Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
Gera 11.07 Nazifest blockieren – last Update!
Wenige Stunden vor dem bundesweit zweitgrößten Neonazifest sind zunehmend mehr Streifenwagen und Nazis in der Stadt unterwegs. Die NPD hat mittlerweile bis zu 2500 Nazis angemeldet. Das Gelände ist umzäunt und wird von Nazis und Polizei bewacht. Die Leitung der Polizei hat die Order ausgegeben alle Störungen zu verhindern und will den Stadtteil Debschwitz, in dem das Neonazifest stattfinden soll, abriegeln.
Die Hetze gegen den Antifa-Block durch den SPD-Ortsverband Gera-West fand in der Lokalpresse und bei mehreren VertreterInnen der Zivilgesellschaft keinen Anklang. Jedoch versuchen sich einige bürgerliche Gruppen weiterhin in Extremismustheorien.
Das Aktionsbündnis Kabelbruch ruft zur Teilnahme an der Demonstration des Bürgerbündnisses und zur Blockade auf. Durch Sitzblockaden und zivilen Ungehorsam werden wir das Neonazifest stören!
Kommt nach Gera... bis die Scheiße aufhört! Nazifeste blockieren, sabotieren, attackieren!
Treffpunkt zur Demonstration: 10, Platz vor dem Kultur- und Kongresszentrum (Museumsplatz)
Demostart: 12.00 Uhr
Das Neonazifest soll zwischen 12.00 Uhr und 20.00 stattfinden.
Alle Infos auf:
http://kabelbruch.blogsport.de
ErmittlungsAusschuss (EA): 0351 – 899 60 456
Infotelefon: 0179 – 7 21 92 76
Karte:
http://kabelbruch.blogsport.de/images/Karte.jpg bzw.
http://kabelbruch.blogsport.de/images/Karte.pdf
Weitere Artikel:
Gera bundesweit zweitgrößtes Neonazifest:
http://de.indymedia.org/2009/06/255005.shtml
SPD diffamiert Linke:
http://de.indymedia.org/2009/07/255585.shtml
Das Aktionsbündnis Kabelbruch ruft zur Teilnahme an der Demonstration des Bürgerbündnisses und zur Blockade auf. Durch Sitzblockaden und zivilen Ungehorsam werden wir das Neonazifest stören!
Kommt nach Gera... bis die Scheiße aufhört! Nazifeste blockieren, sabotieren, attackieren!
Treffpunkt zur Demonstration: 10, Platz vor dem Kultur- und Kongresszentrum (Museumsplatz)
Demostart: 12.00 Uhr
Das Neonazifest soll zwischen 12.00 Uhr und 20.00 stattfinden.
Alle Infos auf:
http://kabelbruch.blogsport.de ErmittlungsAusschuss (EA): 0351 – 899 60 456
Infotelefon: 0179 – 7 21 92 76
Karte:
http://kabelbruch.blogsport.de/images/Karte.jpg bzw.
http://kabelbruch.blogsport.de/images/Karte.pdf Weitere Artikel:
Gera bundesweit zweitgrößtes Neonazifest:
http://de.indymedia.org/2009/06/255005.shtml SPD diffamiert Linke:
http://de.indymedia.org/2009/07/255585.shtml
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Christian Dornbusch zum Neonazifest
"Armutszeugnis für die Stadt"
Christian Dornbusch über Rechtsrock in Gera
Herr Dornbusch, Sie forschen seit Jahren zum Thema Rechtsextremismus und Musik. Was kommt an diesem Sonnabend auf Gera zu, wenn die NPD zu einer Großkundgebung mit Musik einlädt?
Allerhand. Denn mit den Bands "Die Lunikoff-Verschwörung", "Sleipnir" und den anderen Gruppen kommen Urgesteine und Szenegrößen in die Stadt.
Wer zum Beispiel?
Ganz klar "Die Lunikoff-Verschwörung". Der Sänger war früher bei "Landser". Die Band hat sich 1992 gegründet und ist wegen antisemitischer, rassistischer und den Nationalsozialismus verherrlichender Lieder berüchtigt gewesen. Als in Dessau ein Afrikaner zu Tode gehetzt wurde, nannten die Täter ein Stück von "Landser" als ihr Lieblingslied. Die Band zerfiel allerdings, als sie vor einigen Jahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht stand. Die Musiker haben Aussagen gemacht, der Sänger nicht. Dafür ist er ins Gefängnis gegangen. In der Szene war das der Ritterschlag. Er gilt als Märtyrer.
Und die anderen Bands?
Auch keine Unbekannten. Allesamt systemfeindlich, teilweise sogar neonazistisch. Bei "Sleipnir" muss man schon genau hinsehen, was manche Texte betrifft. Bei ihnen heißt es zum Beispiel, es sei egal wie man aussehe, ob man Glatze trage oder nicht, Hauptsache die Gesinnung stimme.
Warum umgibt sich die NPD mit solchen Bands?
Die NPD ist in einem Zwiespalt. Sie ist einerseits darauf bedacht, ihr Image als Bürgerschreck loszuwerden. Man ist bürgernah, ein bisschen rechts, aber nicht böse. So zumindest die Strategie, um sich in der Bevölkerung zu verankern. Damit kriegen sie aber auf der anderen Seite schnell ein Problem mit den Anhängern aus der Neonazi-Szene. Deshalb die Konzerte.
Schadet das der NPD nicht?
Kommt ganz darauf an, wie friedlich es verläuft oder ob es zu Gewalt kommt. Im Grunde ist es aber die beste Wahlwerbung für die Partei: Musik und freier Eintritt.
Was schätzen Sie, wie viele Rechtsextreme wird die Veranstaltung anziehen?
Es werden sicher viel, viel mehr als im vergangenen Jahr. In Pößneck kamen mal 1600 Leute zu einem Lunikoff-Konzert, zu einem nicht (!) angemeldeten Konzert.
Was bedeutet das für Gera?
Gera ist die einzige mir bekannte deutsche Stadt, in der solch ein Nazi-Großereignis über Jahre hinweg immer wieder stattfindet. In Jena, wo die NPD das "Fest der Völker" für zehn Jahre angemeldet hatte, hat die Zivilgesellschaft mittlerweile den Neonazis den Ort unleidlich gemacht. Für Gera ist "Rock für Deutschland" ein Armutszeugnis, eine Katastrophe für das Renommee der Stadt.
Gespräch: Katja Schmidtke Christian Dornbusch ist Soziologe und Sozialpädagoge mit Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsstelle Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf und hat mit Jan Raabe u.a. das Buch "RechtsRock - Made in Thüringen" veröffentlicht. Da Dornbusch für seine Recherchen im Milieu selbst unterwegs ist, zeigen wir kein Foto von ihm.
ACAB