Hausbesetzung zum Schanzenfest
Hausbesetzung in der Rosenhofstraße zum Schanzenviertelfest
Am Samstag den 04.07.2009 wurde, im Zuge des Schanzenfestes, temporär das ehemalige Jesus Center in der Rosenhofstraße besetzt.
Am Samstag den 04.07.2009 wurde, im Zuge des Schanzenfestes, temporär das ehemalige Jesus Center in der Rosenhofstraße besetzt.
Hausbesetzung während des Schanzenfestes in der Rosenhofstraße
Am Samstag den 04.07.2009 wurde, im Zuge des Schanzenfestes, temporär das ehemalige Jesus Center in der Rosenhofstraße besetzt.
Dieses besetzte Haus sollte im Sinne des Festes als neu angeeigneter Freiraum gelten und für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Besetzer_Innen hatten das Objekt für alle gefahrlos betretbar gemacht und unter anderem Kinderschminken, autonomes Dosenwerfen, einem antifaschistischen Informationstisch, Musik und Kuchen geboten.
Zusätzlich hingen an einer Wand im Haus leere Zettel und die Besucher sollten nach Besichtigung des Objektes aufschreiben, was sie aus diesem Objekt machen möchten....die beschriebenen Zettel werden dem Bezirk zugeschickt.
Nach etwa 45minütiger Öffnung blockierte die Polizei mit etwa 30 Beamten die Tür. Deren Ansage lautete, dass die Besucher_Innen unter Abgabe ihrer Personalien das Haus verlassen sollen und keiner mehr in das Haus hineinkomme.
Viele der Hausbesucher gaben der polizeilichen Aufforderung nach, nur wenige verweilten im Haus und wollten sich auch auf keine Verhandlungen der Polizei einlassen.
Geräumt wurde das Haus nicht, da der Eigentümer nicht so schnell auffindbar war.
Gegen 18 Uhr am Samstagabend verließen die Menschen, die sich von der Polizei nicht aus dem geöffneten Haus verjagen ließen, unter Abgabe ihrer Personalien dann freiwillig das Haus.
Die Schergen zogen ab... und... die davor feiernde Meute eignete sich das Haus nach einer kurzen Zeit erneut an, feierte und tanzte sowohl im als auch auf dem Haus!
Eine Besetzung wäre an einem Tage wie diesem unserer Meinung nach nicht haltbar gewesen.
Uns ging es um einen politischen Beitrag zum Schanzenviertelfest. Unsere Intention war es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es uns immer noch gelingen kann leer stehende Gebäude in für uns nutzbare Freiräume umzuwandeln. Es gibt genügend leer stehende Häuser in der ganzen Stadt und überall! Nutzt sie! Macht was daraus, lasst den Funken, den wir hoffentlich bei euch „entzündet“ haben zur Flamme werden!
Die Aktion muss als symbolische Aktion gewertet werden!
Hier der Handzettel, der während der Besetzung verteilt wurde:
Der Funke muss zur Flamme werden!
Kreative Gestaltung von Freiräumen, statt stumpfen Konsums!
JETZT!!!
ROSENHOFSTRASSE X
Besetzung, Kuchen und Musik!
Wir denken, dass ein Leben ohne Angst nicht nur bedeutet, keine Angst vor Armut und Unterdrückung, Diskriminierung und Polizeigewalt, Rassismus und gesellschaftlicher Ausgrenzung zu haben. Leben ohne Angst heißt auch, dass niemand Angst davor haben soll, durch steigende Mieten noch weniger Geld zum Leben zu haben, die Wohnung und den Bezirk verlassen zu müssen, oder sogar obdachlos zu werden.
Vielfalt ist die Basis für Urbanität. Vielfalt, insbesondere soziale Vielfalt, kann zu Konflikten führen. Dies wird besonders deutlich in Vierteln, die einer schnellen, stetigen Umgestaltung mit dem Ziel der „Aufwertung“ unterliegen – wie zum Beispiel dem Schanzenviertel, Wilhelmsburg, St. Pauli.
Innerhalb von nur zwanzig Jahren hat sich das komplette Bild der „Schanze“ vom heruntergekommenen Arbeiterviertel über ein Viertel alternativer und kultureller Szenen, mit politischen Widerstandspotential zu einem offensichtlich gentrifizierten Konsumstadtteil gewandelt.
Die hat für Anwohner_Innen z.T. schwerwiegende Folgen.
Wohnraum in ganz Hamburg ist und wird stets unbezahlbarer.
Seit Jahren steigen die Mieten rasant. Gleichzeitig nimmt die gesellschaftliche Ungleichheit zu, es gibt immer mehr Armut. Diese Entwicklung führt nicht nur dazu, dass die Menschen einen stetig größeren Teil ihrer Einkommen für Miete ausgeben müssen, sondern bedeutet auch konkret die Verdrängung von alteingesessenen Anwohner_Innen aus ihren langjährigen Wohnungen und ihrem sozialen Umfeld.
Gerade Jugendliche, sogar wenn sie einen festen Job und ein regelmäßiges Einkommen haben, können sich keine eigene Wohnung leisten und sind z.T. gezwungen, noch bei ihren Eltern zu wohnen. Viele junge Menschen sind obdachlos. Und auch für ältere Menschen schwinden die Perspektiven. Arbeitslosigkeit, überteuerte Mieten oder unterbezahlte Jobs bzw. Kurzarbeit sind nur einige der Gründe dafür.
Schuld an dieser Perspektivlosigkeit sind nicht wir – einzig und allein das herrschende System, das sein Kapital aus diesem Elend schlägt, trägt dafür die Verantwortung.
Gegen diese Entwicklung gibt es zunehmend Protest und Widerstand auf verschiedenen Ebenen. Wir machen mit dieser Aktion auf die herrschenden Verhältnisse aufmerksam.
Es fehlt an Freiräumen, wo Menschen sich ungestört aufhalten und ausleben können. Aus der Schanze werden wir vertrieben, weil wir die Geschäftsleute anscheinend in ihrer heilen Welt stören, nicht in das neue hippe Weltbild der wohlhabenden Zugezogenen passen. Ganz zu schweigen von den „neuen“ Überwachungsmaßnahmen.
Wenn wir nicht auf „euren“ öffentlichen Plätzen leben und entfalten dürfen, dann lasst uns wenigstens unsere Freiräume, in denen wir frei und ungestört, in einer freundschaftlichen und lockeren Atmosphäre unsere Ideen und Träume von einer Gesellschaft von und für alle Menschen leben können.
Solidarität mit allen besetzten, räumungsbedrohten und geräumten Häusern in Berlin, Prag, Münster, Kopenhagen, überall!!!
Der Widerstand gegen die kapitalistische Verwertungslogik regt sich!
Weitere Häuser werden besetzt werden!
Der Kampf hat gerade erst begonnen!
Die Stadt gehört uns allen!
FANTOMAS
Am Samstag den 04.07.2009 wurde, im Zuge des Schanzenfestes, temporär das ehemalige Jesus Center in der Rosenhofstraße besetzt.
Dieses besetzte Haus sollte im Sinne des Festes als neu angeeigneter Freiraum gelten und für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Besetzer_Innen hatten das Objekt für alle gefahrlos betretbar gemacht und unter anderem Kinderschminken, autonomes Dosenwerfen, einem antifaschistischen Informationstisch, Musik und Kuchen geboten.
Zusätzlich hingen an einer Wand im Haus leere Zettel und die Besucher sollten nach Besichtigung des Objektes aufschreiben, was sie aus diesem Objekt machen möchten....die beschriebenen Zettel werden dem Bezirk zugeschickt.
Nach etwa 45minütiger Öffnung blockierte die Polizei mit etwa 30 Beamten die Tür. Deren Ansage lautete, dass die Besucher_Innen unter Abgabe ihrer Personalien das Haus verlassen sollen und keiner mehr in das Haus hineinkomme.
Viele der Hausbesucher gaben der polizeilichen Aufforderung nach, nur wenige verweilten im Haus und wollten sich auch auf keine Verhandlungen der Polizei einlassen.
Geräumt wurde das Haus nicht, da der Eigentümer nicht so schnell auffindbar war.
Gegen 18 Uhr am Samstagabend verließen die Menschen, die sich von der Polizei nicht aus dem geöffneten Haus verjagen ließen, unter Abgabe ihrer Personalien dann freiwillig das Haus.
Die Schergen zogen ab... und... die davor feiernde Meute eignete sich das Haus nach einer kurzen Zeit erneut an, feierte und tanzte sowohl im als auch auf dem Haus!
Eine Besetzung wäre an einem Tage wie diesem unserer Meinung nach nicht haltbar gewesen.
Uns ging es um einen politischen Beitrag zum Schanzenviertelfest. Unsere Intention war es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es uns immer noch gelingen kann leer stehende Gebäude in für uns nutzbare Freiräume umzuwandeln. Es gibt genügend leer stehende Häuser in der ganzen Stadt und überall! Nutzt sie! Macht was daraus, lasst den Funken, den wir hoffentlich bei euch „entzündet“ haben zur Flamme werden!
Die Aktion muss als symbolische Aktion gewertet werden!
Hier der Handzettel, der während der Besetzung verteilt wurde:
Der Funke muss zur Flamme werden!
Kreative Gestaltung von Freiräumen, statt stumpfen Konsums!
JETZT!!!
ROSENHOFSTRASSE X
Besetzung, Kuchen und Musik!
Wir denken, dass ein Leben ohne Angst nicht nur bedeutet, keine Angst vor Armut und Unterdrückung, Diskriminierung und Polizeigewalt, Rassismus und gesellschaftlicher Ausgrenzung zu haben. Leben ohne Angst heißt auch, dass niemand Angst davor haben soll, durch steigende Mieten noch weniger Geld zum Leben zu haben, die Wohnung und den Bezirk verlassen zu müssen, oder sogar obdachlos zu werden.
Vielfalt ist die Basis für Urbanität. Vielfalt, insbesondere soziale Vielfalt, kann zu Konflikten führen. Dies wird besonders deutlich in Vierteln, die einer schnellen, stetigen Umgestaltung mit dem Ziel der „Aufwertung“ unterliegen – wie zum Beispiel dem Schanzenviertel, Wilhelmsburg, St. Pauli.
Innerhalb von nur zwanzig Jahren hat sich das komplette Bild der „Schanze“ vom heruntergekommenen Arbeiterviertel über ein Viertel alternativer und kultureller Szenen, mit politischen Widerstandspotential zu einem offensichtlich gentrifizierten Konsumstadtteil gewandelt.
Die hat für Anwohner_Innen z.T. schwerwiegende Folgen.
Wohnraum in ganz Hamburg ist und wird stets unbezahlbarer.
Seit Jahren steigen die Mieten rasant. Gleichzeitig nimmt die gesellschaftliche Ungleichheit zu, es gibt immer mehr Armut. Diese Entwicklung führt nicht nur dazu, dass die Menschen einen stetig größeren Teil ihrer Einkommen für Miete ausgeben müssen, sondern bedeutet auch konkret die Verdrängung von alteingesessenen Anwohner_Innen aus ihren langjährigen Wohnungen und ihrem sozialen Umfeld.
Gerade Jugendliche, sogar wenn sie einen festen Job und ein regelmäßiges Einkommen haben, können sich keine eigene Wohnung leisten und sind z.T. gezwungen, noch bei ihren Eltern zu wohnen. Viele junge Menschen sind obdachlos. Und auch für ältere Menschen schwinden die Perspektiven. Arbeitslosigkeit, überteuerte Mieten oder unterbezahlte Jobs bzw. Kurzarbeit sind nur einige der Gründe dafür.
Schuld an dieser Perspektivlosigkeit sind nicht wir – einzig und allein das herrschende System, das sein Kapital aus diesem Elend schlägt, trägt dafür die Verantwortung.
Gegen diese Entwicklung gibt es zunehmend Protest und Widerstand auf verschiedenen Ebenen. Wir machen mit dieser Aktion auf die herrschenden Verhältnisse aufmerksam.
Es fehlt an Freiräumen, wo Menschen sich ungestört aufhalten und ausleben können. Aus der Schanze werden wir vertrieben, weil wir die Geschäftsleute anscheinend in ihrer heilen Welt stören, nicht in das neue hippe Weltbild der wohlhabenden Zugezogenen passen. Ganz zu schweigen von den „neuen“ Überwachungsmaßnahmen.
Wenn wir nicht auf „euren“ öffentlichen Plätzen leben und entfalten dürfen, dann lasst uns wenigstens unsere Freiräume, in denen wir frei und ungestört, in einer freundschaftlichen und lockeren Atmosphäre unsere Ideen und Träume von einer Gesellschaft von und für alle Menschen leben können.
Solidarität mit allen besetzten, räumungsbedrohten und geräumten Häusern in Berlin, Prag, Münster, Kopenhagen, überall!!!
Der Widerstand gegen die kapitalistische Verwertungslogik regt sich!
Weitere Häuser werden besetzt werden!
Der Kampf hat gerade erst begonnen!
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Ergänzungen
Anwohner rufen zu neuem Schanzenfest am 12.9.
Solierklärung der Roten Flora
aus diesem Grund begrüßen wir ausdrücklich die Entscheidung der Stadtteilinitiativen, mit einem weiteren Fest, am 12. September 2009, eine deutliche Antwort auf die Ereignisse zu geben. Bezirksamt, Innenbehörde und Polizeiführung werden einsehen müssen, dass ihre Strategie, das Fest einerseits im Vorwege befrieden, andererseits durch massive Polizeipräsenz frühzeitig beenden zu wollen, ins Leere läuft. Fest steht: Je mehr Innensenator Ahlhaus versucht den Schill zu machen, desto eher wird er dessen Schicksal teilen.
Hier leider kein Film der Besetzung,aber der
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Es muß weiter gehen — Black Bloc
Dauerhafte Besetzung — Egal