HH/St.Pauli: Demo gegen Polizeigewalt
Am 10.7. fand nach dem St.Pauli-Freundschaftsspiel eine Antirepressionsdemo statt, um gegen den Bullenangriff auf die Fankneipe "Jolly Roger" im Rahmen der Repressionsorgie um das Schanzenfest zu protestieren.
Die laute, kraftvolle und friedliche Demo begann um ca. 21:30 am Millerntor. Ca. 2000-2500 Leute, überwiegend nicht politisch organisierte St. Pauli-Fans, liefen von dort aus eine Runde durch Pauli und die Schanze, die gegen 23:00 vor dem Jolly Roger endete. Zu Beginn gab es einen recht lockeren Wanderkessel, nach einiger Zeit hielten sich die ca. 2 Hundertschaften dann mehr zurück und die Drohkulisse beschränkte sich auf 1-2 Wasserwerfer pro Straßenkreuzung, die mit ihrem warmen, freundlichen Licht den Abend erhellten.
Leider beschränkte sich die nach außen wahrnehmbare Botschaft der Demo neben häufigen Sprechchören ("Wir sind St. Pauli - Scheiß Polizei!") auf insgesamt ca. 3 Schilder, 1-2 Transpis und leider schon wenige Reihen hinter dem Lauti nicht mehr hörbare Redebeiträge, da wäre mehr drin gewesen. Trotzdem waren die TeilnehmerInnenzahl und die Stimmung beeindruckend und durch den überraschenderweise ausbleibenden Riot wurde der Ernsthaftigkeit des Protests zusätzlich ausdruck verliehen.
Ahlhaus absägen! Das nächste Schanzenfest kommt bestimmt! (und bald)
Leider beschränkte sich die nach außen wahrnehmbare Botschaft der Demo neben häufigen Sprechchören ("Wir sind St. Pauli - Scheiß Polizei!") auf insgesamt ca. 3 Schilder, 1-2 Transpis und leider schon wenige Reihen hinter dem Lauti nicht mehr hörbare Redebeiträge, da wäre mehr drin gewesen. Trotzdem waren die TeilnehmerInnenzahl und die Stimmung beeindruckend und durch den überraschenderweise ausbleibenden Riot wurde der Ernsthaftigkeit des Protests zusätzlich ausdruck verliehen.
Ahlhaus absägen! Das nächste Schanzenfest kommt bestimmt! (und bald)
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Ergänzungen
DANKE
Es waren mehr als 2000 (laut spiegel oline waren wir 3500), ich denke es waren so an die 4000 menschen die voller wut durch die straßen gelaufen sind und ihren hass zum ausdruck brachten.
Die demo ist sehr friedlich verlaufen, obwohl die stimmung an einigen stellen hätte eskalieren können, dennoch hat sich die polizei dieses mal äußerst zurückhaltend präsentiert (was blieb ihnen auch anderes übrig)
Wir hoffen auf eine schöne nächste saison und behalten diesen abend gestern in unseren köpfen! Forza St. Pauli!
St. Pauli und das Schanzenfest
Es sollen um die 3500 Protestierende gewesen sein.
Das ebenfalls friedliche Schanzenfest wurde vor einer Woche von der Polizei brutal angegriffen. Der Angriff auf das Jolly Roger stand im direkten Zusammenhang mit der Polizeimobilisierung für das Schanzenfest. Die beteiligten Einheiten waren nicht exklusiv für die St. Pauli Fankneipe abgestellt. Eine Trennung zwischen St. Pauli Fan und SchanzenfestbesucherIn sollte es nicht geben.
3500 Demoteilnehmende auf der Jolly Roger Demo beweisen, dass es um mehr geht als alleine einen nicht zu fassenden Angriff auf eine Fan-Kneipe und u.a. die erhebliche Verletzung eines Journalisten. Es gab viele Menschen, die letzten Samstag erhebliche Verletzungen davontragen mussten und die Behauptung, dass vor allem StraftäterInnen qualifiziert festgenommen wurden ist eine Lüge der Polizei. Es gab oft Szenen, wo Menschen die der Exekutiven im Weg standen und sich höchstens verbal beschwerten mit außerordentlicher Brutalität festgenommen worden.
Es ist davon auszugehen, dass die Teilnehmerzahl auf der Jolly Roger Demonstration ohne Schanzenfest weitaus niedriger ausgefallen wäre.
Der anschließenden Gegenwehr gegen die brutalen Polizeiübergriffe von BesucherInnen des Schanzenfests sollte nicht jegliche Ernsthaftigkeit abgeschrieben werden. Die Ereignisse am Samstag sind verdammt ernst zu nehmen!
Was wäre passiert, wenn die Polizei gestern aggressiv gegen die Demo vorgegangen wäre und ihre mitgebrachten Wasserwerfer eingesetzt hätte?
Anderseits gefragt, hat sich die Polizei diesmal evtl. zurückgehalten müssen? Hätte sie es sich erlauben können einen weiteren Angriff auf friedliche Menschen zu beginnen oder hätten sie damit das "Fass zum Überlaufen gebracht"?
Auf der Demo wurden auch...
Käptn Ahlhab auf der Suche nach dem weißen Wal
Schanzenfest am 12. September 2009
Der Polizeieinsatz gegen das Schanzenfest vom 4. Juli 2009 stellt sich als heftigster Übergriff der Polizei in der 21jährigen Geschichte des Straßenfestes dar. Anwohner_innen wurden aufgefordert, ihre Fenster zu schließen, da sonst Wasser gegen sie eingesetzt würde, zahlreiche Menschen wurden durch Schlagstockeinsätze, Pfefferspray oder Wasserwerfer verletzt. Verletzten wurde die Behandlung verweigert und Journalist_innen wurden angegriffen. Ziel bei diesem Einsatz war offensichtlich, jegliche Öffentlichkeit zu verhindern und auszuschalten. Die kollektive Bestrafung der Idee eines unangemeldeten Straßenfestes…! (Ganzer Aufruf von Initiativen und Anwohner_innen zum Schanzenfest am 12. September, auf:
Ahlhab und die Walfänger des Sicherheitsstaates versenken!
Gegen staatliche Repression und Kontrolle!
Gentrifizierung stoppen - Kapitalismus abschaffen!
Dabei gewesene
Hier ist auch der Angriff aufs Jolly zu sehen.
HSVer
Schulterschluss gegen Polizeigewalt!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@Anarchist — anarchist
sagtmal — paulianer
Danke für eine friedliche Demo — Jolly