Endlagersuche im Regierungsviertel
"Endlagersuche im Regierungsviertel"
BI Umweltschutz zum Parteienstreit um Gorleben
Mit einer spektakulären Aktion wollen die Gorleben-Gegner 10 Tage nach der
Großdemonstration in Berlin erneut in der Hauptstadt demonstrieren. Mit
Bohrturm, Seismographen und Spucketest - "damit wir wissen, woher politisch
der Wind weht", - will die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI) erforschen, ob das Regierungsviertel nicht am besten als Atommüllendlager
geeignet ist. "Da haben alle Abgeordneten und Politiker vor Augen, welche
Folgen die Nutzung der Atomkraft hat. Aus den Augen aus dem Sinn funktioniert
nicht mehr", prophezeit die BI.
BI Umweltschutz zum Parteienstreit um Gorleben
Mit einer spektakulären Aktion wollen die Gorleben-Gegner 10 Tage nach der
Großdemonstration in Berlin erneut in der Hauptstadt demonstrieren. Mit
Bohrturm, Seismographen und Spucketest - "damit wir wissen, woher politisch
der Wind weht", - will die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI) erforschen, ob das Regierungsviertel nicht am besten als Atommüllendlager
geeignet ist. "Da haben alle Abgeordneten und Politiker vor Augen, welche
Folgen die Nutzung der Atomkraft hat. Aus den Augen aus dem Sinn funktioniert
nicht mehr", prophezeit die BI.
Die Atomkraftgegner verwahren sich gegen jede einseitige parteipolitische
Vereinnahmung des Themas Gorleben. "CDU, FDP, Grüne und die SPD waren
Hüter dieser brisanten Akten, die wir öffentlich gemacht haben und die
belegen, dass selbst die Physikalisch-Technische Bundesanstalt als staatliche
Fachbehörde große Zweifel an der Machbarkeit eines Endlagers für
hochradioaktive Abfälle in Gorleben hegte. Aber jede Einkehr, jedes politische
Eingeständnis, vor allem jede Um- und Abkehr von Gorleben begrüßen wir
natürlich", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Zum Gorleben-Skandal gehöre auch, dass es kein atomrechtliches
Genehmigungsverfahren gab, kein Eignungsverfahren bzw. Eignungsbeschluss.
Gorleben wurde allein auf der Basis des Bergrechts gebaut und während des
Moratoriums offen gehalten. "Das hat bisher in der aktuellen Debatte noch
keine Beachtung gefunden, obwohl das sogenannte Erkundungsbergwerk in
Teilen schon als Endlager ausgebaut wurde, und das ist nicht die einzige
Parallele zur Asse, die am Ende illegal als Endlager genutzt wurde", schreibt die
BI.
Besonders empöre allerdings die Haltung der Bundeskanzlerin, die bis zuletzt
auf Gorleben setzte und setzt, obwohl sie in ihrer Eigenschaft als
Bundesumweltministerin in den 90er Jahre tiefe Einblicke in die Gorleben-
Tricksereien hätte haben müssen. Um ihr auf die Sprünge zu helfen, werden die
Gorleben-Gegner am kommenden Mittwoch in den Mittagsstunden im
Regierungsviertel eine Endlagererkundung durchführen.
Aus den Augen aus dem Sinn funktioniere aber auch ohne Straßentheater nicht
länger: "Da liefern wir Belege, dass nach Auswertung des Tiefbohrprogramms
kritische Passagen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt umgeschrieben
wurden, Zeitzeugen und beteiligte Wissenschaftler bestätigen, dass die
Aussagen der Fachbehörde geschönt wurden, das Missing-Link, der deutliche
Wink aus dem Forschungsministerium wird in der Süddeutschen Zeitung
abgelichtet und steht inzwischen auf unserer Homepage - trotzdem beteuert
Kanzleramtsminister de Maizière die Unschuld der Kohlregierung, der damalige
Forschungsminister weist nassforsch jeden Verdacht von sich, während die
Kanzlerin die Akten lesen lässt, das verwirrte Publikum staunt. "Wir wollen kein
Wahlkampfgetöse, wir fordern späte Einsicht und ein verbrieftes Ende
Gorlebens, das seit der Standortbenennung politisch kontaminiert ist", fordert
die BI.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20 29439 Lüchow
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de
Pressemitteilung 11.09.09
Vereinnahmung des Themas Gorleben. "CDU, FDP, Grüne und die SPD waren
Hüter dieser brisanten Akten, die wir öffentlich gemacht haben und die
belegen, dass selbst die Physikalisch-Technische Bundesanstalt als staatliche
Fachbehörde große Zweifel an der Machbarkeit eines Endlagers für
hochradioaktive Abfälle in Gorleben hegte. Aber jede Einkehr, jedes politische
Eingeständnis, vor allem jede Um- und Abkehr von Gorleben begrüßen wir
natürlich", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Zum Gorleben-Skandal gehöre auch, dass es kein atomrechtliches
Genehmigungsverfahren gab, kein Eignungsverfahren bzw. Eignungsbeschluss.
Gorleben wurde allein auf der Basis des Bergrechts gebaut und während des
Moratoriums offen gehalten. "Das hat bisher in der aktuellen Debatte noch
keine Beachtung gefunden, obwohl das sogenannte Erkundungsbergwerk in
Teilen schon als Endlager ausgebaut wurde, und das ist nicht die einzige
Parallele zur Asse, die am Ende illegal als Endlager genutzt wurde", schreibt die
BI.
Besonders empöre allerdings die Haltung der Bundeskanzlerin, die bis zuletzt
auf Gorleben setzte und setzt, obwohl sie in ihrer Eigenschaft als
Bundesumweltministerin in den 90er Jahre tiefe Einblicke in die Gorleben-
Tricksereien hätte haben müssen. Um ihr auf die Sprünge zu helfen, werden die
Gorleben-Gegner am kommenden Mittwoch in den Mittagsstunden im
Regierungsviertel eine Endlagererkundung durchführen.
Aus den Augen aus dem Sinn funktioniere aber auch ohne Straßentheater nicht
länger: "Da liefern wir Belege, dass nach Auswertung des Tiefbohrprogramms
kritische Passagen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt umgeschrieben
wurden, Zeitzeugen und beteiligte Wissenschaftler bestätigen, dass die
Aussagen der Fachbehörde geschönt wurden, das Missing-Link, der deutliche
Wink aus dem Forschungsministerium wird in der Süddeutschen Zeitung
abgelichtet und steht inzwischen auf unserer Homepage - trotzdem beteuert
Kanzleramtsminister de Maizière die Unschuld der Kohlregierung, der damalige
Forschungsminister weist nassforsch jeden Verdacht von sich, während die
Kanzlerin die Akten lesen lässt, das verwirrte Publikum staunt. "Wir wollen kein
Wahlkampfgetöse, wir fordern späte Einsicht und ein verbrieftes Ende
Gorlebens, das seit der Standortbenennung politisch kontaminiert ist", fordert
die BI.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20 29439 Lüchow
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de Pressemitteilung 11.09.09
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Ergänzungen
Von Aussen gesehen
Former German chancellor Helmut Kohl's government stands accused of tampering with a report on a nuclear waste storage site, ahead of upcoming national election. -
In 2006, Angela Merkel was hailed as the "Green Chancellor" for promising to rid her country of coal and nuclear power in its bid to give a clean energy "world lead." Three years on and Merkel's government actively supports the construction of a new generation of 26 coal-fired power plants as well as keeping Germany's nuclear power stations open. -
With a charismatic new leader and a more moderate profile, Germany's Greens are riding a wave of support for ecological policies that could turn them into kingmakers after the federal election on Sept. 27. --
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
supi aber wie wär´s mit nem echten termin — sachma
termin ist bei uns eingetroffen — sei nicht so neugierig