Busfahrer nimmt Neonazis in Hamburg nicht mit
Der Held des Tages! Ein Busfahrer in Hamburg hat Zivilcourage gezeigt und Neonazis im Bus nicht mitgenommen. Diese sollten unter Polizeischutz zu ihrem zweiten Infostand gebracht werden.
Die NPD hatte am Sa., d. 15.08. in Hamburg, sowohl im Stadtteil Barmbek als auch in Wandsbek einen Infostand angemeldet. Beide Nazistände wurden von starkem Protest von Anwohnern und AntifaschistInnen begleitet, so dass die Nazis durch ein großes Polizeiaufgebot geschützt wurden. Nachdem die NPD ihren Stand abgebaut hatte, sollte sie mit einem HVV-Bus zum zweiten Stand nach Wandsbek gefahren werden. Der Busfahrer zeigte jedoch Zivilcourage und verweigerte die Mitnahme aus Sicherheitsgründen. Die Nazis wurden dann mit einem anderen HVV-Bus transportiert und dann mit einem Sonderbus auf Staatskosten zum nächsten Nazi-Infostand.
Berichte zu den Aktionen finden sich auch unter www.keine-stimme-den-nazis.org
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Ergänzungen
Busfahrer doch kein Held?
Ich hatte Angst vor den Stein und Flaschenwürfen der Linken Chaoten aus der Schanze. Wichtig war mir, daß mir und meinen im Bus befindlichen Fahrgästen nichts passiert. Ich hatte alte Leute und Kinder im Bus.
Also nix mit Heldentum, der Busfahrer hatte nur Angst um seine eigene Haut.
Wahrheit und Lüge
Sein Verhalten hat mich nicht gewundert.
Alle die behaupten er hätte Angst vor den Linken gehabt, sind Lügner.
Busfahrer doch kein Held
Bin selbst wie mein Name schon sagt Busfahrer, desweiteren haben wir ein Beförderungspflicht. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie die Beförderung von stark alkoholisierten Personen. Von Nazis steht in unserer Beförderungsvorschrift nicht, sonst hätten wir dieses Problem jeden Tag.
Wahrscheinlich kostet ihn das sogar seinen Job, wenn sich einer der Nazis schriftlich beschwert. Da einer von unserer Leitzentrale anwesend war, hat es in jeden Fall Konsequenzen.
Traurig aber wahr - Es gibt immer noch Leute die auf ihren Job angewiesen sind!!!
NPD-Stand in Hamburg: Passantin von Neonazis
Demo gegen Stadtteilfest
Im September will die Hamburger NPD um den Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger gegen das Schanzenfest demonstrieren. Dieses soll am 12. September 2009 ein zweites Mal stattfinden - aus Protest gegen einen vollkommen überzogenen Polizeieinsatz, der das bis dahin friedliche Fest beendet hatte. Zudem wurden einem Journalisten vier Zähne von einem Polizisten ausgeschlagen, Beamte stürmten außerdem eine Fußball-Kneipe und sprühten in die fast fensterlose Spelunke Pfefferspray, so dass sich die Gäste in den Keller flüchten mussten. Personalien von möglichen Straftätern wurden nicht aufgenommen; gegen die Einsatzleitung der Polizei wurde Anzeige erstattet, der Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft beschäftigte sich mit den Vorkommnissen.
Gerne stellt sich die NPD als vermeintliches Opfer von Sicherheitsmaßnahmen dar - wenn aber ein Stadtteilfest durch Polizeikräfte aufgelöst wird, jubeln sie. Nichts neues also.
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Zu der Aktion gibt es einen Film auf YouTube
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Klasse — Anarchist
Quelle? — Autofahrer