Endlager mitten in Hamburg?

Andreas Conradt 30.08.2009 22:20 Themen: Atom Ökologie
pxv Hamburg Rund eintausend Castorbehälter voller Atommüll produziert ein einziges Atomkraftwerk im Laufe seiner Lebenszeit, ohne dass es ein Endlager dafür gibt. Die Aktionsgruppe Campact ist deshalb seit Freitag mit einem riesigen Castor-Transport quer durch Deutschland auf Endlagersuche! In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes vom 28. August bis 19. September besucht Campact in einer bundesweiten Anti-Atomtour zwölf Städte, um die Kraftwerksbetreiber an ihrer Achillesferse packen: der ungelösten Endlagerung des Jahrmillionen strahlenden Atommülls. Nach dem Auftakt in Berlin am Freitag machte Campact am Samstag in Hamburg Station.
Schon von weitem war der getürkte Gefahrgut-Transport auf dem Weg vom Hamburger Hauptbahnhof zum Rathausmarkt zu erkennen: Überdimensionale gelb-schwarze Warnschilder, Sirenengeheul und grelles Licht verbreiteten eine geradezu unheimliche Stimmung. Personen in Strahlenschutzanzügen sperrten den Rathausmarkt großräumig ab und maßen mit Geigerzählern die „radioaktive Belastung“ auf der Suche nach einem geeigneten Endlager. Die Aktion gipfelte in einer Probebohrung, doch erwartungsgemäß wurden die Aktivisten nicht fündig, und so gibt es für sie nur eins: den Atomausstieg möglichst schnell umzusetzen!

Ein Endlager für hochradioaktiven Müll auf dem Hamburger Rathausmarkt, gelbe Atommüllfässer am Frankfurter Römer, ein atomares Aufräumkommando vor dem Brandenburger Tor – der „Castor-Transport“ konfrontiert die Bewohner der zwölf Großstädte mit der Frage: „Ist Ihre Stadt geeignet als atomares Endlager?“ Beim Gedanken, den extrem gefährlichen Atommüll vor der eigenen Haustür zu lagern, packt selbst Befürworter der Risikotechnologie blankes Entsetzen.

Nach Ansicht von Campact ist der Zeitpunkt für eine solche Tour goldrichtig, denn nach der Bundestagswahl stehe ein heißes Ringen um die Zukunft der Atomkraft bevor. Vattenfall, RWE, E.on & Co. würden dann alles daran setzen, den vor Jahren beschlossenen Atomausstieg zu kippen – kurz bevor die acht ältesten Atomkraftwerke vom Netz gehen sollen.

Fotos der Aktion von „Campact“ online können in hoher Auflösung heruntergeladen werden.  http://www.publixviewing.de/sortiment/atom-endlager-mitten-in-hamburg/index.html Die Bilder können honorarfrei verwendet werden. Belegexemplar erbeten. Bitte verwenden Sie als Copyrightvermerk den in den EXIF-Daten genannten Namen.

Fotos vom Trekker-Treck der Bauern nach Berlin, die Strecke von Lüneburg über Uelzen nach Braunschweig, können in hoher Auflösung von  http://www.publixviewing.de/bildersuche.html?@@pn=1
heruntergeladen werden.


Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Conradt
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Andreas Conradt
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Ergänzungen

näXte Woche Berlin...

anti-atom-treck 30.08.2009 - 23:38

Anti - Atom - Treck heute

www.salzgitter.anti-atom-treck.de 31.08.2009 - 07:54
Übersicht:

Anti - Atom - Treck heute

Monntag, 31. August 2009







Mehr als 1000 Menschen auf Motorrädern, Fahrrädern und zu Fuß empfingen den Treck gestern in Braunschweig und geleiteten ihn durch die Stadt. Aber auch in vielen kleineren Orten standen Menschen an den Straßen und winkten. Aus Lüneburg, Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und anderen Orten sind mittlerweile Trecker hinzugekommen. Der Treck wächst. Sonntag abend hat er Salzgitter erreicht, wo heute den ganzen Tag Aktionen stattfinden.




Fotos: Wie schon bei der Lichterkette rufen wir auf, Fotos und Clips vom Treck für ein öffentliches Album zur Verfügung zu stellen. Bitte nur Fotos, die ohne Rechtebindung und frei verfügbar sind. Bitte unbedingt nur "Anti-Atom-Treck" im Betreff. Adresse:  album@anti-atom-treck.de






mehr Infos zum Treck in Salzgitter:

www.salzgitter.anti-atom-treck.de













Montag:




10.00 - 12.00 Uhr Gorleben-Markt Rathaus-Platz Salzgitter-Lebenstedt, Begrüßung für die Stadt Salzgitter durch den Dezerneten Rainer Dworog




13.30 - 14.00 Uhr Treffen von Gorleben-Bauern und Motoren-Bauern vor dem VW-Werk (Tor 1)




14.30 Uhr Plazierung eines Gorleben-Findlings in Sichtweite von Schacht KONRAD an der Abfahrt der Industriestraße




19.30 Uhr öffentliches Treck-Fest am Sportplatz des FC Germania Bleckenstedt, alle Interessierten sind herzlich eingeladen










Vorschau auf Dienstag:




10.00 Uhr Reisesegen in Salzgitter-Bleckenstedt

Weiterfahrt über Fümmelse nach Wolfenbüttel




12.30 - 14.30 Uhr Wolfenbüttel: Kundgebung auf dem Schloßplatz

15.30 - 17.30 Uhr Sickte: Kaffee, Kuchen, Kundgebung

ab 19.00 Uhr Nacht am ASSE-Schacht




mehr Infos zum Treck in Wolfenbüttel:

 http://www.asse2.de/treck.html

Probebohrungen

Ergänzung / Foto 31.08.2009 - 13:37
Das "Schönste" der Castor-Aktion wurde leider im Artikel nicht erwähnt... Mit einer simulierten Probebohrung wurde direkt auf dem Rathausmarkt vor dem Rathaus eine passende Endlagerstätte für radioaktiven Müll gesucht....

Hinweis: Derzeit finden überall im Hamburger Stadtgebiet Probebohrungen statt.
Allerdings sind dies nicht überall Simulationen!
So zum Beispiel auch Bohrungen bis in eine Tiefe von 25 Metern unter die Große Bergstrasse vor dem Hafenklang/Frappant in Altona. Dort - in einem Teilwohngebiet - soll gegen große Teile der Bevölkerung der erste weltweite innerstädtische IKEA-Markt gebaut werden.
mehr unter  http://www.kein-ikea-in-altona.de
Siehe dort auch Schmutzwäsche/Die Steuertricks der Ikea Gruppe ->  http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/index_submenu.php?seite=4&folge=00

Wegen dem IKEA-Bauvorhaben in Altona finden übrigens auch Bürgerbegehren in dem Bezirk von Hamburg statt. Rege Beteiligung ist erwünscht!
 http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/downloads/liste_kein_IKEA.pdf

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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hurra — nix

@Leser — anderer Leser