Vom Kaffeesatzlesen statt Messen

Dipl.-Ing. Krzysztof Puzyna 26.07.2009 20:53
Es fehlt für die betroffenen Bürger an der gesetzlichen Berechtigung die Steuerungszentralle der Mobilfunkbetreiber jederzeit unangemeldet zu betreten und von dort aus das Messverfahren zu kontrollieren.

Drei Tage nach der 1. Veröffentlichung, ist die Seite
 http://www.iddd.de/umtsno/Pomiary/mehpomiar.htm
aus dem Google Verzeichnis verschwunden. Es geht um die Überprüfung der Grenzwerte und um die versteckte Leistung der Mobilfunkanlagen. In Polen die Mobilfunkmafia ist mehrfach beim Messen abgesichert u.a. da 1. Die benutzten Breitbandmessgeräte unempfindlich sind und nur Null anzeigen 2. Breitbandmessgeräte eignen sich zu Überprüfung der Grenzwerte nicht. 3. Die Mobilfunkbetreiber werden vor der Messung immer benachrichtigt. In dem Artikel haben sie die Stellungnahme von dem Stellvertreter des Bundesamtes für Strahlungsschutz (BfS)Dr Christian Bornkessel von der Firma IMST u.a. In Deutschland wird wohl nur die dritte Methode benutzt - die Benachrichtigung der Betreiber über das genaue Messdatum.
Vom Kaffeesatzlesen statt Messen

26.07.2009

Es fehlt für die betroffenen Bürger an der gesetzlichen Berechtigung die Steuerungszentralle der Mobilfunkbetreiber jederzeit unangemeldet zu betreten und von dort aus das Messverfahren zu kontrollieren.

Drei Tage nach der 1. Veröffentlichung ist die Seite
 http://www.iddd.de/umtsno/Pomiary/mehpomiar.htm
aus dem Google Verzeichnis verschwunden. Es geht um die Überprüfung der Grenzwerte und um die versteckte Leistung der Mobilfunkanlagen. In Polen die Mobilfunkmafia ist mehrfach beim Messen abgesichert u.a. da

1. Die benutzten Breitbandmessgeräte unempfindlich sind und nur Null anzeigen
2. Breitbandmessgeräte eignen sich zu Überprüfung der Grenzwerte nicht
3. Die Mobilfunkbetreiber werden vor der Messung immer benachrichtigt.

In Deutschland wird wohl nur die dritte Methode benutzt - die Benachrichtigung der Betreiber über das genaue Messdatum.

Zitate von Dr Bornkessel
von der Seite  http://www.iddd.de/umtsno/Pomiary/mehpomiar.htm

"Beim Einholen der Betreiberinformation muss berücksichtigt werden, dass durch die Netzbetreiber in regelmäßigen Abständen sog. Frequenzplanwechsel vorgenommen werden. Dies bedeutet. dass aus versorgungstechnischen Gründen die Frequenzbelegung der Kanäle von Zeit zu Zeit wechselt. Insofern muss das Einholen der Betreiberinformation immer unter Nennung des konkreten Messdatums erfolgen. Die detaillierten Frequenzinformationen sind nicht in der Standortbescheinigung der RegTP enthalten."

Seite 69 des Abschlussberichtes von Dr Bornkessel, 2005

"3. Elektrische Anschlussleistung (power consumption/power demand) und HF-Leistung

Bei einer Basisstation sind aufgenommene Leistung (Anschlussleistung) und abgegebene HF-Leistung nicht gleich. In der Realität wird nur ein relativ geringer Teil der Anschlussleistung in HF-Ausgangsleistung umgesetzt. Ein Großteil der Anschlussleistung wird durch Klimaanlage, Ventilatoren, Elektronik usw. umgesetzt. Um Ihnen hierzu einen Eindruck zu vermitteln, habe ich Ihnen ein Dokument für eine NOKIA Flexi WCDMA Basisstation (.pdf, 248,6 KB) beigelegt.

Auf der letzten Seite sehen Sie in der Tabelle in der Zeile "Power Consumtion" einige typische Zahlen für Anschlussleistung und HF-Ausgangsleistung. So beträgt im Beispiel "1+1+1@20 W" die HF-Ausgangsleistung offenbar 20+20+20 W = 60 W; die dafür benötigte Anschlussleistung jedoch typisch 510 W.

Auch die von Ihnen angeführten "500 W" Belastbarkeit typischer Kathrein Antennen bedeuten nicht, dass diese in jedem Fall tatsächlich von den Antennen abgestrahlt werden. Es handelt sich hier um eine elektrische Belastbarkeit der Antennen, die in der Regel durch das verwendete Material und den internen Aufbau der Antenne definiert sind. In der Regel sind die Eingangsleistungen wesentlich geringer. Eine höhere Leistung abzustrahlen als beantragt ist in Deutschland nicht möglich, da von der überwachenden Behörde (Bundesnetzagentur) regelmäßig Kontrollmessungen durchgeführt werden."

UMTS - Strahlung, Pilotkanal CPICH richtig messen

25 Jul 2009 17:34:22

Sehr geehrter Herr Puzyna,
Sie dürfen unsere Internetseite (gigaherz.ch)und meine e-mail ( prevotec@bluewin.ch) immer weitergeben.

Wenn Dr. Bornkessel UMTS mit einem Messgerät vom Typ Narda SRM, code-selektiv misst, muss folgende Hochrechnung gemacht werden:

Das SRM misst in der Regel nur einen von 4 Pilotkanälen CPICH
Also dieses Resultat mit 4 multiplizieren wenn in W/m2 . (in V/m mit 2). Um auf die volle Auslastung bei Datenverkehr zu kommem, dieses Resultat nochmals mit 10 multiplizieren. (in V/m mit x3.16).

Dann noch die Messungenauigkeit von 45% dazuschlagen, das heisst das ganze nochmals mit 1.45 multiplizieren. Nur so können Sie kontrollieren, ob die Grenzwerte eingehalten sind

Wenn Sie UMTS mit einem Beitbandgerät messen, dürfen Sie ohne Hemmungen das Resultat in Watt/m2 mindestens mit Faktor 10 multiplizieren und das Resultat in V/m mit mindestens 3.16

Breitbandgeräte sind in der Regel viel zu langsam um den vollen Datenverkehr zu erkennen. Wenn Sie Glück haben, erwischen Sie gerade mal die Pilotkanäle.

Mit freundlichen Grüssen,
Hans-U. Jakob (Gigaherz.ch)


25.07.2009

Guten Tag Herr Jakob,

zu gigaherz.ch/1155

in Polen wird in EIRP gerechnet. Dieser Wert steht im Verhältnis zum ERP-Wert, also für seine Berechnung braucht man die gleichen Angaben aus den technischen Dattenblättern. In Polen habe ich festgestellt, dass die technischen Angaben zu den Typenbezeichnungen in den Datenblättern der Mobilfunkbetreiber wie z.B. Orange unterscheiden sich von den technischen Daten des Herstellers z.B. Kathrein der tatsächlich vor Ort installierten Sendeantennen.

Darum ist es sinnvoll zu unterscheiden zwischen Datenblättern von dem Betreiber der Mobilfunkanlage und von dem Hersteller der Sendeantennen. Dann kann man noch nachprüfen, ob die Betreiberdaten mit den Daten des Herstellers der tatsächlich installierten Antennen tatsächlich übereinstimmen.

Hans-U. Jakob: "Messungen die nicht verdeckt durchgeführt werden sind demnach sinnlos."

Nach den Forschungsarbeiten von Dr. Bornkessel kann man nur mit der "codeselektiven Messung" des CPICH-Signals für UMTS oder mit frequenzselektiven Messungen für GSM bei der Anwendung der aktuellen Angaben über die Sendeanlage die Überprüfung der Grenzwerte vornehmen.

Die Sendeparameter muß man sich von dem Betreiber holen, sonst kann man die Messparameter nicht richtig einstellen.

Unangemeldet, kann man nur das breitbandige Messverfahren anwenden aber dieses Verfahren eignet sich für den Nachweis der Überschreitung der Grenzwerte nicht.

Fazit: die aktuellen Messverfahren zur Überprüfung der Grenzwerte für GSM -und UMTS-Anlagen eignen sich für die unangemeldete Kontrolluntersuchungen nicht.

Es fehlt für die betroffenen Bürger an der gesetzlichen Berechtigung die Steuerungszentralle der Betreiber jederzeit unangemeldet zu betreten und von dort aus das Messverfahren zu kontrollieren.

Gruß aus dem hohen Norden

Krzysztof Puzyna

24.07.2009

Sehr geehrter Herr Puzyna,

eine höhere Leistung abzustrahlen als beantragt, ist überhaupt kein Problem für die Mobilfunkbetreiber. Leistungen und vertikale Abstrahlwinkel können von den Zentralen aus jederzeit ferngesteueert nach Belieben verändert werden. Messungen die nicht verdeckt durchgeführt werden sind denmach sinnlos.

Die Antennen enthalten weit mehr versteckte Reserve als Ihnen dieser Dr. Bornkessel angibt. Wenn auf dem Kathrein-Datenblatt steht

Max.power per Input = 600Watt

müssen Sie diese 600Watt mit dem Antennengewinn "GAIN" multiplizieren.

Dieser liegt zwischen Faktor 10 und 30. (Datenblatt konsultieren) Sie haben dann eine abgestrahlte Leistung ERP von 6000 bis 18000Watt ERP.

Für die Immission am Messort ist einzig und allein die abgestrahlte Leistung ERP verantwortloch und NIE die Leistung am Antenneneingang oder gar am Senderausgang.

Dann kann UMTS überhaupt nicht zuverlässig gemessen werden. Die Messunsicherheite beträgt plus/minus 40%.
Das nennt man in der Fachwelt Kaffeesatzlesen und Wahrsagen.
Sehen Sie dazu nach unter

gigaherz.ch/1155 und gigaherz.ch/1147

beste Grüsse,
Hans-U. Jakob (Gigaherz.ch)
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Ergänzungen

Story

Gwenda 26.07.2009 - 21:17
Es gibt da diese Geschichte: Die Telekom hat einen Mobilfunkmast neben einem Wohnhaus errichtet. Eine Frau fühlte sich dadurch gestört, und kaum stand das Ding, ging es auch schon los: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden... Die Frau klagte beim zuständigen Gericht. Dies wies nach Prüfung die Klage ab. Grund: Die Telekom hatte den Mast noch gar nicht in Betrieb genommen, es wurde noch kein Milliwatt Leistung abgestrahlt. Ob die Beschwerden der Frau dananch aufhörten ist nicht bekannt...

Schwachsinniger Artikel

Religion tötet - tötet Religion! 26.07.2009 - 22:58
Lauter Behauptungen, keine Belege. Gibts auch nicht. Allein was an Watt in Form von Sonnenlicht täglich auf meinen Kopf scheint, ist ein Zigfaches der Handystärke. Selbst mein Computermonitor strahlt mehr Leistung ab. Dazu kommt, daß die Strahlung der Handymasten wesentlich niederfrequenter als sichtbares Licht ist, also bei weitem energiermer. Ein Blick auf iddd.de bestätigt, daß es sich hierbei um völlig durchgeknallte Spinner handelt. Daher erübrigt sich auch ede weitere Diskussion. Solange können wir ja weiter diskutieren, ob die Erde doch eine Scheibe ist.

Die Erde IST eine Scheibe

Dipl-VWler Heinz Eckhardt 26.07.2009 - 23:52
Ganz deutlich erkennt man dies, wenn man im Sommer über eine ausgedehnte Wiese läuft und den Horizont betrachtet: er ist ganz klar eine Linie. Ich habe dazu zahlreiche Untersuchungen angestellt. Als Akademiker ist das für mich ganz leicht gewesen. Ich bin auf verschiedenen Wiesen in meinem Ort gewesen. Überall dasselbe. Warum will uns eine Weltverschwörung glauben machen, die Welt wäre eine Kugel? Die Antwort behalte ich vorerst für mich, solange ich mir nicht sicher kann, daß die Betreiber von Indymedia nicht Teil der Verschwörung sind. Aber mal unter uns: hat sich nicht schon mal jeder von euch gefragt, warum man in Australien nicht von der Kugel runterfällt.

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