Theater gegen G8 (Rosenheim)

rotzdende_r reporter_in 16.07.2009 10:45 Themen: G8 Globalisierung
Der G8 in L'Aquila sollte auch an der oberbayerischen Provinz nicht spurlos vorbeigehen: Um der Propagandashow etwas entgegenzusetzen und den ein oder anderen Zusammenhang ein wenig zurecht zu rücken organisierten in Rosenheim ansonsten Unorganisierte eine kleine, aber durchaus kreative Theateraktion. Sinnbildlich für das internationale Proletariat wurden Arbeitsmigrant_innen vom "König G8" mit Füßen getreten, als (Lohn-)Sklaven verhökert und als Ware angepriesen.
Daneben wurden Flugblätter verteilt, die zahlreiche Themenaspekte des globalisierten Kapitalismus aufgriffen: Ökologische Aspekte und Gentechnik stehen dabei neben Unterernährung, Ungleichverteilung von Vermögen, Militarismus und bildungspolitischen Forderungen.Gefordert wird:
  • Der sofortige Stopp deutscher Waffenexporte
  • Ein Stopp von Nahrungsmittelexporten "in die 3. Welt", weil dies die dortigen Märkte gefährde
  • Mindestlöhne und Bildung für Alle - Realisiert durch die Enteignung von Rüstungsindustrie und Gentechnik sowie die Auflösung des Verteidigungshaushalts
  • Abschaffung von Flüchtlingslagern, Bewegungsfreiheit und Zugang zum Arbeitsmarkt für Papierlose und Flüchtlinge.

Ein Infostand war bunt dekoriert mit Material der Grünen Jugend und Attac. Aber auch stärker vernunftorientierte Broschüren aus linksradikalen Zusammenhängen haben dort Platz gefunden.

Abschließend sei die Pressemitteilung der Aktivist_innen dokumentiert:

G8 auch in Rosenheim thematisiert

Globalisierungskritisches Straßentheater am Max-Joseph-Platz

Rosenheim - Anlässlich des G8-Gipfels in L'Aquila (Italien) führten 25 überwiegend jugendliche Aktivist_innen am gestrigen Samstag ein globalisierungskritisches Straßentheater in der Rosenheimer Innenstadt auf. Szenisch wurde die globale Ausbeutung der Arbeitskraft in ihrer Brutalität dargestellt, während begleitende Flugblätter Waffenexporte, Grüne Gentechnik, verfehlte Bildungspolitik und modernen Kolonialismus kritisierten.

"Wir wollten mit unserer Aktion den Darstellungen der G8 etwas entgegensetzen und darauf hinweisen, dass gerade durch Bildung unter der Bevölkerung etwas erreicht werden kann." begründet Julian Wannagat die Aktion. Die Industriestaaten, die sich am G8 Gpifel beteiligen, beuten die restliche Welt seit Jahrhunderten aus und übernehmen nach wie vor keine Verantwortung dafür. Durch diese Ausbeutung wurden viele Hochkulturen zerstört. Darüber und über weitere Themen konnten sich Passant_innen auch bei einem Infostand informieren und mit Aktivist_innen über die verschiedenen angesprochenen Themen diskutieren.

Alles in allem war die Aktion ein großer Erfolg, da Interesse an den Themen geweckt wurde und inhaltlich gehaltvolle Diskussionen geführt werden konnten.
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Ergänzungen

Verlorene Bilder

(muss ausgefüllt werden) 17.07.2009 - 16:57
Hier ergänzend die vergessenen Bilder des Beitrags