 73“ und macht deutlich, dass es eine ausbalancierte Stadtentwicklungspolitik, die Investoreninteressen produktiv steuert, wie in der Einladung zum TAZ-Salon als Frage formuliert, nicht gibt.
Kolper verpiss dich!
Fight Gentrification!
Recht auf Stadt!
Antifa Konzert
kommt lieber zu Antifa-Konzert:
Love music – hate fascism!
Keine Stimme den Nazis
Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl rocken wir die Fabrik . Wir wollen gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen und Menschen überzeugen, keine faschistischen Parteien und Organisationen zu wählen oder zu unterstützen.
Musik ist eine universelle Sprache, die jeder Mensch versteht, und damit bestens geeignet, um der menschenverachtenden Hetze der Faschisten entgegen- zuwirken. Kommt am Donnerstag, dem 17.09.2009, in die Fabrik und tanzt mit Ska und Reggae gegen die NPD!
Dubtari [Ska / Reggae / Hip Hop]
Der Reggaelöwe Dubtari brüllt schon wieder im deutschen Großstadtdschungel. Wenn die multikulturelle Reggae - Formation Dubtari auf die Bühne steigt, wird es heiß. Reggae, Dancehall, HipHop und Ska verbindet die Band zu ihrem eigenen Sound: intercontinentaloffbeats.
SKOP [Ska / Reggae]
Ska verfeinert mit Elementen aus Punk, Jazz, Reggae und Pop ergibt SKOPs einzigartige Mischung „Ska 'n' Roll“ aus dem Norden. Die Bühnenpräsenz der teilweise bis zu 12 Musiker ist immer wieder beeindruckend und die Garde der Blasinstrumente heizt die Stimmung noch einmal richtig an.
K-Mob [Ska / Reggae / Soul]
Die neunköpfige Band spielt traditionellen Ska, vermischt mit Soul- und Reggae-Elementen und jagt von einem Konzert zum anderen. Ihre Devise: Aufstehen, Jacke abklopfen, weitermachen.
Surfits [Ska / Reggae / Punk]
Die neunköpfige Tanzkapelle Surfits vereinigt Ska mit Surf-Melodien der traditionellen hawaiianischen Schule und melodiösen Power-Punkriffs der kalifornischen Küste. Das Ergebnis nennt sich dann bestens tanzbarer Holstein - Skapunkdeluxe.
Donnerstag * 17.9. * 19 Uhr * Fabrik
CDU Bauvorhaben im Park
Im Auftsichtsrat von der Patrizia Immobilien AG sitzt nach wie vor der Schatzmeister der Hamburger CDU, Harald Boberg!
Das Bauvorhaben im Schanzenpark (Hotel-Tiefgarage, Rolltreppenfoyer usw.) konnte nur realisiert werden, in dem 2003 der damalige Bundesschatzmeister der CDU (damals Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner) an seinen Hamburger Landesschatzmeister Harald Boberg (Aufsichtsrat Patrizia) den öffentlichen südlichen Parkhang privatisierte/verkaufte. (Der Deal lief über die Liegenschaftsverwaltung/Finanzbehörde).
Das Jesus Center
Quatsch
- Rassistische Türsther: da muss man sich nur mal das Publikum in der 73 angucken. Ich kenne ehrlich gesagt überhaupt keinen anderen Laden in Hamburg wo sein ein gemischtes Publikum ein und ausgeht. Die Afrikaner aus dem Flora Park hängen da die ganze Zeit ab. Viele Raggae u.ä. Veranstaltungen
- Hinterzogene Gelder: Die Mopo hatte vor einigen Jahren darüber einmal berichtet und musste prompt eine fette Gegendarstellung drucken. Die kann man nur ziemlich schwer durchsetzen, weil man beweisen muss, dass Unwahre Behauptungen aufgestellt wurden. Für mich ein ziemlich deutliches Indiz dass da nix dran ist
- Zum kleinen Wasserturm weiss ich nichts, kann man das irgendwo nachlesen?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
AktivistInnen klauen und verbrennen Spielzeug — Anke
gerüchteküche — paul
anke löschen! — ...
dann klär — @...
@ Paul — Anna und Ali