Squat Wittenberg "geräumt"
Leider müssen wir euch mitteilen, dass die Besetzer_Innen der Wallstraße 1 in Wittenberg ihre Besetzung aufgegeben haben.
Leider müssen wir euch mitteilen, dass die Besetzer_Innen der Wallstraße 1 in Wittenberg ihre Besetzung aufgegeben haben.
Der Grund für die Resignation ist in diesem Falle der Repressionsdruck, und vor allem die Gefahr, den Verein bei den Verhandlungen zu schädigen oder gar die Verhandlungen ganz zum erliegen zu bringen. Leicht viel uns diese Entscheidung nicht, viele Tränen sind heute Abend geflossen, als die Besetzer_Innen sich dazu entschieden haben das Haus „freiwillig“ zu räumen.
Obwohl eigentlich keine Rede von freiwillig sein kann, denn die Aussage von Bürgermeister Zugehör zwingt uns dazu das Squat zu verlassen. Seine Aussage war „wenn die Besetzung bis zum 25.08.2009 nicht beendet ist, gibt es auch keine weiteren Verhandlungen mit dem Verein“. Da wir unser Ziel aber nicht aus den Augen verloren haben, blieb uns nichts anderes übrig als das Haus zu verlassen.
Wir haben mit der „Räumung“ nicht nur einen Anlaufpunkt für die Jugendlichen dieser Stadt verloren, sondern auch einen erkämpften Freiraum, in dem wir all unsere Kraft, all unsere Träume gesteckt haben. Ein Stück Freiheit, einen Rückzugsraum für Menschen, die nicht in das Konstrukt passen, was die Gesellschaft normal nennt. Für Menschen, die ein anderes Zusammenleben erproben wollen. Einen Ort, wo Konzerte stattfanden, wo es Infoveranstaltungen, Essen für alle und vieles mehr gab. Wo es soviel herzlichen Support von Menschen gab, die teilweise 6 Stunden Zugfahrt auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen. Wo auch die Anwohner keine Berührungsängste hatten und es so oft Dialoge über das gab was wir verwirklichen wollen und es soviel Anregung, Begeisterung und Zuspruch gab.
Für uns ist klar, dass die Stadt Wittenberg unseren Forderungen nach einem Freiraum nie ernst genommen hat und wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit nicht ernst nehmen wird, wenn wir nicht weiter öffentlichen Druck schaffen und um unsere Freiräume kämpfen.
Die Stadt hat mehr als einen Freiraum zerstört, sie hat einen Traum von einem anderen Leben, ohne
Rassismus, Sexismus, Homophobie, kapitalistischer Verwertungslogik und all der ganzen anderen Scheiße die uns täglich vorgelebt wird zerstört.
Wir bitten euch, in euren Städten Soli-Aktionen für ein Squat in Wittenberg zu machen.
Seit kreativ, und lasst uns bitte wissen was ihr gemacht habt.
Der Kampf um ein Alternatives Jugendzentrum in Wittenberg geht weiter, und wenn die Oberhäupter dieser Stadt meinen, uns verarschen zu können, werden wir ihnen demonstrieren das wir auch anders können.
Bitte haltet euch dieses Wochenende frei, und wartet auf Ankündigungen.
Squat the World.
Für ein emanzipatorisches und herrschaftsfreies Leben
Wir bleiben Alle
Der Grund für die Resignation ist in diesem Falle der Repressionsdruck, und vor allem die Gefahr, den Verein bei den Verhandlungen zu schädigen oder gar die Verhandlungen ganz zum erliegen zu bringen. Leicht viel uns diese Entscheidung nicht, viele Tränen sind heute Abend geflossen, als die Besetzer_Innen sich dazu entschieden haben das Haus „freiwillig“ zu räumen.
Obwohl eigentlich keine Rede von freiwillig sein kann, denn die Aussage von Bürgermeister Zugehör zwingt uns dazu das Squat zu verlassen. Seine Aussage war „wenn die Besetzung bis zum 25.08.2009 nicht beendet ist, gibt es auch keine weiteren Verhandlungen mit dem Verein“. Da wir unser Ziel aber nicht aus den Augen verloren haben, blieb uns nichts anderes übrig als das Haus zu verlassen.
Wir haben mit der „Räumung“ nicht nur einen Anlaufpunkt für die Jugendlichen dieser Stadt verloren, sondern auch einen erkämpften Freiraum, in dem wir all unsere Kraft, all unsere Träume gesteckt haben. Ein Stück Freiheit, einen Rückzugsraum für Menschen, die nicht in das Konstrukt passen, was die Gesellschaft normal nennt. Für Menschen, die ein anderes Zusammenleben erproben wollen. Einen Ort, wo Konzerte stattfanden, wo es Infoveranstaltungen, Essen für alle und vieles mehr gab. Wo es soviel herzlichen Support von Menschen gab, die teilweise 6 Stunden Zugfahrt auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen. Wo auch die Anwohner keine Berührungsängste hatten und es so oft Dialoge über das gab was wir verwirklichen wollen und es soviel Anregung, Begeisterung und Zuspruch gab.
Für uns ist klar, dass die Stadt Wittenberg unseren Forderungen nach einem Freiraum nie ernst genommen hat und wahrscheinlich auch in absehbarer Zeit nicht ernst nehmen wird, wenn wir nicht weiter öffentlichen Druck schaffen und um unsere Freiräume kämpfen.
Die Stadt hat mehr als einen Freiraum zerstört, sie hat einen Traum von einem anderen Leben, ohne
Rassismus, Sexismus, Homophobie, kapitalistischer Verwertungslogik und all der ganzen anderen Scheiße die uns täglich vorgelebt wird zerstört.
Wir bitten euch, in euren Städten Soli-Aktionen für ein Squat in Wittenberg zu machen.
Seit kreativ, und lasst uns bitte wissen was ihr gemacht habt.
Der Kampf um ein Alternatives Jugendzentrum in Wittenberg geht weiter, und wenn die Oberhäupter dieser Stadt meinen, uns verarschen zu können, werden wir ihnen demonstrieren das wir auch anders können.
Bitte haltet euch dieses Wochenende frei, und wartet auf Ankündigungen.
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Ergänzungen
Riots in der Stadt
Medien
Hausbesetzer lassen Frist verstreichen
Stadt beantragt bei Gericht sofortige Räumung des alten Gesundheitsamtes - «Erst wenn die Polizei aufmarschiert, ist es vorbei»
WITTENBERG/MZ. Die Lage um das besetzte ehemalige Gesundheitsamt in der Wittenberger Wallstraße spitzt sich zu. Am Dienstagmittag lief die Frist der Stadt an die Jugendlichen aus der alternativen linken Szene ab., die das leer stehende Gebäude am 14. August in Beschlag genommen haben, um für ein alternatives Jugendzentrum zu kämpfen (die MZ berichtete). Einer Räumungsaufforderung kommt die Gruppe nicht nach. "Erst wenn die Polizei unten aufmarschiert, ist es vorbei", sagt einer der Besetzer.
Das könnte schnell passieren. Am Nachmittag beantragt die Stadt beim Landgericht Dessau-Roßlau eine einstweilige Verfügung. Vermutlich werde heute eine Entscheidung fallen, so ein Gerichtssprecher. Wittenbergs Bürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) ist zu keinen Kompromissen mehr bereit. "Wir wollten eine Eskalation der Lage vermeiden, lassen uns aber nicht erpressen. Gibt das Gericht unserem Antrag statt, setzen wir die Verfügung mit allen rechtlichen Mitteln sofort um."
Bei den Besetzern wächst die Unsicherheit. Als selbst ernannte Sympathisanten wollten sie dem örtlichen Verein "Kultur mit Sahne" zur Seite springen, den vor 14 Tagen bestenfalls Insider kannten. Heute ist er in aller Munde. Seit Jahren kämpft der Verein um ein Domizil für ein alternatives Jugendzentrum. "In dieser konservativen Stadt ist für uns offenbar kein Platz", klagen die Protestler. "Die Vorstellungen von einem eigenen Haus in der Innenstadt waren überzogen", kontert die Verwaltung. Wie sich die Besetzer den Anlaufpunkt vorstellen, skizzieren sie im Gesundheitsamt. Dort haben sie schnell Bühne, Bibliothek, Küche und Aufenthaltsraum eingebaut. Im Internet werben sie für Veranstaltungen: Kino, Konzerte, einen Tag der offenen Tür.
Doch das Haus ist tabu, heißt es aus dem Rathaus. Man habe eigene Pläne mit dem Objekt, wolle dort in unmittelbarer Nähe zur Leucorea einen Bildungsträger ansiedeln. Mittlerweile sind sich Stadt und Kulturverein über das weitere Vorgehen einig geworden, wollen gemeinsam nach passenden Räumlichkeiten suchen. Doch die etwa 25 Hausbesetzer bleiben stur. Dass ihnen nach dem Gas auch Strom und Wasser abgeklemmt worden sind, ficht sie nicht an. Mit einem Notstromaggregat wollen sie bis zum Ende durchhalten. Schon heute könnte es soweit sein.
SOLIDEMO in Weißenfels
Geht Randale von Hausbesetzern aus?
__________
Soliaktion in Berlin
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Sehr schade... — Roland Ionas Bialke
Schade — Symphatisant
........... — ...............
Ob das jetzt besser wird? — Zweifler
Wehmut — berliner
stay brave — TischlerInn
die entscheidung war richtig! — unterstützerin
Gute Entscheidung — Jascha
freiräume — mein name
Weise — Worte
Linke Freiräume erkämpfen und verteidigen — edward thatch
@............... — xxx
@............................. — Schall und Rauch
Tja, das wars wohl! — hauptstadtarroganz
.................. — ....................
Der Traum ist aus zu Dieser Zeit............. — stoibchen
Gestern war nicht alle Tage — Hein Mück
na wenn — ich